17.600 Energieberatungen für Wohngebäude in Baden-Württemberg durch regionale Klimaschutz- und Energieagenturen und Verbraucherzentrale Baden-Württemberg
- 2025 gab es 17.600 Energieberatungen durch regionale Klimaschutz- und Energieagenturen und die Verbraucherzentrale BW in Baden-Württemberg.
- Die Kooperation ermöglicht Hauseigentümerinnen und Hauseigentümern eine unkomplizierte Energieberatung vor Ort und in Beratungsstellen.
- Gleichzeitig wird die Bundesförderung für effiziente Gebäude im Land intensiv genutzt. Pro Person fließen mehr Fördermittel in den Südwesten als in andere Bundesländer. Die KEA-BW veröffentlicht die Zahlen per Online-Dashboard.
In Baden-Württemberg trägt die Zusammenarbeit der regionalen Energie- und Klimaschutzagenturen sowie der Verbraucherzentrale dazu bei, dass eine qualifizierte Gebäudeenergieberatung flächendeckend möglich ist. Dies wird immer reger genutzt: 2025 haben 17.600 Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer eine solche Beratung in Anspruch genommen – fast dreimal so viel wie vor zehn Jahren. Darauf weist die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW) hin. Die positive Entwicklung schlägt sich auch auf die Fördersummen für die energetische Sanierung von Gebäuden nieder. In den Jahren 2023 und 2024 flossen pro Person mehr Bundesfördermittel in den Südwesten als in andere Bundesländer – 60 Prozent mehr bei energetischen Einzelmaßnahmen, 30 Prozent mehr bei der Sanierung zum Effizienzhaus. Diese und weitere Zahlen zum kommunalen Klimaschutz hat die KEA-BW in einem fortlaufend aktualisierten Online-Dashboard veröffentlicht: www.kea-bw.de/statusbericht-kommunaler-klimaschutz.
Energieberatungen sind ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu mehr Klimaschutz im Gebäudesektor. Wer sich nach einer energetischen Beratung für eine Sanierung entscheidet, erhält über die Bundesförderung für effiziente Wohngebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM) bis zu 80 Prozent Förderung. Das Förderprogramm bezuschusst unter anderem Dämmmaßnahmen, neue Heizungen sowie die Errichtung, den Umbau und die Erweiterung eines Gebäudenetzes.
Baden-Württemberg zeigt schon seit Jahren ein hohes Niveau, was die Nutzung von Energieberatungen betrifft. Die Zahl ist in der Vergangenheit kontinuierlich gewachsen. Im Jahr 2015 absolvierten die regionalen Energie- und Klimaschutzagenturen sowie die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg zusammen 6.200 Beratungen. Im Jahr 2025 stieg der Wert auf fast das Dreifache. Nur in den Jahren 2021 bis 2024 gab es mit 18.500 bis 26.000 Beratungen eine noch höhere Nachfrage. Der wahrscheinliche Grund für das Absinken nach 2024: Die wieder abgeflaute Energiekrise infolge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine.
Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg bietet verschiedene Energieberatungen an, von denen einige kostenlos in Anspruch genommen werden können. Die regionalen Energie- und Klimaschutzagenturen führen, neben Erstberatungen in Kooperation mit der Verbraucherzentrale, auch weiterführende Energieberatungen durch. Energieberaterinnen und Energieberater bieten diese Dienstleistung ebenfalls an.
Hohe Fördersummen für den Südwesten
Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) wird in Baden-Württemberg besonders intensiv genutzt. Bezogen auf die Einwohnerzahl liegen sowohl die Bewilligungszahlen als auch die Fördersummen in allen drei Förderbereichen über dem bundesweiten Vergleichswert. Besonders deutlich ist der Vorsprung bei den energetischen Einzelmaßnahmen wie dem Heizungstausch: Auf eine Million Einwohnerinnen und Einwohner entfielen in Baden-Württemberg in den Jahren 2023 und 2024 zusammen 16.127 Auszahlungen gegenüber 11.732 in den übrigen Bundesländern. Bei den ausgezahlten Fördersummen liegen die Einzelmaßnahmen mit 233 Euro je Einwohnerin und Einwohner ebenfalls deutlich über dem Vergleichswert von 147 Euro. Das unterstreicht die hohe Sanierungsaktivität und die große Bedeutung der BEG für die Wärmewende im Südwesten.
In den Landkreisen Waldshut und Rottweil war die Fördersumme für Einzelmaßnahmen pro Einwohnenden zwischen 2021 und 2024 am größten. Die Landkreise Freudenstadt, Calw und der Hohenlohekreis folgen auf den Plätzen drei bis fünf. Der Programmteil wird in den Stadtkreisen weniger intensiv genutzt als in den Landkreisen. Der wahrscheinliche Grund liegt in der Eigentumsstruktur: In Städten gibt es weniger Gebäude im Eigenbesitz der Bewohnenden und mehr Mehrparteienhäuser. Eine energetische Sanierung ist hier oftmals schwieriger durchzusetzen.
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Dashboard zum kommunalen Klimaschutz in Baden-Württemberg
Eine Fülle an Daten und Fakten zum Stand der Klimaschutzaktivitäten in Baden-Württemberg liefert das Dashboard kommunaler Klimaschutz der KEA-BW. Aktuelle Informationen gibt es zu kommunalen Klimaschutzstrategien, kommunalem Energiemanagement, Wärmeversorgungsstrategien, Wärmenetzen und vielem mehr.
Mehr dazu auf www.kea-bw.de/statusbericht-kommunaler-klimaschutz
Direkt zur Rubrik „Gebäude gesamt“: www.kea-bw.de/kommunaler-klimaschutz/wissensportal/statusbericht-kommunaler-klimaschutz/gebaeude-gesamt
