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KEA

Liebe Leserinnen und Leser,

gespannt warten wir auf die Bildung der neuen Bundesregierung. Auch wenn noch ungewiss ist, ob die Partner sich finden und welchen Kurs die neue Koalition einschlägt, die Umsetzung der Klimaziele wird auch in Zukunft weiterhin zu einem großen Teil Aufgabe von Städten und Gemeinden bleiben. Das Land Baden-Württemberg fördert sie künftig noch besser: In Kürze werden die Kommunen von neuen Angeboten des Landes profitieren, um Schulen zu sanieren und Kita-Plätze zu erhalten. In dem Zuge sollten die Kommunen auch die Chance nutzen, die Gebäude energetisch zu erneuern und damit ihrer Vorbildrolle gerecht zu werden. Die Förderung dafür ist so gut wie nie zuvor.

In der aktuellen Ausgabe unseres Newsletters erhalten interessierte Kommunen, Betriebe und alle an der Energiewende Interessierten u.a. zahlreiche Tipps für die energetische Gebäudesanierung und deren Förderung. Nutzen Sie die kostenlosen und unabhängigen Angebote unserer Kompetenzzentren. Oder besuchen Sie eine unserer zahlreichen Veranstaltungen, um Erfahrungen und Meinungen auszutauschen und Neues zu lernen.

Einen schönen Herbst und viel Vergnügen beim Lesen wünscht Ihnen

Ihr Dr.-Ing. Volker Kienzlen

Geschäftsführer KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH

Inhalt

+ Austausch und Information: Netzwerktreffen der Sanierungsmanager am 9. November
Am 9. November 2017 findet in Stuttgart das erste landesweite Netzwerktreffen der Sanierungsmanager statt. Zum Erfahrungs- und Meinungsaustausch eingeladen sind alle, die im Sanierungsmanagement tätig sind oder im Rahmen von Quartierskonzepten arbeiten, sowie Mitarbeiter der regionalen Energieagenturen.
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+ Gemeinsam für den Klimaschutz: Studienreise zwischen Karlsruhe und Straßburg am 22./23. November
Im Rahmen des Projekts „TANDEM: Deutsch-französische Klimaschutzpartnerschaften für die lokale Energiewende“ findet vom 22. bis 23. November eine Studienreise zum Thema „Energetische Quartierssanierung“ in der Grenzregion statt.
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+ Neue Rubrik: Weiterbildung für Klimaschutzakteure
Wie werde ich Klimaschutzmanager? Wie bleibe ich immer auf dem Laufenden und erweitere meine Kenntnisse und Fähigkeiten? In unserer neuen Online-Rubrik finden Sie einen Überblick über gute Weiterbildungsanbieter und -möglichkeiten.
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+ Kommunen: Immer mehr sparen gemeinsam Energie
In Baden-Württemberg entstehen zwölf neue kommunale Energieeffizienz-Netzwerke mit insgesamt fast 100 Kommunen. Die teilnehmenden Kommunen senken mit Hilfe der Netzwerke die Energiekosten in ihren Liegenschaften und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. 
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+ Contracting: Neue Unterstützungsangebote 
Das Kompetenzzentrum Contracting hat im Rahmen der Kampagne Contracting4KMU ein neues Faltblatt für Gebäudeeigentümer mit den Vorteilen der Energiedienstleistung erstellt. Für Contractoren werden neue Kalkulationstools, Musterverträge, die Eintragung in eine Anbieterliste und eine Referenzdatenbank sowie Mitschnitte von Webinaren und Vorträgen angeboten.  
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+ „Effizienz macht Schule“: Schulen sanieren mit Energie-Contracting
Das Kompetenzzentrum Contracting unterstützt Kommunen dabei, Schulgebäude erfolgreich energetisch zu sanieren, ohne eigene Investitionen zu tätigen. Die Energieeinsparung beträgt bis zu 80 Prozent. 
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+ Rückblick: Tagung „Nahwärme kompakt“
Energieexperten aus Forschung und Industrie haben sich am 28. September 2017 zum Erfahrungsaustausch in Karlsruhe getroffen. Sie diskutierten darüber, wie der Übergang auf moderne Wärmenetze gelingen kann.
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+ Energieversorgung 2050: Mit Wärmenetzen zur Energiewende beitragen
In den vergangenen Jahren haben Techniker und Ingenieure beachtliche Fortschritte bei Wärmenetzen erzielt. Im Interview mit "der gemeinderat" erklärt Helmut Böhnisch, warum sich der Auf- und Ausbau von Wärmenetzen für Kommunen, Stadtwerke und Gebäudeeigentümer lohnt und welche Fördermöglichkeiten es gibt.
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+ Wohnungswirtschaft: Vorteile von Blockheizkraftwerken nutzen Blockheizkraftwerke (BHKW) sind besonders energieeffizient. Die neue Kampagne des Kompetenzzentrums Kraft-Wärme-Kopplung zeigt, wie die Technologie für die Wohnungswirtschaft von Nutzen sein kann und bietet zahlreiche praxisnahe Informationen.
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+ Austausch unter Sanierungsexperten: Herbstforum Altbau 2017
Am 22. November findet in Stuttgart das Herbstforum Altbau statt. Experten aus den Bereichen Energieberatung, Planung, Gebäudeverwaltung, Handwerk, Politik und Wissenschaft sind eingeladen, sich über Trends und zukunftsfähige Ansätze der energetischen Sanierung auszutauschen. Dieses Jahr rücken Nichtwohngebäude und der öffentliche Gebäudebestand stärker in den Fokus.
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+ Klimaschutz-Plus: Antragsfrist endet im November
Das Landesförderprogramm Klimaschutz-Plus unterstützt unter anderem die energetische Sanierung von Nichtwohngebäuden im Südwesten. In diesem Jahr können Eigentümer noch bis Ende November Anträge stellen.
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+ Klimahaus Baden-Württemberg: Sieben neue Gebäude in Pforzheim ausgezeichnet
Anfang Oktober hat Pforzheims Bürgermeisterin Sibylle Schüssler sieben Gebäude mit dem Gütesiegel Klimahaus Baden-Württemberg ausgezeichnet. Das besonders gestaltete Hausnummernschild erhalten Gebäude mit einem geringen Energiebedarf. 
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+ BioVill: KEA erarbeitete Leitfaden für Bioenergiedörfer
Im Rahmen des internationalen Projekts BioVill hat die KEA einen Leitfaden für Bioenergiedörfer erarbeitet. Er enthält detaillierte Informationen und soll den Erfahrungstransfer in andere europäische Länder beschleunigen.
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+ Nachmachen erwünscht: Rückblick auf Energiewendetage 2017
Die KEA war mit ihren Kompetenzzentren und dem Informationsprogramm Zukunft Altbau auch dieses Jahr wieder bei den Energiewendetagen Baden-Württemberg dabei. Impressionen der Veranstaltung finden Sie in der Fotogalerie auf der KEA-Website. 
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+ Best-Practice im Klimaschutz: Pforzheim
In dieser Rubrik stellen wir Kommunen vor, die ein besonderes Engagement beim Klimaschutz aufzeigen. Diesmal: das Oberzentrum des Nordschwarzwalds.
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Veranstaltungen

+ Vorgemerkt – KEA- und Zukunft-Altbau-Veranstaltungen im Überblick
Hier haben wir für Sie alle wichtigen KEA- und Zukunft-Altbau-Veranstaltungen bis Jahresende zusammengefasst.
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Foto: KEA

Austausch und Information: Netzwerktreffen der Sanierungsmanager am 9. November

Seit 2011 fördert die KfW integrierte Quartierskonzepte. Sanierungsmanagern kommt bei der erfolgreichen Umsetzung der in den Quartierskonzepten entwickelten Maßnahmen eine bedeutende Rolle zu. Um ihre Arbeit zu unterstützen und den Erfahrungsaustausch untereinander zu fördern, hat das Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz der KEA ein Netzwerk für Sanierungsmanager aus Baden-Württemberg aufgebaut. Beim ersten Netzwerktreffen am 9. November haben die Teilnehmer die Möglichkeit, ihr Wissen über energetische Sanierung, Klimaschutz und Energieberatung zu vertiefen und Erfahrungen anderer kennenzulernen.

Auf dem Programm stehen mehrere Vorträge von kommunalen Vertretern aus Karlsruhe, Crailsheim, Meßkirch, Teningen und Pforzheim. Sie berichten von Projekten und Erfahrungen ihrer jeweiligen Kommune und laden zur Diskussion ein. Zusätzlich hält Heike Wiest vom Informationsprogramm Zukunft Altbau einen Vortrag zur Gebäudeenergieberatung.

Das Programm ist hier abrufbar. Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an: klimaschutz(at)energiekompetenz-bw.de. Weitere Informationen über das Netzwerk erhalten Sie auf der Internetseite des Kompetenzzentrums.

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Grafik: TANDEM

Gemeinsam für den Klimaschutz: Studienreise zwischen Karlsruhe und Straßburg am 22./23. November

Mit Unterstützung des TANDEM-Teams treiben deutsche und französische Kommunen seit 2014 die lokale Energiewende gemeinsam voran. Vom 22. bis 23. November 2017 veranstalten die Städtenetzwerke Energy Cities und Klima-Bündnis in Kooperation mit der KEA nun eine Studienreise von Karlsruhe nach Straßburg. Thema ist die energetische Quartierssanierung. Die Veranstaltung steht allen interessierten deutschen und französischen Kommunen offen. Geplant sind Besichtigungen von Musterprojekten in Karlsruhe, Ettlingen und in der Europastadt sowie Treffen und Gespräche mit Akteuren aus der energetischen Quartierssanierung. Das Programm und alle wichtigen Informationen finden Sie auf der Projektseite von TANDEM. Die Anmeldung ist dort bis 14. November möglich.

Das Ziel von TANDEM ist die Bildung deutsch-französischer Klimaschutzpartnerschaften für die lokale Energiewende. Die KEA beteiligt sich an der Umsetzung des binationalen Projekts.  Die TANDEM-Ergebnisbroschüre stellt das Projekt vor, zeigt Herausforderungen und Perspektiven auf, dokumentiert bereits etablierte Partnerschaften und wagt einen Ausblick auf zukunftsträchtige Kooperationsthemen.

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Foto: Umweltministerium BW

Neue Rubrik: Weiterbildung für Klimaschutzakteure

Klimaschutzmanager und andere Akteure im Klimaschutz müssen sich laufend weiterbilden, um auf dem neuesten Stand zu bleiben und sich wichtige Arbeitsabläufe anzueignen. Die neue Rubrik „Weiterbildung“ auf der Webseite des KEA-Kompetenzzentrums Kommunaler Klimaschutz verschafft künftig einen Überblick über Fortbildungsmöglichkeiten: Dort steht eine Liste empfehlenswerter Anbieter von Weiterbildungsangeboten. Links führen direkt zu den Internetpräsenzen der Anbieter mit näheren Informationen zu den Programmen, Inhalten, Terminen und Kosten.

Zusätzlich verweist die Seite auf Kurse und Fortbildungen, an denen Interessierte teilnehmen können. Das Fortbildungsnetzwerk Klimawandel & Klimaanpassung von ifpro und fesa etwa führt ab dem 12. Januar 2018 erneut die Fortbildung „Kommunales Energie- und Klimaschutzmanagement“ in Freiburg durch.

Wir aktualisieren und erweitern die Liste kontinuierlich. Wir freuen uns, wenn Sie uns auf weitere Angebote aufmerksam machen – per E-Mail an klimaschutz(at)energiekompetenz-bw.de

klimaschutz(at)energiekompetenz-bw.de

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Foto: KEA

Kommunen: Immer mehr sparen gemeinsam Energie

Kommunale Liegenschaften bieten enorme energetische und damit auch finanzielle Einsparpotenziale. Doch gerade kleine Gemeinden schöpfen diese oft aufgrund von fehlenden Ressourcen und Know-how nicht aus. Deshalb schließen sich inzwischen immer mehr Kommunen im Land zu Energieeffizienz-Netzwerken zusammen, um mit Fachwissen Energiesparmaßnahmen voranzutreiben. Während bereits zwei Netzwerke seit Jahren erfolgreich agieren, entstehen nun zwölf weitere. Insgesamt werden in Baden-Württemberg fast 100 Kommunen neu an den Netzwerken teilnehmen und gemeinsam Energie sparen.

Das Kompetenzzentrum Energiemanagement der KEA hat die Netzwerke initiiert und unterstützt Städte, Gemeinden und Netzwerkmanager landesweit mit Initialberatungen, Arbeitshilfen und Vorträgen. Auf unserer Übersichtskarte sehen Sie alle aktiven und neu gegründeten kommunalen Energieeffizienz-Netzwerke.

Die bereits bestehenden Netzwerke Enzkreis und Landkreis Rastatt/Karlsruhe arbeiten seit 2015 erfolgreich zusammen und zeigen, dass viele Argumente für den Kommunalverbund sprechen: Zum einen gewährleisten die Netzwerke einen einfachen und strukturierten Einstieg in das kommunale Energiemanagement. Zum anderen lernen die Teilnehmer bei der Umsetzung investiver Energieeffizienzmaßnahmen von den Erfahrungen der anderen Kommunen. Das reduziert den eigenen Aufwand und vermeidet Fehler. Hinzu kommt: Ein Netzwerkmanager begleitet die Kommunen als „Klimaschutzkümmerer“ mindestens drei Jahre lang und steht damit als kompetenter Ansprechpartner dauerhaft zur Verfügung. 

Mehr Informationen dazu, wie Kommunen gemeinsam Kosten senken, finden Sie auf der Webseite des Kompetenzzentrums Energiemanagement.

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Foto: Industrieblick

Contracting: Neue Unterstützungsangebote

In vielen Liegenschaften bleiben die Energieeinsparpotenziale ungenutzt, weil das Know-how, die Zeit oder auch das Budget fehlen. Mit Contracting lassen sich diese Hürden überwinden: Beim Contracting übernimmt ein Dritter die Planung, Finanzierung, Installation, das Energiecontrolling und die Instandhaltung. Er kann die Energiezentrale oder Einspartechnik auch betreiben. Der Contractor trägt die Kosten- und Einsparverantwortung, der Gebäudebetreiber kann sich weiterhin seinem Kerngeschäft widmen. Ein neues Faltblatt „Energiekosten sparen mit Contracting“ des KEA-Kompetenzzentrums Contracting gibt interessierten Betrieben, Kommunen, Sozialeinrichtungen und Wohnungsunternehmen einen ersten Überblick: Es enthält elf Argumente, die für die Energiedienstleistung sprechen, zwei Praxisbeispiele sowie eine schrittweise Anleitung. Contracting-Anbieter und Energieberater erhalten auf Anfrage und mit unterschriebener Nutzervereinbarung die Druckdatei der Broschüre und können ihre Kontaktdaten einfügen.

Damit auch kleinen und mittleren Unternehmen der Einstieg in das Geschäftsfeld Contracting gelingt, hat das Kompetenzzentrum Contracting Kalkulationstools für Blockheizkraftwerke (BHKW), Lüftungsanlagen und Pelletkessel veröffentlicht. Hinzu kommt ein Mustervertrag für das Betriebsführungs- und Pachtmodell von BHKW. Contractoren bietet das Kompetenzzentrum an, sich in eine Anbieterliste einzutragen (Anfragen über konstanze.stein(at)kea-bw.de) und ihre Best-Practice-Projekte in einer Online-Datenbank zu dokumentieren.

Bisher hat das  Kompetenzzentrum im Rahmen des Projekts „Contracting4KMU“ Webinare für Energiegenossenschaften, Heizungsbauer und Energieberater durchgeführt. Die Materialien und Mitschnitte der Webinare stehen allen Interessierten auf der Webseite zur Verfügung. Wer etwa von den Erfahrungen eines Contracting-Beraters und -Anbieters profitieren möchte, dem sei der Video-Vortrag von Peter Schäfer, Terra Consult GmbH, empfohlen. Haben Sie Projektideen? Sprechen Sie das Team des Kompetenzzentrums Contracting an: Tel.  0721 98471-930 oder contracting(at)energiekompetenz-bw.de

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Foto: KEA

„Effizienz macht Schule“: Schulen sanieren mit Energie-Contracting

Im Sommer 2017 hat das Kompetenzzentrum Contracting die Kampagne „Effizienz macht Schule“ gestartet. Die Informationsoffensive zeigt Kommunen, wie sie ihre Schulgebäude mithilfe von Energie-Contracting nahezu ohne eigene Investitionsmittel energetisch sanieren. Bei einer kostenlosen Erstberatung wird der wirtschaftliche Nutzen von Energie-Contracting aufgezeigt und das konkrete Vorgehen bei der Entwicklung eines Contracting-Projekts erläutert. Das Kompetenzzentrum Contracting bietet zudem Musterverträge sowie einen Überblick über aktuelle Förderprogramme an. Bei Bedarf vermittelt das Kompetenzzentrum auch erfahrene Planer und Projektentwickler.

Unter den kommunalen Liegenschaften sind Schulen die größten Energieverbraucher. Ursache dafür sind meistens eine nicht mehr zeitgemäße Bausubstanz, eine verbesserungsbedürftige Energie- und Heizungstechnik sowie undichte Fenster. Der Finanzierungsbedarf, um Schulgebäude im Südwesten zu modernisieren, liegt schätzungsweise bei mindestens drei Milliarden Euro.

Über dieses Geld verfügen die Kommunen jedoch nicht. Contracting kann hier helfen. Ein Contractor plant, finanziert und setzt ein auf das jeweilige Schulgebäude zugeschnittene Energiesparkonzept um. Beim Energiespar-Contracting garantiert er zudem vertraglich die zuvor berechneten Energiekosteneinsparungen und ist für den wirtschaftlichen Betrieb und die Instandhaltung der Anlagen verantwortlich.

Die Panoramaschule in Plochingen profitiert von Contracting: Bereits 2011 sanierte sie auf diesem Weg das Schulgebäude umfassend und ließ neue Fenster, eine Wärmedämmung der Fassade, eine neue Beleuchtung und eine moderne Heizzentrale installieren. Die Sanierung  wertete nicht nur die Gebäudetechnik auf, gleichzeitig verbesserten sich auch die Bedingungen für das Lernen und Unterrichten in der Schule. Hinzu kommen geringere Energiekosten, die nach Ablauf der Vertragslaufzeit dem Schulträger zu Gute kommen. Mehr dazu in der Informationsbroschüre.

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Sketchnote: Kathrin Werner

Rückblick: Tagung „Nahwärme kompakt“

Im Fokus der diesjährigen Tagung „Nahwärme kompakt“ standen nationale und internationale Erfahrungen mit Wärmenetzen. Das Kompetenzzentrum Wärmenetze lud in den Räumen der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe dazu ein, sich über neue Entwicklungen zu informieren und mit Fachkollegen auszutauschen. Die Fachtagung wurde von Umweltstaatssekretär Dr. Andre Baumann eröffnet und präsentierte hochkarätige und praxisnahe Fachvorträge. Ein Gemeinschaftsstand des Kompetenzzentrums Wärmenetze zusammen mit den regionalen Beratungsinitiativen bot ausreichend Gelegenheit zu Gesprächen und kurzen Beratungen.

Der absehbare Übergang zu Wärmenetzen der vierten Generation bietet die Grundlage für eine CO2-freie Wärmeversorgung, die intelligent in das gesamte Energiesystem eingebunden ist. Dr. Volker Kienzlen, Geschäftsführer der KEA, rief in seiner Begrüßung dazu auf, gute Beispiele für Wärmenetze noch bekannter zu machen und betonte dabei deren Bedeutung für den Klimaschutz. Dr. Martin Pehnt vom ifeu Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg stellte anschließend die Rahmenbedingungen für die modernen Wärmenetze vor. Johan Frey von Dronninglund Fjernvarme berichtete über das Wärmenetz in der dänischen Kommune Dronninglund. Dort liefert eine solarthermische Anlage in Verbindung mit einem saisonalen Speicher rund 45 Prozent der Wärme für den Ort.

Helmut Böhnisch, Leiter des Kompetenzzentrums Wärmenetze, stellte die Aktivitäten des Netzwerks der regionalen Beratungsinitiativen sowie des KEA-Kompetenzzentrums vor und leitete anschließend auf die Podiumsrunde zur Wärmeversorgung 2020 über: Dort diskutierten Experten über die Frage, welche Maßnahmen für einen Übergang zu modernen Wärmenetzen nötig sind. Am Nachmittag folgten weitere Vorträge zu den Themen Solarthermie, Biogas, Wärmepumpen, Geothermie und Speicher. Sämtliche Vorträge der „Nahwärme kompakt“ stehen zum freien Download online.

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Foto: KEA

Energieversorgung 2050: Mit Wärmenetzen zur Energiewende beitragen

Deutschland hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2050 den Gebäudestand nahezu klimaneutral mit Energie zu versorgen. Das bedeutet, dass fossiles Heizöl und Erdgas weitestgehend aus der Wärmeversorgung verschwunden sein müssen. Mit Wärmenetzen lässt sich die Energiewende im Wärmesektor besonders gut umsetzen, denn diese können erneuerbare Energien, effiziente Kraft-Wärme-Kopplung und Abwärme kostengünstig integrieren.

Zudem haben Wärmenetze in den letzten Jahren beachtliche Effizienzsteigerungen erfahren – dies betrifft sowohl die technischen Fortschritte bei der Reduzierung der Wärmeverluste als auch die Innovationen in der Steuerungs- und Regelungstechnik. Und die Einbindung von erneuerbaren Energien wie etwa bei solarthermischen Anlagen macht Wärmenetze noch umweltfreundlicher.

Die Vorteile von Wärmenetzen liegen auf allen Seiten: Kommunen erhöhen ihre Versorgungssicherheit und halten die Wertschöpfung im Ort. Für Stadtwerke und Genossenschaften sind die langjährigen Verträge mit den Kunden interessant. Und Gebäudeeigentümer, die an ein Wärmenetz angeschlossen sind, müssen sich nicht um ihre Heizungsanlage kümmern, sind unabhängig von Preissteigerungen bei fossilen Energieträgern und können mit niedrigeren Preisen rechnen. Lesen Sie das ganze Interview mit dem Leiter des Kompetenzzentrums Wärmenetze, Helmut Böhnisch.

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Foto: KEA

Wohnungswirtschaft: Vorteile von Blockheizkraftwerken nutzen

Mit Blockheizkraftwerken können Gebäudeeigentümer sowohl den Strom- als auch den Wärmebedarf ihrer Mieter äußerst effizient decken. In Baden-Württemberg wird die Technologie in größeren Wohngebäuden, Gebäudeensembles und Wohnquartieren immer öfter eingesetzt. Das Kompetenzzentrum KWK hat jetzt eine landesweite Informationsoffensive gestartet, die die wirtschaftlichen Chancen auch jenen Unternehmen der Wohnungswirtschaft aufzeigen soll, die sie noch nicht kennen. Hinzu kommen Tipps, um rechtliche und technische Stolperfallen bei BHKW-Projekten in der Wohnungswirtschaft zu umgehen. Kostenfreie Initialberatungen, Webinare, Veranstaltungen sowie Publikationen von Best-Practice-Beispielen bilden die Schwerpunkte der Kampagne.

Größere Wohngebäude eignen sich hervorragend für den Einsatz dezentraler BHKW. Sie erfordern zwar höhere Anfangsinvestitionen als etwa herkömmliche Erdgaskessel, machen sich jedoch in absehbarer Zeit bezahlt. Fehlende Erfahrung mit der Technologie, Unkenntnis der Planungs- und Auslegungswerkzeuge, mangelndes Wissen über die rechtliche Situation etwa bei der Stromverteilung in Gebäuden sind die Hürden, warum sich BHKW noch nicht weiter verbreitet haben. Das soll sich mit der Kampagne nun ändern. Mehr Informationen finden Sie auf der Webseite des Kompetenzzentrums KWK.

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Foto: Zukunft Altbau

Austausch unter Sanierungsexperten: Herbstforum Altbau 2017

Bereits zum 19. Mal findet das Herbstforum Altbau am 22. November in Stuttgart statt. Ort der Veranstaltung ist die Sparkassenakademie direkt am Stuttgarter Hauptbahnhof. Zum deutschlandweit renommierten Expertenaustausch rund um die energetische Gebäudesanierung werden dieses Jahr rund 400 Teilnehmer erwartet. Fachvorträge zu relevanten Entwicklungen und neuen Strategien stehen genauso auf dem Programm wie eine ganztätige Fachausstellung und viel Raum zum kollegialen Austausch. Dieses Jahr gehört auch der Bereich energetische Sanierung von Büro- und Verwaltungsgebäuden – kurz Nichtwohngebäude – zum Themenspektrum des Forums.

Neben Umweltminister Franz Untersteller, der über die aktuelle Energie- und Klimapolitik im Südwesten spricht, gibt es weitere hochkarätige Referenten: So stellt Hilke Anna Patzwall von VAUDE vor, wie der Outdoorbekleidungs-Hersteller Nachhaltigkeit im Unternehmen verankert hat. Weitere Vorträge drehen sich um Neues und Trends bei Wärmedämmung sowie Energieberatung. Ein Blick über den Tellerrand widmet sich innovativen Sanierungsbeispielen aus dem österreichischen Vorarlberg und der Schweiz. 

Parallel zum Vortragsprogramm bietet eine Fachausstellung tiefergehende Ausstellerinformationen. Auf einer Ideenwand können Teilnehmer eigene Erfahrungen, Ideen und Einschätzungen zu zukunftsorientierten Fragen platzieren und mit Kollegen besprechen. Das Programm sowie die Liste der Referenten und Aussteller finden Sie auf der Webseite von Zukunft Altbau

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Foto: KEA

Klimaschutz-Plus: Antragsfrist endet im November

Das Land Baden-Württemberg unterstützt mit dem Förderprogramm Klimaschutz-Plus die energetische Sanierung von Nichtwohngebäuden. Hinzu kommen Wohngebäude, die zur Erfüllung kommunaler Unterbringungspflichten dienen. 2017 hat das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft im Rahmen des Programms rund 11,5 Millionen Euro bereitgestellt. Die maximale Höhe des Zuschusses beträgt 200.000 Euro. Unternehmen, Kommunen, kirchliche Einrichtungen und Vereine sowie andere Gebäudeeigentümer können noch bis zum 30. November Anträge auf eine finanzielle Förderung stellen.

Das Förderprogramm besteht aus zwei Säulen. Im CO2-Minderungsprogramm, dem Teil A des Programms, werden investive Klimaschutzmaßnahmen an Nichtwohngebäuden sowie Gebäuden zur Flüchtlingsunterbringung gefördert: Zuschussfähig sind etwa Investitionen in die energetische Sanierung der Gebäudehülle und der technischen Gebäudeausstattung (Heizung, Beleuchtung und Lüftung) und in die Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien.

Bei Teil B des Programms, dem sogenannten Struktur-, Qualifizierungs- und Informationsprogramm, können vor allem Kommunen, aber auch andere Antragsteller für eine Reihe nicht-investiver konzeptioneller oder flankierender Maßnahmen eine finanzielle Unterstützung beantragen. Gefördert werden konzeptionelle und systematische Klimaschutzaktivitäten, Energiemanagement, Beratung, Informationsvermittlung sowie Schulprojekte.

Der Antragszeitraum läuft noch bis zum 30. November. Interessenten wenden sich an die L-Bank (klimaschutz-plus(at)l-bank.de) oder die KEA (info(at)kea-bw.de). Förderbedingungen, Antragsformulare sowie weitere Informationen zum Programm finden Sie auf der Internetseite des Umweltministeriums.  

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Foto: Stadt Pforzheim

Klimahaus Baden-Württemberg: Sieben neue Gebäude in Pforzheim ausgezeichnet

In Pforzheim haben am 4. Oktober 2017 drei Neubauten und vier sanierte Altbauten das Gütesiegel Klimahaus Baden-Württemberg erhalten. Sechs der prämierten Gebäudeeigentümer gehören dem Kreis Pforzheimer Wohnungsbaugesellschaften an, eine Auszeichnung ging an Privatleute. Die Mieter der insgesamt 64 Wohnungen in den ausgezeichneten Gebäuden profitieren von einer hohen Wohnqualität und niedrigen Energiekosten. „Ich freue mich sehr, dass ich auch in diesem Jahr wieder Gütesiegel vergeben kann. Sie werden die Pforzheimer Klimahäuser im Straßenbild sichtbar machen und hoffentlich immer mehr Nachahmer finden“, so Bürgermeisterin Schüssler bei der Übergabe der Schilder. Hier gibt es mehr Informationen zu den Pforzheimer Klimahäusern.

Die KEA hat das Gütesiegel Klimahaus Baden-Württemberg unter der Schirmherrschaft des Landesumweltministeriums entwickelt und steht den Kommunen, die das Siegel nutzen, beratend zur Seite. Ziel ist, besonders energieeffiziente Gebäude auch nach außen als solche erkennbar zu machen und damit die Aufmerksamkeit der Bevölkerung für gut sanierte Gebäude und vorbildliche Neubauten zu erhöhen. Hauseigentümer können das Gütesiegel kostenlos in ihrer Kommune beantragen. Die KEA prüft anschließend, ob das betreffende Gebäude alle Vorgaben erfüllt, und unterstützt die Kommune als Dienstleister im Hintergrund. Erstmals vergab die Stadt Karlsruhe die Auszeichnung Klimahaus Baden-Württemberg im Rahmen eines Pilotprojekts Ende 2014. Im Mai 2017 gab es bereits das 100. Klimahaus-Gütesiegel – ebenfalls in Karlsruhe. Umfassende Informationen zum Klimahaus Baden-Württemberg haben wir auf unserer Webseite zusammengestellt.

Kurzentschlossene können kommendes Wochenende drei Karlsruher Klimahäuser besichtigen:  Am Freitag (10. November) um 16 Uhr und am Samstag (11. November) um 11 Uhr finden Führungen in einem der ältes­ten Pas­siv­häu­ser der Region statt. Am Samstag um 14.00 Uhr erhält ein Mehrge­ne­ra­tio­nen-Passiv­haus in Karlsruhe-Grünwinkel aus den Händen von Bürger­meis­ter Klaus ­Stapf die Klimahaus-Plakette. Information und Anmeldung hier

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Grafik: BioVill

BioVill: KEA erarbeitete Leitfaden für Bioenergiedörfer

Bioenergiedörfer sind ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige Energieversorgung hierzulande. Um die Ausbreitung des Modells auch in andere europäische Länder voranzutreiben, ist im vergangenen Jahr das internationale Projekt BioVill gestartet. An dem mit EU-Mitteln geförderten Vorhaben sind Partner aus neun Ländern beteiligt – aus Deutschland kommen die KEA, die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) sowie die WIP Renewable Energies.

BioVill hat sich zum Ziel gesetzt,  Know-how aus Ländern, in denen bereits erfolgreiche Bioenergiedörfer existieren, in Länder mit weniger Erfahrung zu transferieren und dort zu adaptieren. Deutschland und Österreich haben inzwischen viel Erfahrung, die sie Ländern wie etwa Kroatien, Mazedonien, Rumänien, Slowenien und Serbien weitergeben können. Die KEA erarbeitete nun einen Leitfaden, in dem die Instrumente für ein erfolgreiches Bioenergiedorf-Projekt zusammengestellt sind. Der Leitfaden beschreibt Geschäftsmodelle, präsentiert einen ganzheitlichen Ansatz für den Aufbau neuer Bioenergiedörfer und informiert umfassend über Finanzierungsmodelle und Rechtsfragen. Er zeigt auf, wie die in Deutschland und Österreich gesammelten Erfahrungen dazu dienen können, das Konzept der Bioenergiedörfer auch in den Partnerländern erfolgreich zu etablieren.

Als Bioenergiedorf werden überwiegend ländliche Gemeinden oder Teilorte bezeichnet, die ihre Wärme- und Stromerzeugung zu großen Teilen auf erneuerbare Energien, insbesondere Biomasse, umstellen. Bioenergiedörfer sparen Energiekosten und machen die Bürger unabhängig von Energieimporten und internationalen Energiekrisen. Und nicht zuletzt bleiben Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Region. BioVill plant bis Februar 2019 die Entwicklung von sieben Bioenergiedörfern in Kroatien, Mazedonien, Rumänien, Slowenien und Serbien. Der von der KEA erarbeitete Leitfaden unterstützt bei der Planung und Implementierung der Bioenergiedörfer.

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Foto: KEA

Nachmachen erwünscht: Rückblick auf Energiewendetage 2017

Auch dieses Jahr stand am dritten Septemberwochenende ganz Baden-Württemberg im Zeichen des Klimaschutzes. Unter dem Motto „Einfach machen!“ fanden landesweit die 11. Energiewendetage statt. Lokale Akteure ließen ihrer Fantasie freien Lauf, um Energiethemen greif- und erlebbar werden zu lassen. Veranstaltungen, Aktionen und Projekte zu erneuerbaren Energien, Energiesparen und Klimaschutz verteilten sich über das ganze Land.

Auch die KEA mit ihren Kompetenzzentren und dem Informationsprogramm Zukunft Altbau war mit einem Stand auf dem Stuttgarter Schlossplatz präsent: Sechs Stelen finden im KEA-Pavillon Platz und stellen jeweils ein Kompetenzzentrum vor – unter dem Motto „Nachmachen erwünscht: So geht Klimaschutz in Baden-Württemberg“. Mit Bildern und praktischen Projektbeispielen veranschaulichen die Stelen die Arbeit der Kompetenzzentren und machen deutlich, wie wichtig ein enges Netz aus regionalen Akteuren und Kompetenzpartnern für den Klimaschutz im Land ist. Die neue Galerie wird auch bei künftigen Veranstaltungen der Kompetenzzentren und von Zukunft Altbau zu sehen sein.  Impressionen der Veranstaltungen haben wir auf unserer Webseite zusammengestellt. 

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Grafik: Stadt Pforzheim

Best-Practice im Klimaschutz: Pforzheim

Die Stadt Pforzheim nimmt ihre Verantwortung ernst und trägt mit vielen Projekten zum Erreichen der Klimaschutzziele bei. Angefangen bei der energetischen Sanierung kommunaler Gebäude über das Gütesiegel Klimahaus Baden-Württemberg bis hin zu Klimaschutz- und Quartierskonzepten –die Stadtverwaltung und ihre Partner arbeiten an einer breiten Palette von Maßnahmen, um das Engagement der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger zu verstärken. Dabei ist auch eine aktive Öffentlichkeitsarbeit von zentraler Bedeutung: Mit Veranstaltungen wie der Klimaschutzwoche sowie Solarberatungs- und Schulprojekten erhöht die Stadt die Aufmerksamkeit ihrer Bürgerschaft für dieses wichtige Thema.

Pforzheim hat sich früh großen Herausforderungen angenommen. Bereits 2008 ist die Stadt dem Covenant of Mayors beigetreten und so die Verpflichtung eingegangen, einen Aktionsplan vorzulegen und die CO2-Minderungsziele der EU bis zum Jahr 2020 noch zu übertreffen.

Die Stadtverwaltung beauftragte die KEA 2010 mit der Erstellung eines Klimaschutzkonzepts: Die Großstadt im Nordschwarzwald wollte ihre Energie- und Klimaschutzaktivitäten kontinuierlich fortführen und in einen strategischen Rahmen setzen. Die KEA erstellte ein Gesamtkonzept mit einem systematischen Überblick über mögliche Klimaschutzmaßnahmen in allen Handlungsfeldern und neuen Impulsen für eine langfristige Reduktion von Energieverbrauch und CO2-Emissionen. Als Schwerpunkte haben sich der Verkehrsbereich, die Erschließung des Windenergiepotenzials, der Fernwärmeausbau, das Feld Bauen/Sanieren sowie das kommunale Energiemanagement herauskristallisiert. Für die Umsetzung des Konzepts hat die Stadt Pforzheim das Aufgabenfeld Klimaschutzmanagement eingeführt und mit einer Klimaschutzmanagerin besetzt.

Ein wichtiges Ziel des Klimaschutzkonzepts ist die Erhöhung der Sanierungsrate von Bestandsgebäuden. Als einen der ersten Schritte ließ die Stadt deshalb ein Quartierskonzept zur energetischen Stadtsanierung für die Weststadt erstellen. Pforzheim ist damit eine von fünf Pilotkommunen in Baden-Württemberg, die die energetische Sanierung eines ganzen Stadtquartiers in Angriff nimmt. Das Quartierskonzept identifiziert Bereiche mit hohem Energieeinsparungspotenzial, leitet Vorschläge zur bestmöglichen Energieversorgung ab und stellt Potenziale zur städtebaulichen Entwicklung heraus. Auf die Beteiligung der Bewohner und Eigentümer wird viel Wert gelegt. Das von der KfW-Bank geförderte energetische Quartierskonzept ist inzwischen fertig gestellt. Zur Umsetzung der darin genannten Maßnahmen richtete die Stadt ein Sanierungsmanagement ein – ebenfalls von der KfW gefördert. Über die Erfahrungen aus dem Quartierskonzept Weststadt berichtet übrigens Andreas Böhler von der Stadtverwaltung Pforzheim auf dem kommenden Netzwerktreffen der Sanierungsmanager am 9. November in Stuttgart.

Um auch Hauseigentümer für die energetische Gebäudesanierung zu sensibilisieren, macht Pforzheim bei dem von der KEA entwickelten Gütesiegel Klimahaus Baden-Württemberg mit (siehe Newsletter-Beitrag „Klimahaus Baden-Württemberg:"): Ausgewählte Hausbesitzer erhalten ein attraktiv gestaltetes Hausnummernschild, das ihren besonderen Einsatz für den Klimaschutz auch nach außen sichtbar werden lässt. Die dritte Auszeichnungsrunde mit der Verleihung von sieben Hausnummernschildern jüngst beweist den Anklang des Gütesiegels bei den Pforzheimern.

Die Stadtverwaltung Pforzheim misst der Öffentlichkeitsarbeit zum Klimaschutz einen hohen Stellenwert bei. Sie informiert ihre Bürgerinnen und Bürger im Internet über sämtliche Aktivitäten der Stadt und macht sie darauf aufmerksam, was jeder einzelne im Alltag für den Klimaschutz leisten kann. Veranstaltungen wie die jährlich stattfindende Pforzheimer Klimaschutzwoche bieten ein buntes Programm für die ganze Familie. Unter dem Motto „Pforzheim sonnenklar“ finden zahlreiche Vorträge, Filmvorführungen, Radtouren, Ausstellungen sowie kreative Aktionen statt. Besonderes Augenmerk liegt zudem auf der Information und Aufklärung von Kindern und Jugendlichen wie etwa bei der Mobilitätsberatung in Schulen und Kindergärten. So unterstützt die Stadt Kinder und Jugendliche dabei, sich selbstsicher und mit Freude im alltäglichen Straßenverkehr zu Fuß oder mit dem Rad zu bewegen. 

Einen Überblick über die Klimaschutzaktivitäten der Stadt gibt die Webseite www.klimaschutz-pforzheim.de

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Vorgemerkt – KEA- und Zukunft-Altbau-Veranstaltungen im Überblick

Hier haben wir für Sie alle wichtigen KEA- und Zukunft-Altbau-Veranstaltungen bis Jahresende zusammengefasst. Übrigens: Unseren Veranstaltungskalender finden Sie auch immer hier.

Netzwerktreffen Sanierungsmanager, 9.11.2017, Stuttgart

Contracting für Energieberater, 10. und 23.11.2017, Karlsruhe

klimaschutz_konkret: Strom und Wärme von der Brennstoffzelle
21.11.2017, Stuttgart
23.11.2017, Pforzheim
27.11.2017, Heidelberg
28.11.2017, Reutlingen

19. Herbstforum Altbau, 22.11.2017, Stuttgart

TANDEM-Studienreise, 22. und 23.11.2017, zwischen Karlsruhe und Straßburg

Contracting und Energieberatung: So werden aus Ihren Kompetenzen erfolgreiche Projekte, 23.11.2017, Stuttgart

Kommunaler Klimaschutzkongress, 29.11.2017, Stuttgart

Contracting für Handwerksunternehmen und Energiegenossenschaften, 30.11.2017, Stuttgart

klimaschutz_konkret: Mieterstrom und Quartierskonzepte, 6.12.2017, Freiburg

klimaschutz_konkret: Energieeffizienz als Dienstleistung, 12.12.2017, Heidelberg

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Impressum
KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH | Kaiserstraße 94a | 76133 Karlsruhe
Tel. 0721 984 71-0 | Fax. 0721 984 71-20 | keanewsletter(at)kea-bw.de

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Redaktion
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