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Weltklimakonferenz: Der aktive Weg zum Klimaschutz führt durch die Kommune

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Globale Ziele lokal umsetzen: die KEA-BW informiert

Der aktive Weg zum Klimaschutz führt durch die Kommune

Noch bis zum 13. Dezember tagt die 25. Weltklimakonferenz mit mehr als 20.000 Delegierten in der spanischen Hauptstadt Madrid. Ein Konferenz-Fokus liegt auf der städtischen Infrastruktur. Denn wie UN-Generalsekretär António Guterres bereits im Vorfeld äußerte, werde sich der Kampf gegen den Klimawandel in den Städten entscheiden.

Bereits heute können Verwaltungen, unabhängig von ihrer Größe, täglich energieeffizient und somit klimafreundlich handeln: Auf kommunaler Ebene stellen sie entscheidende Weichen und bringen den Klimaschutz voran. Umfassende Unterstützung hierfür finden die Kommunen bei der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW).

Erste Selbsteinschätzung: Wo steht meine Kommune im Klimaschutz?

Mit ihrem Quick-Check gibt die Landesenergieagentur kleineren Kommunen ein einfaches Werkzeug an die Hand. Dieser liefert nach einer Selbsteinschätzung eine erste Standortbestimmung, mit der sich die Gemeindevertreter an das Kompetenzzentrum „Kommunaler Klimaschutz“ der KEA-BW wenden können. Dort erhält dann jede Kommune vom Experten-Team passgenaue Vorschläge für das weitere Vorgehen. Zudem erstellen die Fachleute einen Gemeinde-individuellen „Klimaschutz-Steckbrief“. Er listet eine Reihe wichtiger Kennzahlen der Kommune auf und enthält bereits eine einfache CO2-Bilanz.

Eine gute Orientierung: die vom Bund geförderte Fokusberatung

Für Kommunen, die jetzt systematisch Klimaschutz betreiben wollen, gibt es die Fokusberatung. Der Bund fördert sie im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative mit bis zu 65 Prozent, so dass meist weniger als 6.000 Euro Eigenanteil bleiben. Dafür lernen Kommunen konkrete Handlungsmöglichkeiten kennen, die kurzfristig umsetzbar sind. Betrachtet werden dabei die kommunalen Liegenschaften, die Energieerzeugung, die Verkehrsentwicklung und die Stadtplanung. Der Berater oder die Beraterin prüft auch, wie sich die Klimaschutzaktivitäten in der Kommune institutionell verankern lassen und was organisatorisch dafür nötig ist. Und sie oder er empfiehlt zudem die passenden Förderprogramme.

Zügig loslegen und profitieren

Solch ein gefördertes Angebot bringt häufig einen Prozess in Gang, an dessen Ende ein vollständiges Klimaschutz-Aktionsprogramm steht. Dessen Umsetzung unterstützen Bund und Land mit zahlreichen, eigens hierzu aufgelegten Förderprogrammen. Das Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz berät hierzu umfassend und gibt Umsetzungshilfen. Auch wenn Kommunen die Errichtung eines Wärmenetzes planen, ein Energiemanagement einführen oder ihre Liegenschaften energetische sanieren wollen: Die Kompetenzzentren der KEA-BW können auf einen Erfahrungsschatz ihrer Mitarbeiter aus 25 Jahren zurückgreifen.

Vorbild in Europa werden

Für Städte, Gemeinden und Landkreise, die ihre Energie- und Klimaschutzpolitik konsequent und prozessorientiert voranbringen wollen, ist der European Energy Award (eea) ideal. Grundlage des Programms ist ein Katalog mit rund 100 Einzelmaßnahmen in verschiedenen Handlungsfeldern. Die KEA-BW ist die Landesgeschäftsstelle und unterstützt Antragsteller in jeder Hinsicht. Schon bei 50 Prozent Umsetzungserfolg winkt die öffentlichkeitswirksame Auszeichnung. Der eea ist ein klares Signal: Die Verantwortlichen in den teilnehmenden Kommunen handeln bewusst zukunftsgerichtet und nachhaltig. Sie sind damit aktive Mitstreiter im Kampf gegen den Klimawandel – egal ob in großen Kommunen wie Tübingen oder Karlsruhe oder in Gemeinden wie Grünkraut und Ilsfeld.

https://www.kea-bw.de/kommunaler-klimaschutz

Kontakt: Harald Bieber, harald.bieber@kea-bw.de, 0721 98471-19