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FAQ

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Häufig gestellte Fragen zu erneuerbaren Energien

Hier finden Sie Antworten auf die am häufigsten auftretenden Fragen zum Ausbau erneuerbarer Energien. Unsere FAQ sollen Ihnen dabei helfen, schnell und unkompliziert die Informationen zu erhalten, die Sie suchen. Wenn Sie weitere Fragen haben, die hier nicht geklärt werden, schreiben Sie uns gerne eine Mail an erneuerbare@kea-bw.de.

  • Wie lässt sich die Versorgungssicherheit bei der Energiewende sicherstellen?

    ​Es wird durchaus Phasen geben, in denen die Wind- und Sonnenenergie in Deutschland nicht ausreichen werden, um den gesamten Strombedarf zu decken, beispielsweise an einem bewölkten und windstillen Wintertag. Deshalb sind auch leistungsstarke Kraftwerke Teil der Energiewende, um in solchen Phasen die Stromversorgung sicherzustellen. Heute sind das noch Kohle- und Gas­kraft­werke. In Zukunft sollen es vor allem Wasserstoffkraftwerke sein. Sie verfeuern mit erneuer­baren Energien produzierten Wasser­stoff dann, wenn zu wenig Wind- und Solarstrom zur Verfügung steht. Wichtig ist, dass die Kraftwerks­kapazi­täten flexibel abrufbar sind und somit bei Bedarf an- und abgeschaltet werden können. Sie bilden ein Sicherheitsnetz und garantieren eine verlässliche und gleichzeitig klimafreundliche Stromversorgung. Zudem wird das künftige Energiesystem auch weitere steuerbare Kapazitäten wie Speicher beinhalten, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. ​

    Quelle: BMWK

  • Sind Naturschutz und die Energiewende vereinbar?

    Wichtig ist, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien naturverträglich umgesetzt wird. So finden sich beispielsweise auch im Bundesnaturschutzgesetz Paragrafen wieder, die einen umweltfreundlichen Ausbau der erneuerbaren Energien sicherstellen. Dadurch werden bei der Planung und Genehmigung von Windenergie- oder Photovoltaik-Anlagen auch die Belange des Gebiets- und Artenschutzes berücksichtigt. ​

    Das Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende informiert über naturschutzfachliche Aspekte im Kontext der Energiewende und versachlicht Debatten über die Naturverträglichkeit der Energiewende.

    Zudem gibt es verschiedene Leitfäden und Informationen zur umweltverträglichen Umsetzung der Energiewende. Der Bundesverband neue Energiewirtschaft hat beispielsweise einen Leitfaden veröffentlicht, in dem aufgezeigt wird, wie der Naturschutz beim Bau von PV-Freiflächenanlagen berücksichtigt werden kann. Der Faktencheck des Dialogforums Energiewende und Naturschutz von BUND und NABU Baden-Württemberg behandelt Aspekte rund um den Bereich Windenergie und Naturschutz.

  • Welche Möglichkeiten haben Kommunen, den Ausbau der erneuerbaren Energien voranzubringen und wie lässt sich die Akzeptanz der Bürger erhöhen?

    Kommunen haben vielfältige Handlungsmöglichkeiten, den Ausbau der erneuerbaren Energien voranzubringen und auch zu einer höheren Akzeptanz der Bürger für PV- und Windkraftanlagen zu sorgen. Die Studie „Die Energiewende in Kommunen“ betrachtet die Zusammenhänge von regionaler Wertschöpfung, lokaler Akzeptanz und finanzieller Beteiligung.

  • Wie können sich Kommunen und Bürger an PV- und Windkraftanlagen beteiligen?

    Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, wie sich Kommunen und Bürger an PV- und Windkraftanlagen beteiligen können. Konkrete Informationen zu Bürgerenergie und Energiegenossenschaften sind auf der Seite des Klimaschutzlandes Baden-Württemberg zusammengestellt.

    In der Broschüre „Bürger machen Energie“ sind Informationen zu Rechtsformen für Bürgerenergieanlagen zusammengefasst. 

    Das Land Rheinland-Pfalz hat außerdem einen Leitfaden zu Windenergie und Kommunen zusammengestellt, der ebenfalls wichtige Informationen zu Bürgerbeteiligungen beinhaltet. 

    Zum Thema „Photovoltaik in Kommunen“ infomiert das PV-Netzwerk Baden-Württemberg. Es hat auch eine Broschüre „Photovoltaik in Kommunen – Solarenergie sinnvoll einsetzen“ veröffentlicht.

  • Welche Flächen kommen für Windräder potenziell in Frage?

    Der Windatlas der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg bietet eine umfassende Datengrundlage, um potenzielle Flächen für Windkraftanlagen zu identifizieren. ​

    Der Windatlas zeigt dabei die mittlere gekappte Windleistungsdichte anhand einer Karte in Baden-Württemberg auf. Die mittlere gekappte Windleistungsdichte ist dabei ein direktes Maß, um die Leistung des Windes für die Nutzung durch die Windkraftanlage darzustellen. Als Schwellenwert einer wirtschaftlich rentablen Windkraftanlage gilt dabei in Baden-Württemberg eine mittlere gekappte Windleistungsdichte von 215 W/m² in 160 Metern Höhe. ​

    Zusätzlich stellt die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg ein Karte mit den ermittelten Windpotenzialflächen in Baden-Württemberg zur Verfügung. Hierin werden sowohl die Daten des Windatlas sowie der Schwellenwert von 215 W/m² in 160 Metern Höhe über Grund als auch ein weiterer Kriterienkatalog mit verschiedenen Restriktionen berücksichtigt.

  • Ab welchem Schwellenwert bezüglich der Windhöffigkeit lohnt sich eine Windkraftanlage?

    Als geeignete Flächen bezüglich einer wirtschaftlich rentablen Nutzung der Windhöffigkeit  (Windhöffigkeit = zu erwartendes durchschnittliches Windaufkommen) wird in Baden- Württemberg eine mittlere gekappte Windleistungsdichte von mind. 215 W/m² in 160 Metern Höhe definiert. ​Wir möchten an dieser Stelle darauf hinweisen, dass dieser Grenzwert bei einer lokalen Eigenstromnutzung durchaus unterschritten werden kann. Im Zweifel sollte eine spezifische Kosten-Nutzen-Berechnung für eine Anlage in Zusammenhang mit dem umgebenden System aus Erzeugungsanlagen und Verbrauchern sowie dem lokalen Stromnetz durchgeführt werden.

    Quelle: Energieatlas Baden-Württemberg

  • Wie kann ich in meiner Kommune eine PV-Freiflächenanlage errichten und was muss ich beachten?

    Über die wichtigsten Schritte zur Errichtung einer Photovoltaik-Freiflächenanlage informiert das PV-Netzwerk Baden-Württemberg auf seiner Website.

    Die Broschüre „Photovoltaik in Kommunen – Solarenergie sinnvoll einsetzen“ zeigt Kommunen Handlungsoptionen für die solare Energiewende mit Praxisbeispielen aus Baden-Württemberg.

    In seinem Handlungsleitfaden zu Freiflächensolaranlagen gibt das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg Empfehlungen in Bezug auf die Wirtschaftlichkeit, die Standortwahl, die Planung und insbesondere die ökologische Gestaltung von Freiflächensolaranlagen für Planer, Projektierer und Kommunen.

  • Was ist die PV-Pflicht in Baden-Württemberg und welche Gebäude sind davon betroffen?

    Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Photovoltaik-Pflicht bietet das PV-Netzwerk auf seiner Website.

    Der „Praxisleitfaden zur Photovoltaik-Pflicht“ des Umweltministeriums dient dazu, den Umgang mit der Photovoltaik-Pflicht zu erleichtern und Hilfsmittel für die Erfüllung der Pflicht an die Hand zu geben. Er richtet sich an Bauherrinnen und Bauherren, die in Baden-Württemberg ein neues Gebäude erstellen, einen neuen Parkplatz errichten oder ihr Gebäudedach sanieren möchten sowie an alle, die sie dabei unterstützen.

  • Gibt es konkrete Vorgaben für PV-Module auf denkmalgeschützten Gebäuden?

    Das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen hat im Mai 2022 neue Leitlinien erlassen, um die Installation von Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) auf denkmalgeschützten Gebäuden zu erleichtern. Im April 2023 wurden die Leitlinien aktualisiert und an die neuen Rahmenbedingungen im Denkmalschutzgesetz angepasst. 

  • Gibt es konkrete Vorgaben für die Umsetzung einer PV-Anlage auf Deponien?

    Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg hat im Jahr 2022 Hinweise zur Zulassung von PV-Anlagen auf stillgelegten Deponien veröffentlicht. Die Hinweise beruhen dabei auf einem Projekt des Umweltministeriums, in dem potenzielle Deponiestandorte im Land hinsichtlich ihrer Eignung für die Nutzung von PV-Anlagen untersucht wurden.​