Eine strukturierte und systematische Vorgehensweise ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor bei der Umsetzung von kommunalen Klimaschutzmaßnahmen. Die wichtigsten Vorteile sind:
- Systematische Bestandsaufnahme und Transparenz der kommunalen Klimaschutzarbeit für Politik und Verwaltung
- Auswahl, Priorisierung und Umsetzung konkreter Klimaschutzmaßnahmen
- Synergieeffekte durch ressort-übergreifende Zusammenarbeit
- Begleitung durch fachkundige Beratende bzw. Klimacoaches aus den regionalen Energie- und Klimaschutzagenturen oder anderen Beratungsunternehmen
- Gute Beispiele und interkommunaler Erfahrungsaustausch
- Standortmarketing, Kommunikation der Erfolge im Klimaschutz
- Vorbildfunktion und Vergleichbarkeit im Land und ggf. bundes- und europaweit
In dieser Rubrik geben wir Ihnen einen Überblick über bestehende Instrumente, die Sie dabei unterstützen, den kommunalen Klimaschutz wirksam und effektiv voranzutreiben. Gerne beraten wir Sie, damit Sie das geeignete System für Ihre Kommune identifizieren können.
Alle Systeme auf einen Blick
In unserer Übersicht finden Sie eine detaillierte Darstellung der aktuell in Baden-Württemberg verfügbaren Klimaschutzmanagement-Systeme.
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Übersicht zu den aktuellen Klimaschutzmanagement-Systemen
Angaben unter Vorbehalt: Teile der Managementsysteme sind noch in Entwicklung; Stand der Informationen: Juli 2026
Kriterium
Zukunftskommune
Klimakommune
Variante - "Light": Vorstufe von “prozessorientiert
auf Maßnahmen-Basis“Prozessorientiert
auf Maßnahmen-BasisErgebnisorientiert Website www.zukunftskommune.info www.klimakommune.de www.klimakommune.de www.klimakommune.de Trägerschaft Verband rea BW e.V. (Verband der regionalen Energie- und Klimaschutzagenturen Baden-Württemberg) Verein Klimakommune Deutschland e.V. (Mitglieder: Kommunen, rEAs und Beratungsunternehmen/ Dienstleister) Verein Klimakommune Deutschland e.V. (Mitglieder: Kommunen, rEAs und Beratungsunternehmen/ Dienstleister) Verein Klimakommune Deutschland e.V. (Mitglieder: Kommunen, rEAs und Beratungsunternehmen/ Dienstleister) Weitere Beteiligte Landeskompetenzstelle (KEA-BW); regionale Energie- und Klimaschutzagenturen (rEAs);
Beratungsunternehmen/Dienstleister (in Planung)Bundesgeschäftsstelle Klimakommune (dena); Landeskompetenzstelle (KEA-BW); regionale Energie- und Klimaschutzagenturen (rEAs); Beratungsunternehmen/Dienstleister Bundesgeschäftsstelle Klimakommune (dena); Landeskompetenzstelle (KEA-BW); regionale Energie- und Klimaschutzagenturen (rEAs); Beratungsunternehmen/Dienstleister Bundesgeschäftsstelle Klimakommune (dena); Landeskompetenzstelle (KEA-BW); regionale Energie- und Klimaschutzagenturen (rEAs); Beratungsunternehmen/Dienstleister Ausrichtung / Fokus Baden-Württembergisches Tool: orientiert an, bspw. Energieverbrauchserfassung § 18 KlimaG BW, Klimapakt Vorstufe der deutschen Variante des europäischen eea (Klimakommune prozessorientiert) deutsche Variante des europäischen eea; bundesweite und europaweite Vergleichbarkeit bundesweite Vergleichbarkeit Hauptzielgruppe kleinere und mittlere Kommunen; Landkreise kleinere und mittlere Kommunen; Landkreise mittlere bis große Kommunen; Landkreise mittlere bis große Kommunen; Landkreise Systematik / Prozess zyklischer Managementprozess basierend auf Maßnahmen und Indikatoren zyklischer Managementprozess basierend auf Maßnahmen und Indikatoren (aufbauend auf den Core-Measures des europäischen European Energy Award (eea)) zyklischer Managementprozess basierend auf Maßnahmen und Indikatoren (aufbauend auf den Core-Measures des europäischen European Energy Award (eea)) zyklischer Managementprozess; Bewertung anhand der Reduktion von Treibhausgas-Emissionen (THG) / Absenkpfad Themenfelder Klimaschutz alle relevanten Themenfelder der treibhausgasneutralen Verwaltung und der Gesamtkommune alle relevanten Themenfeldern treibhausgasneutrale Verwaltung und der Gesamtkommune alle relevanten Themenfelder der treibhausgasneutralen Verwaltung und der Gesamtkommune treibhausgasneutrale Verwaltung optional, Fokus auf alle relevanten Themenfelder der treibhausgasneutralen Gesamtkommune Klimaanpassung integriert? ja in Vorbereitung, ab 1.1.2027 verfügbar in Vorbereitung, ab 1.1.2027 verfügbar je nach externem Software-Tool möglich, aber nicht in Bewertung integriert Werkzeuge Excel-Tabelle mit Dropdown oder freier Texteingabe und Animationen,
Überführung in online-Tool (in Planung)online Software-Tool des europäischen eea (Europäisches Management Tool = EMT 2.0), neue Programmierung seit März 2025, Daten aller ehemaligen eea Kommunen von vor März 2025 im EMT 2.0 bereits vorhanden Online Software-Tool des europäischen eea (Europäisches Management Tool = EMT 2.0), neue Programmierung seit März 2025, Daten aller ehemaligen eea Kommunen von vor März 2025 im EMT 2.0 bereits vorhanden Anforderungsprofil für externes Software-Tool wird gerade ausgearbeitet, Nutzung von einem digitalen Tool wie z.B. Ark Climate, ClimateView und Kausal oder ähnlichen ist vorgesehen Dashboard (für externes Reporting) vorhanden, Einbindung in Kommunen-Homepage möglich Dashboard aus Klimakommune ergebnisorientiert kann kostenpflichtig dazugebucht werden Dashboard aus Klimakommune ergebnisorientiert kann kostenpflichtig dazugebucht werden als Modul bei dem verwendeten externen Software-Tool verfügbar (ggf. zusätzliche Lizenzkosten) Externer Berater erforderlich? ja ja: „Klima-Coach" ja: „Klima-Coach" ja: „Klima-Coach" Einbindung Gremien (Gemeinderat oder Kreistag) in Maßnahmenplanung? ja ja ja ja Zyklus frei wählbar frei wählbar vordefiniert (4 Jahre) vordefiniert (4 Jahre) Audits nein nein verpflichtendes externes Audit durch bundesweit tätige Auditierende.
optional: für höchste Auszeichnung auf europäischer Ebene (Gold) zusätzliches europäisches Auditverpflichtendes externes Audit durch bundesweit tätige Auditierende Bewertungsgrundlage Bewertung anhand von Indikatoren,
nachrichtlich Umsetzungsgrad der Maßnahmen in Prozent (es können individuell regionale Maßnahmen ergänzt werden, daher keine vollständige Vergleichbarkeit)überschlägige, stufenweise Bewertung anhand des Fortschritts bei der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen und Abschätzung von Indikatoren
(0% / 25% / 50% / 75% / 100%)
Bewertung anhand des Fortschritts bei der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen und Berechnung von Indikatoren;
Bewertung der Standards und des Umsetzungsgrads erfolgt stufenlos in %; ab Erfüllung von 75 % der „Core Measures" der Vorgaben des europäischen eea ist ein Gold-Audit möglichbei Erfüllung der Zulassungskriterien erfolgt die Bewertung ausschließlich anhand der Einhaltung des von der Kommune selbst festgelegten Absenkpfades anhand der THG-Bilanz nach BISKO-Standard Vernetzungstreffen mit anderen Kommunen ja ja ja ja Auszeichnung / Label nein nein Label "Klimagemeinde, Klimastadt, Klimalandkreis" mit 1-5 Sternen je nach Zielerreichung Label "Klimagemeinde, Klimastadt, Klimalandkreis" mit 1-5 Pluszeichen je nach Zielerreichung Würdigungsveranstaltung geplant geplant geplant geplant Förderung des Landes durch Klimaschutz Plus (KS+) Teil 2 (Fördertatbestand 2.5)
Achtung: kein vorzeitiger Maßnahmenbeginn
die externe Beratungsleistung ist förderfähig (KS+)
• maximal 12 Arbeitstage eines Beraters in 24 Monaten
• mindestens 7 Arbeitstage eines Beraters in 24 Monaten (Konvoi-Bildung möglich)
• 75% des Tagessatzes, max. 750 € (brutto)
• maximale Fördersumme 750 x 12 = 9.000 € (brutto) über 2 Jahre
(Für ehemalige eea Kommunen max. 10 Tage förderfähig)
weitere Infos zur Förderung von der L-Banknoch offen
die externe Beratungsleistung ist förderfähig (KS+)
• maximal 16 Arbeitstage eines Beraters in 24 Monaten
• mindestens 7 Arbeitstage eines Beraters in 24 Monaten (Konvoi-Bildung möglich)
• 75% des Tagessatzes, max. 750 € (brutto)
• maximale Fördersumme 750 x 16 = 12.000 € (brutto) über 2 Jahre
(Für ehemalige eea Kommunen max. 14 Tage förderfähig)
weitere Infos zur Förderung von der L-Bankdie externe Beratungsleistung ist förderfähig (KS+)
• maximal 16 Arbeitstage eines Beraters in 24 Monaten
• mindestens 7 Arbeitstage eines Beraters in 24 Monaten (Konvoi-Bildung möglich)
• 75% des Tagessatzes, max. 750 € (brutto)
• maximale Fördersumme 750 x 16 = 12.000 € (brutto) über 2 Jahre
(Für ehemalige eea Kommunen max. 14 Tage förderfähig)
weitere Infos zur Förderung von der L-BankKosten externe Beratung p.a. Beratung nach Bedarf und Budget.
Bsp.: bei 1.000 € Tagessatz und 5 Arbeitstagen Beratung: 5.000 €Beratung nach Bedarf und Budget.
Bsp.: bei 1.000 € Tagessatz und 5 Arbeitstagen Beratung: 5.000 €Beratung nach Bedarf und Budget.
Bsp.: bei 1.000 € Tagessatz und 5 Arbeitstagen Beratung: 5.000 €Beratung nach Bedarf und Budget.
Bsp.: bei 1.000 € Tagessatz und 5 Arbeitstagen Beratung: 5.000 €Jahresbeitrag für Nutzung bzw. Lizenz Klimaschutz-System < 5.000 EW: 400 € (netto)
> 5.000 EW: 800 € (netto)
Kreise: 1.000 €
(Abrechnung über die Beratenden)für Mitglieder von 500 € (netto; < 5.000 EW) bis 5.500 € (netto; > 500.000 EW)
(Abrechnung über die Beratenden)
für Mitglieder von 500 € (netto; < 5.000 EW) bis 5.500 € (netto; > 500.000 EW)
(Abrechnung über die Beratenden)
noch in Klärung
(Abrechnung über die Beratenden)
Kosten Software p.a. in Jahresbeitrag enthalten in Jahresbeitrag enthalten in Jahresbeitrag enthalten Lizenzkosten für Zusatzsoftware noch unbekannt. Verhandlungen laufen noch.
Schätzung 3.000 € netto p.a.Kosten externe/r Auditor/in - - fallen nur alle 4 Jahre an, Schätzung 2-3 Tagessätze á ca. 1.000 € (netto)/ Tag plus Reiskosten
Für die Auditierung können 3.000 € Landesförderung beantragt werden (Achtung: kein vorzeitiger Maßnahmenbeginn)
fallen nur alle 4 Jahre an, Schätzung 2-3 Tagessätze á 1.000 € netto/ Tag plus Reisekosten
Für die Auditierung können 3.000 € Landesförderung beantragt werden. (Achtung: kein vorzeitiger Maßnahmenbeginn)
Schätzung Gesamtkosten netto p.a. (vor Förderung, ohne externes Audit) je nach Größe der Kommune
< 5.000 EW: 400 € (netto) + Beratenden-Tage
< 50.000 EW: 800 € (netto) + Beratenden-Tageje nach Größe der Kommune
< 5.000 EW: 500 € (netto) + Beratenden-Tage
< 50.000 EW: 1.500 € (netto) + Beratenden-Tageje nach Größe der Kommune
< 5.000 EW: 500 € (netto) + Beratenden-Tage
< 50.000 EW: 1.500 € (netto) + Beratenden-Tagenoch in Klärung
Zukunftskommune
In Baden-Württemberg steht seit 2025 das System „Zukunftskommune“ zur Verfügung. Dieser pragmatische Ansatz für den Einstieg in den systematischen, kommunalen Klimaschutz eignet sich besonders für kleine und mittlere Kommunen, die mehr im Klimaschutz tun wollen als bisher. Die Zukunftskommune wurde von den regionalen Energie- und Klimaschutzagenturen in Baden-Württemberg praxisorientiert entwickelt und bereits in einigen Pilot-Kommunen eingeführt. Bei diesem Konzept können Sie auf die externe Beratung durch die regionalen Energie- und Klimaschutzagenturen zählen.
Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des rEA BW, der die Zukunftskommune für die Agenturen im Land verwaltet.
Klimakommune Deutschland
Der bundesweite Verein „Klimakommune Deutschland e.V.“ wurde im Dezember 2025 gegründet. Ziel des Vereins ist es, Kommunen in ganz Deutschland bei der systematischen Umsetzung von Energie- und Klimaschutzmaßnahmen zu unterstützen. Das Programm knüpft an die international anerkannten Standards des European Energy Award an und führt die Label “Klimastadt, Klimagemeinde und Klimalandkreis” in Deutschland ein. Damit wird ein einheitlicher, qualitätsgesicherter Rahmen für kommunalen Klimaschutz geschaffen. Sie profitieren dabei von der externen, fachlich zertifizierten Beratung durch die regionalen Energie- und Klimaschutzagenturen oder sonstigen Dienstleistern. So erhalten Sie ein leistungsfähiges Gesamtprogramm, das durch seinen Managementprozess Orientierung schafft und eine verlässliche Umsetzung wirkungsvoller Klimaschutzmaßnahmen ermöglicht.
Mehr Infos finden Sie unter diesem Link.
Digitale Werkzeuge für den Klimaschutz
In den letzten Jahren hat sich ein sehr vielfältiges Angebot digitaler Werkzeuge für den kommunalen Klimaschutz entwickelt. Ebenso vielfältig sind die Anforderungen von Kommunen an diese Werkzeuge. In unserem Wissensportal stellen wir eine Übersicht zur Verfügung, um Ihnen die Suche nach dem für sie passenden Hilfsmittel zu erleichtern.
European Energy Award (bis Ende 2025)
Der European Energy Award (eea) ist ein europaweites Qualitätsmanagementsystem, das Energie- und Klimaschutzaktivitäten einer Kommune erfasst, bewertet, steuert und regelmäßig überprüft. Es ist ein etabliertes Programm mit mehr als 30 Jahren Erfahrung und dem Einsatz in über 1.800 teilnehmenden Kommunen.
Baden-Württemberg führte das Programm im Jahr 2006 ein. Bis Ende 2025 wurden rund 150 Städte, Gemeinden und Landkreise mit dem European Energy Award (eea) zertifiziert. Im Auftrag des Landesumweltministeriums führte die KEA-BW die Landesgeschäftsstelle des eea. Das deutsche Programm in seiner bisherigen Form wurde durch den privaten Träger zum Ende 2025 bundesweit eingestellt.
Die bisherigen Aktivitäten haben den kommunalen Klimaschutz in Baden-Württemberg maßgeblich und nachhaltig vorangebracht. Die etablierten Werkzeuge, Strukturen und Prozesse und besonders die fachkundige Begleitung durch die Beratenden, in der Regel Mitarbeitenden der regionalen Energie- und Klimaschutzagenturen, waren hier wesentliche Erfolgsfaktoren. Es wurden viele Maßnahmen umgesetzt und auch als Best Practice-Beispiele für andere Kommunen aufbereitet. Eine Übersicht finden Sie auf unserer interaktiven Karte “Klimaschutzland Baden-Württemberg”.
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Kontakt
Sandra Frorath-Koster
Tel.: 0721 98471 55 -
Förderung
Das Förderprogramm Klimaschutz-Plus Teil 2 ist am 1. Februar 2026 neu gestartet. Über den Förderbaustein „Qualitätsmanagementverfahren mit Klimaschutzbezug“ werden Beratungsleistungen für Kommunen durch qualifizierte externe Fachleute gefördert.
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Save-the-Date
Online-Infotermin für Kommunen zu Klimaschutzmanagement-Systemen am 30.09.2026 von ca. 10-12 Uhr (Nähere Infos in Kürze)
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Rückblick
Kommunalen Klimaschutz wirksam und effektiv vorantreiben: Überblick über aktuelle Angebote und Instrumente. Infoveranstaltung am 24.03.2026 im Rahmen der Reihe “klimaschutz_konkret online”
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Übersicht zu den aktuellen Klimaschutzmanagement-Systemen
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Zukunftskommune
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Klimakommune
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Digitale Werkzeuge
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eea-Preisträger bis 2025
Eine Übersicht finden Sie auf unserer interaktiven Karte “Klimaschutzland Baden-Württemberg”.