Vergangene Woche waren die KEA-BW und die Ortenauer Energieagentur gemeinsam mit Mitarbeitenden von Genehmigungsbehörden, regionalen Energieagenturen, Gemeinderäten und Vertreterinnen aus Kommunen im Schwarzwald unterwegs: Ziel war der Windpark Prechtaler Schanze bei Gutach und Hausach. Mit insgesamt neun Windenergieanlagen ist er der derzeit größte Windpark im Ortenaukreis. Vor Ort erhielten die Teilnehmenden spannende und praxisnahe Einblicke in den Betrieb der Anlagen. Ein besonderes Highlight war die Besichtigung einer Windenergieanlage von innen, die einen direkten Blick auf Technik und Dimensionen der Windenergienutzung ermöglichte.
Praxisnahe Einblicke in Genehmigung und Umsetzung von Windparks
Im fachlichen Mittelpunkt standen die Genehmigungsprozesse und die Herausforderungen bei der Erschließung und Zuwegung in Schutzgebieten. Vertreterinnen und Vertreter des Landratsamts Ortenaukreis, der unteren Naturschutzbehörde sowie des Amts für Waldwirtschaft erläuterten gemeinsam mit dem Betreiber E-Werk Mittelbaden die komplexen Abstimmungs- und Prüfverfahren.
Katharina Tränkle vom Landratsamt Ortenaukreis, Eva Frese von der zuständigen Naturschutzbehörde und Walter Voss vom Amt für Waldwirtschaft gaben dabei praxisnahe Einblicke in die behördliche Perspektive. Ergänzend berichteten Martin Wenz, Finanzvorstand beim E-Werk Mittelbaden, und Anthea Götz, verantwortlich für Öffentlichkeitsarbeit beim E-Werk Mittelbaden, aus Sicht des Anlagenbetreibers über Bau, Betrieb und die langfristige Ausrichtung des Projekts. Auch ein besonderer Vorfall im Projektverlauf wurde thematisiert: Eine Anlage war zwischenzeitlich havariert, konnte jedoch erfolgreich instandgesetzt und fertiggestellt werden.
Prechtaler Schanze leistet wichtigen Beitrag zur Energiewende in der Region
Der Windpark leistet einen wichtigen Beitrag zur Energiewende im Ortenaukreis. Die drei neuen Anlagen verfügen jeweils über eine Nennleistung von 4,2 Megawatt und erhöhen die regionale Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien deutlich. Die bestehenden Anlagen erbringen eine Leistung von jeweils 3 Megawatt. Neben den fachlichen Impulsen stand der Austausch zwischen den Teilnehmenden im Mittelpunkt. Die Exkursion bot Raum für Diskussionen, Fragen und praxisnahe Einordnungen der vor Ort gewonnenen Eindrücke.
Fazit: Hoher Praxisbezug und intensiver Austausch
Die Teilnehmenden zogen ein durchweg positives Fazit: Die Exkursion wurde als informativ, anschaulich und praxisnah bewertet. Auch das gute Wetter trug zu einer gelungenen Veranstaltung bei, die wichtige Einblicke in die Umsetzung von Windenergieprojekten in Baden-Württemberg vermittelte. Weitere Exkursionen sind geplant. Informieren Sie sich aktuell über den Veranstaltungskalender der KEA-BW.





