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Innovationspreis Klima und Umwelt für Onlineportal Kom.EMS

Von links: Claus Greiser, Leiter Kompetenzzentrum Energiemanagement und Dr-Ing. Volker Kienzlen, Geschäftsführer KEA-BW

Das von der KEA-BW initiierte kostenlose Onlineportal Kom.EMS dient der dauerhaften energetischen Optimierung kommunaler Liegenschaften. Am 26. März 2020 hat das Bundesumweltministerium das Werkzeug mit dem Innovationspreis in der Kategorie „Prozessinnovation für den Klimaschutz“ ausgezeichnet. Ein Youtube-Video dazu finden Sie hier.

Landkreise und Kommunen sollen heute Vorbild sein in Sachen Klimaschutz und Energiemanagement. Doch viele Verwaltungen tun sich schwer damit, die für sie passenden Maßnahmen zu identifizieren und auf den Weg zu bringen. Deshalb brachte die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH (KEA-BW) vor rund eineinhalb Jahren das interaktive Onlineportal Kom.EMS auf den Weg. Daran beteiligt waren drei weitere Landesenergieagenturen. Der digitale Leitfaden unterstützt kommunale Verwaltungen beim Aufbau und bei der kontinuierlichen Verbesserung eines systematischen Energiemanagements.

Am 26. März kürte das Bundesumweltministerium das praxiserprobte System zum Sieger des Innovationspreises Klima und Umwelt in der Kategorie „Prozessinnovation für den Klimaschutz“. Die  höchste Klimaschutz-Instanz in Deutschland verleiht diese Auszeichnung jährlich. „Für Kom.EMS ist das wie ein Ritterschlag“, freut sich Claus Greiser, Leiter des kommunalen Energiemanagements der KEA-BW. „Der Preis ist eine Bestätigung für uns – aber auch ein Ansporn.“

Auch kleine Kommunen können einsteigen

Kom.EMS bietet die Gewähr dafür, dass noch viel mehr Kommunen  mit modernem und effizientem Energiemanagement ihre Gebäude sparsam und umweltschonend betreiben können. Durch den klaren, übersichtlichen Aufbau des Portals sowie die zahlreichen Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Arbeitshilfen ist Kom.EMS eine enorme Hilfe, wenn es darum geht, Energiemanagement zeiteffizient und zielgerichtet einzuführen. Dies gilt insbesondere für kleine Kommunen und entsprechend schlanke Verwaltungen.

„Je weniger personelle Ressourcen da sind, desto eher wird das Thema Energiemanagement in den Hintergrund gedrängt. Und das, obwohl die meisten Gemeinden heute bereits wissen, wie wichtig das Thema ist“, so Greiser. Kom.EMS ist gerade kleineren Kommunen nützlich: Viele der Kommunen, die dieses Werkzeug heute nutzen, haben weniger als 10.000 Einwohner. Genauso können größere Verwaltungen von den Vorteilen von Kom.EMS profitieren. In Baden-Württemberg tun dies bereits 45 Städte und Gemeinden. Weitere 35 führen ein kommunales Energiemanagement zusammen mit dem Kompetenzzentrum Energiemanagement der KEA-BW mit Hilfe von Kom.EMS ein. Auch die regionalen Energieagenturen unterstützen sie.

Leichter arbeiten und Qualität verbessern

Mit Kom.EMS wird ein allgemeingültiger, messbarer Standard festgelegt und detailliert beschrieben. Das Online-Werkzeug ermöglicht zudem eine länderübergreifende Evaluation, die Rückschlüsse auf die Wirksamkeit von Förderprogrammen und anderen Angeboten zulässt.

„Das sind für die künftige Fort- und Weiterentwicklung von kommunalem Klimaschutz wichtige Informationen“, erläutert Greiser. Er verweist außerdem darauf, dass das Onlineportal mit all seinen Inhalten den Kommunen in Baden-Württemberg kostenfrei zur Verfügung steht. „Wir hoffen, dass der Innovationspreis noch mehr Verwaltungen überzeugt, sich mit Kom.EMS ein modernes Energiemanagements aufzubauen oder das aktuelle fortzuentwickeln.“