KEA

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit unserem Newsletter KEAktuell, den Sie hier erstmalig vorfinden, möchten wir Sie - vorerst in unregelmäßiger Abfolge - über unsere eigenen Aktivitäten auf dem Laufenden halten.

Über Ihr Interesse an unserer Tätigkeit würden wir uns freuen. Für weitere Fragen zu den Themen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Ihr

Dr.-Ing. Volker Kienzlen
Geschäftsführer Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH

Diese erste Ausgabe von KEAktuell bekamen Sie einmalig zugesandt. Bitte melden Sie sich über folgenden Link an, wenn Sie künftig KEAktuell erhalten möchten:

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Inhalt


Ergebnisse des Landsförderprogramms zur Straßenbeleuchtung

Das im Frühjahr vom Umweltministerium Baden-Württemberg ausgelobte Förderprogramm zur energetischen Sanierung der Straßenbeleuchtung hat eine überwältigende Resonanz ausgelöst. Bei der KEA, die mit der technischen Prüfung der Anträge und Ermittlung der möglichen Förderung beauftragt war, sind 378 Anträge von 339 Kommunen eingegangen,  d. h. etwa ein Drittel aller Kommunen des Landes haben sich beteiligt!
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Evaluierung bestehender Erdwärmesonden-Wärmepumpenheizanlagen

Im Auftrag des Umweltministeriums hat die KEA eine Evaluierung von 150 bestehenden Erdwärme-sonden-Wärmepumpenheizanlagen vorgenommen. Dazu wurde ein Fragebogen an die von den Unteren Wasserbehörden ausgewählten Betreiber versandt. Nachfolgend wurden die Betreiber interviewt und die Anlagen in Augenschein genommen.
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ILETE - ein Impuls für das energieeffiziente Bauen in Europa

Die Bedeutung des hochenergieeffizienten Bauens wächst - in Deutschland und in ganz Europa. Mit erhöhten energetischen Standards steigen auch die Anforderungen an Kenntnisse und Fähigkeiten der Bauschaffenden. Dies ist der Ansatz für das Projekt ILETE: das Kürzel steht für „Initiative for Low Energy Training in Europe“, also ein europäisches Aus- und Weiterbildungsprogramm für Niedrigstenergiebauweise.
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Ergebnisse der ersten Interkommunalen Einspar-Contractingausschreibung in Süddeutschland

Die Städte Lörrach und Weil am Rhein, der Gemeindeverwaltungsverband Denzlingen-Vörstetten-Reute sowie der Landkreis Lörrach haben unter Federführung der KEA das Interkommunale Energie-Einspar-Contracting (IKEC) initiiert. Das Projekt startete 2003 und mündete in eine Ausschreibung mit 8 separaten Losen im Jahr 2005. Erste Einsparabrechnungen liegen mittlerweile vor, die belegen, dass sich Energie-Einspar-Contracting lohnt.
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Handlungskonzept Stadtwerke Engen

Die kleinen Stadtwerke Engen versorgen rund 10.000 Menschen im Hegau (Landkreis Konstanz) mit Strom, Erdgas und Trinkwasser. Sie planen, ihre Geschäftsfelder auf die Nutzung erneuerbarer Energien zu erweitern, um das Unternehmen zukünftig auf eine breitere Basis zu stellen. Die Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg hat dafür ein Handlungskonzept ausgearbeitet.
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Zukunft Altbau – Kooperationspartner auf der Messe „Gebäude.Energie.Technik“ in Freiburg

Vom 5. bis 7. März 2010 findet in Freiburg zum dritten Mal die Messe „Gebäude.Energie.Technik“ (G.E.T) statt. Im Fokus stehen das energieeffiziente Bauen und Sanieren. Neutrale Informationen rund um die energetische Sanierung finden Hausbesitzer beim Messe-Kooperationspartner Zukunft Altbau.
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Schulung Kommunales Energiemanagement

Die Botschaft des Städte- und Gemeindetages ist klar:
Die nichtinvestiven Energieeffizienzpotenziale in kommunalen Liegenschaften betragen im Schnitt 10 bis 15% und daher sollte jede Kommune in Baden-Württemberg Energiemanagement betreiben. Auf der Basis einer Marktanalyse hat die KEA ein Schulungsangebot entwickelt, das exakt auf die inhaltlichen und wirtschaftlichen Bedürfnisse kleinerer Kommunen zugeschnitten ist.

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Ergebnisse des Landsförderprogramms zur Straßenbeleuchtung

Das im Frühjahr vom Umweltministerium Baden-Württemberg ausgelobte Förderprogramm zur energetischen Sanierung der Straßenbeleuchtung hat eine überwältigende Resonanz ausgelöst. Bei der KEA, die mit der technischen Prüfung der Anträge und Ermittlung der möglichen Förderung beauftragt war, sind 378 Anträge von 339 Kommunen eingegangen, d. h. etwa ein Drittel aller Kommunen des Landes haben sich beteiligt! ...

Das vom Land zur Verfügung gestellte Budget wurde angesichts dieses Interesses von den ursprünglich vorgesehenen 1 Mio. Euro auf 2 Mio. Euro erhöht. Mit diesen Mitteln konnten 118 Vorhaben gefördert werden, die eine durchschnittliche Stromeinsparung um 50 % und eine gesamte CO2-Minderung um 5.300 Tonnen pro Jahr (entspricht 54 % der insgesamt beantragten Minderung) bewirkt und Investitionen in Höhe von 10,4 Mio. Euro (36 % der insgesamt veranschlagten Investitionen) ausgelöst haben. Vorrangig gefördert wurde die Umstellung von 20 Ampelanlagen sowie von acht Straßenbeleuchtungen auf LED-Technik. Die Auswahl der übrigen Vorhaben basierte vor allem auf der Effizienz der eingesetzten Fördermittel, ausgedrückt in Euro pro vermiedener Tonne CO2. Die meisten dieser Maßnahmen beinhalten eine Umstellung alter Quecksilberdampflampen auf neue Natriumdampf-Hochdrucklampen, ggf. inklusive weiterer Maßnahmen an Leuchten, Masten oder Steuerung. Die vielfältigen Kontakte belegen, dass viele Kommunen durch das Programm motiviert wurden, sich intensiver mit ihrer Straßenbeleuchtung zu beschäftigen. Parallel zur nun laufenden Umsetzung der geförderten Vorhaben sollen Beispiele für gelungene Sanierungen dokumentiert und veröffentlicht werden. Auf die entsprechenden Kommunen werden wir in Kürze zugehen.

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Evaluierung von bestehenden Erdwärmesonden-Wärmepumpenheizanlagen

Im Auftrag des Umweltministeriums hat die KEA eine Evaluierung von 150 bestehenden Erdwärmesonden-Wärmepumpenheizanlagen vorgenommen. Dazu wurde ein Fragebogen an die von den Unteren Wasserbehörden ausgewählten Betreiber versandt. Nachfolgend wurden die Betreiber interviewt und die Anlagen in Augenschein genommen. ...

Für 125 kleinere Anlagen, die in kleinen privaten Wohngebäuden zum Einsatz kommen, sowie 20 mittlere und größere Anlagen zur Beheizung von Mehrfamilienhäusern und Nichtwohngebäuden liegen verwertbare Ergebnisse vor. Ergebnis ist, dass unter den Betreibern allgemein eine große Zufriedenheit mit ihren Anlagen herrscht. Hinweise auf eine konkrete Gefährdung des Grundwassers oder andere eklatante Probleme wurden nicht gefunden. Bei einzelnen Anlagen wurden fehlerhafte Auslegungen, Abweichungen zwischen wasserrechtlicher Genehmigung und tatsächlicher Ausführung oder eine suboptimale Betriebsweise offensichtlich. Deren Anzahl und Bedeutung liegen jedoch auf einem Niveau, das auch für andere Techniken gelten dürfte. Dennoch wurden in fast allen Bereichen grundsätzliche Verbesserungs- und Optimierungsmöglichkeiten gefunden, die konsequenter als bisher ausgeschöpft werden sollten. Sie betreffen vor allem die Kommunikation und Vermeidung grundsätzlicher Risiken und Ärgernisse, das Vorgehen bei der Vergabe von Aufträgen sowie die dauerhafte Kontrolle der Anlageneffizienz und die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit der Anlagen durch die Betreiber. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse wurde in einer Sonderausgabe des Fachmagazins für Brunnen- und Leitungsbau (bbr) veröffentlicht. Wir danken den beteiligten Betreibern sowie den Unteren Wasserbehörden für ihre Mitarbeit und Unterstützung.

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ILETE – ein Impuls für das energieeffiziente Bauen in Europa

Die Bedeutung des hochenergieeffizienten Bauens wächst - in Deutschland und in ganz Europa. Mit erhöhten energetischen Standards steigen auch die Anforderungen an Kenntnisse und Fähigkeiten der Bauschaffenden. Dies ist der Ansatz für das Projekt ILETE: das Kürzel steht für „Initiative for Low Energy Training in Europe“, also ein europäisches Aus- und Weiterbildungsprogramm für Niedrigstenergiebauweise. ...

Seit der ersten Wärmeschutzverordnung von 1977 hat der Gesetzgeber die Mindestanforderungen an Neubauten immer wieder verschärft – zuletzt mit der „EnEV 2009“, die am 1. Oktober in Kraft trat. Eine weitere Verschärfung ist bereits für 2012 geplant, die verbindliche Einführung der Passivhaus-Bauweise ist mittelfristig in Sicht.
Mittlerweile wurden alleine in Baden-Württemberg hunderte Passivhäuser gebaut und so die Praxistauglichkeit des Konzeptes bewiesen. Auch Kindertagesstätten, Schulen und Bürogebäude werden zunehmend im Passivhausstandard errichtet. In der Masse der Neubauten ist man jedoch von solchen Standards noch weit entfernt. Nicht selten zeigt sich, dass nicht einmal die gesetzlich geforderten Mindeststandards der EnEV wirklich eingehalten werden. Diese Defizite werden nicht zuletzt durch fehlende Vollzugsregelungen begünstigt, sind oft aber auch in fehlendem Wissen und Können bei Planern und Ausführenden begründet. In der Folge kommt es nicht nur zu erhöhten Energieverbräuchen, sondern oft auch zu Komfortmängeln und zu Bauschäden.
Dies ist der Ansatzpunkt für das Projekt ILETE. Projektziel ist ein europaweiter Erfahrungsaustausch im Bereich des energieeffizienten Bauens sowie die gemeinsame Entwicklung und Verbreitung von Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für Bauschaffende. Adressaten sind also Studierende ebenso wie Planer und Handwerker. An dem 2008 gestarteten Projekt nehmen neben der KEA sowie der Handwerkskammer Trier als deutschen Partnern Institutionen aus Frankreich, Italien, Rumänien, Österreich, Polen und Spanien teil; die Federführung liegt bei Région Alsace.
Die Aufgabe der KEA im Rahmen von ILETE liegt primär im Bereich der beruflichen Fortbildung von Architekten, Ingenieuren und Handwerkern. Hierzu werden umfangreiche und detaillierte Materialsammlungen erarbeitet, in welchen sämtliche kritischen Punkte der Bauausführung in Form von Detailzeichnungen, Fotos und erläuternden Texten abgehandelt werden. Die Vermeidung von Wärmebrücken, die Ausbildung von Bauteilanschlüssen oder die korrekte Herstellung der Luftdichtheit der Gebäudehülle wird ebenso behandelt wie Wärmerückgewinnung oder die richtige Ausführung von Lüftungskanälen. Die Arbeitsmaterialien sind modular aufgebaut und beinhalten auch Hintergrundinformationen für die künftigen Dozenten. Die ersten Workshops sollen in einer Pilotphase Anfang 2010 abgehalten werden, die Erfahrungen hieraus werden in das Projekt einfließen.
Sämtliche Schulungsmaterialien aus ILETE werden nach Abschluss des Projekts in die jeweiligen Landessprachen der Projektpartner übersetzt und kostenfrei öffentlich zur Verfügung gestellt. Gefördert wird ILETE im Rahmen des Programms „Intelligent Energy for Europe“ der Europäischen Union. Der Baustein der KEA wird zusätzlich durch das Umweltministerium Baden-Württemberg unterstützt. Die Laufzeit des Projektes endet Mitte 2010. Eingehende Informationen zum Projekt finden sich im Internet unter  www.ilete.eu.
Projektleiterin bei der KEA ist Frau Heike Wiest  heike.wiest(at)kea-bw.de

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Ergebnisse der ersten Interkommunalen Einspar-Contractingausschreibung in Süddeutschland

Die Städte Lörrach und Weil am Rhein, der Gemeindeverwaltungsverband Denzlingen-Vörstetten-Reute sowie der Landkreis Lörrach haben unter Federführung der KEA das Interkommunale Energie-Einspar-Contracting (IKEC) initiiert. Das Projekt startete 2003 und mündete in eine Ausschreibung mit 8 separaten Losen im Jahr 2005. Erste Einsparabrechnungen liegen mittlerweile vor, die belegen, dass sich Energie-Einspar-Contracting lohnt. ...

Um trotz begrenzter Haushaltsmittel und Personalkapazität Energiesparmaßnahmen an öffentlichen Liegenschaften umzusetzen, haben die vier Partner das Energie-Einspar-Contracting gewählt und das Verhandlungsverfahren angewendet. In jedem der schließlich 7 vergebenen Lose wurden im Mittel rund 50 Maßnahmen im Wert von rund 1,3 Millionen Euro umgesetzt.
Das Energie-Einspar-Contracting hat sich angeboten, da der Contractor die jährlich garantierte Einsparung nachweisen muss. Die Investitionen sowie die laufenden Kosten des Contractors werden durch diese Einsparungen refinanziert. Daher optimiert der Contractor die Anlagen stetig, um eine hohe Energieeffizienz zu erzielen.
Aus Sicht der IKEC-Kommunen bot das gemeinsame Vorgehen viele Vorteile: Der Verfahrensaufwand minderte sich für jede Kommune durch die gemeinsame Aufgabenteilung. Gegenüber der Eigenlösung wäre das Investitionsvolumen im günstigsten Fall in zwei Bauabschnitten realisierbar gewesen, zudem führte die Bündelung der Maßnahmen zu einer Zeitersparnis.
Zum Beispiel Lörrach: Die Stadt hat zwei Lose ausgeschrieben, die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf 4,1 Millionen Euro (einschließlich der kumulierten Kosten für die Wartung/Instandhaltung, das Anlagencontrolling sowie den Kapitaldienst). Der Contractor hat eine jährliche Einspargarantie von 243.485 Euro abgegeben, die Energiekosten vor der Ausschreibung betrugen 522.787 Euro/a. Umgesetzt wurden u.a. folgende Maßnahmen:

 -  Holzhackschnitzelanlage mit 900 kW (Hallenbad/Schulzentrum Rosenfels)
 -  Holzpelletanlage mit 150 kW (Hellbergschule/ Kindergarten)
 -  2 BHKW´s (50 kWel + 20 kWel) im Rathaus Lörrach und Schlossberghalle
 -  Installation einer thermischen Solaranlage mit 31 m²  im Sportzentrum Grütt
 -  Installation von 3 Photovoltaik-Anlagen zur Stromerzeugung:
    5 kWp + 10 kWp + 18 kWp + 26 kWp
 -  Aufbau von 10 Heizungsverteilern
 -  Erneuerung von 390 Leuchten in der Theodor-Heuss-Realschule
 -  Aufbau einer Gebäudeleittechnik für alle Liegenschaften

Die Hauptleistungsphase begann im Oktober 2007 (Los 2) bzw. im Oktober 2008 (Los 3) und wird 15 bzw. 16 Jahre dauern. Folgende – vorläufige – Ergebnisse liegen aus der ersten Abrechnung vor:



Es ist davon auszugehen, dass sich die Einsparungen stabilisieren bzw. erhöhen werden, sobald die mit dem ersten Betriebsjahr verbundenen Startschwierigkeiten behoben sind.
Die KEA hat das gesamte Verfahren in einer Broschüre dokumentiert, die bestellt werden kann oder hier als PDF zum download zur Verfügung steht.

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Handlungskonzept Stadtwerke Engen

Die kleinen Stadtwerke Engen versorgen rund 10.000 Menschen im Hegau (Landkreis Konstanz) mit Strom, Erdgas und Trinkwasser. Sie planen, ihre Geschäftsfelder auf die Nutzung erneuerbarer Energien zu erweitern, um das Unternehmen zukünftig auf eine breitere Basis zu stellen. Die Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg hat dafür ein Handlungskonzept ausgearbeitet. ...

Die Stadt Engen besteht aus der Kernstadt (rund 6.000 EW) sowie weiteren acht Stadtteilen, deren Gesamteinwohnerzahl rund 4.200 beträgt. Die Kernstadt und drei der größeren Stadtteile sind an das Erdgasnetz der Stadtwerke angeschlossen. In den fünf restlichen Stadtteilen (Dörfer mit 170 bis 320 EW) erfolgt die Wärmeversorgung mit Öl, Holz und zu geringen Anteilen mit Flüssiggas.
Der derzeitige Endenergieverbrauch für Wärme und Strom in Engen beträgt 140.000 MWh/a. Erdgas deckt davon 53.500 MWh/a oder 38 % ab, der Ölanteil liegt bei gut 25 % oder rund 36.000 MWh/a. Holz hat einen Anteil von 17.000 MWh/a (12 %), während Flüssiggas mit 1.000 MWh/a nur eine sehr untergeordnete Rolle spielt. Bemerkenswert ist, dass die Holznutzung zum weitaus überwiegenden Teil in Form von Scheitholz erfolgt. Zur Stromversorgung benötigt Engen derzeit jährlich 33.000 MWh (knapp 24 % der Endenergie). Zwei Biogasanlagen und 132 dachintegrierte PV-Anlagen (Stand Ende 2008) tragen bereits heute mit mehr als 3.100 MWh/a zur Stromerzeugung bei (Anteil 9,5 %).
Die Treibhausgasemissionen für Strom und Wärme betragen 47.000 t/a, das sind rund 4,6 t pro Einwohner. Damit liegt Engen im Durchschnitt ähnlich strukturierter Kommunen.
Die Potenzialermittlung für die erneuerbaren Energien erstreckte sich auf Windenergie, Solarstrahlung und Biomasse. Die Geothermie (Tiefbohrungen und oberflächennah) wurde nicht betrachtet. Die Wasserkraft weist in Engen kein nennenswertes Potenzial auf.
Die Abschätzung des Windenergiepotenzials beruht nicht auf Windmessungen, sondern auf einer vom Bundesverband Windenergie veröffentlichten aktuellen Windpotenzialkarte für Deutschland. Werden auf den bereits seit Jahren ausgewiesenen zwei Vorrangflächen jeweils eine Windenergieanlage á 2 MW installiert, ist im günstigen Fall eine Stromerzeugung von 8.800 MWh/a zu erwarten. Verdoppelt man die Anlagenzahl durch Flächenerweiterung, erhöht sich das Potenzial auf 15.900 MWh jährlich.
Die Stromerzeugung aus Biogas könnte mit einer weiteren Anlage um 4.000 MWh/a erhöht werden, während die Fotovoltaik ein Zusatzpotenzial von 7.500 MWh/a aufweist. Davon entfallen 2.000 MWh auf Freiflächenanlagen.
Das Potenzial der regenerativen Wärmeerzeugung liegt insgesamt bei 42.000 MWh/a. Es verteilt sich auf Holz (4.800 MWh/a), Biogas mit zwei bestehenden und einer neuen Anlage (5.500 MWh/a) sowie die solare Nahwärme mit saisonaler Speicherung (32.000 MWh/a).
Wird der Wärmebedarf durch Wärmedämmung auf 60 % des heutigen Wertes gesenkt, ist in Zukunft eine nahezu vollständige Deckung durch erneuerbare Energien möglich. Der Deckungsgrad bei der Stromerzeugung hängt in hohem Maße vom Ausmaß der zukünftigen Windenergienutzung ab. Die Bandbreite erstreckt sich von 44 % bis nahezu 90 %.
Der konkrete Maßnahmenkatalog für die Stadtwerke Engen erstreckt sich auf die Bereiche Windenergie, solare Stromerzeugung sowie Nahwärmeversorgung mit erneuerbaren Energien.

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Zukunft Altbau – Kooperationspartner auf der Messe „Gebäude.Energie.Technik“ in Freiburg

Vom 5. bis 7. März 2010 findet in Freiburg zum dritten Mal die Messe „Gebäude.Energie.Technik“ (G.E.T) statt. Im Fokus stehen das energieeffiziente Bauen und Sanieren. Neutrale Informationen rund um die energetische Sanierung finden Hausbesitzer beim Messe-Kooperationspartner Zukunft Altbau. ...

Zum dritten Mal seit 2008 präsentieren inzwischen rund 180 Aussteller aktuelle Entwicklungen und innovative Techniken rund um das Thema energieeffizientes Modernisieren und Bauen. Wie im vergangenen Jahr ist Zukunft Altbau einer der drei Kooperationspartner der „Gebäude.Energie.Technik“ (G.E.T). Weitere Kooperationspartner sind die Initiative "Klimaschutz am Oberrhein" sowie die
Energieagentur Regio Freiburg.
Am Stand von Zukunft Altbau erhalten private Bauherren neutrale Erstinformationen zu allen Themen des energieeffizienten Sanierens - Informationen zu Dämmung der Gebäudehülle, Austausch der Heizanlage, gesetzlichen Anforderungen sowie zu Fördermöglichkeiten. Zukunft Altbau empfiehlt, vor jeder energetischen Sanierung eine qualifizierte Energieberatung durchführen zu lassen. Qualifizierte Energieberater aus der Region finden Hausbesitzer am Markplatz Energieberatung. Hier werden kostenfreie Erstberatungen angeboten. Weitere Informationen zur Messe und über Zukunft Altbau gibt es unter www.zukunftaltbau.de oder dem kostenfreien Beratungstelefon 08000/12 33 33.

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Schulung Kommunales Energiemanagement

Die Botschaft des Städte- und Gemeindetages ist klar:
Die nichtinvestiven Energieeffizienzpotenziale in kommunalen Liegenschaften betragen im Schnitt 10 bis 15% und daher sollte jede Kommune in Baden-Württemberg Energiemanagement betreiben. Auf der Basis einer Marktanalyse hat die KEA ein Schulungsangebot entwickelt, das exakt auf die inhaltlichen und wirtschaftlichen Bedürfnisse kleinerer Kommunen zugeschnitten ist. ...

Vorhandene kommunale Mitarbeiter, die am Thema interessiert sind sollen mit einem Teil Ihrer Arbeitszeit (10 bis 20%) Energiemanagement in den eigenen Liegenschaften einführen. Dazu erhalten Sie eine modular aufgebaute Schulung von der KEA und eine vor Ort Betreuung durch eine regionale Energieagentur. An jeweils einem Schulungstag werden die Module

•    Organisation des Energiemanagements in der Verwaltung
•    Ein- und Durchführung eines monatlichen Energiecontrollings
•    Optimierung des Anlagenbetriebes
•    Projekte zur Nutzersensibilisierung
•    Erstellung und Präsentation von Energieberichten

vorgestellt. Nach jedem Modul haben die Teilnehmer die Aufgabe das Erlernte in den eigenen Liegenschaften umzusetzen. Zur Unterstützung vor Ort steht ein qualifizierter Energieberater einer regionalen Energieagentur mit einem abrufbaren Kontingent von 40 Arbeitsstunden zur Verfügung.
Die Teilnehmer erhalten ausführliche Schulungsunterlagen und haben die Möglichkeit „Hilfsmittel“ über die KEA zu beziehen. Abgerundet wird das Angebot durch einen zweimal pro Jahr statt findenden Erfahrungsaustausch, der auch der Nachschulung und der Vorstellung neuer „Werkzeuge“ dient. Dadurch soll die Qualität des durchgeführten Energiemanagements dauerhaft gesichert werden.
Die erste Schulungseinheit mit 10 Teilnehmern soll im Januar 2010 statt finden. Die weiteren Einheiten folgen im Abstand von vier bis sechs Wochen. Die Kosten betragen pro Teilnehmer 4.355 Euro zzgl. Mehrwertsteuer. Das Umweltministerium Baden-Württemberg fördert die Schulung mit 20% der Kosten. Das detaillierte Schulungs-Programm steht  hier als PDF-Download zur Verfügung.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an:  Claus.Greiser(at)kea-bw.de

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