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Nahwärme

Bei neuen Baugebieten aber auch bei Schulzentren oder bestehenden Wohnanlagen sollte geprüft werden, ob eine zentrale Wärmeversorgung wirtschaftlich ist. Trotz der Wärmeverluste des Verteilnetzes eröffnet die zentrale Versorgung mehrerer Liegenschaften neue Optionen: In Heizzentralen mit mehr als 300 kW Leistung ist ein wirtschaftlicher Betrieb von Blockheizkraftwerken möglich. Hier kann Primärenergie effizient zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt werden. Energieträger wie Holzhackschnitzel können ebenfalls erst in größeren Anlagen wirtschaftlich genutzt werden. Teilweise steht industrielle Abwärme zur Verfügung, die über Nahwärmenetze zur Beheizung genutzt werden kann.

In den einzelnen Gebäuden entfallen die Kosten für Wärmeerzeuger, Kamin und eventuelle Brennstofflager und deren Wartung. Eine Modernisierung kann erfolgen, ohne dass sich der einzelne Gebäudeeigner darum kümmern muss. Zudem sichert ein professioneller Betrieb die energiesparende Wärmeerzeugung. Nahwärmenetze eröffnen Langfristoptionen im Hinblick auf erneuerbare Energien.

Bei der Neuerschließung von Baugebieten können Nahwärmenetze besonders wirtschaftlich errichtet werden. Zahlreiche Beispiele aus Bestandsgebieten zeigen, dass auch unter schwierigeren Rahmenbedingungen sinnvolle Lösungen möglich sind. Preiswerte Verlegetechniken mit kurzen Trassen, wenig Verbindungsstellen im Erdreich und eine möglichst klare Hydraulik erlauben einen langfristig wirtschaftlichen Betrieb.

Niedrige Rücklauftemperaturen müssen bereits bei der Planung angestrebt werden. Viele Wärmenetze haben hohe Verluste, da im Sommer über lange Zeit lediglich Zirkulationsverluste auf hohem Temperaturniveau gedeckt werden. Systeme ohne Zirkulation erlauben sehr niedrige Rücklauftemperaturen.

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Das Projekt Nahwärme Baden-Württemberg wird vom Umweltministerium gefördert; es soll die Chancen des regenerativen Nahwärmemarktes gemeinsam mit Stadtwerken des Landes stärken. Projektpartner sind neben dem UM der Städtetag Baden-Württemberg, der VKU und die K.GROUP GmbH. Näheres zu der Initiative unter
www.nahwaerme-bw.de