Modellprojekt "Visualisierung des Energieverbrauchs"

Schulen gehören zu den größten Energieverbrauchern in den Kommunen. Alle Nutzerinnen und Nutzer sind dazu angehalten, Energie einzusparen. Erste Erfahrungen zeigen, dass Visualisierungssysteme, also zentral angebrachte Anzeigegeräte, die eine Rückmeldung über den Energieverbrauch liefern, dabei unterstützend wirken können. So erlangen die Nutzerinnen und Nutzer Aufschluss über ihre individuellen Einflussmöglichkeiten und können ihr Verhalten danach ausrichten. Doch der Begriff der Visualisierung ist uneinheitlich definiert und nur wenige Systeme wurden bisher erprobt. Zudem lieferten bisherige Studien sehr unterschiedliche Ergebnisse.

Um weitere Erfahrungen zu sammeln und den Nutzen der Visualisierung, sowohl in finanzieller als auch in pädagogischer Hinsicht, besser einschätzen zu können, hat das damalige Ministerium für Umwelt und Verkehr die KEA mit der Durchführung und technischen Evaluierung eines Modellprojektes "Visualisierung des Energieverbrauchs an Schulen" beauftragt. Eine pädagogisch-psychologische Begleitstudie wurde durch das  Institut für Psychologie der Universität Freiburg durchgeführt. 

Seit Herbst 2000 konnten sich ca. 150 besonders aktive Schulen aus Baden-Württemberg um eine Teilnahme bewerben. Aus dieser Gruppe wurden dann insgesamt 27 Schulen ausgewählt. Grundsätzlich standen den Schulen drei Projektvarianten zur Wahl:

1. Es wird ein kommerziell erhältliches automatisiertes Erfassungs- und Anzeigesystem von einer Fachfirma installiert (je ein Modul für Strom-, Heizenergie- und Wasserverbrauch).

2. Die Schulen entwickeln selbst ein System aus kommerziell erhältlichen und / oder selbst gebauten Komponenten.

3. Die Schülerinnen und Schüler lesen die Verbrauchszähler manuell ab und präsentieren die Ergebnisse in Form einer Computer-Präsentation. Rechner, Beamer, Leinwand sowie Standard-Software werden zur Verfügung gestellt.

Jeweils acht Schulen wählten die Varianten 1 und 2, elf Schulen entschieden sich für die dritte Variante. Die Ergebnisse des Modellprojekts sollen sowohl Anstöße für den breiteren Einsatz von Systemen und deren Weiterentwicklung geben als auch klären, wie solche Projekte an Schulen sinnvoll unterstützt und begleitet werden können. Die ersten Systeme wurden Mitte 2001 in den Schulen installiert; der Abschluss-Workshop fand im Juli 2005 in Stuttgart statt.

Einweihungsfeier für den "Energiespiegel" an der IG Heidelberg
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