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KEA

Liebe Leserinnen und Leser,

die UN-Klimakonferenz in Kattowitz krönt zum Jahresende 2018 zwölf ereignisreiche Monate, in denen zahlreiche Akteure und Mitstreiter den Klimaschutz beständig und prominent in der öffentlichen Diskussion gehalten haben. Klimaschutz zählt zu den größten Herausforderungen unserer Zeit, zu dem jeder einzelne von uns, Gemeinden und Städte, Kreise und Bundesländer sowie Staaten und Unternehmen auf der ganzen Welt ihren Beitrag leisten müssen. Welche Kommunen in Baden-Württemberg dies bereits erfolgreich tun und welche Auswirkungen die Beschlüsse der UN-Klimakonferenz auf die rund 1.100 Kommunen in Baden-Württemberg haben werden, versuche ich Ihnen hier ausführlich zu erläutern.

Auch im nächsten Jahr arbeiten wir an vielen wichtigen und spannenden Themen rund um Klimaschutz und Energiewende. 2019 wird übrigens für uns ein besonderes Jahr: Wir feiern unser 25-jähriges Bestehen! Mit kostenlosen und unabhängigen Angeboten, Informations- und Austauschmöglichkeiten auf zahlreichen Veranstaltungen sowie persönlichen Erstberatungen freuen wir uns darauf, dieses Jubiläum zusammen mit Ihnen zu begehen.

Was uns in den letzten Wochen des Jahres 2018 beschäftigt hat, haben wir in diesem Newsletter für Sie zusammengestellt. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Vergnügen beim Lesen und eine schöne Vorweihnachtszeit.

Viel Vergnügen beim Lesen wünscht Ihnen

Ihr Dr.-Ing. Volker Kienzlen

Geschäftsführer
KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH

Inhalt

+ Mobilitätsberatung: Wir freuen uns auf Unterstützung durch Maria Franke Seit Anfang November freuen wir uns über tatkräftige Unterstützung durch unsere neue Mitarbeiterin Maria Franke.
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+ Energiewendetage 2018: Was tun! gegen den Klimawandel
Am 15. und 16. September konnten sich bei den Energiewendetagen Baden-Württemberg Bürgerinnen und Bürger über erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Klimaschutz informieren – in Stuttgart und an zahlreichen weiteren Orten im Land.
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+ Interview: Was bringt der Quick-Check Kommunaler Klimaschutz?
Seit einiger Zeit bietet das Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz sogenannte Quick-Checks an.
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+ Kommunaler Klimaschutz: Wissensportal ausgebaut
Kommunen, die sich über die vielfältigen Optionen zum Schutz des Klimas informieren möchten, finden praktische Hilfestellungen auf dem stark ausgebauten Wissensportal zu kommunalem Klimaschutz.
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+ Rückblick: Veranstaltung zur „nachhaltigen Mobilität“ in Neckargemünd
Eine weitere Informationsveranstaltung in der Reihe klimaschutz_konkret fand am 11. Oktober im Rathaus von Neckargemünd statt. Im Fokus des Vortrags- und Austauschtreffens stand die nachhaltige Mobilität   
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+ Kongress Kraft-Wärme-Kopplung: Lösungen für die Praxis
Am 19. November fand in Stuttgart der KWK-Kongress „Wärme und Kraft smart gemacht – Lösungen für die Praxis“ statt. Das Kompetenzzentrum Kraft-Wärme-Kopplung war mit einem Vortrag vertreten. Das Thema: „Der Weg zur KWK-Anlage – Leitfaden und Förderung“. 
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+ Kommunales Energiemanagement: neue Hilfestellungen zur Qualitätssicherung
Ab sofort rhalten Kommunen beim Aufbau und der Optimierung ihres Energiemanagements Unterstützung durch das Online-Werkzeug Kom.EMS (Kommunales Energiemanagement-System). 
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+ Zum 20. Mal: Herbstforum Altbau bündelt Energiewissen mit Expertenaustausch
In diesem Jahr fand die bundesweit renommierte Fachtagung „Herbstforum Altbau“ rund um energetische Gebäudesanierungen am 21. November in Stuttgart statt. 
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+ Erfolgsgeschichten aus dem Ländle: Neue Broschüre erschienen
Die neue Broschüre „Klimaschutz-Plus Erfolgsgeschichten“ ist erschienen. Sie zeigt anhand von konkreten Beispielen die Vielfalt der vom Land geförderten Klimaschutz-Maßnahmen.
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+ Leitstern Energieeffizienz: Gewinner des Wettbewerbs in Stuttgart gekürt
Die Gewinner des diesjährigen Wettbewerbs „Leitstern Energieeffizienz“ sind am 21. November in Stuttgart gekürt worden. Die Kreise Göppingen, Ravensburg und Rottweil belegen die ersten drei Plätze. Weitere Kreise erhielten Sonderpreise.
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+ Erfolgreiche Veranstaltungen zur Kraft-Wärme-Kopplung in der Wohnungswirtschaft
Mit gleich drei erfolgreichen Veranstaltungen aus der Reihe klimaschutz_konkret tourte das Kompetenzzentrum KWK im Oktober und November durch den Südwesten. Schwerpunkt war die Kraft-Wärme-Kopplung in der Wohnungswirtschaft.
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+ Contracting leicht gemacht: neuer Leitfaden für Kommunen
Der Leitfaden „Energiespar-Contracting für kommunale Gebäude“ ist erschienen. Das Kompetenzzentrum Contracting bietet darin ausführliche Informationen rund um Energiespar-Contracting für kommunale Entscheidungspersonen.
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+ Contracting-Preis BW 2018 geht an vier zukunftsorientierte Wohnungsbauprojekte
Die ZEAG Energie AG belegt den ersten Platz des diesjährigen Contracting-Preises Baden-Württemberg. Die Preisverleihung fand am 15. November in Stuttgart statt.
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+ Es tourt weiter: Das Sanierung(s)Mobil von Zukunft Altbau
Auch in diesem Jahr war das Sanierung(s)Mobil wieder an zahlreichen Orten in ganz Baden-Württemberg unterwegs, um die Vorteile einer energetischen Sanierung aufzuzeigen. Wer das rollende Energiesparhaus für eine Veranstaltung im nächsten Jahr beherbergen möchte, sollte bereits jetzt reservieren.
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+ Der neue Leitfaden für kommunales Energiemanagement ist da
Der neu erschienene Leitfaden zu kommunalem Klimaschutz ist eine Anleitung für den systematischen Aufbau eines Energiemanagement-Systems. Inhalte und Systematik wurden an die Bedürfnisse der Akteure angepasst.
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+ Sanierungsvorbehalte und wie sie sich entkräften lassen
Viele Hauseigentümer scheuen eine umfassende Gebäudesanierung. Ein neues Merkblatt von Zukunft Altbau räumt die 13 häufigsten Sanierungsvorbehalte mit stichhaltigen Gegenargumenten aus.
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+ Tagung Nahwärme kompakt: aktuelles Wärmenetz-Wissen für Fachleute
Neue nationale und internationale Erkenntnisse auf dem Gebiet der Wärmenetze haben Experten auf der Fachtagung Nahwärme kompakt am 8. und 9. Oktober in Karlsruhe thematisiert. Die Vortragenden beleuchteten Lösungsansätze aus Dänemark und Baden-Württemberg und präsentierten Praxisbeispiele mit Vorbildcharakter.
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+ Kongress Energieautonome Kommune: Wir sind Kooperationspartner
Am 7. und 8. Februar 2019 findet der Kongress Energieautonome Kommunen in Freiburg statt. Das Programm beleuchtet sechs Energiewendethemen, die auf kommunaler Ebene besonders bedeutsam sind. Die KEA freut sich, die Veranstaltung als Kooperationspartner zu unterstützen und Sie vor Ort zu treffen.
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+ Klimaschutzgipfel GCAS: KEA-Chef mit Delegation aus Baden-Württemberg in Kalifornien
Wie emotional ansprechend eine Klimakonferenz sein kann, erlebte der KEA-Geschäftsführer Dr. Volker Kienzlen im September in San Francisco. Er leitete beim Global Climate Action Summit ein Seminar.
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+ Kleine und mittlere Betriebe: Erfahrungsaustausch für Effizienzdienstleister
Mitte November fand das erste „Austauschforum Contracting4KMU“ für Anbieter von Contracting-Lösungen aus kleinen und mittleren Betrieben statt. Das Kompetenzzentrum Contracting hatte den Erfahrungsaustausch organisiert.
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+ Best-Practice-Kommune: Gemeinde Öhningen
In dieser Rubrik stellen wir Kommunen vor, die ein besonderes Engagement beim Klimaschutz zeigen. Diesmal: die Gemeinde Öhningen.
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Veranstaltungen

+ Vorgemerkt – KEA- und Zukunft-Altbau-Veranstaltungen im Überblick
Hier haben wir für Sie alle wichtigen KEA- und Zukunft-Altbau-Veranstaltungen bis März zusammengefasst.
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Mobilitätsberatung: Wir freuen uns auf Unterstützung durch Maria Franke

Foto: Maria Franke

Seit Anfang November ergänzt Maria Franke das Team des Kompetenzzentrums Kommunaler Klimaschutz. Sie bietet Kommunen gezielte Erstberatungen rund um nachhaltige Mobilität an. Ihre Beratungen haben das Ziel, baden-württembergische Kommunen dazu zu verhelfen, zukunftsweisende Mobilitätskonzepte zu erstellen und hierfür die Förderung des Bundes in Anspruch zu nehmen. Bei Fragen zu den vielfältigen Förderprogrammen von Bund und Land steht sie ebenfalls mit Informationen zur Seite.

Einen Überblick über all Ihre Ansprechpartner für den Kommunalen Klimaschutz finden Sie auf unserer Website.

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Energiewendetage 2018: Was tun! gegen den Klimawandel

Foto: Zukunft Altbau

Die diesjährigen Energiewendetage Baden-Württemberg am 15. und 16 September standen unter dem Motto „Was tun? Was tun!“. Damit zeigte das Land, dass jeder einzelne die Energiewende mitgestalten und etwas für den Klimaschutz tun kann. Inwieweit erneuerbare Energien und Energieeffizienz das Klima schützen und wie leicht Energiesparen sein kann, darüber informierten zahlreiche Vereine, Kommunen, Unternehmen, Energieagenturen und Stadtwerke. Spannende Aktionen, wie E-Bike-Touren, Führungen durch Wasserkraftwerke sowie Vorträge über den Einsatz von Sonnenenergie, halfen dabei, Energiethemen für Bürgerinnen und Bürger erlebbar zu machen.

Auch in diesem Jahr waren die Kompetenzzentren der KEA gemeinsam mit dem Informationsprogramm Zukunft Altbau mit einem Stand auf dem Stuttgarter Schlossplatz präsent. Unter dem leuchtend gelben Zeltdach zeigten sie, wie Klimaschutz in Baden-Württemberg gelingt und informierten über Kommunalen Klimaschutz, Energiemanagement, Kraft-Wärme-Kopplung, Wärmenetze und Contracting. Experten von Zukunft Altbau berieten Interessierte über energetische Gebäudesanierungen und deren Beitrag zum Klimaschutz. So erhielten Bürgerinnen und Bürger an sechs Informationssäulen einen Überblick zu den wichtigsten Energie- und Klimaschutzthemen.

Impressionen vom Schlossplatz Stuttgart

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Interview: Was bringt der Quick-Check Kommunaler Klimaschutz?

Foto: KEA/Anna Schuricht

Seit einiger Zeit bietet das Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz sogenannte Quick-Checks an. Doch was ist und wem nutzt ein Quick-Check kommunaler Klimaschutz? In einem Gespräch mit Harald Bieber, dem Leiter des Kompetenzzentrums Kommunaler Klimaschutz, wollen wir in Erfahrung bringen, was es mit dem Quick-Check auf sich hat und welchen Nutzen man aus diesem ziehen kann. 

Herr Bieber, was habe ich unter einem Quick-Check kommunaler Klimaschutz zu verstehen?


Herr Bieber: Dieser Kurztest hilft vor allem Kommunen, die bisher noch keine oder zumindest keine systematischen Klimaschutzaktivtäten entwickelt haben. Er ermöglicht ihnen ganz niedrigschwellig eine erste Selbsteinschätzung, sozusagen eine Art Standortbestimmung. Der Quick-Check ist unverbindlich und kostenlos.

An wen richtet sich konkret dieses Angebot?


Es richtet sich primär an kleinere Städte und Gemeinden. Da dürfen sich zum Beispiel angesprochen fühlen: Der Bürgermeister, der Bauamtsleiter oder die Umweltamtsleiterin, also Menschen, die in der Verwaltung mit dem Thema „Energie und Klimaschutz“ etwas zu tun haben.

Und was hat der- oder diejenige dann genau zu tun?

Sie füllen einen recht überschaubaren Fragebogen aus, der in sechs Handlungsfelder gegliedert ist. Es gibt insgesamt rund 30 Fragen, die für den kommunalen Klimaschutz von Bedeutung sind. Zu den jeweiligen Fragen hat man eine Abschätzung zu geben, wo man aktuell den Standort der eigenen Kommune sieht und ob das jeweilige Thema bereits sehr gut, mittel, oder noch gar nicht bearbeitet worden ist. Dementsprechend gibt es dann eine Gesamtbewertung, die anschließend zusammengefasst nach den Handlungsfeldern grafisch dargestellt wird. Das ist natürlich noch keine exakte Messung oder Beurteilung, sondern eine erste Einschätzung.

Wenn ich den Quick-Check durchgeführt und meine Beurteilung erhalten habe, wie sehen dann die weiteren Schritte aus?

Nun, dann kann man (man muss aber nicht!) sich mit uns in Verbindung setzen. Wenn man Feedback erhalten möchte, kann man den ausgefüllten Fragebogen entweder per E-Mail ans Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz schicken oder sich damit an seine regionale Energieagentur wenden. Von den Fachleuten bekommt man dann eine Rückmeldung sowie Vorschläge für das weitere Vorgehen.

Wie viel Zeit muss ich für diesen Prozess einplanen?

Das hängt natürlich stark davon ab, wie sehr man in die einzelnen Bereiche involviert ist. Wenn man alles selbst beantworten kann, geht es relativ rasch, dann kann man in einer Viertelstunde durch sein. Muss man hingegen noch Experten aus der Verwaltung heranziehen, dauert es ein wenig länger, innerhalb einer Stunde sollte dieser Bogen in der Regel aber ausgefüllt sein.

Sie haben es gerade schon erwähnt: Es fallen für mich keine Kosten an, wenn ich diesen Quick-Check in Anspruch nehme?


Richtig. Dieses Werkzeug wurde im Rahmen der Tätigkeiten unseres Kompetenzzentrums auf Vorschlag des baden-württembergischen Gemeindetags entwickelt und vom Umweltministerium finanziert. Insofern können wir diese Leistungen,  für die Kommunen kostenlos anbieten.

Noch einmal zusammengefasst: Welchen Nutzen kann man aus so einem Quick-Check ziehen?

Der Nutzen liegt darin, dass die Kommune, die sich auf den Weg machen will, die notwendigen Klimaschutzmaßnahmen zu ergreifen, eine Standortbestimmung und darauf aufbauend Vorschläge für das weitere systematische Vorgehen erhält. Es ist ein sinnvoller Einstieg in den kommunalen Klimaschutz.

Wo kann ich das denn nochmal auf Ihrer Website nachlesen?


Alle Informationen finden sich auf der Webseite unseres Kompetenzzentrums unter Angebote/Quick-Check. Sollten Unklarheiten bestehen, sind wir jederzeit telefonisch oder per E-Mail erreichbar. Dazu noch ein weitere Tipp: Auch für die Einzelthemen Contracting und kommunales Energiemanagement haben unsere gleichnamigen Kompetenzzentren solche Einstiegs-Tests entwickelt – auch kostenlos und online abrufbar.

Herr Bieber, ich bedanke mich recht herzlich bei Ihnen.

Diesen und zwei weitere Quick-Checks zu Contracting und kommunalem Energiemanagement finden Sie hier

Ihr Ansprechpartner: Harald Bieber, harald.bieber(at)kea-bw.de

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Kommunaler Klimaschutz: Wissensportal ausgebaut

Foto: Umweltministerium Baden-Württemberg/Martin Stollberg

Kommunen haben vielfältige Möglichkeiten, den Klimaschutz in ihrer Region gezielt zu stärken. Einen Überblick über alle Handlungsfelder und praktische Hilfestellungen bietet das Wissensportal zu kommunalem Klimaschutz. Das Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz hat sein Online-Portal in den vergangenen Monaten stark ausgebaut. Es stellt nun eine noch größere Bandbreite an Materialien und Publikationen für alle Akteure im kommunalen Klimaschutz bereit. Auf dem Wissensportal finden Besucher umfangreiche Informationen zu allen relevanten Handlungsfeldern des Klimaschutzes in Gemeinden und Städten: Kommunikation, Stadtentwicklung, Erneuerbare Energien, Bauen und Sanieren oder Mobilität.

Zu jedem Themenfeld gibt es einen kurzen einführenden Text, einschlägige Dokumente wie Broschüren oder Hintergrundpapiere als PDF-Downloads sowie zahlreiche Links zu weiterführenden Informationen. Neben fundiertem Hintergrundwissen- stellt das Wissensportal den Praxisbezug her: Akteure, wie beispielsweise Klimaschutzmanagerinnen und -manager, können die angebotenen Materialien in der Praxis direkt verwenden.

Das Wissensportal wird laufend aktualisiert und erweitert. Hinweise auf zusätzliche interessante Materialien nehmen wir gerne entgegen.

Zum Wissensportal
Ihr Ansprechpartner: Harald Bieber, harald.bieber(at)kea-bw.de

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Rückblick: Veranstaltung zu nachhaltiger Mobilität

Foto: Adobe Stock

Auf der klimaschutz_konkret-Veranstaltung am 11. Oktober in Neckargemünd führten drei Referenten durch den Nachmittag: Inhalt waren neue Wege für eine nachhaltige Verkehrsgestaltung im ländlichen Raum. Zu den rund 25 Zuhörenden zählten kommunale Verkehrsplaner, Klimaschutzmanager, Gemeinderäte sowie Vertreter von Planungsbüros. Besonders interessierten sich die Anwesenden für die vielfältigen und zum Teil unkonventionellen Möglichkeiten für klimafreundliche Nahverkehrslösungen.

Im Anschluss an die Vorträge diskutierten die Teilnehmenden intensiv, unter anderem über die Aufgaben, die Kommunen in Zukunft durch den Ausbau der Elektromobilität haben werden. Dabei wurde auch hervorgehoben, dass die Umstellung auf Elektromobilität zwar eine notwendige, aber nicht hinreichende Maßnahme darstellt, um gesteckte Klimaschutzziele zu erreichen.

Der Austausch machte deutlich, dass nahezu alle Beteiligten die Notwendigkeit für einen tiefgreifenden Wandel der Mobilität sehen, entsprechend wirksame Maßnahmen in ihren Verantwortungsbereichen aber noch verhalten angehen. Das Interesse an weiteren Beratungsangeboten war indes groß. Zu der Veranstaltung hatte das Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz gemeinsam mit der Klimaschutz- und Energie-Beratungsagentur Heidelberg-Rhein-Neckar-Kreis, der Energieagentur Neckar-Odenwald-Kreis sowie diesem Landkreis und dem Rhein-Neckar-Kreis geladen.

Alle Vorträge der Veranstaltung (PDF-Download) hier
Ihre Ansprechpartnerin: Maria Franke, maria.franke(at)kea-bw.de

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Kongress Kraft-Wärme-Kopplung: Lösungen für die Praxis

Grafik: Ökonsult

Die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten der Kraft-Wärme-Kopplung in einem zukünftigen Strommarkt für Baden-Württemberg aufzuzeigen, war Inhalt der Veranstaltung „Wärme und Kraft smart gemacht – Lösungen für die Praxis“. Sie fand am 19. November in Stuttgart statt. Ausgetragen wurde die ganztägige Fachtagung bereits zum achten Mal. Dabei diskutieren Experten sowie Praktiker anhand konkreter Beispiele die vielfältigen Nutzungsperspektiven von KWK-Anlagen. Das Kompetenzzentrum Kraft-Wärme-Kopplung war mit einem Vortrag zum Thema „Der Weg zur KWK-Anlage – Leitfaden und Förderung“ vertreten.

Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) tragen aufgrund ihres hohen Wirkungsgrades zu einer Reduzierung der CO2-Emissionen und damit zu einer nachhaltigen und klimafreundlichen Energieversorgung bei. Die Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung als Technologie hat in den letzten Jahren weiter zugenommen, bleibt aber ausbaufähig. Ziel des Landes Baden-Württemberg ist es, den Beitrag der KWK zur jährlichen Stromerzeugung von rund 6,2 Terrawattstunden (2015) auf rund 13 Terrawattstunden im Jahr 2020 zu steigern.

Weitere Informationen hier
Ihr Ansprechpartner: Florian Anders, florian.anders(at)kea-bw.de

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Kommunales Energiemanagement: neue Hilfestellung zur Qualitätssicherung

Kommunen können mithilfe eines Energiemanagements ohne Investitionen Energie und Kosten sparen. Praktische Unterstützung bei ihrem Energiemanagement erhalten Kommunen in Baden-Württemberg seit Mitte September über die Online-Plattform Kom.EMS. Diese stellt allen interessierten Kommunen ein Rechen-Tool sowie Checklisten, digitale Leitfäden und Muster-Beschlussvorgaben zur Verfügung. Das Kompetenzzentrum Energiemanagement hat das Werkzeug mitentwickelt. Ziel ist es, den Einführungsprozess eines kommunalen Energiemanagements so einfach und erfolgreich wie möglich zu gestalten. Zudem können Kommunen mit Kom.EMS ihr bestehendes Energiemanagement optimieren: Es bringt Struktur in die tägliche Arbeit und bietet Hilfestellungen, wenn Zuständigkeiten, etwa für einen energiesparenden Heizungsbetrieb, nicht klar geregelt sind. Um dauerhafte Energieeinsparungen zu erzielen, bezieht das Online-Tool von Beginn an alle relevanten Verwaltungsebenen und Instrumente mit ein.

Das bundesweit einmalige Instrument haben die vier Landesenergieagenturen aus Baden-Württemberg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen entwickelt. Die Nutzung von Kom.EMS ist für Kommunen in Baden-Württemberg kostenfrei.

Zur Kom.EMS-Plattform

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Zum 20. Mal: Herbstforum Altbau bündelt Energiewissen mit Expertenaustausch

Foto: Zukunft Altbau

Fast 500 Teilnehmende informierten sich auf der jährlich stattfindenden Branchentagung „Herbstforum Altbau“ über aktuelle Entwicklungen im Bereich der energetischen Gebäudesanierung und vernetzten sich untereinander. Neben Energieberatern und Bauexperten kamen dabei auch Vertreter aus Verbänden, Kammern, Politik und Verwaltung zusammen.

In zahlreichen Vorträgen und einer begleitenden Fachausstellung erfuhren die Experten Neuigkeiten aus Energieeffizienz, Gebäudesanierung und Energiepolitik. Im Fokus standen dabei der notwendige, klimafreundliche Wandel in Wohn- und Baukultur, die Effizienz von Wärmepumpen und die Erneuerung von Heizungsanlagen. Auch der fachliche und persönliche Austausch mit Referenten und Experten wurde rege gepflegt.

Der Termin für das 21. Herbstforum Altbau steht bereits fest: Am 27. November 2019 lädt Zukunft Altbau erneut alle Interessierten nach Stuttgart ein. Merken Sie sich den Termin am besten schon heute vor.

Zur Nachlese 

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Erfolgsgeschichten aus dem Ländle: Neue Broschüre erschienen

Die neue Broschüre „Klimaschutz-Plus Erfolgsgeschichten“, die Mitte November erschienen ist, zeigt typische investive Projekte in Baden-Württemberg aus zwölf Programmjahren der Landesförderung Klimaschutz Plus. Die KEA war maßgeblich an der Erstellung der Broschüre beteiligt. Diese macht vor allem die Vielfalt des Förderprogramms deutlich, das verschiedene Maßnahmen und Gebäudetypen unterschiedlicher Träger in allen Regionen des Landes umfasst. Als Vorzeigeprojekte stellt die Broschüre Klimaschutz-Beispiele aus Leimen, Vöhrenbach, Geislingen, Pforzheim, Bad Waldsee, Laufenburg, Rottenburg am Neckar, Baiersbronn, Ostfildern, Aalen, Bingen und Bietigheim vor.

Seit inzwischen 16 Jahren unterstützt das vom Umweltministerium Baden-Württemberg getragene Förderprogramm Klimaschutz-Plus investive Maßnahmen zur energetischen Sanierung von Nichtwohngebäuden sowie flankierende Aktivitäten. Zu den geförderten Vorhaben gehören beispielsweise die energetische Sanierung von Schulen, Kindergärten, kirchlichen Gemeindezentren und Vereinsheimen oder der Einbau von Blockheizkraftwerken in Hotels und Freibädern. Auf Dauer angelegte, systematische Klimaschutz-Aktivitäten wie die Einführung eines Energiemanagements oder einer Informations- und Beratungsstruktur zu Klimaschutz und Klimawandel fallen ebenfalls hierunter.

Zum PDF-Download der Broschüre
Beratung und Unterstützung durch die KEA

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Leitstern Energieeffizienz: Gewinner des Wettbewerbs gekürt

Foto: Umweltministerium Baden-Württemberg

Mit dem Leitstern Energieeffizienz zeichnet das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg seit 2014 Stadt- und Landkreise für besonderes Energieeffizienz-Engagement aus. Bei der Bewertung untersucht das Ministerium, welche Maßnahmen die Kreise derzeit umsetzen und welche Erfolge sie bereits verbuchen konnten. Nach einer „Verschnaufpause“ im Jahr 2017, die für Erfahrungsaustausche genutzt wurde, hat das Umweltministerium des Landes den Wettbewerb in diesem Jahr erneut ausgeschrieben. Er erreichte mit 28 von insgesamt 44 Kreisen einen neuen Teilnahmerekord. Das Ranking und die detaillierten Auswertungen liefern den Kreisen wertvolle Erkenntnisse für weitere erfolgversprechende Aktivitäten.

Die Gewinner des diesjährigen Leitsterns Energieeffizienz sind: Kreis Göppingen (Platz 1), Kreis Ravensburg (Platz 2), Kreis Rottweil (Platz 3), Landkreis Schwäbisch Hall (Sonderpreis „Indikatorenergebnis“), Hohenlohekreis (Sonderpreis „Bester Aufsteiger“), Stadtkreis Karlsruhe (Sonderpreis „Effiziente Wärmemaßnahmen“), Stadtkreis Heidelberg (Sonderpreis für das kooperative Projekt „Masterplan Green City“ mit den Städten Mannheim und Ludwigshafen) und Landkreis Calw (Sonderpreis „Nachhaltiger Tourismus“). Ihre Auszeichnung erhielten alle Preisträger am 21. November im Neuen Schloss in Stuttgart. Die KEA war in der Jury vertreten und unterstützt das mit der Abwicklung des Wettbewerbs beauftragte Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW).

Alle Kreise sind dazu aufgerufen, sich in der nächsten Runde zu bewerben. Sie wird voraussichtlich 2020 stattfinden.

Zum Leitstern Energieeffizienz

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Erfolgreiche Veranstaltungen zur Kraft-Wärme-Kopplung in der Wohnungswirtschaft

Foto: KEA/Anna Schuricht

Mit einer landesweiten Kampagne informiert das Kompetenzzentrum KWK derzeit Unternehmen der Wohnungswirtschaft in Baden-Württemberg darüber, wie sie sich mit der Kraft-Wärme-Kopplung für die Energieversorgung der Zukunft gut aufstellen können. Im diesem Rahmen fanden in den vergangenen Wochen drei „klimaschutz_konkret“-Veranstaltungen in Baden-Württemberg statt: in Böblingen, Donaueschingen und Ravensburg. Neben Basisinformationen zur KWK erklärten Experten dabei auch rechtliche Grundlagen und zeigten Praxisbeispiele auf.

In Baden-Württemberg gibt es etwa 65.000 größere Wohngebäude, die sich für den Einsatz von besonders effizienten Blockheizkraftwerken (BHKW) eignen. Ob alleinstehend oder im Quartier –viele dieser Gebäude werden noch mit konventionellen Heizkesseln versorgt, die ausschließlich Wärme liefern. BHKWs erzeugen dagegen elektrischen Strom und Wärme gleichzeitig. Die Kopplung von Kraft und Wärme (KWK) ist eine besonders klimafreundliche und wirtschaftlich interessante Option. Dies gilt gleichermaßen für den Neubau und für die Sanierung von Mietwohngebäuden.

Veranstaltungsunterlagen und weitere Informationen gibt es auf der Website des Kompetenzzentrums KWK. Dort finden Sie auch künftige Veranstaltungstermine der klimaschutz_konkret-Reihe sowie interessante Webinare

Ihr Ansprechpartner: Florian Anders, florian.anders(at)kea-bw.de

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Contracting leicht gemacht: neuer Leitfaden für Kommunen

Wie kann eine Kommune ihren Gebäudebestand energetisch sanieren, ohne selbst tief in die Tasche greifen zu müssen? Ausführliche Antworten zu allen Fragen rund um Energiespar-Contracting finden Interessierte in einer auf kommunale Entscheider zugeschnittenen, kostenlosen Praxishilfe: Das Kompetenzzentrum Contracting sowie die Mitglieder des Begleitkreises und der Contracting-Verbände haben gemeinsam den Leitfaden „Energiespar-Contracting für kommunale Gebäude“ entwickelt.

Der kostenfreie Contracting-Leitfaden erklärt die relevanten Fakten rund um die Energie-Dienstleistung in drei Teilen: Im ersten Teil bringt er Entscheidungsträgern Energiespar-Contracting als Lösung für die Gebäudemodernisierung näher. Im zweiten Abschnitt erhalten die zuständigen Mitarbeiter in den Kommunen wichtiges Detailwissen und umfassende Anleitungen für ihre Arbeit. Teil drei hinterfragt schließlich verbreitete Meinungen zu Contracting.

Der Leitfaden richtet sich an Bürgermeister, Bauamtsleiter und Stadt-, Gemeinde- und Kreisräte sowie an Mitarbeiter der Bauverwaltung. Auch Entwickler und Begleiter von Contracting-Projekten wie Architekten, Fachingenieure oder Energieberater finden in der Praxishilfe reichlich Futter für ihre Arbeit.

Zum Download des Leitfadens
Die für Contracting-Projekte notwendigen Verfahrens- und Vertragsunterlagen stehen ebenfalls auf der Website des Kompetenzzentrums Contracting bereit.
Ihre Ansprechpartner: contracting(at)kea-bw.de

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Contracting-Preis BW 2018 geht an vier zukunftsorientierte Wohnungsbauprojekte

Foto: triolog/Jürgen Leuchtner

Zusammen mit der BFW Landesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen Baden-Württemberg hat das Kompetenzzentrum Contracting zum zweiten Mal den Contracting-Preis Baden-Württemberg vergeben. Die Auszeichnung prämiert überdurchschnittlich energieeffiziente Wohnbauten in Baden-Württemberg, die mit Energie-Contracting entstanden sind.

Gewinner des diesjährigen Contracting-Preises BW ist die ZEAG Energie AG, die eine komplexe, zukunftsfähige Energieversorgung für das Quartier Neckarbogen in Heilbronn umgesetzt hat. Auf Platz zwei und drei kamen Projekte aus Konstanz und Kehl. Die Heidelberger Energiegenossenschaft HEG erhielt den Sonderpreis „Sanierung“. Der baden-württembergische Umweltstaatssekretär Dr. Andre Baumann übergab die Preisurkunden bei der Verleihung am 15. November in Stuttgart. Schirmherr der Auszeichnung ist Umweltminister Franz Untersteller.

Gesucht wurden herausragende Neubau- und Sanierungsprojekte, bei denen mittels Contracting überdurchschnittliche Energie-, Umwelt- oder Nachhaltigkeitsstandards umgesetzt wurden. Ziel der Auszeichnung ist es, intelligente Energieprojekte in der Wohnungswirtschaft bekannter zu machen.

Mehr zu den Preisträgern
Ihr Ansprechpartner: Rüdiger Lohse, ruediger.lohse(at)kea-bw.de

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Es tourt weiter: Das Sanierung(s)Mobil von Zukunft Altbau

Foto: Zukunft Altbau

Eine energetische Sanierung kann den Energieverbrauch eines Gebäudes im Einzelfall um bis zu 90 Prozent reduzieren. Sie erhöht nicht nur den Wohnkomfort, sondern führt auch zu dauerhaften Einsparungen bei den Kosten für Heizung und Strom. Über alle Vorteile einer energetischen Gebäudesanierung klärt das Sanierung(s)Mobil von Zukunft Altbau auf. Auf 65 Quadratmetern veranschaulicht der rollende Pavillon die wichtigsten Energietechniken für zukunftsfähige Altbauten. Kommunen, Banken, Energieagenturen, Verbände und andere regionale Akteure können den Ausstellungsanhänger für ihre Events rund um Klimaschutz, Nachhaltigkeit und ganzheitliche Gebäudesanierung nutzen. In diesem Jahr hat der Pavillon unter anderem in Ulm, Haslach, Emmendingen und Weinheim Halt gemacht. Schirmherr des Sanierung(s)Mobils Baden-Württemberg ist Umweltminister Franz Untersteller.

Nach einer erfolgreichen Tour durch das Ländle 2018 steht das Sanierung(s)Mobil auch im nächsten Jahr für Veranstaltungen in ganz Baden-Württemberg zur Verfügung. Termine für die Tour 2019 können ab sofort online gebucht oder unverbindlich reserviert werden. Eine frühzeitige Reservierung des Wunschtermins lohnt sich – das Jahr 2018 war praktisch ausgebucht.

Ihre Ansprechpartnerin: Susann Quasdorf-Kirchberg, susann.quasdorf-kirchberg(at)zukunftaltbau.de

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Der neue Leitfaden für kommunales Energiemanagement ist da

Das Kompetenzzentrum Energiemanagement hat den neuen Leitfaden für kommunales Energiemanagement (KEM) für alle Akteure des Energiemanagements in der kommunalen Verwaltung geschrieben. Als praktische Hilfe zeigt er die wichtigsten Herausforderungen und entwickelt nützliche Lösungsvorschläge für konkrete Prozessphasen.Zum einen beschreibt der KEM-Leitfaden den idealtypischen, zeitlichen Ablauf der Einführung eines kommunalen Energiemanagements. Zum anderen beleuchtet er alle relevanten Arbeitsschritte, wie die Beschaffung einer Software. Der Leitfaden hilft auch dabei, das Energiemanagement als kommunale Aufgabe zu verstetigen. Dies ist Voraussetzung für einen langfristigen Energieeinsparerfolg. Der KEM-Leitfaden ist zudem Teil des neuen Online-Werkzeugs Kom.EMS (siehe oben).

Interessierte können den gedruckten Leitfaden in Einzelexemplaren unter info(at)kea-bw.de kostenfrei anfordern.
Ihr Ansprechpartner: Claus Greiser, claus.greiser(at)kea-bw.de

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Sanierungsvorbehalte und wie sie sich entkräften lassen

Foto: Zukunft Altbau

Ältere Immobilien haben oft einen zu hohen Energieverbrauch und einen unzeitgemäß niedrigen Wohnkomfort. Neue Heizungen, gedämmte Gebäudehüllen und erneuerbare Energien können hier Abhilfe schaffen. Doch bezweifeln noch immer viele Immobilieneigentümer die Wirksamkeit von energetischen Sanierungen. Fälschlicherweise, wie Experten immer wieder betonen. Stichhaltige Gegenargumente zu den gängigsten Zweifeln gegenüber energetischen Sanierungen bietet jetzt ein neues Merkblatt von Zukunft Altbau.

Das Merkblatt Vorbehalte von Zukunft Altbau fasst die wichtigsten Fakten kompakt zusammen und bietet Gebäudeeigentümern wertvolle Informationen und Beratern eine praktische Hilfestellung für Kundengespräche rund um die Finanzierung und Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen. Das erworbene Wissen hilft, Zweifel gegenüber energetischen Gebäudesanierungen zu beseitigen. Zudem soll es dazu beitragen, die Sanierungsrate in Deutschland auf ein Niveau zu heben, das geringere Energiekosten, einen höheren Wohnkomfort und die Erreichung der Klimaziele ermöglicht. Weitere Informationen bieten auch das Merkblatt Wärmedämmung und der Sanierungsleitfaden von Zukunft Altbau.

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Tagung Nahwärme kompakt: aktuelles Wärmenetz-Wissen für Fachleute

Foto: KEA/AMX-Studio

Die Veranstaltung beleuchtete am ersten Tag die Umsetzung von Wärmenetzprojekten und den derzeitigen Stand der Wärmewende in Baden-Württemberg. So wurden seit Februar 2016 bereits 40 Projekte mit acht Millionen Euro aus der Landesförderung Energieeffiziente Wärmenetze unterstützt. Die Unterstützung kann zusätzlich zur Bundesförderung in Anspruch genommen werden. Trotz der Zunahme von Wärmenetzen sei ein Großteil des Potenzials, vor allem zur Nutzung von Abwärme, noch nicht ausgeschöpft, so die Experten. Dabei beschäftigten sie sich auch mit der Frage, ob dänische Wärmegenossenschaften, dem Vorreiter in Sachen Wärmenetze, mit ihrem hohen Anteil an solarer Wärme ein Vorbild für Deutschland sein können.

Der zweite Tag der Veranstaltung war als Workshop über die zukünftige Entwicklung von Wärmenetzen als Teil intelligenter Energiesysteme konzipiert. Er befasste sich dabei schwerpunktmäßig mit Netzen der vierten Generation, die einen hohen Anteil erneuerbarer Energien nutzen und nur wenig Wärme verlieren. Auch die Verwendungsmöglichkeiten industrieller Abwärme kamen zur Sprache. Die Veranstaltung des Kompetenzzentrums Wärmenetze ist Bestandteil des Deutsch-Dänischen Dialogs Wärmenetze.

Alle Vorträge als PDF-Download
Mehr zum Deutsch-Dänischen Dialog Wärmenetze BW
Ihr Ansprechpartner: Helmut Böhnisch, helmut.boehnisch(at)kea-bw.de

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Kongress Energieautonome Kommune: Wir sind Kooperationspartner

Am 7. und 8. Februar 2019 findet in Freiburg parallel zur Messe Gebäude.Energie.Technik (GETEC) bereits zum achten Mal der Kongress Energieautonome Kommunen statt. Das Programm bietet Praxisforen und Vertiefungsworkshops zu sechs Themen, die für die Umsetzung der Energiewende auf kommunaler Ebene besonders bedeutsam sind. Hierzu zählen unter anderem die Effizienzwende, die Mobilitätswende, die Stromwende und die Wärmewende.

Der Kongress steht ganz im Zeichen der praktischen Umsetzung und der Beschleunigung der Energiewende. Den Programmschwerpunkt bildet das Thema „Klimagerechte Stadtentwicklung“. Hierfür bietet die Veranstaltung ein neues Kongressformat an, das noch mehr Kontakt, mehr Vernetzung und mehr fachlichen Austausch zwischen Referenten, Teilnehmenden und Fachausstellern ermöglicht. Die KEA freut sich, die Veranstaltung als Kooperationspartner offiziell zu unterstützen.

Zur Kongress-Website

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Klimaschutzgipfel GCAS: KEA-Chef mit Delegation aus Baden-Württemberg in Kalifornien

Fotos: Umweltministerium Baden-Württemberg

Beim Klimagipfel in San Franzisco im September waren über 5.000 Delegierte aus 103 Ländern zusammengekommen, um ihr Wissen für den Klimaschutz zu bündeln. Regierungsvertretungen, Bürgermeister, Unternehmen und Organisationen tauschten sich aus und schmiedeten gemeinsam Pläne. Auch eine hochkarätige Delegation aus Baden-Württemberg war dabei, angeführt von Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Umweltminister Franz Untersteller.

KEA-Geschäftsführer Dr. Volker Kienzlen organisierte und leitete eine Veranstaltung zum Thema kommunaler Klimaschutz. Sein Resümee: „Ich war beeindruckt, wie emotional sich solch eine riesige Konferenz ausrichten lässt, ohne ihre Seriosität einzubüßen. Und es war beruhigend zu sehen, dass der Klimaschutz in den USA bei weitem nicht zum Erliegen gekommen ist – wie man vermuten könnte.“ Zahlreiche Schauspieler und andere Prominente unterstützten die Veranstaltung.


Ergebnisse des GCAS
International Conference on Climate Action, 22. und 23. Mai 2019 in Heidelberg

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Kleine und mittlere Kommunen: Erfahrungsaustausch für Effizienzdienstleister

Für Anbieter von Contracting-Lösungen aus kleinen und mittleren Betrieben (KMU), darunter auch Energiegenossenschaften, hat das Kompetenzzentrum Contracting das erste „Austauschforum Contracting4KMU“ durchgeführt.  Es fand am 13. November in Stuttgart statt.

Nach Vorträgen über das Kompetenzzentrum, möglichen Finanzierungsinstrumenten und innovativen Geschäftsmodellen wie dem sogenannten Satelliten- und Aufzugs-Contracting fanden sich die rund 20 Teilnehmenden in Arbeitsgruppen zusammen. Dabei beschäftigten sie sich mit Mieterstrommodellen, Beleuchtungs-Contracting und weiteren spezifischen Geschäftsmodellen, mit Fernüberwachungssystemen, Angeboten für kleine Liegenschaften sowie Förderung und Finanzierung. Nach intensiven Diskussionen erarbeiteten die Teilnehmenden jeweils konkrete Vorschläge – von Qualifizierung über Marktstudien bis hin zu Coaching und einer Hotline für juristische Fragen. Das Kompetenzzentrum Contracting wird diese Vorschläge weiter verfolgen.

Die Teilnehmer schätzten den Austausch auf Augenhöhe und sprachen sich dafür aus, die Zusammenkunft 2019 zu wiederholen. Auch erste Kooperationen kamen bereits zustande. Weitere Anbieter sind willkommen.

Zum Veranstaltungsrückblick
Informationen über die Kampagne C4KMU
Ihre Ansprechpartnerin: Konstanze Stein, konstanze.stein@kea-bw.de

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Best-Practice-Kommune: Öhningen

Foto: Gemeinde Öhningen

Am Südhang des Schienerberges, unmittelbar an der Schweizer Grenze, liegt die Gemeinde Öhningen im Landkreis Konstanz. Rund 3.700 Einwohner leben hier und schätzen die hohe Lebensqualität in der kleinen Gemeinde  am Übergang des Bodensees in den Rhein. Öhningen ist aber nicht nur wegen seines historischen Ortskerns, sondern insbesondere auch wegen seines hohen Klimaschutz-Engagements ein attraktiver Standort: Bereits vor 15 Jahren begann man mit energetischen Sanierungsmaßnahmen an denkmalgeschützten Gebäuden (z.B. Rathaus und Augustiner-Chorherrenstift), die einen Großteil des Ortskerns ausmachen.

In der Folgezeit wurden weitere, nicht-denkmalgeschützte kommunale Gebäude energetisch ertüchtigt und umgebaut. Deren Dachflächen können nun größtenteils für die Stromerzeugung mit Photovoltaik genutzt werden. In diesem Zusammenhang ist zudem der von der Gemeinde Öhningen finanziell geförderte Ausbau privat betriebener Photovoltaikanlagen im Zeitraum von 2002 bis 2007 hervorzuheben, also zu einer Zeit, als Photovoltaik noch längst nicht so wirtschaftlich rentabel betrieben werden konnte, wie es heute der Fall ist.

Darüber hinaus wird derzeit parallel zu den objektbezogenen Maßnahmen die örtliche Straßenbeleuchtung im Zuge eines kommunalen Investitionsprogramms des Bundes mit modernster Leucht- und Lampentechnik ausgerüstet. Auch mit dieser Maßnahme geht Öhningen in Sachen Klimaschutz und Energieeffizienz voran, indem es eine möglichst umweltschonende, energiesparende und effiziente Beleuchtung garantiert. Mit der schrittweisen Umstellung auf zunächst Energiesparleuchten und hiernach auf LED wurden die Wattzahlen von ursprünglich 70 bis 140 Watt je Leuchtkörper auf 8,5 bis 21 Watt reduziert. Lediglich 21 Leuchten, die derzeit im Einsatz sind, müssen noch auf LED umgerüstet werden, um das Projekt abzuschließen.

Bau eines eigenen Nahwärmenetzes
Aktuell laufen nun die ersten Ausschreibungen für den Aufbau eines Nahwärmenetzes in Öhningen. Seinen Ursprung fand das Nahwärme-Projekt in einem energetischen Quartierskonzept, das seit 2012 in der Gemeinde vorangetrieben wird. Von 2012 bis 2014 hat der Gemeinderat Öhningens ein energetisches Quartierskonzept für den größtenteils unter Denkmalschutz stehenden Ortskern entwickeln lassen. Laut dem Öhninger Bürgermeister Andreas Schmidt sei es das Ziel gewesen, die CO2-Bilanz zu senken und so viele Haushalte wie möglich mit regenerativer und regionaler Energie zu versorgen (SÜDKURIER 22.11.2016). Im Rahmen des Quartierskonzepts wurde aufgezeigt, dass ein Fokus auf die Einrichtung eines Nahwärmenetzes sowie auf die Nutzung von regenerativen Energieträgern gelegt werden kann. In Zusammenarbeit mit Fachleuten der LBBW Immobilien Kommunalentwicklung und der Stadtwerke Konstanz wurde im Rahmen einer Studie ermittelt, dass Öhningen mit dem Anschluss an ein Nahwärmenetz den CO2-Ausstoß um bis zu 35 Prozent verringern und eine größere Unabhängigkeit gegenüber fossiler Energieträger und deren Preisentwicklungen erlangen könnte.
 
Im Zuge des vom baden-württembergischen Umweltministerium ausgelobten Wettbewerbs „Klimaschutz mit System“ wurde Öhningen im Jahr 2016 ein Zuschuss für den Aufbau eines Nahwärmenetzes in der historischen Ortsmitte zugesagt. Mit der Zusage öffentlicher Finanzmittel begann man das Projekt Nahwärmeversorgung zu konkretisieren. Hierbei wurden zwei Konzepte, eine sogenannte „kleine“ und „große“ Lösung, entwickelt. Während die „kleine“ Lösung vorsah, dass die Wärmeerzeugung über zwei Blockheizkraftwerke und einen Gaskessel erfolgt, soll bei der „großen“ Lösung die Anlage neben dem Blockheizkraftwerk  zusätzlich mit einer Hackschnitzelheizung bedient werden. Nachdem man sich aus betriebswirtschaftlichen Erwägungen zunächst für die „kleine“ Lösung entschieden hatte, wird nun letztlich doch die „große“ Lösung umgesetzt.

In den kommenden Monaten wird nun ein Nahwärmenetz mit einer Netzlänge von insgesamt 1.400 Meter aufgebaut. Betrieben wird die Anlage, wie oben beschrieben, durch ein Blockheizkraftwerk und einer Hackschnitzelheizung. Hierdurch sollen voraussichtlich 20 Objekte, darunter die Klostergebäude und kommunalen Gebäude, versorgt werden. Öhningens Haupt- und Bauamtsleiter Uwe Hirt hebt bei dem Aufbau des Nahwärmenetzes explizit die Hackschnitzelanlage hervor. Die Hackschnitzelheizung soll mit dem Restholz der gemeindlichen Waldflächen betrieben werden, da die Gemeinde Öhningen über umfangreiche Waldflächen verfügt. Der kalkulierte Jahresbedarf an Hackschnitzeln wird voraussichtlich vollständig durch das im Gemeindewald anfallende Restholz gedeckt werden können, das somit zur Energieerzeugung genutzt wird anstatt im Wald einfach zu verrotten. Das Blockheizkraftwerk, das Heizenergie und Strom aus Gas erzeugt, wird den Stromverbrauch der gemeindlichen Liegenschaften, wie Rathaus, Stiftsgebäude, Vereinsheim und Schule im Stromverbund nicht nur abdecken, sondern darüber hinaus weiteren erzeugten Strom in das Netz einspeisen. Mit dem Nahwärmenetz erwartet man  eine CO2-Reduktion von 62 Prozent in den versorgten Liegenschaften.

Ökologische Vorteile überwiegen wirtschaftliche Nachteile
Die Gesamtkosten des Projekts werden auf 1,95 Mio. Euro kalkuliert, wovon die Gemeinde einen Eigenanteil von 1,24 Mio. Euro zu tragen hat. Um marktfähige Wärmepreise generieren zu können, werden keine größeren Gewinne erzielt. Somit ist die umgesetzte Lösung mit der größten CO2-Einsparung zwar am ökologisch sinnvollsten, zugleich aber auch am unwirtschaftlichsten. Herr Hirt betont aber, dass für den Gemeinderat ausschließlich ökologische Erwägungen und eine geringe Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen (insbesondere vom Gas und Öl der Weltmärkte) entscheidungsleitend gewesen seien. Somit wurden die ökologischen Vorteile der „Großen Lösung“ letztlich höher gewichtet als deren wirtschaftlich schlechtere Bilanz.

Nähere Informationen:
Gemeinde Öhningen - Ihr Ansprechpartner: Haupt- und Bauamtsleiter der Gemeinde Öhningen, Uwe Hirt
Energetisches Quartierskonzept  
Südkurier-Artikel 2018 und 2016

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Vorgemerkt – KEA- und Zukunft-Altbau-Veranstaltungen im Überblick

Hier haben wir für Sie alle wichtigen KEA- und Zukunft-Altbau-Veranstaltungen bis März 2019 zusammengefasst. Übrigens: Unseren Veranstaltungskalender finden Sie auch immer hier.

Energiemanagement kommunaler Gebäude; innovative Finanzierungsmöglichkeiten von Einsparmaßnahmen (Contracting)
11. Januar 2019, Webinar/online

Die Bedeutung von Wärmenetzen für die Energiewende; Kraft-Wärme-Kopplung
18. Januar 2019, Webinar/online

klimaschutz_konkret: Energieversorgung der Wohnungswirtschaft - Von Heizkostenabrechnung bis Kraft-Wärme-Kopplung
24. Januar 2019, Radolfzell

Der Beitrag der Straßenraumgestaltung für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung
25. Januar 2019, Webinar/online

Einweihungsfeier Contracting-Projekt Seelbach
01. Februar 2019, Seelbach

eea-Preisverleihung der 2018 ausgezeichneten Kommunen (nur mit Einladung)
18. Februar 2019, Tübingen

Eröffnungsfeier Contracting-Projekt Bruchsal
13. März 2019, Bruchsal

Förderprogramme für kommunale Klimaschutzmaßnahmen
14. März 2019, Stuttgart

Vorschau: International Conference on Climate Action (ICCA2019)
22. und 23. Mai 2019, Heidelberg

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Impressum
KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH | Kaiserstraße 94a | 76133 Karlsruhe
Tel. 0721 984 71-0 | Fax. 0721 984 71-20 | keanewsletter@kea-bw.de

Vertretungsberechtigter Geschäftsführer: Dr.-Ing. Volker Kienzlen
Vorsitzender des Aufsichtsrats: Ministerialdirigent Karl Greißing
Registergericht Mannheim | Registernummer: Abt. B 107275
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß § 27a UStG.: DE168303058

Redaktion
Ursula Rubenbauer | Viktoria Menhart | Dr.-Ing. Volker Kienzlen

Fotos/Logos
Wenn nicht anders gekennzeichnet: KEA GmbH

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