WISSENSPORTAL

Energiemanagement für (kommunale) Betriebe

THEMEN

Ergebnisse der Ist-Stand- und Hemmnisanalyse

Kommunale Eigenbetriebe mit mehr als 25 Prozent Beteiligung der öffentlichen Hand haben nach  Energiedienstleistungsgesetz die Pflicht, bis 5. Dezember 2015 ein Energieaudit nach DIN 16247:2014 durchzuführen. Ausgenommen sind u.a. Betriebe mit hoheitlichen Aufgaben oder Regiebetriebe.

Im Juli 2016 wurden die Ergebnisse einer Studie zum Kosten-Nutzen-Verhältnis von Energieaudits vorgestellt. Die Ergebnisse:

  • Der durchschnittliche Aufwand für ein Energieaudit betrug 7.488 Euro.

  • Die identifizierten Einsparungen liegen für alle Branchen zwischen 0,45 und 4,41 Prozent vom Energieverbrauch.

  • Die befragten Energieauditoren schätzen die Umsetzungsquote der identifizierten Einsparpotenziale bei ihren Auftraggebern zwischen 21,4 und 27,3 Prozent ein. 

Zur Erhöhung der Umsetzungsquote werden folgende Empfehlungen gegeben:

  • Die Einführung einer Umsetzungspflicht und den Nachweis von Einsparungen.

  • Bessere Qualifikation der Energieauditoren, Qualitätsprüfungen für die BAFA und die Bereitstellung von Musterlösungen.

In Kooperation mit dem Gemeindetag und der Verwaltungsschule Baden-Württemberg hat die KEA kommunale Mitarbeiter darin geschult, ein Energieaudit in Eigenregie durchzuführen oder ein extern durchgeführtes Audit fachgerecht zu begleiten. 

Weitere nützliche Informationen zur gesetzlichen Grundlage und der Qualitätsicherung von Energieaudits als auch Arbeitshilfen finden Sie hier.

Gesetzliche Grundlagen und Merkblätter

Gemäß Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) sind alle Unternehmen, die nach der EU-Definition kein kleines oder mittleres Unternehmen (KMU) sind, verpflichtet, ein Energieaudit durchzuführen - erstmals bis zum 5. Dezember 2015. Ein weiteres muss - gerechnet vom Zeitpunkt des ersten Energieaudits - alle vier Jahre durchgeführt werden.

Freigestellt sind Unternehmen mit Energie- oder Umweltmanagementsystem
Von der Durchführung eines Energieaudits sind nach § 8 ​EDL-G Unternehmen freigestellt, die entweder ein Energiemanagementsystem nach der ​DIN ​EN ISO 50001 oder ein validiertes Umweltmanagementsystem im Sinne der Verordnung (EG) Nr. 1221/2009 (EMAS) erfolgreich eingeführt haben.

Kommunalen Unternehmen wird dieser KMU-Status in der Regel nicht anerkannt: Sie halten häufig zwar die vorgegebenen Mitarbeiter- bzw. Umsatzschwellenwerte ein und wären damit als KMU einzustufen. Jedoch werden ihre Anteile oder Stimmrechte zu 25 Prozent oder mehr von einer staatlichen Stelle oder Körperschaft des öffentlichen Rechts kontrolliert. Eine Vielzahl an kommunalen Unternehmen hat aus diesem Grund ein Energieaudit durchzuführen.

Aber: es gibt Ausnahmen. Eine Orientierung, ob auditpflichtig oder nicht, bietet das Schema (PDF) des Deutschen Städtetags.


Arbeitshilfen

In den Arbeitshilfen finden Sie u.a. Informationen des Gemeindetags, Excel-Tabellen für die Durchführung des Audits, Unterlagen zur Wirtschaftlichkeitsberechnung von Effizienzmaßnahmen, ein Beispiel für ein Rechtskataster und mehrere Textvorlagen.

Gesetzliche Grundlagen
Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) PDF
BAFA-Merbblatt Energieaudit Stand: 15.7.2015 PDF
BAFA-Merkblatt Energieauditoren Stand: 21.5.2015 PDF

Informationen des Gemeindetages
Info-Gemeindetag 8.6.2015 PDF
Info Städte- und Gemeindebund 21.5.2015 PDF
Info-Gemeindetag 20.7.2015 PDF
Info-Gemeindetag 21.12.2015 PDF
Info des Städtetags BW 4.11.2015 PDF
Antwort des BAFA auf die Fragen des Städtetags 9.10.2015 PDF

Excel-Tabellen für die Durchführung des Audits
Tabelle für Energiequellen XLS
Tabelle für Energieverbraucher XLS
Tabelle für Maßnahmenvorschläge XLS

Textvorlagen
Hintergrund des Energieaudits DOC
Objektbeschreibung Hallenbad DOC
Objektbeschreibung Freibad DOC
Objektbeschreibung Heizwerk DOC
Muster-Auditbericht PDF

Wirtschaftlichkeitsberechnung von Effizienzmaßnahmen
Methoden der Investitionsrechnung PDF
Kostenkennwerte Technik PDF
Kostenkennwerte Gebäude PDF
Broschüre Energieeffizienz in KMU PDF

Musterunterlagen
Vorgehensweise DOC
Bericht PDF


Qualitätssicherung

Verbessern Sie den Energie-Audit in Baden-Württemberg - 10 Fragen für qualitativ bessere Energieaudits und umsetzbare Effizienzmaßnahmen
Wir freuen uns sehr, dass Sie sich kurz die Zeit nehmen möchten, die nachfolgenden 10 Fragen zu beantworten - und damit einen Beitrag zur Verbesserung der Energieaudits in Baden-Württemberg leisten.

Nach der Auswertung geben wir Ihnen Qualitätskriterien für ein gutes Energieaudit an die Hand. Sie erhalten auch einen Musterbericht und ein Musterleistungsverzeichnis. Falls erforderlich, können wir durch Ihre Hilfe dem Umweltministerium Baden-Württemberg Empfehlungen für u.a. Fördertatbestände geben. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Die Qualität eines Energieaudits prüfen
Die Qualität des Energieaudits lässt sich daran messen, ob alle geforderten Arbeitsschritte durchgeführt und dokumentiert worden sind - ob also das Audit einer Überprüfung oder Testierung standhält. Beispielsweise muss das Betriebsgebäude begangen und der Energieverbrauch für den Transport untersucht werden.

Wichtig ist außerdem, dass die Effizienzvorschläge individuell sind, ausreichend untersucht und einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung unterzogen wurden. Nur so kann eine Entscheidung über die Umsetzung getroffen werden.

Auch an den Auditor werden Anforderungen gestellt: Eine Liste von zugelassenen Auditoren findet sich auf dem Portal des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).


Energieaudit 10 Fragen

Energieaudit 10 Fragen
  • INFOMATERIAL

    Bafa-Merkblatt Energieaudit (Stand: 04.10.2016)

    846 KB | PDF
  • INFOMATERIAL

    Bafa-Merkblatt Energieauditoren (Stand: 17.11.2016)

    190 KB | PDF
  • INFOMATERIAL

    Benutzerhinweise zum Formular "Nachweisführung für Unternehmen"

    441 KB | PDF