KEA-Veröffentlichungen
Positionspapier 3/2012: Heizen mit Strom
Elektrische Widerstandsheizung
Dr. Volker Kienzlen, KEA
in Zusammenarbeit mit
Veit Bürger, Öko-Institut e.V. Freiburg
Michael Nast, DLR, Stuttgart
Dr. Martin Pehnt, ifeu, Heidelberg
Maike Schmidt, ZSW, Stuttgart
Hier können Sie das Positionspapier herunterladen.
Dr. Volker Kienzlen: Klimawandel - Handlungsmöglichkeiten für Kommunen
Angesichts des beginnenden Klimawandels kommt Kommunen eine zentrale Rolle zu.
Der erste Schritt sollte die sinnvolle Bewirtschaftung der eigenen Liegenschaften und eine langfristige Investitionsstrategie sein. Die Kommune hat mit ihren Schulen und Verwaltungsgebäuden nicht nur den unmittelbaren Nutzen geringerer Energiekosten, sondern wirkt auch als Vorbild.
Stadtplanung wirkt sehr langfristig. Fehler, aber auch positive Ansätze, beeinflussen die Funktionsfähigkeit einer Stadt und ihren Energieverbrauch über mehrere Generationen. Kompakte Kommunen mit attraktiven Ortskernen, die die Befriedigung der täglichen Bedürfnisse zulassen, vermeiden die Zersiedelung, halten Kaufkraft am Ort und erlauben durch ihre relativ hohe Wärmedichte einen wirtschaftlichen Betrieb von Infrastruktur bis hin zum Wärmenetz. Aber auch der Mobilitätsbedarf hängt davon ab, ob die Siedlungsdichte einen wirtschaftlichen Betrieb des ÖPNV zulässt. Die Stadt der kurzen Wege lässt macht die Verwendung von Fahrrad und Pedelec attraktiv.
Auf Bürger und Unternehmen hat die Kommune kaum direkten Einfluss, sodass sie sich über Information und Vernetzung um die Sensibilisierung bemühen kann. Für Bürgerberatung, die Pflege von Netzwerken aber auch die Unterstützung kleiner Gemeinden sind regionale Energieagenturen hervorragend geeignet.
Ein kommunales Stadtwerk kann ein wichtiger Akteur der kommunalen Klimaschutzpolitik sein. Die derzeitige Rekommunalisierungswelle kann auch damit begründet werden, dass Kommunen „ihr“ Stadtwerk zur Daseinsvorsorge nutzen wollen.
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