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06.11.2017

KEA nun reine Landesgesellschaft

Baden-Württemberg übernimmt sämtliche Gesellschaftsanteile. Kommunen und Betriebe profitieren dank gesicherter Finanzierung von kostenfreien Informations- und Beratungs-angeboten.


Die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg ist Anfang November 2017 vollständig in Landeseigentum übergegangen. Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft als bisheriger Mehrheitsgesellschafter hat sämtliche Gesellschaftsanteile übernommen. Ziel der Übernahme ist, den unabhängigen Wissenstransfer an Kommunen, Unternehmen, Gebäudeeigentümer und andere Interessierte auszuweiten. Das Land Baden-Württemberg sichert sich zudem das Fachwissen und die Erfahrung aller rund 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Die KEA kann als reine Landesgesellschaft nun unabhängig von Aufträgen aus der Wirtschaft agieren und kostenfreien und firmenneutralen Wissenstransfer anbieten“, sagt der KEA-Geschäftsführer Dr. Volker Kienzlen. Einen kleineren Teil der Gesellschaftsanteile hielten bislang Verbände und Unternehmen.

Mit der Finanzierung durch Landesmittel ist die Landesenergieagentur wirtschaftlich unabhängig und im Wesentlichen nicht mehr auf Marktprojekte und Auftraggeber angewiesen. Künftig wird sie sich auf kostenfreie, nicht-kommerzielle Angebote konzentrieren, die für jeden zugänglich sind. Damit soll die KEA in die Lage versetzt werden, sich noch stärker als bisher für die Klimaschutzziele des Landes einzusetzen.

Umstrukturierung der KEA 2015

Zur Stärkung seiner Klimaschutzaktivitäten übertrug das Land der 1994 gegründeten KEA bereits Mitte 2015 weitere Aufgaben: In den Zukunftsfeldern Kommunaler Klimaschutz, Energiemanagement, Contracting, Wärmenetze und Kraft-Wärme-Kopplung hat die KEA am Standort Karlsruhe nach und nach Kompetenzzentren aufgebaut. Hinzu kam eine Weiterentwicklung des Informationsprogramms Zukunft Altbau in Stuttgart, das über die Vorteile der energetischen Gebäudesanierung aufklärt. Das Umweltministerium finanziert die Aktivitäten der Kompetenzzentren, die zur Umsetzung von Effizienzmaßnahmen motivieren und damit den Markt befördern sollen.

Die Kompetenzzentren vermitteln systematisches Wissen zu zentralen Energiethemen der Zukunft. Weitere Aufgaben bestehen darin, den Markt zu be-obachten, Informationsmaterialien zu erstellen und zu verbreiten, Veranstaltungen zu organisieren, kostenfreie Impulsberatungen anzubieten, Qualifizie-rungsangebote anzustoßen sowie Netzwerke aufzubauen und zu pflegen.

Klimaschutz im Land vorantreiben


Das Land finanzierte die Aktivitäten der KEA bereits in der Vergangenheit zu einem guten Teil und hielt 58 Prozent der Gesellschaftsanteile der Landesenergieagentur. Die restlichen Anteile teilten sich Verbände, Handwerkskammer, Unternehmen sowie der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg. Die bisherigen Mitgesellschafter haben der Anteilsübernahme durch das Land zugestimmt; sie bleiben der KEA auch weiterhin über einen Beirat verbunden.  
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Die sechs Kompetenzzentren der KEA

  • Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz
  • Kompetenzzentrum Energiemanagement
  • Kompetenzzentrum Contracting
  • Kompetenzzentrum Wärmenetze
  • Kompetenzzentrum Kraft-Wärme-Kopplung
  • Informationsprogramm Zukunft Altbau

Die Kompetenzzentren wenden sich schwerpunktmäßig an Entscheidungsträger in Städten, Gemeinden und Landkreisen, Schulen, kirchlichen Einrichtungen sowie kleinen und mittelständischen Unternehmen. Auch Energieversorger, Genossenschaften, die Wohnungswirtschaft, Betriebe des Gesundheitswesens, Lokale Agenda 21-Gruppen und engagierte Bürgerinnen und Bürger werden unterstützt.
Die Kompetenzzentren treten vereint unter dem Dach Energiekompetenz BW auf: www.energiekompetenz-bw.de

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