-
Kontakt
Bei Fragen zu Wärmenetzen helfen Ihnen Holger Hebisch und Bernd Riehle gerne weiter.
Entscheidungshilfe für Haus- und Wohnungseigentümer
Sie sind Wärmenetzbetreiber oder möchten es werden? Dann brauchen Sie gute Argumente für Ihre Kunden, sich Ihrem Wärmenetz anzuschließen. In unserem neuen Animationsvideo finden Sie Argumente und Vorteile für einen Anschluss an ein Wärmenetz. Zudem haben Sie die Möglichkeit, einzelne Videomodule herunterzuladen und diese für thematische Schwerpunkte zu nutzen.
Sie möchten darüber hinaus Ihren potenziellen Kundinnen und Kunden die folgenden Argumente bei der Akquise wortwörtlich an die Hand geben? Bestellen Sie unsere Broschüre "Anschluss an ein Wärmenetz" oder laden Sie sie als PDF herunter. Diese und weitere Publikationen finden Sie in der Seitenleiste.
Animationsvideo: Anschluss an ein Wärmenetz
Die einzelnen Argumente des Animationsvideos stehen auch als Videomodule zum Download zur Verfügung:
Modul 0: Einführung
Modul 1: Bequemlichkeit und Kostenersparnis
Modul 2a: Wirtschaftlichkeit und Kostenstabilität
Module 2b: Wärmepreisrechner
Modul 3: Gesetzeskonformität
Modul 4: Klimaschutz und Nachhaltigkeit
Modul 5: Genossenschaftliches Engagement
Modul 6: Nachhaltige Wertsteigerung
Modul 7: Versorgungssicherheit auch in der Zukunft
Modul 8: Saubere Luft im Quartier
Modul 9: Fazit und nächste Schritte
Für die Darstellung dieser Infografiken nutzen wir die Software von Datawrapper. Erst wenn Sie einen der „Aktivieren-Buttons“ klicken, werden die Grafiken geladen. Dabei willigen Sie ein, dass z. B. Ihre IP-Adresse an Datawrapper übertragen wird. Diese Einwilligung können Sie über Ihre Browsereinstellungen mit der Funktion „Cookies löschen“ widerrufen. Weitere Informationen finden Sie unter https://www.kea-bw.de/datenschutz und https://www.datawrapper.de/privacy.
In zahlreichen Kommunen in Baden-Württemberg gibt es bereits Wärmenetze. Die obere Grafik zeigt mit einer farblichen Markierung, wo sich diese befinden und liefert Informationen über die Anzahl der Wärmenetze sowie die Betreiber. Ausführlichere Informationen zu den jeweiligen Wärmenetzen erhalten Sie bei der entsprechenden regionalen Energieagentur.
Die zur Grafik dazugehörenden Datenliste kann über den Link unterhalb der Grafik als Tabelle heruntergeladen werden. Als Datenquellen wurden die Bescheinigungen z.B. für den Primärenergiefaktor des AGFW mit Stand November 2024 verwendet.
Die wichtigsten Argumente für den Anschluss an ein Wärmenetz
-
Hohe Versorgungssicherheit bei großer Flexibilität
Bei der Nutzung fossiler Brennstoffe im eigenen Keller besteht immer eine Abhängigkeit von wenigen, oft politisch instabilen Förderländern. Oft stehen in der Heizzentrale des Wärmenetzes verschiedene Wärmeerzeuger wie ein BHKW oder ein Holzhackschnitzelkessel. Auch große Solarthermieanlagen werden immer interessanter. Wärmenetzbetreiber können so den jeweils günstigsten Energieträger nutzen. Das lässt sich in keinem Heizungskeller erreichen. Auch werden Wärmespeicher umso günstiger, je größer sie werden. In einer Heizzentrale kann ein Wärmeerzeuger sehr viel kostengünstiger ersetzt oder ergänzt werden als in allen Heizräumen der Wärmekunden.
Etliche Wärmequellen, wie Holzfeuerungen oder die Nutzung von industrieller Abwärme, können nur im großen Maßstab genutzt werden. Damit kann aber oft kostengünstig und sauber Wärme bereitgestellt werden.
-
Mehr als nur Wärme erzeugen
In Blockheizkraftwerken erzeugt ein mit Erd- oder Biogas betriebener Motor Strom und gleichzeitig Wärme. Diese Wärme kann gespeichert werden, sodass das BHKW genau dann laufen kann, wenn nicht genügend Strom aus Wind und Sonne erzeugt werden kann. BHKWs sind also ein wichtiger Baustein einer nachhaltigen Stromerzeugung. Große BHKWs für die Heizzentrale sind viel effizienter und sehr viel günstiger als Geräte für den privaten Heizungskeller.
-
Saubere Wärme
In einer großen Heizzentrale werden sehr niedrige Emissionswerte erreicht. Wirksame Abgasfilter können für große Anlagen wirtschaftlich gebaut werden. Gerade Energieträger wie Holz können so in großen Kesseln sehr sauber verbrannt werden – sehr viel sauberer als im heimischen Kachelofen.
-
Günstige Wärme
Auch wenn der Wärmepreis über das Wärmenetz pro kWh höher ist als der Preis von Gas oder Öl, heizen Sie mit Netzwärme immer noch günstiger: Bei einer korrekten Vergleichsrechnung müssen auch die Investitionskosten des Heizkessels sowie die Wartungs- und Instandhaltungskosten mit berücksichtigt werden. Je nach Gebäudetyp liegen die Kosten für eine neue Heizzentrale liegen schnell bei mehreren 10.000 € und sind so auch bei 20 Jahren Lebensdauer der Anlage ein wesentlicher Teil der jährlichen Kosten. Diese Art der Kostenrechnung nennt man Vollkostenrechnung, weil darin alle Kosten aus Brennstoff, Investition, Wartung und Instandhaltung berücksichtigt werden.
-
Kostentransparenz
Wichtig ist zudem die Frage, ob der Netzbetreiber seine Kosten transparent macht. Stadtwerke oder Genossenschaften legen oft Ihre Kosten offen. Damit ist klar, wie der Preis zustande kommt. Zudem bleiben die Gewinne am Ort.
-
Minimaler Aufwand
Mit einem Anschluss ans Wärmenetz müssen sie sich nicht mehr um Ihre Heizungsanlage kümmern. Selbst die Wartung der Wärmeübergabestation übernimmt manchmal der Betreiber des Wärmenetzes. Brennstoffbeschaffung, der Schornsteinfegertermin und der Aufwand rund um die neue Heizungsanlage entfallen für immer.
-
Minimaler Platzbedarf
Eine Wärmeübergabestation braucht sehr wenig Platz und Ihr Keller und Vorratsraum stehen für andere Nutzungen zur Verfügung. Wenn Sie zusätzlich das Warmwasser im Durchlaufprinzip erwärmen, sparen Sie auch noch den Platz für den Warmwasserspeicher und haben zusätzlich eine sehr hygienische Warmwasserbereitung mit minimalen Wärmeverlusten.
-
Minimale Netzverluste
Jedes Wärmenetz hat Verluste, die abhängig sind von der Qualität der Leitungsdämmung und der Art der Wärmekunden. In sehr dicht bebauten Innenstädten sind die Verluste geringer als im Bioenergiedorf. Mit sorgfältiger Planung sollten diese Wärmeverluste jedoch unter 20% der eingespeisten Wärme bleiben. Oft sind die Verluste noch deutlich kleiner. Neue Netze werden mit sehr gut gedämmten Rohren gebaut. Wärmenetze sind umso effizienter, je mehr Kunden sich ans Netz anschließen. Manche Netzbetreiber geben bei neuen Netzen einen Bonus, wenn sich mehr als 2/3 aller möglichen Kunden angeschlossen haben. Wenn alle mitmachen, wird es also günstiger, da die Netzverluste nahezu unabhängig sind von der Zahl der angeschlossenen Kunden.
-
Zusätzlich Geld sparen
Mit ein paar einfachen Kniffen können Sie ihre Heizkostenrechnung weiter senken:
-
Lassen Sie einen hydraulischen Abgleich durchführen. Dabei rechnet der Heizungsbauer aus, welcher Heizkörper in jedem Raum welche Wassermenge benötigt und stellt diese Menge genau ein. So werden alle Heizkörper gleichmäßig warm und das Wasser in den Heizkörpern kühlt bestmöglich ab. So benötigen Sie möglichst wenig heißes Wasser aus dem Netz. Diese Maßnahme wird von der BAFA attraktiv gefördert.
-
Lassen Sie eine Hocheffizienzpumpe einbauen: Diese Pumpe braucht schon bei Volllast sehr viel weniger Strom als eine herkömmliche „normale“ Heizungsumwälzpumpe und kann zusätzlich die Drehzahl abhängig vom tatsächlichen Wärmebedarf drosseln. Das spart nochmal erheblich Strom, und der Austausch wird von der BAFA gefördert.
-
Dämmen Sie die freiliegenden Heizungsrohre in Ihrem Heizungskeller, falls noch nicht geschehen. Die Faustregel lautet: Die Dämmschicht muss so dick wie der Rohrdurchmesser sein. Auch diese Maßnahme wird von der BAFA gefördert.
-
-
AG Wärmenetze
Sie möchten sich mit anderen Wärmenetzbetreibern austauschen? Dann sind Sie hier genau richtig.
-
Anschluss an ein Wärmenetz? Eine Entscheidungshilfe
Welche Vorteile hat das für mich? Ist Wärme aus dem Netz sicher? Wie wirtschaftlich ist Nahwärme?
-
Heizungsanlagen - Sanierung und Erneuerung
Finden Sie den besten Weg um technische Möglichkeiten, Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz zu vereinbaren.
-
Schaubild zu Funktionsweisen von Wärmenetzen
Einen Überblick über die Funktionsweise von Wärmequellen, -erzeugung, -verteilung sowie -speicherung finden Sie hier.
-
Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung
Abwärmenutzung in Unternehmen, Studie für das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg (2019)
-
Hochschule Karlsruhe
Überbetriebliche Nutzung industrieller Abwärme, Leitfaden für Kommunen (2019)
-
Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
Handlungsleitfaden Freiflächensolaranlagen (2019)