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KEA-BW im SWR: So lassen sich Solarparks ökologisch aufwerten

Bild: KEA-BW / Tamara Fischer

Wie können Freiflächen-Photovoltaikanlagen nicht nur erneuerbaren Strom erzeugen, sondern gleichzeitig Lebensräume für Tiere und Pflanzen schaffen? Das war das Thema der aktuellen Ausgabe der SWR-Sendung „KlimaZeit“. Als Expertin für Freiflächen-Photovoltaik kam Tamara Fischer, Fachreferentin für Erneuerbare Energien mit dem Schwerpunkt Photovoltaik, für die KEA-BW in dem Beitrag zu Wort.

Sie erläutert gemeinsam mit Pia Schmidt vom Dialogforum Energiewende und Naturschutz, wie Solarparks sich naturverträglich gestalten und ökologisch aufwerten lassen. Dafür waren sie vor Ort im Solarparks Engstingen-Haid, der als Vorzeigeprojekt gilt, wenn es darum geht, Klimaschutz und Artenschutz bestmöglich miteinander zu verbinden.

Freiflächen-PV-Anlage Engstingen-Haid als Praxisbeispiel
Die von den Stadtwerken Tübingen betriebene Freiflächen-Photovoltaikanlage versorgt rechnerisch rund 750 Vier-Personen-Haushalte mit erneuerbarem Strom. Heute ist die Anlage zugleich Lebensraum für zahlreiche heimische Pflanzen- und Tierarten. Besonders bemerkenswert: Die Fläche war nicht von Anfang an so naturnah, wie sie heute ist. Durch gezielte Maßnahmen nach der Inbetriebnahme konnte die biologische Vielfalt schrittweise erhöht werden. Das Beispiel zeigt, dass sich auch bestehende Solarparks nachträglich ökologisch aufwerten lassen.

Biodiversität lässt sich oft mit einfachen Mitteln fördern
Im SWR-Beitrag macht Tamara Fischer deutlich, dass Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt nicht zwangsläufig aufwendig oder kostenintensiv sein müssen. Bereits niedrigschwellige Ansätze können einen wichtigen Beitrag leisten. Dazu zählen Nistmöglichkeiten für Vögel und Insekten, die Beweidung mit Schafen, Blühflächen als Nahrungsquelle für Bestäuber oder Kleingewässer für Amphibien und andere Tierarten. 

Solarpark Engstingen-Haid beheimatet heute mehr Arten als zuvor
Dass diese Maßnahmen erfolgreich sein können, zeigt der Solarpark Engstingen-Haid eindrucksvoll: Heute werden dort mehr Arten nachgewiesen als vor der Errichtung der Anlage. Damit ist der Standort ein gelungenes Beispiel dafür, wie die Energiewende und der Schutz der biologischen Vielfalt gemeinsam vorangebracht werden können.

Den Beitrag in der SWR-Sendung „KlimaZeit“ finden Sie in der ARD-Mediathek (ab Minute 05:52).