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KEA

Liebe Leserinnen und Leser,

ein heißer Sommer ist noch kein Klimawandel, eine Häufung immer wärmerer Jahre allerdings schon. Die "Warming-Stripes"-Grafik von Ed Hawkins macht überdeutlich: Der Klimawandel ist in vollem Gange und der vergangene heiße Sommer nur ein weiteres passendes Mosaiksteinchen im Klimawandel-Puzzle.
 
Viele Kommunen und Unternehmen sind beim Klimaschutz aktiv, allein schon um wirtschaftlicher zu arbeiten, aber auch um ihrer Vorbildrolle gerecht zu werden. Das gilt vor allem für viele Kommunen. Im Statusbericht kommunaler Klimaschutz durften wir im Auftrag des Umweltministeriums Baden-Württemberg viel Zahlenmaterial zusammentragen, das etliche spannende Schlüsse zulässt. Kommen Sie mit Detailfragen gerne auf uns zu.

Die Aktivitäten im Land finden auch auf internationaler Bühne Resonanz: Beim Global Climate Action Summit vom 11. bis 15. September in San Francisco stellen zwei Oberbürgermeister aus dem Land ihre Klimaschutzaktivitäten vor.

Viel Vergnügen beim Lesen wünscht Ihnen

Ihr Dr.-Ing. Volker Kienzlen

Geschäftsführer
KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH

Inhalt

Das treibt uns an: Fakten zum Thema Klimawandel
Die Kompetenzzentren haben Hintergrundinfos, Grafiken und Links zum Klimawandel zusammengetragen und online gestellt.
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+ Rückblick: 25. Treffen der regionalen Energieagenturen in Stuttgart
Baden-Württembergs regionale Energieagenturen haben sich am 12. Juli zu ihrem 25. Erfahrungsaustausch getroffen.
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+ Kommunen-Steckbriefe und Landkreis-Auswertungen
Einen besonderen Service bietet das Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz der KEA zum Statusbericht kommunaler Klimaschutz: Auf Anfrage stellt es weitere Daten und Auswertungen zur Verfügung.
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+ Klimaanpassung: KLIMOPASS-Zuschüsse und Arbeitshilfen
Das Umweltministerium Baden-Württemberg hat das Förderprogramm KLIMOPASS neu aufgelegt. Im Wissensportal des Kompetenzzentrums Kommunaler Klimaschutz stehen außerdem Arbeitshilfen zur Verfügung.
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+ Mach mit, Kollegin! Verwaltungsmitarbeiter für Motivationskampagnen gesucht
Das Kompetenzzentrum Energiemanagement leistet Hilfe zur Selbsthilfe: Verwaltungsmitarbeiterinnen und –mitarbeiter lernen, wie sie als Multiplikatoren eine Motivationskampagne überwiegend in Eigenregie durchführen können.   
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+ Endspurt: Jetzt für den Contracting-Preis BW 2018 bewerben
Der Countdown läuft: Noch bis zum 28. September können sich zukunftsorientierte Bauträger, Projektentwickler sowie Unternehmen der Wohnungswirtschaft auf www.contractingpreis-bw.de bewerben. 
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Videos: Was ist Energie-Contracting?
Die neuen Videos des Kompetenzzentrums Contracting erläutern das Prinzip dieser Energiedienstleistung und zeigen gute Beispiele. 
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+ Contracting-Veranstaltungen im Herbst
Eine kostenlose Informationsveranstaltung am 28. September in Stuttgart gibt Stadtwerken und weiteren Interessierten einen umfangreichen Contracting-Überblick. Außerdem sind Anbieter zum fachlichen Erfahrungsaustausch am 13. November in Stuttgart eingeladen.
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+ Aktuelles Wärmenetz-Wissen: Fachtagung „Nahwärme kompakt“
Neue nationale und internationale Erkenntnisse thematisiert die Fachtagung „Nahwärme kompakt“ am 8. und 9. Oktober 2018 in Karlsruhe. Tag zwei ist als Workshop konzipiert. Die Veranstaltung des Kompetenzzentrums Wärmenetze ist Bestandteil des Deutsch-Dänischen Dialogs Wärmenetze.
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+ Exkursion nach Dänemark
An Wärmenetzen Interessierte können von 7. bis 9. November an einer Exkursion nach Dänemark teilnehmen. Sie bietet die Möglichkeit, gute dänische Beispiele besser zu verstehen und die Übertragung auf Baden-Württemberg zu diskutieren.
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+ Herbstforum Altbau am 21. November in Stuttgart
Die bundesweit bekannte Tagung von Zukunft Altbau findet in diesem Jahr zum 20. Mal statt. Rund 450 Fachleute aus der Sanierungsbranche treffen sich zu Erfahrungsaustausch und Diskurs.   
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+ Praxisdialog „Energieeffizienz in Nichtwohngebäuden“
Der Zukunft Altbau Praxisdialog „Energieeffizienz in Nichtwohngebäuden“ bringt am 11. Oktober Fachleute aus den Bereichen Energieberatung, Architektur, Ingenieurwesen und Gebäudemanagement mit Entscheiderinnen und Entscheidern aus Kommunen und KMU zusammen.  
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+ Zukunft Altbau  in eigener Sache: Energieberater-/Technikerstelle zu besetzen
Sie sind Überzeugungstäter in Sachen Klimaschutz und Nachhaltigkeit und möchten Ihr wertvolles Wissen im Bereich der energetischen Gebäudesanierung mit einer Vielzahl von Akteuren teilen? Dann bieten wir Ihnen einen interessanten Arbeitsplatz (50 Prozent).
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+ Auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit: KEA in der WIN-Charta
Anfang des Jahres ist die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg der WIN-Charta des Landes beigetreten. Die Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit (WIN) bezieht baden-württembergische Unternehmen in die Nachhaltigkeitsstrategie des Landes ein.
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+ Klimaschutz-Plus gibt Geld für Schulsanierung
Im Förderprogramm Klimaschutz-Plus hat das Umweltministerium Baden-Württemberg in der neuen Runde 2018/2019 einen neuen Förderbaustein ausgelobt: Die energetische Sanierung von Schulgebäuden wird künftig bezuschusst.
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+ Monitoring zu Klimaschutzgesetz und Integriertem Energie- und Klimaschutzkonzept
Der dritte Monitoring-Kurzbericht belegt: Die CO2-Emissionen in Baden-Württemberg sind 2016 erneut leicht gestiegen. Die KEA hat im Auftrag des Umweltministeriums an der Erstellung inhaltlich und redaktionell mitgearbeitet.
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+ InEECo-Projektübersicht zeigt Contracting-Möglichkeiten
Noch nie wurde in Baden-Württemberg eine größere Zahl an Contracting-Projekten initiiert als durch das Förderprogramm Initiative Energiespar- und Energieliefer-Contracting (InEECo). Auf der Website findet sich jetzt eine Übersicht der InEECo-Projekte. 
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+ Best-Practice-Kommune: Stadt Weinstadt
In dieser Rubrik stellen wir Kommunen vor, die ein besonderes Engagement beim Klimaschutz zeigen. Diesmal: die Große Kreisstadt Weinstadt.
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Veranstaltungen

+ Vorgemerkt – KEA- und Zukunft-Altbau-Veranstaltungen im Überblick
Hier haben wir für Sie alle wichtigen KEA- und Zukunft-Altbau-Veranstaltungen bis Dezember zusammengefasst.
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Das treibt uns an: Fakten zum Thema Klimawandel

Foto: Max-Planck-Institut für Meteorologie

Wir tragen gemeinsam die Verantwortung dafür, unsere globalen Lebensgrundlagen zu schützen. Das ist die Motivation für unsere tägliche Arbeit. Deshalb haben die Kompetenzzentren Hintergrundinfos, Grafiken und Links zum Klimawandel zusammengetragen und online gestellt. Einig ist sich die Wissenschaft darüber, dass der Mensch den Klimawandel verursacht hat. Nicht alle Interessenvertreter wollen dies wahrhaben. Nur gemeinsam können wir etwas erreichen: Nutzen Sie diese Inhalte und Links gerne auch für Ihre eigene Überzeugungsarbeit! Wir freuen uns auch über Hinweise auf weitere passende Inhalte per E-Mail an newsletter(at)kea-bw.de.
 
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Rückblick: 25. Treffen der regionalen Energieagenturen in Stuttgart

Graphic Recording: KEA/Kathrin Werner

Baden-Württembergs regionale Energieagenturen haben sich am 12. Juli 2018 in Stuttgart zu ihrem 25. Erfahrungsaustausch getroffen. Die Energieexperten von Mannheim bis Friedrichshafen besprachen bei dem jährlichen Meeting Neues aus der Förderlandschaft von Land und Bund und diskutierten Erfahrungen und Ideen aus der täglichen Praxis. Beispiele aus Energieagenturen anderer Bundesländer bekamen ebenso Raum wie Zukunftsvisionen. Organisiert hatte das Treffen das Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz der KEA. Die KEA-Experten betreuen das landesweite Netz im Auftrag des Umweltministeriums.

Die inzwischen 34 Energieagenturen im Land beraten landesweit Bürgerinnen und Bürger, Kommunen, Unternehmen und Vereine zur energetischen Gebäudesanierung und zu kommunalem Klimaschutz. Inzwischen decken sie nahezu jeden Landkreis ab und arbeiten auch in gemeinsamen Projekten zusammen. „Dieses flächendeckende Netz ist europaweit einmalig“, sagt Harald Bieber, der bei der KEA für die regionalen Energieagenturen zuständig ist. „Die Agenturen wirken als zentrale Akteure, die den Klimaschutz vor Ort und auch landesweit voranbringen.“

Die Spezialisten der Energieagenturen sind immer auf dem aktuellen Stand: „Fortbildungen und der Austausch mit Ministerien und der KEA zu Gesetzen, Förderprogrammen und technischen Neuerungen, die energetische Themen betreffen, stehen dort auf der Tagesordnung“, versichert Harald Bieber. Fazit: Wer sich bei einer regionalen Energieagentur beraten lässt, nimmt eine individuelle und firmenneutrale Empfehlung mit nach Hause, die Hand und Fuß hat.

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Kommunen-Steckbriefe und Landkreis-Auswertungen

Der im August veröffentlichte Statusbericht Kommunaler Klimaschutz des baden-württembergischen Umweltministeriums zeigt Erfolge und Verbesserungspotenziale beim kommunalen Klimaschutz. Die KEA hat die Bestandsaufnahme im Auftrag des Umweltministeriums des Landes erarbeitet. Sie kann auf der Internetseite des Ministeriums sowie der KEA heruntergeladen werden.

Einen besonderen Service bietet das Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz der KEA darüber hinaus: Auf Anfrage stellt es weitere Daten, teilweise auch auf Ebene einzelner Kommunen, zur Verfügung. Auch Querauswertungen für Landkreise sowie „Steckbriefe“ für einzelne Kommunen mit wesentlichen Indikatoren erstellt das Team. Diese Informationen werden bereits rege nachgefragt, berichtet Harald Bieber, Leiter des Kompetenzzentrums.

Zum Statusbericht

Ihr Ansprechpartner für zusätzliche Daten: Harald Bieber, harald.bieber(at)kea-bw.de

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Klimaanpassung: Zuschüsse und Arbeitshilfen

Foto: Kurt Michel/PIXELIO

In diesem Hitzesommer ist vielen Menschen klar geworden: Wir müssen uns bereits heute an die Veränderungen durch den Klimawandel anpassen. Kommunen und andere lokale Akteure haben hier – wie so oft – eine zentrale Rolle. Deshalb hat das Umweltministerium Baden-Württemberg vor kurzem das Förderprogramm KLIMOPASS neu aufgelegt. Es gewährt Zuschüsse für Beratungs- und Schulungsaktivitäten, konzeptionelle Untersuchungen sowie ausgewählte investive Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Dazu gehören unter anderem Klimaanalysen, Verwundbarkeitsuntersuchungen oder Machbarkeitsstudien. Auch vom Bund geförderte Klimaschutzteilkonzepte zur Klimaanpassung erhalten einen zusätzlichen KLIMOPASS-Zuschuss. Investiv werden Maßnahmen des Hitzeschutzes finanziell unterstützt – nach den Erfahrungen der vergangenen Wochen dürften diese auch bei den Bürgerinnen und Bürgern auf breite Zustimmung stoßen.

Antragsberechtigt sind Kommunen und andere Verwaltungseinheiten, Träger von Schulen und Heimen, zum Teil auch kleine und mittlere Unternehmen. Für die genannten Inhalte gelten unterschiedliche Förderbedingungen. Die Antragsfrist endet am 30. November 2019.

Wo anfangen?
Das Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz widmet der Klimafolgenanpassung eine eigene Rubrik in seinem Online-Wissensportal. Dort finden sich zahlreiche Links und Dokumente zum Thema. Für Dezember ist eine Informationsveranstaltung zu in Stuttgart geplant.

Zu KLIMOPASS und weiteren Klimaanpassungs-Programmen

Zum Wissensportal

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Mach mit, Kollegin! Verwaltungsmitarbeiter für Motivationskampagnen gesucht

Foto: Jan Potente/Umweltministerium BW

Verwaltungen können viel Strom und Wärme einsparen, wenn sie den „Faktor Mensch“ miteinbeziehen. Dies gelingt am besten durch eine interne Kampagne, die die Beschäftigten dauerhaft motiviert und für das Thema sensibilisiert. Das neue Konzept des Kompetenzzentrums Energiemanagement der KEA leistet hierfür vor allem Hilfe zur Selbsthilfe: Verwaltungsmitarbeiterinnen und –mitarbeiter lernen, wie sie als Multiplikatoren in ihren Verwaltungen die individuelle Motivationskampagne überwiegend in Eigenregie durchführen können. 

Seminar bildet zum Multiplikator aus

Um den Know-how-Transfer zu gewährleisten, findet für bis zu zehn Multiplikatoren aus verschiedenen Verwaltungen ein eintägiges Einführungsseminar statt. Die Teilnehmenden erhalten nicht nur einen Einblick in Inhalte und Ablauf einer eigenen Kampagne, sondern lernen auch die wichtigsten Grundlagen in den Disziplinen Kommunikation, Psychologie und Energietechnik.

Handbuch inspiriert zum Loslegen
In diesem Seminar können die künftigen Multiplikatoren außerdem eine umfangreiche Sammlung von Aktionsvorschlägen sichten und bei Wunsch erwerben: das so genannte Kampagnenkompendium. Dieses hochwertige Handbuch präsentiert praktische Umsetzungsbeispiele; es erläutert die theoretischen, insbesondere die psychologischen Grundlagen der Motivation für das energiebewusste Verhalten; es beschreibt die konzeptionellen Eckpfeiler der Nutzersensibilisierung und strategische Aspekte der Kampagnenplanung – und es präsentiert potenzielle Aktivitäten und mögliche begleitende Kommunikationsmaßnahmen: Insgesamt beschreibt das Kompendium insgesamt fast 80 mögliche Kampagnenaktivitäten, die sich auf neun Aktionsbereiche verteilen und aus denen jeder Multiplikator seine individuelle Auswahl treffen kann. Bei der Planung und Umsetzung der individuellen Kampagne unterstützt bei Bedarf das Team des Kompetenzzentrums. Ebenso können bewährte Aktions- und Werbemittel der KEA erworben und eingesetzt werden.

Die Kosten für das eintägige Einführungseminar betragen 100 Euro netto.
Interesse? Bitte senden Sie eine E-Mail an Astrid.Khosrawani(at)kea-bw.de oder rufen Sie an unter 0721/98471-36.

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Endspurt: Jetzt für den Contracting-Preis BW 2018 bewerben

Foto: BFW/KEA

Der Countdown läuft: Noch bis zum 28. September können sich zukunftsorientierte Bauträger, Projektentwickler sowie Unternehmen der Wohnungswirtschaft auf der Internetseite www.contractingpreis-bw.de für den Contracting-Preis BW 2018 bewerben.

Mit dem Preis werden überdurchschnittlich energieeffiziente Wohnbauprojekte in Baden-Württemberg ausgezeichnet, die mit Hilfe der Dienstleistung Energie-Contracting umgesetzt wurden. Sowohl Neubau- als auch Sanierungsprojekte können eingereicht werden. Auslober des Wettbewerbs sind das Kompetenzzentrum der Landesenergieagentur KEA sowie der BFW Landesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen Baden-Württemberg. Schirmherr ist das Umweltministerium Baden-Württemberg. Insgesamt steht ein Preisgeld von 6.000 Euro zur Verfügung. 

Wohnungsunternehmen und Energieversorger können gewinnen

„Auch für kommunale Wohnungsunternehmen ist Contracting ein hervorragendes Instrument, um energieeffizientes und nachhaltiges Bauen in kostengünstig und sicher umzusetzen“, so Rüdiger Lohse, Leiter der Kompetenzzentrums Contracting. Denn Contractoren übernehmen nicht nur die Finanzierung, sie sorgen auch dafür, dass die geplanten Energiekonzepte terminsicher und funktionsgerecht in Betrieb gehen. Wohnungsunternehmen, aber auch Stadtwerke und Energieversorger als Contractoren sind daher eingeladen, sich mit ihren Neubau- oder Sanierungsprojekten für den diesjährigen Contracting-Preis zu bewerben.

Bewerbungsschluss ist der 28. September 2018. Die Preisträger werden am 15. November im feierlichen Rahmen der ImmoLounge Stuttgart in Anwesenheit von Umweltstaatssekretär Dr. Andre Baumann geehrt.

Weitere Informationen auf dem Bewerbungsportal

Bei Fragen zu Ihrer Bewerbung:
Kompetenzzentrum Contracting der KEA
Rüdiger Lohse, Tel. (0721) 984 71 – 15, lohse(at)kea-bw.de  
Markus Szaguhn, Tel. (0721) 984 71 – 41, szaguhn(at)kea-bw.de   

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Videos: Was ist Energie-Contracting?

Nutzen Gebäudeeigentümer die Energiedienstleistung Contracting, lagern sie die Investitionskosten einer energetischen Sanierung aus und profitieren von effizient betriebenen Anlagen. Wie das funktioniert, zeigen jetzt vier kurze Filme des Kompetenzzentrums Contracting der KEA. Die Kurzfilme entstanden im Rahmen der Kampagne Contracting4KMU. Sie beantworten die wichtigsten Fragen zur Energiedienstleistung: Wie funktioniert sie? Welche Vorteile bietet sie? Was ist der Unterschied zwischen Energiespar- und Energieliefer-Contracting? Außerdem sind zwei Praxisbeispiele zu sehen. Die Videos dauern rund ein bis drei Minuten und sind auch als Gesamtfilm im Netz verfügbar.

Nutzen für Multiplikatoren
„Wir geben die kostenfreien Videos an Anbieter, Multiplikatoren oder sonstige Interessierte weiter. Sie können diese etwa auf ihrer Internetseite einbinden oder bei Veranstaltungen zeigen“, sagt Konstanze Stein vom Kompetenzzentrum Contracting. Mit den Filmen will die KEA insbesondere mittelständische Contracting-Anbieter bei der Kundenansprache unterstützen. Denn der Bedarf an Energieeffizienzmaßnahmen in kleinen und mittleren Liegenschaften ist nach wie vor enorm – sowohl bezogen auf den Handlungsbedarf in den Gebäuden als auch auf die Klimaschutzziele von Land und Bund.

Auf der Internetseite des Kompetenzzentrums Contracting und auf dem YouTube-Kanal von Energiekompetenz BW können die Filme kostenlos abgerufen und heruntergeladen werden. Wer die Originalauflösung benötigt, kann diese per E-Mail an contracting(at)energiekompetenz-bw.de bestellen.

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Contracting-Veranstaltungen im Herbst

Foto: KEA/Anna Schuricht

Energiespar-Contracting für Stadtwerke am 28. September
Auch Stadtwerke und kommunale Energieversorgungsunternehmen bieten Wärmeliefer-Contracting für unterschiedliche Kunden an. Die kostenlose Informationsveranstaltung am 28. September in Stuttgart gibt Stadtwerken und weiteren Interessierten einen umfangreichen Überblick über Eignungsvoraussetzungen, Vorgehen, Praxiserfahrungen und Kalkulation. So erhalten sie anhand konkreter Projektbeispiele die Grundlagen für den Aufbau eines neuen Geschäftsfelds mit Energie-Contracting.

Programm und Anmeldung

C4KMU: Erfahrungsaustausch für Anbieter am 13. November
Contracting für kleine und mittelgroße Projekte ist so vielfältig wie der Handlungsbedarf in den Gebäuden. Die Herausforderungen ähneln denen von größeren Projekten, doch die Ressourcen der Contractoren sind begrenzt. Ein standardisiertes und abgestimmtes Vorgehen kann deshalb Kapazitäten bündeln und unangetastete Potenziale freisetzen.

Wir laden deshalb zum fachlichen Erfahrungsaustausch am 13. November in Stuttgart ein. Erhalten Sie neue Impulse, um Ihre Angebote und Dienstleistungen zu verbessern. Wir möchten gemeinsam Strategien erarbeiten, aber auch die Hürden Ihrer täglichen Arbeit thematisieren: Welche Lösungen kennen Sie? Und welche Probleme können wir gemeinsam adressieren?

Programm und Anmeldung

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Aktuelles Wärmenetz-Wissen: Fachtagung „Nahwärme kompakt“

Immer mehr Haushalte in Deutschland beziehen Heizwärme und Warmwasser über ein Wärmenetz. Richtig geplant ist diese Art von Wärmeversorgung wirtschaftlicher und hat eine bessere Umweltbilanz als Einzelheizungen. Die technischen Stellschrauben müssen jedoch richtig justiert werden. Neue nationale und internationale Erkenntnisse auf diesem Gebiet thematisiert die Fachtagung „Nahwärme kompakt“ am 8. und 9. Oktober 2018 in Karlsruhe. Tag zwei ist als Workshop konzipiert. Die Veranstaltung des Kompetenzzentrums Wärmenetze ist Bestandteil des Deutsch-Dänischen Dialogs Wärmenetze.

Die Tagung richtet sich an Kommunen, Stadtwerke, Energiegenossenschaften, sonstige Betreiber von Anlagen und Wärmenetzen, Planer und Projektentwickler sowie an Forschungsinstitute. Sie findet im IHK Haus der Wirtschaft Karlsruhe statt. Das Programm ist im Netz verfügbar, die Anmeldung ist online möglich. Die Teilnahme kostet für beide Tage insgesamt 110 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer. Tagung und Workshop sind auch einzeln buchbar.

Fokus auf gute Projekte und künftige Entwicklungen
Im Fokus der diesjährigen Tagung Nahwärme kompakt stehen am ersten Tag verschiedene Aspekte der Umsetzung von Wärmenetzprojekten und am zweiten Tag die zukünftige Entwicklung von Wärmenetzen als Teil intelligenter Energiesysteme. Die Vortragenden beleuchten dabei Lösungsansätze aus Dänemark und Baden-Württemberg und präsentieren Praxisbeispiele mit Zukunftscharakter. Neben den technischen Grundlagen beschäftigen sie sich mit der Frage, ob dänische Wärmegenossenschaften mit ihrem hohen Anteil an solarer Wärme ein Vorbild für Deutschland sein können. Der Workshop befasst sich schwerpunktmäßig mit Netzen der vierten Generation, die einen hohen Anteil erneuerbarer Energien nutzen und nur wenig Wärme verlieren.

Programm und Anmeldung

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Exkursion nach Dänemark

In Dänemark wird die Wärmewende konsequent vorangetrieben. Wärmenetze, erneuerbare Energien, Abwärme und Sektorenkopplung spielen eine zentrale Rolle. Um sich ein Bild vor Ort zu machen, können Interessierte vom 7. bis zum 9. November an einer Exkursion nach Dänemark teilnehmen. Sie bietet die Möglichkeit, gute dänische Beispiele besser zu verstehen und die Übertragung auf Baden-Württemberg zu diskutieren. Ein dänischer Mentor unterstützt dabei.

Die Planung und Umsetzung der Wärmewende erfolgt weitgehend lokal in den Städten und Gemeinden. Eingeladen zur Teilnahme sind deshalb insbesondere Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen und Stadtwerken. Kosten entstehen für Teilnehmende für die An- und Abreise sowie für die Übernachtung. Das Exkursionsprogramm ist kostenfrei.

Informationen zu Programm, Hintergründen und Organisation bei Ihren Ansprechpartnern:
Inhaltlich: Helmut Böhnisch, helmut.boehnisch(at)kea-bw.de ,Tel: (0721) 984 71-13
Organisatorisch: Leonie Kapitel, leonie.kapitel(at)kea-bw.de ,Tel: (0721) 984 71-32

Anmeldung in Kürze hier

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Herbstforum Altbau am 21. November in Stuttgart

Foto: Zukunft Altbau

Das Herbstforum Altbau findet in diesem Jahr zum 20. Mal statt. Die bundesweit bekannte Tagung zur energetischen Sanierung versammelt jährlich rund 450 Fachleute aus der Sanierungsbranche zum Erfahrungsaustausch und Diskurs. Im Fokus stehen dieses Jahr die Effizienz von Wärmepumpen und die Erneuerung von Heizungsanlagen. Weitere Themen sind die energiepolitischen Entwicklungen sowie der Wandel in Wohn- und Baukultur und – wie immer – zahlreiche wegweisende Praxisbeispiele von nah und fern. Neben Referenten aus Forschung, Politik und Wirtschaft werden zahlreiche Gebäudeenergieberaterinnen und -berater, Baufachleute, Architekten und Ingenieure erwartet.

Die Baufachveranstaltung findet am 21. November in der Sparkassenakademie statt – zentral am Hauptbahnhof Stuttgart. Zukunft Altbau gestaltet die Tagung klimaneutral und organisiert begleitend eine ganztägige Fachausstellung zur energieeffizienten Gebäudesanierung.

Programm und Anmeldung
E-Mail-Anfrage bei Interesse an einer Präsentation im Rahmen der Fachausstellung

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Praxisdialog „Energieeffizienz in Nichtwohngebäuden“

Eine Stärke unseres Landes: seine innovativen Unternehmen und lebenswerten Kommunen. Die Kehrseite: Wirtschaft und Kommunen verursachen einen Großteil der CO2-Emissionen. Der Zukunft Altbau Praxisdialog „Energieeffizienz in Nichtwohngebäuden“ bringt am 11. Oktober Fachleute aus den Bereichen Energieberatung, Architektur, Ingenieurwesen und Gebäudemanagement mit Entscheiderinnen und Entscheidern aus Kommunen und KMU zusammen. Direkt vor Ort wird Nachhaltigkeit und Energieeffizienz am Beispiel des sanierten Firmensitzes von VAUDE in Tettnang erfahrbar.

Programm und Anmeldung

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In eigener Sache: Energieberater-/Technikerstelle zu besetzen

Sie sind Überzeugungstäter in Sachen Klimaschutz- und Nachhaltigkeit und möchten Ihr wertvolles Wissen im Bereich der energetischen Gebäudesanierung mit einer Vielzahl von Akteuren teilen? Sie haben Freude daran, teils komplexe Themen zielgruppengenau zu formulieren, schriftlich aufzubereiten und zu präsentieren?

Dann bieten wir Ihnen einen interessanten, anspruchsvollen und abwechslungsreichen Arbeitsplatz (50 Prozent) mit einem hohen Maß an Selbständigkeit sowie engagierten und umsetzungsstarken Teamkollegen.

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Auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit: KEA in der WIN-Charta

Anfang des Jahres ist die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg der WIN-Charta des Landes beigetreten. Die Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit (WIN) bezieht baden-württembergische Unternehmen in die Nachhaltigkeitsstrategie des Landes ein. Im WIN-Charta-Prozess formuliert jedes Unternehmen ein Zielkonzept mit zwölf Leitsätzen, die zu verbesserter Nachhaltigkeit im Unternehmen führen sollen. Darüber hinaus unterstützen die Teilnehmer ein externes WIN-Projekt. Mit der Unterzeichnung der WIN-Charta geben die WIN-Charta-Unternehmen ein klares Bekenntnis zu ihrer ökonomischen, ökologischen und sozialen Verantwortung ab.

Erste Veränderungen schonen Klima und Ressourcen
Seit dem Beitritt hat sich die Belegschaft der KEA in einem internen Austausch der fairen und saisonalen Beschaffung angenommen, was seinen konkreten Niederschlag in klima- und ressourcenschonenden Firmenentscheidungen gefunden hat: Das Catering bei von der KEA organisierten Veranstaltungen kommt ganz ohne Fleisch aus. Zudem werden alle KEA-Veranstaltungen klimaminimiert organisiert und restkompensiert. Auch im Bereich des Mitarbeiterwohlbefindens hat sich die KEA Ziele gesetzt. Beim KEA-Kernthema Energiesparen haben die Fachleute eine interne Nutzersensibilisierung gestartet mit dem Ziel, den Stromverbrauch noch weiter zu senken. Das WIN-Charta-Zielkonzept ist auf der Homepage zu finden.

Blick über den Tellerrand
Im Rahmen des WIN-Projekts kooperiert die KEA mit der Ortsgruppe des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) in Stutensee. Diese pflegt eine Streuobstwiese auf der Gemarkung Büchig-Süd nördlich von Karlsruhe und widmet sich dort dem Artenschutz und der Erzeugung von Fruchtsäften aus ökologischem Anbau. Zwei Mitarbeitende der KEA halfen den Ehrenamtlichen vor Ort bei der Entfernung des starken Brombeerbewuchses. Die KEA hat sich weiterhin bereit erklärt, die Ziele der Streuobstinitiativen durch Kauf und Ausschank regionaler Säfte zu unterstützen. Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 30-jährigen Jubiläum der Ortsgruppe am 22. September wird die KEA den BUND-Verantwortlichen zudem eine Spende in Höhe von 500 Euro überreichen.

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Klimaschutz-Plus gibt Geld für Schulsanierung

Foto: Manfred Jahreis/pixelio

Im Förderprogramm Klimaschutz-Plus hat das Umweltministerium Baden-Württemberg in der neuen Runde 2018/2019 einen neuen Förderbaustein ausgelobt: Die energetische Sanierung von Schulgebäuden wird künftig bezuschusst. Als Bonusförderung zu den einschlägigen Programmen des Landes werden attraktive Zuschüsse gewährt, wenn mit der Sanierung der KfW-Effizienzhausstandard 70 oder sogar 55 erreicht wird. Die Gelder sind auf die Schulsanierungsfläche bezogen und können im Maximalfall eine Höhe von 1,2 Millionen Euro erreichen.

Für Kommunen bietet sich damit die Gelegenheit, ihre Schulgebäude aus energetischer Sicht fit für die Zukunft zu machen und ihre Energiekosten zu senken.

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Monitoring zu Klimaschutzgesetz und Integriertem Energie- und Klimaschutzkonzept

Das Umweltministerium hat am 10. Juni den dritten Monitoring-Kurzbericht zu Klimaschutzgesetz und Integriertem Energie- und Klimaschutzkonzept (IEKK) veröffentlicht. Demnach sind die Treibhausgasemissionen in Baden-Württemberg im Jahr 2016 mit 78,4 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten zum zweiten Mal in Folge gestiegen. Das Gesamtziel in Baden-Württemberg, die Treibhaugasemissionen bis 2020 um ein Viertel gegenüber dem Jahr 1990 zu senken, ist kaum noch erreichbar. Insbesondere die verkehrsbedingten Emissionen, die rund 30 Prozent der Gesamtemissionen ausmachen, haben weiter zugenommen. Um das im IEKK definierte Klimaziel im Verkehrssektor zu erreichen, müssten diese bis 2020 und gegenüber 2016 um rund ein Drittel, das heißt um 7,6 Millionen Tonnen CO2 gesenkt werden.

Neben detaillierten Informationen zur Entwicklung der Treibhausgasemissionen in Baden-Württemberg beschreibt der Bericht den Umsetzungsstand der im IEKK angelegten 108 Landesmaßnahmen und beleuchtet und bewertet die energie- und klimapolitischen Rahmenbedingungen im Land sowie auf internationaler, EU- und Bundesebene. Die KEA hat im Auftrag des Umweltministeriums an der Erstellung inhaltlich und redaktionell mitgearbeitet.

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InEECo-Projektübersicht zeigt Contracting-Möglichkeiten

Noch nie wurde in Baden-Württemberg eine größere Zahl an Contracting-Projekten initiiert als durch das Förderprogramm Initiative Energiespar- und Energieliefer-Contracting (InEECo): Allein 2018 starteten mehr als 20 neue Contracting-Projekte. Seit 2016 koordiniert die KEA das von der Europäischen Investitionsbank geförderte Programm. Auf der Website findet sich jetzt eine Übersicht der InEECo-Projekte, die abgeschlossen bzw. sich in der Hauptleistungsphase befinden, derzeit ausgeschrieben oder vorbereitet werden. Sie vermitteln einen Eindruck davon, wie vielfältig die Möglichkeiten sind, Energie-Contracting in öffentlichen Liegenschaften anzuwenden.

Investitionen von 30 Millionen Euro anstoßen
Hauptziel ist die Entwicklung des Marktes für Contracting-Dienstleistungen. Fördergelder in Höhe von 1,5 Millionen Euro stehen für Contracting-Projekte in Kommunen beziehungsweise öffentlichen Einrichtungen aus Baden-Württemberg zur Verfügung. Damit sollen Investitionen in Einspar- und Energieliefer-Contracting mit Einsparkomponente von mindestens 30 Millionen Euro angestoßen werden. Dieses Ziel erscheint zum Ende der Programmlaufzeit am 31. Dezember nach aktueller Nachfrage erreichbar.

Eine wichtige Erkenntnis und Botschaft für die Landes- und Bundesebene ist außerdem: Die Förderung der Contracting-Beratung ist ein geeignetes Werkzeug, um den Contracting-Markt entscheidend weiterzuentwickeln – getragen vom engagierten Einsatz aller Projektbeteiligten.

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Best-Practice-Kommune: Stadt Weinstadt

Tag der offenen Tür, Foto: Stadtwerke Weinstadt

Die große Kreisstadt Weinstadt mit rund 26.000 Einwohnern liegt im Rems-Murr-Kreis, einem Teil der wirtschaftsstarken Region Stuttgart. Die Stadtverwaltung hat bereits frühzeitig erkannt, dass man in den Bereichen Klimaschutz und Energie Verantwortung übernehmen und als Vorbild vorangehen muss: Als Mitglied im Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern hat sich die Stadt zu einer Reduktion des CO2-Ausstoßes alle fünf Jahre um zehn Prozent verpflichtet. Hierzu wurden zahlreiche Aktivitäten und Maßnahmen im Bereich Klimaschutz und Energie in den vergangenen Jahren vorangetrieben.

Wahrnehmung der Vorbildfunktion
1995 begann Weinstadt sich seiner Verantwortung für aktiv betriebenen Klimaschutz zu stellen, indem es sich dazu verpflichtete, seinen CO2-Außstoß zu reduzieren. Im Zuge dessen führte die Stadt ein kommunales Energiemanagement ein. Zudem rüstete sie seit 2005 insgesamt 16 kommunale Gebäude mit Photovoltaikanlagen auf. Die große Kreisstadt führte 2008 einen Bürgerfonds ein, über den Bürgerinnen und Bürger sich finanziell an den Energieeffizienz-Projekten beteiligen können. Im selben Jahr nahmen die Stadtwerke am Landesförderprogramm ECOfit teil. Mithilfe dieses Programms wurde eine Energierückgewinnungsanlage im Wasserhochbehälter installiert, die eine CO2-Einsparung von 20 Tonnen pro Jahr garantiert. Neben weiteren Aktivitäten nimmt Weinstadt am European Energy Award (eea) teil, um die Themen Energieversorgung und Klimaschutz noch strukturierter anzugehen. Die Zertifizierung wird bis 2019 erwartet.

Nahwärme als effiziente Maßnahme
Beim Ziel, die CO2-Emissionen zu reduzieren, stellt der Ausbau der Nahwärmeversorgung einen Schwerpunkt dar. Deshalb entschied sich die Stadt für den Ausbau eines Wärmenetzes. Die Nutzwärme soll hierbei effizient mit Blockheizkraftwerken auf Basis von Erdgas, Biogas oder Biomasse geliefert werden. In den neu errichteten Energiezentralen wird neben klimafreundlichem Strom gleichzeitig Nahwärme für das Verteilnetz erzeugt.

Vorbereitung: Wärmekataster/Quartierskonzept
Die Stadtwerke Weinstadt ließen 2013 ein Wärmekataster erstellen. Ein GIS-basierter Kataster ist ein wichtiges strategisches Plannungstool, um den Wärmebedarf in einem Quartier zu analysieren, und dient als Grundlage für den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Im darauf folgenden Jahr wurde ein integriertes Quartierskonzept für das Gebiet Benzach erstellt. Die Analyse ergab ein großes Potenzial für den Bau eines Wärmenetzes. Das untersuchte Quartier ist ein in den 70er-Jahren erschlossenes und in den darauf folgenden Jahrzehnten bebautes Gebiet mit Achtfamilienhäusern und großen Wohnblocks, die mit Heizöl, Erdgas und Nachtspeicheröfen beheizt wurden. Zudem zeigte sich, dass ein Erdgasnetz nur rudimentär vorhanden war.

Auf- und Ausbau des Wärmenetzes
Seit dem Herbst 2015 ist das Wärmenetzwerk Benzach in Betrieb. Mit der Realisierung des ersten Bauabschnitts waren 181 Wohneinheiten in zehn Bestandsgebäuden und vier Neubauten ans Netz gegangen. Im Juni 2015 wurde ein Sanierungsmanager eingestellt, dem es gelang weitere Gebäudeeigentümer für einen Nahwärmeanschluss zu gewinnen. Durch die Akquisition weiterer Nahwärmeabnehmer konnte das Wärmenetz erweitert werden: Das bisherige Versorgungsgebiet wurde in Richtung Ortsmitte Weinstadt-Endersbach ausgeweitet. Hochhäuser mit hohem Energiebedarf, die bis dahin nur mit Heizöl beheizt wurden, trugen durch die Umstellung auf KWK zur CO2-Minderung bei. Insgesamt werden durch das Wärmenetz die CO2-Emissionen um circa zwei Drittel reduziert, wovon allein die Hälfte auf die Netzerweiterung entfällt. Damit leistet Weinstadt einen relevanten Beitrag zur Energiewende.
 
Die Nachfrage nach Nahwärme ist in Weinstadt derart groß, dass der Ausbau des Wärmenetzes kontinuierlich weitergeht. Inzwischen integrieren die Stadtwerke Weinstadt über 430 zusätzliche Wohneinheiten in den Energieverbund. Aktuell werden zusätzlich zu einem neuen Blockheizkraftwerk eine große Wärmepumpe sowie ein zweiter Pufferspeicher mit einem Fassungsvermögen von circa 110.000 Litern errichtet. Von diesen Maßnahmen erhoffen sich die Stadtwerke Weinstadt künftig eine Senkung des CO2-Ausstoßes um mindestens 900 Tonnen pro Jahr. Im September 2018 wird das Wärmenetz für den Ortsteil Endersbach durch Oberbürgermeister Michael Scharmann und einen Vertreter des Umweltministeriums offiziell in Betrieb genommen. Für das Frühjahr 2019 ist bereits die nächste Ausbaustufe geplant, da die Verlegung der Wärmeleitung nach Endersbach ein neues, großes Kundenpotenzial erschlossen hat.

Nähere Informationen:
Energiewendetag der Stadt Weinstadt am 14. September 2018
Ansprechpartner: Hans Naujocks, Stadtwerke Weinstadt, h.naujocks(at)stadtwerke-weinstadt.de

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Vorgemerkt – KEA- und Zukunft-Altbau-Veranstaltungen im Überblick

Hier haben wir für Sie alle wichtigen KEA- und Zukunft-Altbau-Veranstaltungen bis Dezember 2018 zusammengefasst. Übrigens: Unseren Veranstaltungskalender finden Sie auch immer hier.

Energiewendetage: KEA-Stand auf dem Schlossplatz Stuttgart
15. und 16. September 2018, landesweit/Stuttgart

Energiespar-Contracting (ESC)
28. September 2018, Stuttgart

Fachtagung Nahwärme kompakt
8. und 9. Oktober 2018, Karlsruhe

klimaschutz_konkret: Nachhaltige Mobilität
11. Oktober 2018, Neckargemünd

Zukunft Altbau Praxisdialog – Energieeffizienz in Nichtwohngebäuden
11. Oktober 2018, Tettnang

klimaschutz_konkret: KWK in der Wohnungswirtschaft – Lohnt sich das?
24. Oktober 2018, Donaueschingen

Förderprogramme für kommunale Klimaschutzmaßnahmen
25. Oktober 2018, Karlsruhe

Exkursion nach Dänemark
7. bis 9. November 2018, Dänemark

20. Herbstforum Altbau
21. November 2018, Stuttgart

Internationale Abschlusskonferenz des Projekts BioVill
28. November 2018, Brüssel

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Impressum
KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH | Kaiserstraße 94a | 76133 Karlsruhe
Tel. 0721 984 71-0 | Fax. 0721 984 71-20 | keanewsletter@kea-bw.de

Vertretungsberechtigter Geschäftsführer: Dr.-Ing. Volker Kienzlen
Vorsitzender des Aufsichtsrats: Ministerialdirigent Martin Eggstein
Registergericht Mannheim | Registernummer: Abt. B 107275
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß § 27a UStG.: DE168303058

Redaktion
Ursula Rubenbauer | Dr.-Ing. Volker Kienzlen

Fotos/Logos
Wenn nicht anders gekennzeichnet: KEA GmbH

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