Besonders Jugendliche sind auf einen bezahlbaren und verlässlichen ÖPNV sowie eine sichere Infrastruktur angewiesen. Auch deshalb startete der Landesjugendbeirat Baden-Württemberg am 29. Januar 2026 gemeinsam mit dem Jugendrat für Klima und Nachhaltigkeit das neue Dialogformat „Jugend im Dialog". Erster Gesprächspartner war Verkehrsminister Winfried Hermann, mit dem die Jugendlichen über ihre Zukunftsperspektiven diskutierten.
Aktuelles
Landesjugendbeirat und Jugendrat für Klima und Nachhaltigkeit stellen Forderungen für sozial gerechte Mobilität
Mobilität ist eine besondere Voraussetzung für die Teilhabe von Jugendlichen
Grundlage der Diskussion ist ein Positionspapier, das die Forderungen von rund 5.000 Jugendlichen aus 70 Jugendkonferenzen im Schuljahr 2024/25 bündelt. Sie machen deutlich: Mobilität ist nicht nur eine Frage der Verkehrsmittel, sondern die Grundvoraussetzung für die Teilhabe von jungen Menschen – ob für den Schulweg, das Engagement im Alltag oder die Teilnahme an Freizeitaktivitäten.
Zentrale Forderungen der Jugendlichen:
- Bezahlbarer ÖPNV für alle: Das Jugendticket BW soll auf dem Preisniveau von Januar 2025 bleiben und langfristig zum 365-Euro-Ticket zurückkehren – denn Kosten dürfen keine Schwelle für Teilhabe sein
- Verlässliche Mobilität im ländlichen Raum: Sicherer und klimafreundlicher öffentlicher Nahverkehr, auch abends und am Wochenende
- Sichere Fahrradinfrastruktur: Ausreichend Fahrradabstellanlagen an Schulen, sichere Radwege und geschützte Kreuzungen
- Klimafreundliche Verkehrsangebote: Konsequente Förderung nachhaltiger Mobilitätsformen als zentrale Zukunftsaufgabe
Konstruktiver Dialog mit der Landespolitik
Minister Hermann ging ausführlich auf die Anliegen der Jugendlichen ein und stellte Förderprogramme vor, die die Mobilitätsbedürfnisse junger Menschen unterstützen – darunter die Förderung von Radabstellanlagen an Schulen und von On-Demand-Verkehren. Er verwies auch auf zentrale Herausforderungen, insbesondere die Haushaltslage der Kommunen und die langfristige Finanzierung des ÖPNV. Hermann unterstützt die Beteiligung junger Menschen ausdrücklich und zeigte sich offen für einen Mobilitätsbeirat im Verkehrsministerium.
Sozial gerechte Mobilität als Zukunftsaufgabe
Die Diskussion macht einmal mehr deutlich: Nachhaltige Mobilität und soziale Gerechtigkeit gehören zusammen. Gerade im ländlichen Raum sind junge Menschen ohne Auto auf verlässliche ÖPNV-Angebote angewiesen. Bezahlbare Tickets sind dabei ebenso wichtig wie sichere Fuß- und Radwege. Junge Menschen müssen an Planungsprozessen beteiligt werden, um bedarfsgerechte Mobilitätskonzepte zu entwickeln.
Jugendbeteiligung weiter stärken
„Jugend im Dialog" schafft einen offenen und wertschätzenden Raum für den Austausch zwischen jungen Menschen und der Landespolitik – niedrigschwellig, transparent und live gestreamt. Die nächsten Termine und alle Informationen zur Beteiligung sind online verfügbar.
Zum Videobeitrag auf YouTube:https://www.youtube.com/watch?v=Z0uJVaUAbJo
Zum Positionspapier des Landesjugendbeirats und zu weiteren Terminen von „Jugend im Dialog":
https://km.baden-wuerttemberg.de/de/jugend-sport/jugend/landesjugendbeirat
