Klimahaus Baden-Württemberg

Energetisch vorbildliche Gebäude sollen künftig im Straßenbild auf einen Blick erkennbar sein – und dies mit einem einheitlichen Standard.

Dafür soll das Gütesiegel „Klimahaus Baden-Württemberg“ sorgen, das die KEA unter der Schirmherrschaft des Landesumweltministeriums entwickelt hat. Grundidee des Projekts ist, dass Sie als Vertreter Ihrer Kommune Ihren Bürgerinnen und Bürgern bei der Erfüllung von bestimmten Baustandards für ihr privates Wohngebäude eine Auszeichnung verleihen. Die Auszeichnung soll für die Hausbesitzer kostenlos sein - umgesetzt wird das Projekt im Auftrag Ihrer Kommune durch die KEA.

Video Klimahaus Karlsruhe

Ausgestrahlt bei Baden TV, September 2016

Ziele des Projekts

Ziel ist es, den Aufmerksamkeitsgrad für energetisch gut sanierte Gebäude sowie vorbildliche Neubauten zu erhöhen. Solche Gebäude sind bisher im Straßenbild nicht ohne weiteres erkennbar. Um dies zu ändern, verleihen Kommunen eine "Hausnummer", mit der besonders energieeffiziente Gebäude öffentlichkeitswirksam und gut sichtbar gekennzeichnet werden.

Dabei soll nicht nur auf Spitzensanierungen aufmerksam gemacht werden, sondern auf alle KfW-Sanierungen und Neubauten, die die gesetzlichen Mindestanforderungen übertreffen. Damit sollen für das Thema energetische Sanierung lokal Anlässe für Öffentlichkeitsarbeit geschaffen und so das Interesse der Bürger an gutem energetischem Standard geweckt werden.

Vorteile für Kommunen, Bürger und Bauschaffende

Mit dem Klimahaus Baden-Württemberg können Kommunen die Bevölkerung stärker als bisher motivieren und sie zu einem aktiven Teil der Klimaschutzagenda werden lassen. Außerdem lässt sich die Kampagne pressewirksam einsetzen. Sie profitieren von einem landeseinheitlichen Standard mit hoher Außenwirkung. In Verbindung mit der Neueinstellung oder Weiterbeschäftigung eines Klimaschutzmanagers kann die Kampagne über die Kommunalrichtlinie gefördert werden. Und schließlich stärkt das Projekt das Baugewerbe und trägt so zur regionalen Wertschöpfung bei.

Auch die Hausbesitzer selbst profitieren: Durch die Auszeichnung bekommen sie nicht nur eine offizielle Anerkennung ihrer nicht unerheblichen finanziellen Investition, sondern auch ein positives Gefühl, das „Richtige“ getan zu haben.

Neben den Eigentümern spielen die Bauschaffenden, also Energieberater,
Architekten und Handwerker, eine wichtige Rolle als Multiplikatoren. Für sie soll mit der Auszeichnung ein weiterer Anreiz geschaffen werden, die energetische
Sanierung voranzutreiben. Die Fachleute können die ausgezeichneten Gebäude etwa als Referenz verwenden.

Leistungen der KEA

Damit das Projekt erfolgreich wird, ist es wichtig, dass das Angebot für die Gebäudeeigentümer kostenfrei ist.

Um personelle und finanzielle Aufwände innerhalb der Kommune so gering wie möglich zu halten, bietet die KEA ein „Rundum-sorglos-Paket“ an. Die KEA tritt nicht unter eigenem Namen auf, sondern ist im Hintergrund Dienstleister der Kommune, die die Hausnummer verleiht.

Das Angebot der KEA ist als Baukasten konzipiert. In enger Abstimmung wird so ein maßgeschneidertes Gesamtpaket geschnürt, das der Klimaschutzkommunikation innerhalb Ihrer Kommune zugute kommt.

Der Baukasten enthält im Einzelnen die

  • Prüfung,
  • Entwicklung und Versand der Hausnummer,
  • Organisation und Teilnahme an der Vergabeveranstaltung,
  • begleitende Pressearbeit,
  • sonstige Hilfestellungen (Checkliste etc.) sowie
  • statistische Auswertungen.

Energetischer Standard

Die Auszeichnung als Klimahaus Baden-Württemberg ist an den energetischen Standard geknüpft. Als Mindestanforderung gilt im Neubau das KfW-Effizienzhaus 70, mit Bauantrag ab 01.01.2016 das KfW-Effizienzhaus 55. Bei Sanierungen ist mindestens das KfW-Effizienzhaus 115 bzw. das KfW-Effizienzhaus Denkmal nachzuweisen, jeweils auf Grundlage der geltenden EnEV. Ausgezeichnet werden Wohngebäude, die nach EnEV 2009 oder jünger saniert oder neu gebaut wurden.

Teilnahme und Prüfung

Antragsberechtigt sind die Eigentümer selbst, in Abstimmung und mit Einverständnis mit diesen aber auch der betreffende Architekt oder Energieberater.

Die Kommunen erhalten von der KEA ein Teilnahmeformular, das von den Gebäudeeigentümern auch ohne Expertenwissen in wenigen Minuten ausgefüllt werden kann. Ergänzend hierzu müssen etwa ein gültiger Energieausweis auf Grundlage des Energiebedarfs (§ 18 EnEV) oder ein Sachverständigennachweis für die KfW-Förderung beigefügt werden. Alternativ ist eine Kopie der KfW-Förderzusage (Kredit oder Zuschuss) einschließlich der Bestätigung des Bauherren, dass diese noch aktuell ist, zulässig.

Ihr Ansprechpartner:

Dipl.-Geograph Matthias W. Rauch
matthias.rauch(at)kea-bw.de 

 

Unter der Schirmherrschaft des Umweltministers Franz Untersteller MdL.

 


Mit ideeller Unterstützung der KfW-Förderbank.

Flyer

Den Flyer mit allen Informationen können Sie sich hier herunterladen oder
im KEA-Shop bestellen.

Presseinformation

Die Presseinformation zum Pilotprojekt Karlsruhe
steht hier zum Download bereit.

Beispiel-Hausnummer der Stadt Karlsruhe

Feierliche und öffentlichkeitswirksame Übergabe des Hausschildes an Karlsruher Bürgerinnen und Bürger.
Auf einen Blick erkennbar: Das hier ist ein Klimahaus!
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