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Umweltminister honoriert vorbildliches Energiemanagement

Wie erfolgreicher Klimaschutz aussieht, stellte sich in Heidelberg unter Beweis: Im Rahmen der International Conference on Climate Action (ICCA 2019) zeichnete Franz Untersteller MdL, Umweltminister des Landes Baden-Württemberg, vier Städte für ihr vorbildliches Energiemanagement aus. Die Preisträger Walldorf, Plochingen, Markdorf und der Landkreis Rottweil setzten unter der fachkundigen Beratung der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg das Online-Werkzeug Kom.EMS für eine systematische energetische Optimierung ein.

Kerstin Jana Kater

Preisverleihung bei der ICCA 2019

Die Uhr tickt. Das Wissen um die Dringlichkeit vereinte die knapp 1.000 internationalen Experten, die sich vom 22. bis 23. Mai 2019 in Heidelberg zur International Conference on Climate Action (ICCA) zur Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen berieten. Führungskräfte nationaler und subnationaler Regierungen, hochrangige Vertretungen internationaler Organisationen, Initiativen und Netzwerke folgten der Einladung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, des Landes Baden-Württemberg sowie der Stadt Heidelberg.

Kommunen gehen Klimaschutz konkret an

Im Rahmen dieser Veranstaltung zeichnete Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller MdL am 22.5. vier Kommunen für ihr vorbildliches Energiemanagement aus. Walldorf, Plochingen, Markdorf und der Landkreis Rottweil überzeugten mit ihrem durchdachten und langfristig angelegten Kommunalen Energiemanagement (KEM). Die Qualität ihres Energiemanagements wiesen die Preisträger mit Hilfe des Webtools Kom.EMS im Rahmen einer externen Prüfung nach. Dieses „Kommunale Energiemanagement-System“ ist eine gemeinsame Entwicklung der Landesenergieagenturen in Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg.

Starthelfer und Optimierungswerkzeug

„Mit dem Online-Werkzeug Kom.EMS erhalten kommunale Verwaltungen eine professionelle, praktisch anwendbare und kostenfreie Hilfestellung bei der Einführung oder Optimierung ihres Energiemanagements“, erklärt Claus Greiser. Als Leiter des KEA-Fachbereichs Kommunales Energiemanagement war er an der Entwicklung der Software beteiligt. „Das Tool begleitet Kommunen von Beginn an und bezieht alle für das Energiemanagement relevanten Verwaltungsebenen und Instrumente mit ein, um dauerhaft Energie zu sparen.“

Schritte zur Klimaneutralität

Mit Checklisten und einem digitalen Leitfaden bietet Kom.EMS ein kompaktes Informationspaket für den Aufbau des Energiemanagements. So schafft die Online-Plattform dort Strukturen, wo Zuständigkeiten, etwa für einen energiesparenden Heizungsbetrieb, nicht klar geregelt sind. Ein Wissensportal mit konkreten Arbeitshilfen wie z.B. Muster-Beschlussvorlagen oder einem Rechentool helfen bei der weiteren Umsetzung. Nicht zuletzt lässt sich mit Kom.EMS auch die Wirksamkeit von Förderprogrammen des Bundes oder der Länder überprüfen: Dazu reichen ein Blick auf die Einsparerfolge der teilnehmenden Verwaltungen und der Vergleich mit den geflossenen Fördergeldern. Kom.EMS steht allen Kommunen in Baden-Württemberg zur kostenlosen Nutzung frei, unter www.komems.de.

 

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  • Kommunales Energiemanagement (KEM) senkt die Energie- und Wasserkosten kommunaler Liegenschaften durch nichtinvestive Maßnahmen um 10 bis 20 Prozent, in Einzelfällen bis zu 30 Prozent.
  • Kommunen erhalten mit Kom.EMS eine fundierte Datenbasis für optimale Investitionsentscheidungen.
  • Ein erfolgreiches Energiemanagement-System erhöht die Akzeptanz bei politischen Vertretern, verbessert das Klima- und Energiebewusstsein der Verwaltung und der Bevölkerung und öffnet die Tür für weitere Energie- und Klimaaktivitäten der Kommune.

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