ECOfit und Umweltmanagement im Konvoi

Die KEA betreut im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft die beiden Förderprogramme ECOfit und Umweltmanagement im Konvoi, die Handlungsmöglichkeiten für Kommunen eröffnen.

ECOfit wendet sich als Einstiegsprogramm an Teilnehmer, die sich erstmalig strukturiert mit dem Umweltmanagement beschäftigen möchten. Es zeigt Kosteneinsparungen durch konkrete Maßnahmen im Umweltschutz auf. Bei Workshops zu Themen wie Energieeinsparung, Abfallmanagement, Wassereinsatz, Luftreinhaltung sowie weiteren technischen Umweltaspekten und bei individuellen Vor-Ort-Terminen werden Potenziale erkundet, um Kosten zu senken und den Ressourceneinsatz zu optimieren. Ein wichtiger Punkt dabei ist, die relevanten Rechtsvorschriften kennenzulernen, um auf rechtssicheres Handeln hinzuwirken. Hierbei erfahren die teilnehmenden Organisationen professionelle Unterstützung durch sachkundige und praxiserfahrene Umweltberater. Die Ergebnisse finden Eingang in ein Maßnahmenprogramm, dessen Qualität am Ende des Projekts von einer unabhängigen Prüfkommission bewertet wird. Das Projekt schließt mit der Übergabe einer Urkunde ab.

Das Programm Umweltmanagement im Konvoi (UMiK) setzt weitergehend auf die Einführung eines qualifizierten Umweltmanagementsystems. Ziel ist die Zertifizierung nach DIN EN ISO 14001 oder die Validierung nach dem Öko-Audit-System EMAS (Eco-Management and Audit Scheme), welches auf eine umfassende Prüfung der Rechtskonformität setzt und eine Umwelterklärung fordert, die sich an die Öffentlichkeit wendet. Kirchliche Einrichtungen können sich nach dem kirchlichen Umweltmanagementsystem Grüner Gockel validieren lassen. Mit Hilfe des Förderprogramms Umweltmanagement im Konvoi werden die Projektteilnehmer in die Lage versetzt, die Umweltleistung ihrer Organisation zu überwachen und kontinuierlich zu verbessern. Den Teilnehmern stehen dazu Berater zur Seite.

Beiden Programmen ist gemein, dass die Bezuschussung nicht einzelbetrieblich angelegt ist, sondern als Gruppenförderung erfolgt. Fünf bis maximal zehn Teilnehmer schließen sich in einem Konvoi zusammen, der von einem Projektträger betreut und koordiniert wird.

Doppelter Gewinn für Kommunen:

Als Projektträger:

  • Kommunen kommt bei Energie-, Umwelt- und Klimaschutzthemen eine Vorbildfunktion zu. Als Projektträger können sie diese nicht nur ausfüllen, sondern auch nach außen darstellen. Als Motivator spielen sie eine wichtige und initiative Rolle, um Bewusstsein zu schaffen und auf Fördermöglichkeiten hinzuweisen.
  • Die Organisation eines Projektkonvois stellt eine effiziente Form der Wirtschaftsförderung dar. Energieeffiziente, saubere und umweltmäßig gut organisierte Unternehmen sind wettbewerbsfähiger und ein positiver Standortfaktor. Kommunen agieren dabei als Netzwerker und Vermittler und können ihre Kontakte zu Verbänden und Einzelunternehmen nutzen bzw. verbessern.
  • Der Sektor Industrie und Gewerbe wird in Klimaschutzkonzepten oder in nachhaltigen Prozessen wie dem European Energy Award (eea) regelmäßig adressiert, ist für Kommunen aber schwer zu erreichen. Die Programme schaffen entsprechende Anknüpfungspunkte und Handlungsmöglichkeiten.

Als Teilnehmer:

  • Kommunen können in ihren eigenen Liegenschaften Energieeinsparungen bewirken und Ressourcen schonen.
  • In kommunalen Liegenschaften (z. B. Schulen) kann etwa mit Einsparbeteiligungsprojekten (Fifty-fifty) auf die Ergebnisse aufgebaut werden.
  • Für kommunale Unternehmen, die dem Energiedienstleistungsgesetz unterliegen, gilt die Energieauditpflicht mit einer gültigen EMAS-Validierung als erfüllt.

Weitere Informationen

Die Förderrichtlinien zu beiden Programmen und die Antragsunterlagen entnehmen Sie bitte der rechten Spalte dieser Seite.

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