THEMEN

Bundesförderung für Energieeffizienz in der Wirtschaft - Kredit (295)

Ansprechstellen

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), KfW Förderbank

Internet

Kfw 295

Antragsteller

gewerbliche und kommunale Unternehmen (keine Eigenbetriebe), Contractoren, Freiberufler, Landwirte (nur Modul 2)

Förderungen

Maßnahmen, welche die Strom- oder Wärme­effizienz deutlich erhöhen und damit zur Senkung des Energie­verbrauchs beitragen in vier Modulen:
1. Querschnittstechnologien: Ersatz und Neuanschaffung hocheffizienter Aggregate, u.a. Elektromotoren und Antriebe, Pumpen, Ventilatoren und Dämmung
2. Prozesswärme aus erneuerbaren Energien: Solarkollektoren, Biomasseanlagen, Wärmepumpen, jeweils inkl. von Systemeinbindung und Messeinrichtungen
3. Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, Sensorik und Energiemanagement-Software (hier inkl. Schulungskosten)
4. Energiebezogene Optimierung von Anlagen und Prozessen: bei Abwärmenutzung auch die Einspeisung in Wärmenetze inklusive der
Verbindungsleitungen und eine Verstromung von Abwärme (z. B. Organic Rankine Cycle-Technologie (ORC)

Förderhöhe

Zinsgünstige Darlehen in Höhe von bis zu 25 Mio. € und max. 100 % der förderfähigen Investitionen; zzgl. von Tilgungszuschüssen von bis zu 40 % (Module 1, 3 und 4) bzw. 55 % (Modul 2)

Voraussetzungen

- Geförderte Investitionsmaßnahmen müssen auf dem Gebiet der BRD durchgeführt werden
- Nach Inbetriebnahme mindestens 3 Jahre zweckentsprechender Betrieb
- Veräußerung innerhalb dieses Zeitraums nur wenn Weiterbetrieb der geförderten Maßnahme nachgewiesen wird
- Eine Veräußerung oder Stilllegung der geförderten Investition bzw. des Gebäudes (auch Abriss), mit dem die geförderte Investition im Sinne von § 94 Absatz 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs fest verbunden ist, ist innerhalb dieses Zeitraumes der KfW unverzüglich anzuzeigen
- Technische Mindestanforderungen für Module 1-3; siehe jeweils Anlage zu Merkblättern

Modul 3:
-  Unternehmen verfügt über zertifiziertes Energie-oder Umweltmanagementsystem nach DIN ENISO 50001 oder Eco-Management and Audit Scheme bzw. befindet sich im Zertifizierungsprozess
- Für KMU genügt auch der Nachweis eines alternativen Systems nach Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung

Modul 4:

- Amortisationszeit des gesamten Vorhabens muss ohne Inanspruchnahme einer Förderung insgesamt mehr als 2 Jahre betragen
- Siehe Anlage zu Merkblatt "Energiebezogene Optimierung von Anlagen und Prozessen"
- Erstellung eines Einsparkonzepts auf Basis eines verbindlichen Musters durch einen Energieberater
- Der Energieberater muss vom BAFA für das Förderprogramm "Energieberatung im Mittelstand" zugelassen sein.
- Der Energieberater kann die Umsetzung der Maßnahme begleiten, darf diese aber nicht selbst technisch umsetzen.
- Unternehmesinterne Erstellung des Einsparkonzepts, wenn Unternehmen über ein nach DIN EN ISO 50001 oder Eco-Management and Audit Scheme zertifiziertes Energie- oder Umweltmanagementsystem verfügt

Fristen

keine Fristen (Geltungsdauer: 31.12.2022)