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Stadtplanung

Was nutzen die energiesparendsten Gebäude, wenn deren Bewohner alle Wege mit dem Auto zurücklegen müssen? Neben den Gebäuden und deren direkten Umweltauswirkungen entscheidet bereits die Stadtplanung über den künftigen Gesamtenergiebedarf der Bewohner. Fußläufig erreichbarere Läden, Kindergärten und Schulen helfen Verkehr und damit Emissionen zu vermeiden. Auch ein leistungsfähiger ÖPNV hilft Autofahrten zu vermeiden.

Mit der kleinklimatischen Lage des Baugebietes werden weitere Weichen gestellt. An einem windexponierten Nordhang werden alle Gebäude mehr Energie verbrauchen als am geschützten Südhang. Eine Ausrichtung der Baufelder zur Sonne, Pflanzvorgaben, die die Fassaden nicht übermäßig verschatten und Baustrukturen, die auch im Sommer eine Durchlüftung der Quartiere erlauben, führen zu minimierten Energieverbräuchen und angenehmem Kleinklima. Auch der Flächenverbrauch wird mit der Bauleitplanung definiert. Mit Nachverdichtungen, kompakten Baustrukturen und Flächenrecycling wird die endliche Ressource Fläche geschont.

Nur bei verdichteten Baustrukturen mit GFZ- Werten von 0,4 und mehr lassen sich Nahwärmenetze wirtschaftlich realisieren. Nahwärmesysteme sind wiederum die Voraussetzung für zahlreiche ökologisch und ökonomisch sinnvolle Wärmeversorgungen Eine Wärmedichte von 15 bis 25 MW/km² wird als Untergrenze für eine wirtschaftliche Nahwärmeversorgung gesehen.