Wenn der Newsletter nicht richtig dargestellt wird, klicken Sie bitte hier.
KEA

Liebe Leserinnen und Leser,

von Horb bis Ulm vor Ort, vom Webinar bis zum Wissensportal und von der Broschüre bis zum Excel-Tool: Die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg und ihre Kompetenzzentren waren in den letzten Monaten wieder auf vielen Wegen und Kanälen aktiv. Wie Sie die Ergebnisse dieser Arbeit nutzen können, darüber berichten wir in der neuen Ausgabe des Newsletters. Zugleich schauen wir nach vorn und laden Sie zu unseren kommenden Veranstaltungen herzlich ein.

Aktiv mitgewirkt hat die KEA auch am gemeinsamen Statement von eaD, AEE, DEN, GIH, NABU, FÖS, ING BW und BUND BW: Die Verbände fordern die künftige Bundesregierung dazu auf, das Erreichen der Klimaschutzziele von Paris in den Mittelpunkt ihrer Energiepolitik zu stellen und eine effektive CO2-Abgabe einzuführen.

Licht ins Dunkle bringt das Kompetenzzentrum Contracting beim Thema Straßenbeleuchtung: Wie Contracting für Kommunen einen Weg zur Erneuerung eröffnen kann, darüber informiert und berät das Team kostenlos.

Viel Vergnügen beim Lesen wünscht Ihnen

Ihr Dr.-Ing. Volker Kienzlen

Geschäftsführer
KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH

P.S.: Treuen Leserinnen und Lesern wird auffallen, dass wir den Newsletter mit größerer Schrift und größeren Bildern leserfreundlicher gestaltet haben. Ich hoffe, es gefällt Ihnen!

Inhalt

+ Bitte vormerken: Länderübergreifender Austausch der Klimaschutzmanager
Die kommunalen Klimaschutzmanagerinnen und -manager aus Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland treffen sich am 16. Mai 2018 in Mannheim.
weiterlesen...

+ Rückblick: Vorträge „Nachhaltige Mobilität“ sind online
Über 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten am 1. Februar in Horb über eine wirklich zukunftsfähige Mobilität. Die Vorträge stehen nun zum Download bereit.
weiterlesen...

+ Anschub für den kommunalen Klimaschutz: Wettbewerbs- und Förderübersicht
Der Bundeswettbewerb „Klimaaktive Kommune“ startet in die nächste Runde: Bis zum 6. April 2018 können sich Kommunen und Regionen bewerben. Auf seiner Internetseite stellt das Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz künftig diesen und weitere Wettbewerbe sowie Förderprogramme für Kommunen vor.
weiterlesen...

+ Einstiegsberatung: Die Kommunalrichtlinie bringt Geld
Noch bis 31. März 2018 können Kommunen, gemeinnützige Sportvereine, kommunale Unternehmen sowie andere lokale Akteurinnen und Akteure wieder Fördergelder für die Umsetzung von Klimaschutzprojekten beantragen. Auch für Einsteiger in den kommunalen Klimaschutz lohnt sich der Antrag: Die Einstiegsberatung wird gefördert. 
weiterlesen...

+ Energiesparen an Schulen: Webinar-Videos online
Ein dreiteiliges Webinar des Kompetenzzentrums Energiemanagement zeigt, wie man Energieeinsparprojekte an Schulen und Kindertageseinrichtungen initiiert und umsetzt. Die Videos und die dazugehörigen Arbeitshilfen stehen im Wissensportal online.  
weiterlesen...

+ Vorhang auf: Einladung zur Einweihung von Contracting-Projekten
Gleich zweimal öffnet sich am 21. März der Vorhang für vorbildliche Contracting-Projekte: In Neuhausen ob Eck und in Zimmern ob Rottweil weiht Ministerialdirektor Helmfried Meinel die neuen bzw. sanierten Anlagen ein.
weiterlesen...

+ 12. Contracting-Kongress: Austausch, Fachwissen, Neuheiten, Beratung
Am 14. Juni 2018 ist der Contracting-Kongress wieder die Contracting-Plattform im Land: Das Kompetenzzentrum Contracting lädt dazu ein, in Stuttgart gemeinsam diese zukunftsweisende Energieeffizienz-Dienstleistung voranzubringen.
weiterlesen...

+ Nicht länger im Dunkeln: Modernisierung der Straßenbeleuchtung spart Energie
Die Stadt Lauffen am Neckar hat ihre Energiekosten für die Straßenbeleuchtung um 70 Prozent gesenkt. Wie das geht, darüber informiert und berät das Kompetenzzentrum Contracting der KEA interessierte Kommunen.
weiterlesen...

+ Contracting4KMU: Neuer Auftritt für kleine und mittlere Contracting-Anbieter
Das Kompetenzzentrum unterstützt kostenfrei beim Aufbau des Geschäftsfeldes Contracting. So können kleine und mittlere Betriebe ihr Angebotsportfolio deutlich zu erweitern.
weiterlesen...

+ Neue Broschüre: Anschluss an Wärmenetz bringt viele Vorteile
Eine neue Broschüre des Kompetenzzentrums Wärmenetze bringt die Argumente für einen Anschluss an ein Wärmenetz auf den Punkt. Sie kann über den KEA-Shop bestellt oder heruntergeladen werden.
weiterlesen...

+ Berater-Datenbank für Kraft-Wärme-Kopplung ist online
Wer einen kompetenten KWK-Berater in seiner Nähe sucht, wird ab sofort in der Online-Datenbank des Kompetenzzentrums KWK fündig.
weiterlesen...

+ Mieterstrom in Konstanz: Webinar-Video online
Das erste Webinar der Kampagne des Kompetenzzentrums KWK für die Wohnungswirtschaft ist nun kostenlos online zugänglich. 
weiterlesen...

+ Zukunft Altbau: Attraktiver Broschürenständer für Kommunen
Das Informationsprogramm Zukunft Altbau verschickt jetzt einen kostenfreien Broschürenständer an Städte und Gemeinden im Südwesten.
weiterlesen...

+ Warum braucht CO2 einen Preis?
Für den Umstieg auf eine vollständig auf regenerativen Energien basierende Energieversorgung fehlen die notwendigen Anreize. Deshalb hat sich der Bundesverband der Klimaschutz- und Energieagenturen e.V. (eaD) den Unterstützern einer CO2-Abgabe angeschlossen und ein Positionspapier veröffentlicht. Es steht zum Download online.  
weiterlesen...

Energiepolitisches Forum: Mobilität für morgen
Was können Kommunen in Baden-Württemberg heute tun, um eine nachhaltige Mobilität für morgen zu schaffen? Darüber diskutiert das Energiepolitische Forum von KEA und ZSW am 8. Mai 2018.
weiterlesen...

+ eea: Hohe Auszeichnung für den kommunalen Klimaschutz
Neun Landkreisen, acht Städten und zehn Gemeinden überreichte Umweltminister Franz Untersteller am 19. Februar 2018 den European Energy Award (eea). Rückblick, Porträts und Fotos sind nun online.
weiterlesen...

+ Deutschland und Frankreich: Hand in Hand für den kommunalen Klimaschutz
Ein Rückblick und viele Ausbilcke auf die deutsch-französische Zusammenarbeit der KEA beim kommunalen Klimaschutz.
weiterlesen...

+ Neues Tool ermittelt Wirtschaftlichkeit für Energiespar-Contracting
Wirtschaftliche Chancen und Risiken von Energiespar-Contracting-Projekten einfach und schnell beurteilen: Das können potenzielle Contractoren jetzt mit einem neuen betriebswirtschaftlichen Instrument der KEA.
weiterlesen...

+ Dritte Runde: Auszeichnung baden-württembergischer Klimahäuser
Die Städte Pforzheim, Karlsruhe und der Landkreis Böblingen zeichneten im Herbst mehrere Klimahäuser aus. Wer in der nächsten Runde mit seinem energieeffizienten Haus teilnehmen möchte, kann sich bei seiner Kommune melden.
weiterlesen...

+ Best-Practice im Klimaschutz: Horb am Neckar
In dieser Rubrik stellen wir Kommunen vor, die ein besonderes Engagement beim Klimaschutz aufzeigen. Diesmal: die Große Kreisstadt Horb am Neckar.
weiterlesen...

Veranstaltungen

+ Vorgemerkt – KEA- und Zukunft-Altbau-Veranstaltungen im Überblick
Hier haben wir für Sie alle wichtigen KEA- und Zukunft-Altbau-Veranstaltungen bis Juni zusammengefasst.
weiterlesen...

Bitte vormerken: Länderübergreifender Austausch der Klimaschutzmanager

Die kommunalen  Klimaschutzmanagerinnen und -manager aus Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland treffen sich am 16. Mai 2018 in Mannheim. Zum Netzwerktreffen lädt das Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz der KEA zusammen mit der Energieagentur Rheinland-Pfalz, dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des Saarlandes und dem Service- und Kompetenzzentrum: Kommunaler Klimaschutz (SK:KK) ein. Der Erfahrungsaustausch bietet auch dieses Jahr wieder einen Mix aus Vorträgen im Plenum, Thementischen und Podiumsdiskussion. Letztere wird die Möglichkeiten der „Verstetigung von Klimaschutzaktivitäten“ ausloten.

Natürlich lebt diese Veranstaltung wieder von praxisnahen Beiträgen und Projektbeispielen der Teilnehmer: Vorschläge nimmt das Team des Kompetenzzentrums entgegen. Wer noch nicht Teil des Netzwerks ist, kann sich beim Kompetenzzentrum in den Verteiler aufnehmen lassen. Das Programm wird voraussichtlich Mitte April versendet. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Die Anmeldung zum Netzwerktreffen ist ab sofort online möglich.
Programmvorschläge per E-Mail an klimaschutz(at)energiekompetenz-bw.de

 nach oben

Rückblick: Vorträge „Nachhaltige Mobilität“ sind online

Foto: Initiative Zukunftsmobilität

Über 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten am 1. Februar in Horb über eine wirklich zukunftsfähige Mobilität. Das Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz, die Energieagentur in Horb und die Gemeinschaft der Energieberater im Landkreis Calw hatten dazu eingeladen.

Nachhaltige Mobilität darf nicht auf den Aspekt Elektromobilität verkürzt werden, war der Tenor: Wir können nicht unser bisheriges (auto-)mobiles Verhalten „eins zu eins“ fortführen und lediglich die Antriebstechnologie der Fahrzeuge wechseln. Vielmehr ist eine grundlegende Neuausrichtung unseres gesamten Mobilitätssystems unerlässlich. Einige Möglichkeiten beleuchteten die Vorträge in Horb – sie stehen nun zum Download bereit.

Zum Download der Vorträge

 nach oben

Anschub für den kommunalen Klimaschutz: Wettbewerbs- und Förderübersicht

Foto: Anna Jolk/Difu

Der Bundeswettbewerb „Klimaaktive Kommune“ startet in die nächste Runde: Bis zum 6. April 2018 können sich Kommunen und Regionen mit erfolgreichen Projekten für Klimaschutz und Klimaanpassung um einen Preis im Wettbewerb „Klimaaktive Kommune“ bewerben. Auf die zehn Gewinner wartet ein Preisgeld von je 25.000 Euro, das in den Klimaschutz fließen muss.

Diesen und zahlreiche weitere Wettbewerbe für Kommunen stellt das Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz in einer Übersicht auf seiner Internetseite vor. Vom ebenfalls dotierten Deutschen Nachhaltigkeitspreis bis zu ideellen Wettbewerben wie dem European Energy Award – hier finden Kommunen viele gute Anreize, ihre Klimaschutzaktivitäten auszeichnen zu lassen.

Noch mehr (finanzielle) Unterstützung bieten die aktuellen Landes- und Bundesförderprogramme für Kommunen: Die Online-Übersicht lotst durch den Förderdschungel. Die effektive Entscheidungshilfe in Tabellenform gibt Antwort auf viele Fragen: Wer darf einen Antrag stellen? Was wird gefördert? Wie hoch ist der Zuschuss? So finden Kommunen schnell das für sie passende Programm. Das Team des Kompetenzzentrums gibt dazu auch Auskunft telefonisch oder per E-Mail.  

Ihr Kontakt: klimaschutz(at)energiekompetenz-bw.de

Wer einen Wettbewerb oder ein Förderprogramm in dieser Übersicht vermisst, kann einen Hinweis per E-Mail senden.

 nach oben

Einstiegsberatung: Die Kommunalrichtlinie bringt Geld

Ob Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED, Austausch ineffizienter Elektrogeräte in Kitaküchen oder die Einstellung einer Klimaschutzmanagerin: Eine Förderung über die Kommunalrichtlinie des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) ermöglicht kommunale Klimaschutzprojekte. Noch bis 31. März 2018 können Kommunen, gemeinnützige Sportvereine, kommunale Unternehmen sowie andere lokale Akteurinnen und Akteure im Rahmen der Kommunalrichtlinie des BMUB wieder Fördergelder für die Umsetzung von Klimaschutzprojekten beantragen. Gefördert werden sowohl strategische als auch investive Maßnahmen. Förderanträge nimmt der Projektträger Jülich (PtJ) entgegen. Ein weiteres Antragfenster ist vom 1. Juli bis 30. September 2018 geöffnet.

Auch für Einsteiger in den kommunalen Klimaschutz lohnt sich der Antrag: Denn die Einstiegsberatung wird wieder mit bis zu 65 Prozent gefördert, der Aufwand eines externen Beraters darf bis zu 15 Arbeitstage betragen.
Beispielsweise haben es die Kommunen Leingarten und Untereisesheim vorgemacht: Sie betreiben erfolgreich Klimaschutz und können viele Erfolge vorweisen – angefangen haben auch sie mit einer Einstiegsberatung. Mehr Informationen dazu in der Pressemitteilung.

Die Beratungsleistung erbringen in erster Linie die regionalen Energieagenturen im Land, die hierfür eine spezielle Weiterbildung besucht haben. Um die maßgeblichen Akteure einzubinden, sind mindestens fünf Workshops vor Ort vorgesehen. Danach legen die Beteiligten eine Reihe möglicher Maßnahmen fest, die in den folgenden Jahren umgesetzt werden sollen. Eine wichtige Frage bei der Beratung ist auch, wie die Klimaschutzaktivitäten in der Kommune institutionell verankert werden können, welche organisatorischen Maßnahmen dafür nötig sind und welche Förderprogramme in Anspruch genommen werden können.

Eine Hürde ist die vermeintlich komplizierte Antragsstellung beim PtJ: Hier unterstützt das Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz. Wichtig: Ein Berater darf erst beauftragt werden, wenn der Bewilligungsbescheid vorliegt, sonst ist der Anspruch auf Förderung verwirkt.

 nach oben

Energiesparen an Schulen: Webinar-Videos online

Foto: colourbox.de

Wie initiiert man erfolgreich Energieeinsparprojekte an Schulen und Kindertageseinrichtungen? Wie motiviert man alle Nutzer zu Verhaltensänderungen und zu einem bewussten Umgang mit Energie? Und wie kommen ihnen selbst die Energieeinsparungen wieder zugute? Diese und viele weitere konkrete Fragen beantwortet ein dreiteiliges Webinar des Kompetenzzentrums Energiemanagement. Die Videos der Online-Seminare stehen auf der Internetseite bereit. Auch alle dazugehörigen Arbeitshilfen stellt das Kompetenzzentrum in seinem Wissensportal zum Download bereit.

Damit können sich Schulträger und Dienstleister, die nicht bei der Live-Schulung dabei sein konnten, auch künftig das nötige Wissen aneignen, um eigene Projekte erfolgreich umzusetzen. Zudem unterstützt das Kompetenzzentrum kostenfrei bei der Projektvorbereitung.

So genannte Fifty-fifty-Projekte können den Energieverbrauch an Schulen und Kitas um bis zu 15 Prozent senken. Der bewusstere Umgang mit Energie und Wasser spart Geld, das sich die Nutzer und der Träger der Einrichtung teilen („fifty-fifty“). Die Kinder und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wirken auch nachhaltig als Multiplikatoren für Verhaltensänderungen in der Gesellschaft.

Ihr Ansprechpartner: Claus Greiser, claus.greiser(at)kea-bw.de

 nach oben

Vorhang auf: Einladung zur Einweihung von Contracting-Projekten

Foto: Gemeinde Zimmern o. R.

Gleich zweimal öffnet sich am 21. März der Vorhang für vorbildliche Contracting-Projekte: In Neuhausen ob Eck und in Zimmern ob Rottweil weiht Ministerialdirektor Helmfried Meinel (Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg) die neuen bzw. sanierten Anlagen feierlich ein. Interessierte, die sich über Contracting als attraktive Effizienz-Dienstleistung informieren möchten, sind herzlich eingeladen – Gastgeber sind die beiden Kommunen und das Kompetenzzentrum Contracting der KEA. Neben einem abwechslungsreichen Informationsprogramm erhalten die Gäste Gelegenheit, hinter die Kulissen zu schauen und die beteiligten Projektpartner zu befragen.

In Neuhausen ob Eck hat die Gemeinde drei Liegenschaften zu einem  Nahwärmeverbund zusammengeschlossen. Neben der Erneuerung der Wärmeerzeugung ermöglichte das Projekt die Umsetzung weiterer Energieeffizienz- und Einsparmaßnahmen.

Über ein Einspar-Contracting wurde in der Gemeinde Zimmern ob Rottweil die technische Gebäudeausrüstung fünf kommunaler Liegenschaften komplett  saniert. Der Contractor erneuerte die Wärmeverteilung und -regelung und installierte die Gebäudeleittechnik für das Verbrauchs-Controlling sowie effiziente Lüftungsanlagen.

Die Gesamtinvestition in beiden Projekten in Höhe von jeweils rund 1,5 Millionen Euro wird zu einem großen Teil über den Contractor finanziert. Er übernimmt als externer Dienstleister künftig auch die Verantwortung für Wartung, Instandhaltung und das Energiemanagement und sorgt so für einen störungsfreien Betrieb. Die Gemeinde Zimmern beteiligte sich mit einem Baukostenzuschuss in Höhe von rund 380.000 Euro.

Die Programme sowie die Möglichkeit zur kostenlosen Anmeldung zu einer der Veranstaltungen stehen hier bereit:

Einweihung Neuhausen ob Eck (Beginn 10:00 Uhr)


Einweihung Zimmern ob Rottweil (Beginn 13:00 Uhr)

 nach oben

12. Contracting-Kongress: Austausch, Fachwissen, Neuheiten, Beratung

Am 14. Juni 2018 ist der Contracting-Kongress zum 12. Mal die Contracting-Plattform im Land: Das Kompetenzzentrum Contracting lädt dazu ein, sich in Stuttgart gemeinsam über Fachwissen, Lösungen und Innovationen auszutauschen und diese zukunftsweisende Energieeffizienz-Dienstleistung voranzubringen.

Anhand von erfolgreichen Projekten macht der Kongress deutlich, wie und in welcher Vielfalt Contracting umgesetzt wird. Er richtet sich an Vertreter der öffentlichen Verwaltungen, Industrie und Gewerbe, Wohnungseigentümergesellschaften, Immobilienanbieter, Wohnungsbaugesellschaften, Pflege- und Sozialeinrichtungen sowie an alle Interessierten.

Vormittags sind hochkarätige Vorträge im Plenum zugesagt: Das Grußwort spricht Franz Untersteller MdL, Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg. Den Keynote-Vortrag hält Ministerialrat Ulrich Benterbusch, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Darüber hinaus berichtet das Kompetenzzentrum Contracting der KEA über aktuelle Entwicklungen und Aktivitäten. In einer Podiumsdiskussion wird ein Bogen von Politik und Verwaltung über die Industrie bis zur Wissenschaft gespannt: Welche Impulse braucht der Markt für Energieeffizienz? Und welche Rolle spielt dabei die Energiedienstleistung Contracting?

Am Nachmittag werden in vier Fachforen bereits umgesetzte Contracting-Projekte vorgestellt. Mit Fokus auf je ein Handlungsfeld berichten Gebäudeeigentümer, Contractoren und Projektentwickler von ihren Erfahrungen und zeigen Erfolgsfaktoren auf. Das Kompetenzzentrum Contracting gibt darüber hinaus eine Übersicht über aktuelle Förderprogramme.

Teilnehmer können vor Ort das kostenlose Beratungsangebot des Kompetenzzentrums Contracting und der Projektpartner nutzen. Diese prüfen potenzielle Sanierungsprojekte in einem ersten Schritt auf ihre Contracting-Eignung. Zahlreiche Anbieter informieren außerdem in der Begleitausstellung über Neuheiten. Die fachkundige Moderation der Veranstaltung übernimmt Werner Eckert (SWR).

Vorläufiges Programm und Anmeldung

 nach oben

Nicht länger im Dunkeln: Modernisierung der Straßenbeleuchtung spart Energie

Die Stadt Lauffen am Neckar hat ihre Energiekosten für die Straßenbeleuchtung um 70 Prozent gesenkt. Wie das geht, darüber informiert und berät das Kompetenzzentrum Contracting der KEA interessierte Kommunen.

Die Straßenbeleuchtung vieler Städte und Gemeinden ist in die Jahre gekommen. Wer auf effiziente LEDs umrüstet, verbessert die Beleuchtungsqualität und wird mit enormen Energie- und Kosteneinsparungen belohnt. Aber das stellt Kommunen oft vor große finanzielle Herausforderungen.

Das Kompetenzzentrum Contracting der KEA informiert und berät Kommunen zunächst kostenlos über die möglichen Wege zur Modernisierung der Straßenbeleuchtung. Sie erhalten Hinweise zur eigentlichen Finanzierung und können von attraktiven Fördermitteln für die Projektvorbereitung profitieren.

Vorteile für Kommunen:

  • Wirtschaftlich attraktive Amortisationszeiten von sechs bis acht Jahren
  • Eine Komplettsanierung mit Hilfe von Contracting ist in der Regel wirt-schaftlicher als eine mehrjährige Eigendurchführung in Teilschritten
  • Der Contractor übernimmt Finanzierung, Lieferung, Montage, auf Wunsch auch den Betrieb
  • Sofortige Reduzierung der Wartungs- und Instandhaltungskosten
  • Optische Aufwertung des Ortsbildes

Die kostenfreien Unterstützungsangebote des Kompetenzzentrums:

  • Initialberatung
  • Förderprogramme zur Finanzierung der Projektentwicklung
  • Netzwerk erfahrener Planer und Projektentwickler

Ihr Ansprechpartner: Christoph Thomsen, christoph.thomsen(at)kea-bw.de

 nach oben

Contracting4KMU: Neuer Auftritt für kleine und mittlere Contracting-Anbieter

Foto: EZA!

Wer bereits Einsparkonzepte realisiert hat, kennt das: Der Auftrag endete bisher normalerweise nach Planung, Installation oder Inbetriebnahme der jeweiligen Anlagen. Das Kompetenzzentrum Contracting hilft kleinen und mittleren Unternehmen, ihr Angebotsportfolio deutlich zu erweitern. Mit Anlagenbetrieb und -überwachung, Betriebsoptimierung, Controlling und Finanzierung können sich Handwerksbetriebe, Energiegenossenschaften, Ingenieurbüros, Energieberater oder regionale Energieversorger künftig auch am wirtschaftlichen Einsparerfolg der Maßnahmen beteiligen. Damit binden die Betriebe nicht nur ihre Kunden über viele Jahre hinweg, sondern erarbeiten sich einen deutlichen Wettbewerbsvorteil in einem schnell wachsenden Markt.

Das Kompetenzzentrum unterstützt im Rahmen seiner Kampagne Contracting4KMU kostenfrei beim Aufbau des Geschäftsfeldes Contracting. Interessierte Betriebe, die diese Energieeffizienz-Dienstleitung anbieten möchten, können sich in die Anbieterdatenbank und erfolgreich durchgeführte Projekte in die Online-Karte "Gute Beispiele" eintragen lassen. Vorschläge kann man in ein Online-Formular eintragen; sie werden nach fachlicher und redaktioneller Prüfung veröffentlicht.

Ihre Ansprechpartnerin: Konstanze Stein, konstanze.stein(at)kea-bw.de

 nach oben

Neue Broschüre: Anschluss an Wärmenetz bringt viele Vorteile

Foto: triolog

Der Anschluss an ein Wärmenetz ist eine moderne Alternative zur eigenen Heizungsanlage im Keller. Immer mehr Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer nutzen die effiziente und klimafreundliche Wärmeversorgung. Über die Vorteile der Technologie informiert jetzt eine neue Broschüre des Kompetenzzentrums Wärmenetze der KEA. Sie kann über den KEA-Shop  bestellt oder heruntergeladen werden.

Die Wärme in Wärmenetzen stammt in Zukunft aus erneuerbaren Energien, Abwärme oder Erdgas, das in effizienten Blockheizkraftwerken verfeuert wird.  „Wärmenetze bieten hohe Flexibilität und tragen außerordentlich effektiv dazu bei, die Energiewende im Wärmesektor umsetzen“, sagt Helmut Böhnisch, Leiter des Kompetenzzentrums Wärmenetze. Die Wärme wird über Wärmeleitungen zum Gebäude transportiert. Eine Übergabestation speist sie dann in die Heizungsverteilung des Hauses ein.

Keine Arbeit mehr mit der eigenen Heizungsanlage
Auch die Nutzerinnen und Nutzer profitieren von dieser Art der Wärmeversorgung. „Wer eine veraltete Heizungsanlage ersetzen will oder muss, sollte prüfen, ob der Anschluss an ein Wärmenetz möglich ist“, so Böhnisch. Hauseigentümer müssen sich nicht mehr um die Heizungsanlage kümmern. Das Beschaffen des Brennstoffes und die Diskussion über den besten Zeitpunkt des Einkaufs im Jahr fallen weg, ebenso die Schornsteinfegertermine. Auch die altersbedingte Heizungserneuerung ist kein Thema mehr. Überdies reduzieren sich die Wartungsintervalle: Die Wärmeübergabestation muss nur selten überprüft werden.

Ein weiterer wichtiger Vorteil: Wer an ein Wärmenetz angeschlossen ist, erfüllt die Anforderungen des bundesweiten Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) für Neubauten und des baden-württembergischen Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG) für Bestandsgebäude. Und das, ohne zusätzliche Maßnahmen ergreifen zu müssen. Nicht zuletzt verbessern Wärmenetze die Luftqualität im Quartier, bringen die persönliche Energiewende voran und bereiten die Häuser für die nächste und übernächste Generation vor.

Die neue KEA-Broschüre zeigt diese und weitere Vorteile auf und geht noch mehr ins Detail. Energieversorger, Wärmenetzbetreiber und Multiplikatoren aus Baden-Württemberg können bis zu 500 Exemplare kostenfrei bestellen;  Interessenten aus anderen Bundesländern erhalten die Broschüre zum Selbstkostenpreis zuzüglich Porto.

Zum KEA-Shop

 nach oben

Berater-Datenbank für Kraft-Wärme-Kopplung ist online

Wer einen kompetenten KWK-Berater in seiner Nähe sucht, kann ab sofort eine Navigationshilfe des Kompetenzzentrums Kraft-Wärme-Kopplung der KEA nutzen: In der neuen Online-Datenbank für Baden-Württemberg findet sich der passende Berater für alle Anforderungen. Außerdem ist eine Projektdatenbank im Aufbau, die mit Best-Practice-Beispielen wichtige Impulse gibt. Anbieter, die bereits selbst ein erfolgreiches KWK-Projekt umgesetzt haben, können es in die Datenbank aufnehmen lassen oder ihre Leistungen als KWK-Berater präsentieren.

Ihr Ansprechpartner: Florian Anders, florian.anders(at)kea-bw.de

Zur Datenbank

 nach oben

Mieterstrom in Konstanz: Webinar-Video online

Foto: colourbox.de

Die aktuelle Kampagne des Kompetenzzentrums KWK informiert Unternehmen der Wohnungswirtschaft in Baden-Württemberg darüber, wie sie sich mit Kraft-Wärme-Kopplung für die Energieversorgung ihrer Liegenschaften für die Zukunft gut aufstellen können. Im ersten Webinar der Reihe stellte Richard Dederichs, Projektleiter Energieservice der Stadtwerke Konstanz, am 25. Januar 2018 das erfolgreiche Mieterstrommodell der Stadtwerke Konstanz vor. Die Aufzeichnung ist nun auf der Internetseite und auf Youtube kostenlos zugänglich.

Die Grundlagen von Mieterstrommodellen werden ebenso dargestellt wie die Messtechnik und die Abrechnung. Breiten Raum nehmen die Praxiserfahrungen und die Öffentlichkeitsarbeit der Stadtwerke zum Mieterstrom ein. Der Referent ging im Webinar direkt auf die Chat-Fragen der Teilnehmenden ein, so dass auch Zuschauer im Nachgang von der regen Diskussion profitieren können. Die beantworteten Fragen und die Präsentation sind in der Webinar-Datenbank einsehbar.

Das nächste Webinar schließt bereits heute am 8. März an das Thema Mieterstrom an. Es beschäftigt sich mit der technischen Einbindung von BHKW, Spitzenlastkessel, Photovoltaik oder Solarthermie sowie der Zähleinrichtung.

Last Minute! Zu Programm und Anmeldung für den 8. März - und viele weitere Veranstaltungstermine für die Wohnungswirtschaft 

 nach oben

Zukunft Altbau: Attraktiver Broschürenständer für Kommunen

Foto: Zukunft Altbau

Viele Kommunen weisen ihre Bürgerinnen und Bürger auf die Vorteile einer energetischen Gebäudesanierung hin. Die firmenneutralen Broschüren und Merkblätter von Zukunft Altbau helfen ihnen dabei. Jetzt verschickt das vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderte Informationsprogramm auch einen kostenfreien Broschürenständer. So können Städte und Gemeinden im Südwesten die Informationsmaterialien noch besser präsentieren. Das Kommunenpaket ist online bestellbar.

Der Broschürenständer eignet sich ideal für den Einsatz im Foyer des Rathauses, in Bürgerbüros und Baurechtsämtern sowie auf Informationsveranstaltungen. Er enthält 50 Broschüren über den Einstieg in die energetische Sanierung und viermal 100 Merkblätter zu den Themen Schimmel, Heizen, Lüften und zum EWärmeG. Auch Nachbestellungen sind jederzeit kostenfrei möglich.

Know-how zur energetischen Sanierung
Die Broschüren und Merkblätter von Zukunft Altbau behandeln die wichtigsten Aspekte einer energetischen Sanierung. Dazu zählen die Gebäudeenergieberatung sowie die Ertüchtigung der Gebäudehülle, der Gebäudetechnik und der Einsatz erneuerbarer Energien. Denn nur wenn Dämmung, Lüftung, Heizung, Fenster und die Nutzung erneuerbarer Energien optimal aufeinander abgestimmt sind, können nachhaltige Gebäudestandards erreicht werden. In den Veröffentlichungen stehen auch Tipps zum richtigen Heizen oder Informationen über Schutzmaßnahmen gegen Schimmel.

Zur Bestellung

 nach oben

Warum braucht CO2 einen Preis?

Foto: pixelio

Warum gerät die Energiewende ins Stocken? Warum wird auch Deutschland seine selbst gesetzten Klimaschutzziele 2020 verfehlen? Die Atmosphäre ist eine Müllkippe, auf der jeder seine CO2-Emissionen ablagern kann, ohne dafür Verantwortung oder Kosten übernehmen zu müssen. Diese Deponie ist übernutzt, weil wir nach wie vor zu viele fossile Brennstoffe verwenden; das ist globaler Konsens des Pariser Klimaschutzabkommens. Für den Umstieg auf eine vollständig auf regenerativen Energien basierende Energieversorgung fehlen die notwendigen Anreize!

Deshalb hat sich der Bundesverband der Klimaschutz- und Energieagenturen e.V. (eaD) den Unterstützern einer CO2-Abgabe angeschlossen und ein Positionspapier veröffentlicht. Dieses steht zum Download online.  Der Verband macht deutlich, dass ein CO2-Preis ein ganz wesentliches Klimaschutz-Instrument der neuen Bundesregierung werden sollte. Das Preisniveau für fossile Energien liegt derzeit (mit rund 60 Dollar pro Barrel Rohöl) weit niedriger als noch vor fünf Jahren. An vielen Stellen lassen sich damit Investitionen in Energieeffizienz und erneuerbare Energien wirtschaftlich nur schwer darstellen.

Das europäische Emissionshandelssystem (ETS) führt nicht zu einem ausreichend starken Preissignal, zudem deckt es wichtige Emissionsbereiche wie Gebäudebeheizung und Verkehr nicht ab. Viele Fachleute mahnen mindestens eine Verdoppelung der Ge-schwindigkeit bei der CO2-Minderung an.

Sehr unterschiedliche Akteure fordern seit längerem einen wirksamen Preis auf CO2: Dena, agora Energiewende, Ökoinstitut, Wuppertal-Institut und weitere machen dies mit dem Aufsatz „Stärkere CO2-Bepreisung: neuer Schwung für die Energiewende“ deutlich. Der Verein „CO2Abgabe“ mit Sitz in Freiburg hat sich ausschließlich dem Ziel verschrieben, die Grundlagen für ein derartiges System zu erarbeiten. Auch ein breites Bündnis von 52 namhaften Unternehmen macht sich dafür stark, dass ein wirksamer CO2-Preis eine möglichst zentrale Rolle bei der Klimaschutzpolitik der neuen Bundesregierung spielen soll. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung schreibt in seinem Jahresgutachten 2017/18 an die Bundeskanzlerin: „Um die Treibhausgasemissionen effektiv zu senken, sollte ein einheitlicher CO2-Preis die Sektoren Strom, Verkehr und Wärme gleichermaßen zur Emissionsvermeidung heranziehen.“

In der Schweiz wird die 2008 eingeführte CO2-Abgabe zum 1. Januar um 12 Franken auf dann 96 Franken (82,82 Euro) je Tonne CO2-Äquivalent erhöht. Die Schweiz hat, wie perspektivisch auch Deutschland, ihr CO2-Minderungsziel verfehlt.

Das Thema CO2-Preis ist auch fachlicher Schwerpunkt des eaD-Hauptstadttreffs am 14. März 2018 in Berlin, zu dem der baden-württembergische Umweltminister Franz Unter-steller MdL als Redner zugesagt hat.

Zum Positionspapier

 nach oben

Energiepolitisches Forum: Mobilität für morgen

Was können Kommunen in Baden-Württemberg heute tun, um eine nachhaltige Mobilität für morgen zu schaffen? Zu diesem Thema laden die KEA und das Zentrum für Sonnenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) zum Dialog in den Hospitalhof Stuttgart ein: Beim Energiepolitischen Forum am 8. Mai 2018 diskutieren auf dem Podium die verkehrs- bzw. energiepolitischen Sprecher der Landtagsfraktionen. Der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller MdL und der Verkehrsminister Winfried Hermann MdL haben Grußworte zugesagt. Danach beleuchten im gemeinsamen Impulsvortrag Dr. Volker Kienzlen, Geschäftsführer der KEA und Prof. Fritjof Staiß, Geschäftsführer des ZSW verschiedene Facetten des Themas:

Woher den Raum für mehr Fuß- und Radwege nehmen? Welche Modelle sind vorbildhaft? Das Energiepolitische Forum bietet Raum für innovative Konzepte, beleuchtet Carsharing und Elektromobilität, aber auch geltende Gesetze und Vorgaben, nach denen Kommunen sich richten müssen.

Die jährliche Podiumsdiskussion von KEA und ZSW beginnt mit einem kleinen Get-Together ab 18.30 Uhr; das Programm startet um 19 Uhr. Ab 21 Uhr setzt sich der Austausch beim Büffet fort. Alle Interessierten sind zu der kostenlosen Veranstaltung eingeladen.

Eine Anmeldung ist in Kürze online möglich.

 nach oben

eea: Hohe Auszeichnung für den kommunalen Klimaschutz

Foto: Umweltministerium BW/Martin Stollberg

„Regionen und Kommunen sind der entscheidende Faktor im globalen Klimaschutz“, brachte es Landesumweltminister Franz Untersteller MdL auf den Punkt. Neun Landkreisen, acht Städten und zehn Gemeinden überreichte er am 19. Februar 2018 den European Energy Award (eea). Dreimal gab es Gold: Für die Landkreise Biberach, Böblingen und den Bodenseekreis. Ein ausführlicher Rückblick, Porträts aller Preisträger und viele Fotos von der Preisverleihung sind nun online.

Insgesamt nehmen mittlerweile 101 Städte und 20 Landkreise aus Baden-Württemberg am eea teil – damit belege das Land den bundesweiten Spitzenplatz, betonte Minister Untersteller. Ehrengast war dieses Jahr der Ulmer Professor Franz Josef Radermacher, der in seinem Vortrag neue Denkmuster zum globalen Klimaschutz darstellte. Organisiert hatte die Feierstunde im Ulmer Stadthaus die Landesgeschäftsstelle des eea, die bei der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg angesiedelt ist.

Bunter Maßnahmenkatalog
Mit den drei Gold-Preisträgern an der Spitze eröffnete KEA-Geschäftsführer Dr. Volker Kienzlen den Auszeichnungsreigen. „27 Auszeichnungen, das ist in der Summe eine riesige kommunale Leistung, die wir hier würdigen“ betonte er. Die Palette an Maßnahmen, mit der sich die Preisträger ihre Auszeichnung erarbeiteten, erstreckt sich vom Bezug erneuerbarer Energie und dem Einsatz energiesparender Straßenbeleuchtung über den Bau von Nahwärmenetzen bis hin zur Förderung des Radverkehrs und der E-Mobilität. Immer wieder lobten die Preisträgerinnen und Preisträger die tragende Rolle ihrer regionalen Energieagentur, die meistenteils auch die eea-Beratung übernimmt.

„Noch sind wir nicht bei 100 Prozent“
Dass die vielfältigen eea-Prozesse ihr Ende noch längst nicht erreicht haben, darin waren sich alle einig. „Noch sind wir ja nicht bei 100 Prozent angelangt“, witzelte Armand Dütz, Leiter der Bundesgeschäftsstelle European Energy Award. Entsprechend lang war die Liste der Vorhaben, die noch in der Pipeline stecken oder bereits angestoßen sind.

Weitere Infos:
Kurztexte über die Preisträgerkommunen
Vortrag Prof. Radermacher
Homepage der eea-Landesgeschäftsstelle
Impressionen

 nach oben

Deutschland und Frankreich: Hand in Hand für den kommunalen Klimaschutz

Foto: TANDEM

Als Landesenergieagentur hat die KEA ihren Sitz in Karlsruhe in direkter Nachbarschaft zu Frankreich. Nicht nur deshalb engagiert sie sich seit Jahren in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit beim kommunalen Klimaschutz. Die Kontakte sind inzwischen vielfältig und die Erfolge beachtlich. Ein Rückblick und viele Ausblicke.

Im Rahmen des TANDEM-Projekts betreut die KEA als Projektpartner gemeinsam mit den Städtenetzwerken Energy Cities und Klima-Bündnis auch weiterhin Partnerschaften zwischen deutschen und französischen Kommunen. Zuletzt nahm das TANDEM-Team den Tag der deutsch-französischen Freundschaft am 22. Januar 2018 zum Anlass für ein Webinar: Online wurde die kommunale Zusammenarbeit der Partnerstädte Nizza und Nürnberg vorgestellt. Die inspirierende Präsentation der gemeinsamen Projekte steht nun online zur Verfügung.

Bereits jetzt startet im Rahmen der europäischen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums ein neues Projekt: Erstmals findet im Januar 2019 eine deutsch-französische Energiewendewoche statt. Die KEA ist Kooperationspartner der dezentralen Veranstaltung und wird auch über den dazugehörigen Ideenwettbewerb von März bis Juni 2018 informieren. Die Preisträger werden im Rahmen einer deutsch-französischen Konferenz für Vorreiterkommunen der Energiewende ausgezeichnet: Interessierte merken sich den Termin am 12. und 13. September 2018 in Paris bereits heute vor.

Ihre Ansprechpartnerin: Claire Mouchard, claire.mouchard(at)kea-bw.de
Aktuelle Infos

 nach oben

Neues Tool ermittelt Wirtschaftlichkeit für Energiespar-Contracting

Foto: colourbox.de

Wirtschaftliche Chancen und Risiken von Energiespar-Contracting-Projekten einfach und schnell beurteilen: Das können potenzielle Contractoren jetzt mit einem neuen betriebswirtschaftlichen Instrument der KEA. Da das Programm als offenes Modell in Excel angelegt ist, können es die Nutzenden an ihre spezifischen betrieblichen Erfordernisse anpassen. Die KEA stellt es interessierten Energiedienstleistern für eine einmalige Lizenzgebühr in Höhe von 700 Euro plus Mehrwertsteuer zur Verfügung. Anfragen und Bestellungen sind zu richten an: ESC-Tool(at)kea-bw.de 

Immer mehr Kommunen, soziale Einrichtungen und Betriebe nutzen das Instrument Energiespar-Contracting. Doch rechnet sich ein Contracting-Projekt tatsächlich für den Contractor? Hier kommt das Kalkulationstool der KEA ins Spiel: Es ermittelt den Finanz- und Betriebsaufwand für den Energiedienstleister, zusätzlich die Zahlungsströme sowie die Ertragszahlen – und das über den gesamten Projektzeitraum.

Kalkulieren lässt sich ein potenzielles Energiespar-Contracting-Projekt auf Monatsbasis für die ersten drei Jahre und auf Jahresbasis. Das Tool bilanziert Gesamtaufwand und -ertrag des Projektes sowie Kosten und Erlöse. Im Auswertungsblatt erscheinen der Kapitalwert, die interne Verzinsung, die Rendite sowie der Jahresüberschuss.

Jahres- und Monatskalkulation inklusive Sensitivitätsanalyse
Bei einer Sensitivitätsanalyse werden die verschiedenen Einflussfaktoren analysiert, die auf ein Contracting-Projekt einwirken können. Dazu gehören etwa Personalkostenan-stieg, Zahlungsausfall oder Einsparverfehlung. Durch einen stufenweisen Aufbau lassen sich Angebote für ein Projekt als „Indikatives Angebot", als „Überarbeitetes Angebot" und  als „Feinanalyse“ kalkulieren und gegenüberstellen – so wie etwa in Ausschreibungen für kommunale Projekte üblich. Da das Programm Änderungen zulässt, berechnet es die voraussichtliche Wirtschaftlichkeit des Energiespar-Contracting-Projekts für den Contractor auf Basis der eingegebenen Parameter exakt.

Ihre Ansprechpartnerin: Konstanze Stein, konstanze.stein(at)kea-bw.de

 nach oben

Dritte Runde: Auszeichnung baden-württembergischer Klimahäuser

Foto: Stadt Karlsruhe/Roland Fränkle

Die Städte Pforzheim, Karlsruhe und der Landkreis Böblingen zeichneten im Herbst mehrere Klimahäuser aus. Sieben der Gebäude stehen in Pforzheim, drei in Karlsruhe und acht verteilen sich auf den Landkreis Böblingen. Das Gütesiegel „Klimahaus Baden-Württemberg“ können alle baden-württembergischen Kommunen, welche die KEA mit dem Projekt beauftragen, an ihre Bürgerinnen und Bürger vergeben: Wohngebäude, die nach bestimmten energetischen Standards neu gebaut oder renoviert wurden, erhalten als „Belohnung“ ein Schild in Form einer Hausnummer, das sie künftig im Straßenbild auf den ersten Blick erkennbar macht.

Fast alle 18 der neu ausgezeichneten Klimahäuser erreichen den KfW-Effizienzhausstandard 70 oder besser und damit eine sehr hohe energetische Qualität. Erstmals auf der Ebene eines Landkreises wurden in Böblingen acht Klimahäuser prämiert. Jedes Gebäude steht in einer anderen Kommune. In Pforzheim waren die Wohnungsbaugesellschaften mit sechs Einreichungen besonders aktiv, während in Karlsruhe unter anderem ein Mehrgenerationen-Passivhaus im Ortsteil Grünwinkel prämiert wurde.

Entwickelt hat das Gütesiegel die KEA, die Schirmherrschaft hat Umweltminister Franz Untersteller MdL übernommen. Für die erfolgreichen Eigentümerinnen und Eigentümer ist das Gütesiegel kostenlos. Wer mit seinem energieeffizienten Haus teilnehmen möchte und in einer der teilnehmenden Kommunen wohnt, kann sich bei seiner Kommune melden. Das Teilnahmeformular kann auf den Internetseiten der Kommunen abgerufen werden und ist in wenigen Schritten ausgefüllt.

Zukunft Altbau bietet übrigens die Möglichkeit, vorbildliche Gebäude im Internet zu präsentieren. Mit der Sanierungsgalerie möchte das Expertenteam Endkunden begeistern und zum Nachahmen motivieren. Vorschläge können an gute-sanierungen(at)zukunftaltbau.de geschickt werden.

Ihr Ansprechpartner: Matthias Rauch, matthias.rauch(at)kea-bw.de
Weitere Infos

 nach oben

Best Practice im Klimaschutz: Horb am Neckar

Karte: googlemaps

Die Große Kreisstadt Horb am Neckar ist mit 24.655 Einwohnern die größte Stadt des Landkreises Freudenstadt und bildet ein Mittelzentrum innerhalb der Region Nordschwarzwald. Die Stadtverwaltung ist in Sachen Klimaschutz sehr aktiv: Im Jahr 2010 beschloss die Stadt, die bereits vorhandenen und kommenden Klimaschutzprojekte im Rahmen eines Integrierten Klimaschutzkonzepts zukünftig gezielter aufeinander abzustimmen. Dabei legte man besonderen Wert auf die Bürgerbeteiligung: Zum Auftakt der Konzepterstellung und während des gesamten Prozesses fand ein reger Ideenaustausch mit den Horber Bürgern statt. Das integrierte Klimaschutzkonzept umfasst alle wesentlichen Lebens- und Arbeitsbereiche der Stadt. 2012 stellte die Stadt einen Klimaschutzmanager ein, der auch heute nach Auslauf der Förderung angestellt und im Einsatz ist und inzwischen auch die in diesem Zuge gegründete regionale Energieagentur in Horb (für den Landkreis Freudenstadt) leitet. Die Kommune beteiligte sich außerdem erfolgreich am Wettbewerb „Klimaneutrale Kommune 2050“ des Landes Baden-Württemberg und zeigt so ihr Selbstverständnis, Vorreiter für die Energiewende und Vorbild für die Bevölkerung zu sein.

Aus dem übergeordneten Klimaschutzkonzept leiteten die Verantwortlichen konkrete Maßnahmen auf Quartiersebene ab. Im Mai 2016 startete deshalb das Projekt „Quartierskonzept Horber Weststadt“: Die Energieagentur in Horb erarbeitete mit einem Projektpartner das Konzept mit dem Ziel, eine zentrale Nahwärmeversorgung zu installieren sowie Solarstrom auf privaten Dächern zu erzeugen und im Quartier selbst zu verbrauchen. Über allem stand das Ziel der „klimaneutralen Kommune Horb 2050“: CO2-Einsparung, Energieeffizienz und erneuerbare Energien.

Wärme für die Weststadt
Der Schwerpunkt des Quartierskonzepts liegt auf der Wärmeversorgung, da hier das Reduktionspotenzial deutlich größer eingeschätzt wird als in der Stromversorgung: Anhand eines Wärmeatlas identifizierte man in der Horber Weststadt so genannte „Wärmesenken“ – also dichter Gebäudebestand mit hohem Energiebedarf. Deshalb war eine zentrale Wärmeversorgung mit regenerativen Energien nur die logische Konsequenz. Umgesetzt wird aktuell ein Nahwärmenetz mit einer Biomasse-KWK-Anlage, die umweltfreundliche Wärme und zusätzlich Strom für die Weststadt produzieren wird. Ein Wärmespeicher in Kombination mit einem Spitzenlastkessel decken die Wärmespitzen ab – eine Versorgung ist somit jederzeit garantiert. Service, Wartung und Betrieb übernehmen die Stadtwerke. Der Hauseigentümer muss sich lediglich um die internen Installationen kümmern. Den Stadtrat hatte insbesondere die Tatsache überzeugt, dass sowohl städtische und Landkreis-Liegenschaften, gewerbliche und private Objekte künftig mit umweltfreundlicher Nahwärme versorgt werden könnten – und zwar ohne Anschlusszwang.

Solarer Strom auf Horber Dächern
Doch auch Stromversorgung und -bedarf im Quartier werden aktuell nachhaltiger gestaltet: Die Energieagentur Horb startete gemeinsam mit den Stadtwerken eine Kampagne, um Gebäudeeigentümer für die Verpachtung von Dachflächen an die Stadtwerke zu gewinnen. Die Idee: Der Hauseigentümer stellt sein Dach für eine Photovoltaikanlage zur Solarstromerzeugung zur Verfügung. Die Kosten tragen die Stadtwerke, der Eigentümer muss sich um nichts kümmern, erhält eine jährliche Miete und profitiert vor Ort von einem vergünstigten Strompreis. Den umweltfreundlichen Strom verteilen die Stadtwerke im Quartier.

Im Dialog mit Bürgern und Unternehmen
Von Anfang an setzte die Stadt dabei darauf, Anlieger und Gewerbebetriebe einzubeziehen: Bürgerversammlungen, Fragebögen und Ortsbegehungen, aber auch eine Energie-Erstberatung der Energieagentur boten Raum für Fragen, Bedenken, Erwartungen und Aufklärung. Kostenlose Vortragsabende in der Volkshochschule sollten zudem die Hemmschwelle senken und möglichst viele Haushalte erreichen. Die Botschaft von Martin Heer, Klimaschutzmanager und Geschäftsführer der Energieagentur und seinen Mitstreitern: „Keiner muss, jeder kann.“

Der Stein kommt ins Rollen
Im Jahr 2017 wurde die Biomasse-KWK-Anlage ausgeschrieben, die in einer Lagerhalle des ansässigen Maschinenbauunternehmens Georgii Kobold untergebracht wird. Spätestens im Herbst 2018 soll bereits ein Großteil der Anschlussnehmer ans Nahwärmenetz angeschlossen sein. Parallel hierzu werden zur Datenvernetzung und für einen anstehenden Glasfaserausbau Micropipes verlegt, um als positiven Nebeneffekt in der Weststadt schnelleres Internet anzubieten, aber auch um Energiebedarf und -erzeugung über die Vernetzung der Erzeugungsanlagen mit den Verbrauchern besser abstimmen zu können.

Die Horber Weststadt ist ein weiterer Baustein auf dem Weg zur klimaneutralen Kommune Horb 2050. Andere Stadtgebiete und Stadtteile könnten ebenfalls lokale, dezentrale Heizkraftwerke bekommen. Und auch die Solardach-Initiative soll ausgeweitet werden.

Zum Quartierskonzept Horber Weststadt

 nach oben

Vorgemerkt – KEA- und Zukunft-Altbau-Veranstaltungen im Überblick

Hier haben wir für Sie alle wichtigen KEA- und Zukunft-Altbau-Veranstaltungen bis Juni 2018 zusammengefasst. Übrigens: Unseren Veranstaltungskalender finden Sie auch immer hier.

Webinar: Mieterstromprojekt - Bericht aus der Praxis, 08.03.2018, online

Praxisdialog: Energieeffizienz in Wohngebäuden, 15.03.2018, Karlsruhe
   
Eröffnungsfeier Contracting-Projekt in Zimmern ob Rottweil, 21.03.2018, Zimmern ob Rottweil

Eröffnungsfeier Contracting-Projekt in Neuhausen ob Eck, 21.03.2018, Neuhausen ob Eck

klimaschutz_konkret: Mieterstrom - KWK und PV kombinieren, 22.03.2018, Heilbronn

Praxisdialog: Energieeffizienz in Wohngebäuden, 12.04.2018, Stuttgart

Webinar: Brennstoffzelle als Alternative zu klassischen Versorgungssystemen? 19.04.2018, online

Energiepolitisches Forum, 08.05.2018, Stuttgart

Netzwerktreffen der kommunalen Klimaschutzmanager, 16.05.2018, Mannheim

klimaschutz_konkret: Contracting - Finanzierung und Betriebsführung leicht gemacht, 17.05.2018, Konstanz

Webinar: Contracting - Finanzierung und Betriebsführung leicht gemacht, 07.06.2018, online

12. Contracting-Kongress, 14.06.2018, Stuttgart

 nach oben

Impressum
KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH | Kaiserstraße 94a | 76133 Karlsruhe
Tel. 0721 984 71-0 | Fax. 0721 984 71-20 | keanewsletter(at)kea-bw.de

Vertretungsberechtigter Geschäftsführer: Dr.-Ing. Volker Kienzlen
Vorsitzender des Aufsichtsrats: Ministerialdirigent Martin Eggstein
Registergericht Mannheim | Registernummer: Abt. B 107275
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß § 27a UStG.: DE168303058

Redaktion
Ursula Rubenbauer | Dr.-Ing. Volker Kienzlen

Fotos/Logos
Wenn nicht anders gekennzeichnet: KEA GmbH

Newsletter abbestellen
Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass seit dem 1. März 2006 laut der neuen Gesetzeslage E-Mail-Zusendungen und Newsletter nur noch mit dem Einverständnis der Empfänger zugesandt werden dürfen. Wir haben Sie bisher regelmäßig über unsere Aktivitäten per Mail informiert und hoffen, dass Sie auch weiterhin daran interessiert sind. Falls Sie jedoch keine weiteren Mails von uns wünschen, bitten wir Sie, sich unter folgendem Link aus dem Verteiler auszutragen: Newsletter abbestellen