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Ergebnisse

Die Erfahrungen aus über 40 durchgeführten KEM-Projekten bestätigen die Annahme, dass allein durch nichtinvestive Maßnahmen des Energiemanagements Verbrauchs- und damit Kostenreduzierungen von 10 – 15 % zu erzielen sind. Die nebenstehende Grafik zeigt die Entwicklung der prozentualen Kostenreduzierung für neun Projekte, bei denen die dreijährige Vertragslaufzeit beendet ist.

Folgende Schlussfolgerungen lassen sich ziehen:

1. Die Einsparraten nehmen in jedem Projekt mit zunehmender Projektdauer zu. Im ersten Vertragsjahr muss mit einem sehr hohen Zeitaufwand sehr viel Basisarbeit geleistet werden, die nicht direkt zu Einsparungen führt, aber die Vorausetzung dafür ist. Der sehr hohe Anfangsaufwand ist das Haupthindernis für Kommunen, das Energiemanagement in Eigenregie durchzuführen.

2. Die Ergebnisse streuen sehr stark. Jedoch überschreiten alle Projekte spätestens im 3. Jahr die 10% Schwelle. Auf die Kriterien für hohe Einsparerfolge wird nachfolgend eingegangen:

  • Die Höhe des Einsparpotenzials der Objekte ist sehr unterschiedlich und hängt stark von der bisherigen Qualität der Betreuung und den Objektnutzern ab. Ein Zusammenhang mit dem Alter der Anlagentechnik ergibt sich insofern, dass eine moderne Technik durch die Vielzahl der Einstellparameter eher ein größeres Einsparpotenzial bietet.
  • Der Rückhalt in der Verwaltung ist eines der wichtigsten Kriterien. Der Dienstleister wird als Einzelkämpfer keinen Erfolg haben. Alle beteiligten Verwaltungsstellen wie Bauamt, Kämmerei und die Verwaltungsspitze sollten das Projekt tatkräftig unterstützen.
  • Die Kooperation mit den Hausmeistern hat einen hohen Stellenwert, denn letztendlich sind sie es, die nach Einweisung vor Ort Energie sparen sollen. Ein Hausmeister kann auch die ganze Arbeit torpedieren, indem er veränderte Regelungseinstellungen ohne Rücksprache wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt.
  • Die Kooperation mit den Sachbearbeitern in der Verwaltung ist unter drei Gesichtspunkten wichtig: Sie müssen zügig Daten wie Verbrauchsrechnungen beschaffen und dafür sorgen, daß festgestellte kleinere Mängel wie defekte Zeitschaltuhren beseitigt werden. Dies ist gerade gegenüber den Objektbetreuern sehr wichtig, damit sichtbar wird, dass die Verwaltung auch handelt. Der dritte Gesichtspunkt ist, dass im Rahmen der Dienstleistung ein Mitarbeiter der Verwaltung eingearbeitet wird, damit er nach Vertragsende das Energiemanagement selbsttätig fortführen kann.
  • Die Verabschiedung einer „Dienstanweisung Energie“ sollte gleich zu Beginn eines Projektes erfolgen. Sie stärkt die Position des Objektbetreuers gegenüber den Nutzern seines Objektes.
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Durch KEM erzielbare Einsparungen in beispielhaften Projekten