Aktuelles

Nationaler Radverkehrsplan 3.0 stärkt den Radverkehr

Fahrradampel, die auf grün steht

Fahrradampel in Stuttgart, Quelle: KEA-BW, Ellen Wurster

Am 21. April wurde der neue Nationale Radverkehrsplan (NRVP) vom Bundeskabinett verabschiedet. Auf dem Nationalen Radverkehrskongress am 27./28. April 2021 wird der NRVP 3.0 der Fahrradcommunity vorgestellt. Damit setzt sich das Bundesverkehrsministerium für die Stärkung des Radverkehrs ein und formuliert konkrete Ziele für 2030 sowie Maßnahmen zu deren Umsetzung.

Der NRVP ist die Strategie für die Radverkehrsförderung in ganz Deutschland und Leitlinie für Bund, Länder, Kommunen, Wirtschaft und Wissenschaft bis 2030. Seit 2002 werden entsprechende Strategien regelmäßig neu überarbeitet. Bei dieser Neuauflage wurde besonderes Gewicht auf die Wahrnehmung und Berücksichtigung der Bürgerinnen und Bürger gelegt. Beim Startschuss für den NRVP 3.0 auf dem Nationalen Radverkehrskongress 2019 rief Bundesminister Scheuer explizit die breite Öffentlichkeit dazu auf, sich in die Erarbeitung mit ihren Wünschen für den Radverkehr einzubringen. Über 2.000 Ideen sind eingegangen; als wichtigste Anliegen stellten sich lückenlose Radverkehrsnetze und mehr Verkehrssicherheit heraus. Die daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen nehmen daher vor allem die Förderung einer sicheren und lückenlosen Radinfrastruktur in den Blick. Darüber hinaus betreffen sie die Themen Fahrradparkplätze, Förderung von Dienstfahrten mit dem Fahrrad, die Ausbildung der Fahrradkultur, die Verknüpfung von Verkehrsträgern und Logistik via Lastenräder.

Nähere Informationen über den NRVP 3.0 und weitere Informationen zu den Fördermöglichkeiten des BMVI finden Sie hier: www.bmvi.de/nrvp-dokument sowie unter www.bmvi.de/radverkehr.

Für Kommunen aus Baden-Württemberg, die sich jetzt für diese Themen stark machen wollen, gibt es zahlreiche Informations- und Fördermöglichkeiten. So fördert das Land aktuell Personalstellen im Bereich Mobilitätsstationen, einer zentralen Maßnahme zur Vernetzung der Verkehrsträger (koordiniert von Natalia Mill bei der KEA-BW), und Radverkehr (koordiniert von der NVBW). Eine Handreichung zur Bevorrechtigung umweltfreundlicher Verkehre ist im Kompetenznetz Klima Mobil entstanden. Auch in der Handreichung für Gemeinderäte Klimaverträgliche Entwicklung in der Kommune geht es schwerpunktmäßig um Maßnahmen zur Förderung nachhaltiger Mobilität. Weitere wichtige Literatur zum Thema finden Sie bei uns im Wissensportal.