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Klimawandel aktuell

Keine Kürzung der Solarförderung zum 1. Juli

Die Solarförderung zum 1. Juli 2011 wird nicht gekürzt. Die nächste Kürzung wird wahrscheinlich zum 1. Januar 2012 erfolgen. Gründe hierfür sind eine geringere Installation von Photovoltaik-Anlagen als ursprünglich erwartet, so dass die Sollbruchstelle für eine Absenkung der Förderung nicht erreicht wurde.

Gründe für den weniger starken Ausbau der Solarenergie liegen nach Expertenmeinung  unter anderem in einer Zurückhaltung der Verbraucher. Die Preise würden so rasch fallen, dass der Verbraucher Monat für Monat zögert.

Wann die Regierung kürzt bzw. wie hoch die Solarstromförderung ausfällt, geht auf das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) zurück, demzufolge ab dem 1. Juli 2011 nur dann eine Senkung der Vergütungssätze um drei oder mehr Prozent für neu installierte Solaranlagen vorzunehmen gewesen wäre, wenn der Zubau auf zwölf Monate hochgerechnet 3.500 Megawatt überschritten hätte.

Jedoch sind im Zeitraum März bis Mai 2011 laut Bundesnetzagentur Photovoltaik-Anlagen mit einer installierten Leistung von insgesamt etwa 700 Megawatt in Betrieb genommen worden. Dies entspricht jedoch hochgerechnet auf zwölf Monate einem jährlichen Zubauwert von nur ca. 2.800 Megawatt.

Für Solaranlagen, die 2011 in Betrieb genommen werden, erhält der Anlagenbetreiber für jede in das Netz eingespeiste Kilowattstunde Photovoltaikstrom zwischen 21,11 Cent und 28,74 Cent.

Anlässlich dieser Entwicklung warnt der Bundesverband Solarwirtschaft BSW vor weiteren Einschnitten bei der Solarstromförderung, wie sie aktuell im Bundestag diskutiert werden. Nach einer Erklärung von Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar zeige der deutliche Marktrückgang in den vergangenen Monaten, dass keinerlei Spielraum mehr für eine noch schnellere Absenkung der Solarstromförderung bestehe und warnt die Bundesregierung ausdrücklich davor, der Solarwirtschaft jetzt weitere Kürzungen aufzuerlegen. „Das könnte“, so König, “großen Teilen der Branche das Genick brechen und würde die Energiewende ausbremsen.“

Im Rahmen der aktuellen Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) werden gegenwärtig im Bundestag weitere Kürzungen erwogen.

Quelle: www.co2-handel.de