ANGEBOTE

Machbarkeitsstudien

THEMEN

Machbarkeit der Nahwärme-Konzepte

Nachfolgend finden Sie ausgewählte Studien im Bereich Wärmenetze. Sie wurden von der Landesenergieagentur KEA durchgeführt und stehen stellvertretend für zahlreiche Untersuchungen, die landesweit zu diesem wichtigen Thema existieren. Die gezeigten Nahwärme-Konzepte wurden alle realisiert.

Bioenergiedorf Bittelbronn

Machbarkeitsstudie zum geplanten Bioenergiedorf im Teilort Bittelbronn der Stadt Haigerloch

Ausgangssituation

Die Idee, die Wärmeversorgung von Bittelbronn auf heimische Bioenergie umzustellen und zusätzlich Strom zu erzeugen enstand innerhalb der örtlichen LEADER-Gruppe. Um die Machbarkeit der Nahwärmeversorgung mit Biogasanlage und Holzheizwerk unter den lokalen Randbedingungen zu untersuchen, erhielt die KEA den Auftrag zur Durchführung einer Machbarkeitsstudie. Analysiert wurden insgesamt vier technische Varianten, von denen zwei durch Klärschlammtrocknung mit Überschusswärme aus der Biogasanlage während des Sommerhalbjahres gekennzeichnet sind. Ergänzend wurde für die Heizzentrale ein Standort am Ortsrand sowie an der Biogasanlage 500 m entfernt vom Ort betrachtet    

Empfohlene Maßnahmen

  • Bau der Biogasanlage und der Heizzentrale an einem Standort

  • Bau einer Wärmetransportleitung bis zum Ortsrand

  • Realisierung der Klärschlammtrocknung

  • Höherer Nahwärmeabsatz durch geringeren Einsatz von Holzeinzelöfen

Kenndaten

  • Trassenlänge der Hauptleitungen zur Versorgung des gesamten Ortes: 3,3 km

  • Mittlere Hausanschlusslänge: 15.0 m

  • Hoher Stromertrag und geringer Wärmeüberschuss bei Klärschlammtrocknung

  • Gesamtinvestition je nach Variante zwischen 4,1 und 5,5 Mio. € 

Bearbeitungszeit

12/2009 – 07/2010

Realisation 

Bioenergie Bittelbronn eG
Thorsten Hellstern
Schwarzwaldstraße 2
72401 Haigerloch
thorsten.hellstern@gmx.net


Nahwärmeversorgung in Dotternhausen

Wirtschaftlichkeitsanalyse für die Nahwärmeversorgung Dotternhausen

Ausgangssituation

In Dotternhausen (Zollern-Alb-Kreis), das u. a. durch sein großes Zementwerk bekannt ist, wird von der Fa. Juwi ein Holzheizkraftwerk mit ORC-Technik betrieben. Ein Großteil der Wärmeproduktion soll im neu errichteten Pelletierwerk zur Trocknung genutzt werden. Zusätzlich ist vorgesehen, den kleineren Teil der verfügbaren Wärme in ein Nahwärmenetz zur Gebäudeheizung einzuspeisen. Die Gemeinde Dotternhausen hat für den Bau und den Betrieb des Nahwärmenetzes einen Eigenbetrieb gegründet. Im ersten Bauabschnitt, dessen Inbetriebnahme bereits im Herbst 2012 geplant ist, ist der Anschluss der meisten öffentlichen Gebäude sowie weiterer rund 80 bis 100 Wohnhäuser geplant.  

Empfohlene Maßnahmen

  • Optimierung der Schnittstelle zwischen HKW und Nahwärme entscheidend

  • Größe des Pufferspeichers abhängig von der Lieferung hoher Leistungen

  • Verwendung von Doppelrohren mit verstärkter Dämmung für das Netz

  • Höherer Nahwärmeabsatz durch geringeren Einsatz von Holzeinzelöfen

Kenndaten

  • Abstand vom Heizkraftwerk bis zu den ersten Wärmekunden ca. 700 m

  • Länge der Hauptleitungen inkl. Transportleitung rund 3.200 m

  • Relativ große mittlere Hausanschlusslänge von 17,3 m

  • Gesamtinvestition je nach Variante zwischen 2,8 und 3,0 Mio. €

Bearbeitungszeit

11/2011 – 02/2012

Projektdurchführung

Gemeinde Dotternhausen
Bürgermeisterin Monique Adrian
Hauptraße 21
72359 Dotternhausen
Tel: (07427) 9405-11
adrian@dotternhausen.de


Nahwärmekonzept in Bandenau

Nahwärmekonzept für das Neubaugebiet „Baldenau“ in Rastatt

Problemstellung 

Aufgabenstellung dieser Studie war, für das bereits im Gebiet Rastatt-Nord betrachtete Neubaugebiet ein eigenes Nahwärmekonzept auszuarbeiten, das nur die Neubauten umfasst. Auf der Grundlage des aktuellen Bebauungsplans erfolgte die Wärmebedarfsberechnung sowie die Auslegung und Dimensionierung des Nahwärmenetzes. Als technische Varianten zur Wärmeerzeugung wurden ein Biomethan-BHKW sowie ein Holzheizwerk mit Hackschnitzel- und Pelletkessel untersucht.    

Empfohlene Maßnahmen 

  • Entscheidung für ein Holzheizwerk (Hackschnitzel) mit Erdgas-BHKW

  • Beim Bau des Nahwärmenetzes Netzkosten so weit wie möglich reduzieren

  • Optimierte Hausanschlüsse für Reihenhauszeilen vorsehen

Kenndaten

  • Die niedrigsten Wärmepreise wären mit einem Biomethan-BHKW möglich, sofern die Stromvergütung nach EEG 2012 erfolgt. 

  • Aufgrund der neu festgelegten Vergütungssätze im Rahmen der EEG-Novelle 2014 wird das Biomethan-BHKW in Zukunft jedoch unwirtschaftlich. 

  • Als unter diesen Umständen beste Lösung stellte sich ein Holzheizwerk mit Hackschnitzelkessel und kleinem Erdgas-BHKW heraus.

Bearbeitungszeit 

04/2014 - 07/2014

Projektrealisation 

star.Energiewerke Rastatt
Michael Koch
Markgrafenstraße 7
76437 Rastatt
Tel. (07222) 773-340
m.koch@star-energiewerke.de


  • Kontakt

    Sie haben Fragen zu den Machbarkeitsstudien im Bereich Wärmenetze? Dann sprechen Sie uns an.

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