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27.02.2018

Neues Berechnungstool ermittelt Wirtschaftlichkeit für Energiespar-Contracting

Kalkulations-Instrument der KEA erleichtert Neuanbietern den Einstieg


Wirtschaftliche Chancen und Risiken von Energiespar-Contracting-Projekten einfach und schnell beurteilen: Das können potenzielle Contractoren jetzt mit einem neuen betriebswirtschaftlichen Tool. Erar-beitet hat das Werkzeug die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg. Da das Programm als offenes Modell in Excel angelegt ist, können es die Nutzenden an ihre spezifischen betrieblichen Erfordernisse anpassen. Die KEA stellt das Kalkulations-Instrument interessierten Energiedienstleistern für eine einmalige Lizenzgebühr in Höhe von 700 Euro plus Mehrwertsteuer zur Verfügung.

Kontakt: esc-tool(at)kea-bw.de

Immer mehr Kommunen, soziale Einrichtungen und Betriebe nutzen das In-strument Energiespar-Contracting. Denn die Finanzierung ihrer geplanten energetischen Sanierung übernimmt ein Energiedienstleister. Er bietet zudem einen Rundum-Service, der insbesondere die technischen Anlagen betrifft. Doch rechnet sich ein Contracting-Projekt tatsächlich für den Contractor? Hier kommt das Kalkulationstool der KEA ins Spiel: Es ermittelt den Finanz- und Betriebsaufwand für den Energiedienstleister, zusätzlich die Zahlungsströme sowie die Ertragszahlen – und das über den gesamten Projektzeitraum.

Kalkulieren lässt sich ein potenzielles Energiespar-Contracting-Projekt auf Monatsbasis für die ersten drei Jahre und auf Jahresbasis. Das Tool bilanziert Gesamtaufwand und -ertrag des Projektes sowie Kosten und Erlöse. Im Aus-wertungsblatt erscheinen der Kapitalwert, die interne Verzinsung, die Rendite sowie der Jahresüberschuss.

Jahres- und Monatskalkulation inklusive Sensitivitätsanalyse

Bei einer Sensitivitätsanalyse werden die verschiedenen Einflussfaktoren ana-lysiert, die auf ein Contracting-Projekt einwirken können. Dazu gehören etwa Personalkostenanstieg, Zahlungsausfall oder Einsparverfehlung. Durch einen stufenweisen Aufbau lassen sich Angebote für ein Projekt als „Indikatives An-gebot", als „Überarbeitetes Angebot" und  als „Feinanalyse“ kalkulieren und gegenüberstellen - so wie etwa in Ausschreibungen für kommunale Projekte üblich. Da das Programm Änderungen zulässt, berechnet es die voraussichtliche Wirtschaftlichkeit des Energiespar-Contracting-Projekts für den Contractor auf Basis der eingegebenen Parameter exakt.

Was ist Energiespar-Contracting?

Contracting bedeutet für den Contracting-Nehmer die Finanzierung einer Sanierungsmaßnahme durch einen Dritten, den Contractor. Es beinhaltet das gesamte Leistungsportfolio: von der Planung bis zur energieoptimierten Betriebsführung. Über Jahre hinweg bietet es eine garantierte Energie- und Kosteneffizienz.

Ziel von Energiespar-Contracting-Projekten ist im ersten Schritt die Reduzierung des Energiebedarfs. Es schließen sich die effiziente Bereitstellung von Energie und die Optimierung der Energienutzung an. Der Anbieter oder Contractor identifiziert Einsparpotenziale und plant die energetische Sanierung. In seinem Angebotspaket finden sich hoch wirtschaftliche Maßnahmen wie das Ersetzen alter Anlagen durch neue, effiziente Systeme. Dazu gehören Lüftung, Warmwasser, Beleuchtung und Regelung. Auch die Installation von Blockheizkraftwerken (BHKW) und Biomassekesseln können Bestandteile sein. Zu den weniger wirtschaftlichen Maßnahmen zählen der Einbau neuer Verteiler und die Sanierung der Gebäudehülle.
Vertragsgrundlage sind die vom Contractor garantierten Energieeinsparungen. Der Contractor finanziert sich über die nachgewiesenen Einsparungen, die er als Vergütung zur Deckung seiner Kosten erhält.

Weitere Informationen zum Contracting finden Sie beim KEA-Kompetenzzentrum Contracting

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