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Architektur und Bauphysik

Nachdem die Bauleitplanung Art der Bebauung, Baufeld und Orientierung festgelegt hat, haben die Gestaltung des neuen Gebäudes und die Qualität der Gebäudehülle zentralen Einfluss auf den künftigen Energieverbrauch. Durch die Wärmeschutzverordnungen und die Energieeinsparverordnung ging der Energieverbrauch neuer Gebäude in den vergangenen 30 Jahren auf die Hälfte zurück.

Durch die Orientierung und den Fensterflächenanteil werden Aufenthaltsqualität im Sommer und Winter sowie der Charakter des Gebäudes geprägt, aber auch der Energieverbrauch und die Behaglichkeit. Nebenräume werden nach Norden orientiert, Aufenthaltsbereich nach Süden und Westen.

Moderne Baumaterialien wie beschichtete Gläser erlauben transparente Architektur bei vertretbarem Energieverbrauch. Bei dreifach verglasten Fenstern kann der Strahlungsgewinn in der Jahresbilanz den Wärmeverlust übersteigen.

Dämmstoffstärken und Luftdichtigkeit eines Gebäudes beeinflussen nicht nur den Energieverbrauch, sondern auch die Behaglichkeit. Räume ohne Strahlungskälte oder Zugluft bieten einen Komfortgewinn. Ein funktionierendes Lüftungskonzept ist die Voraussetzung dafür, dass das Gebäude langfristig schadensfrei bleibt. Gebäude müssen deshalb so luftdicht gebaut werden, wie der Gesetzgeber dies schon seit langem fordert.