Best Practice: Kommunen mit Vorbildcharakter

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Best Practice: Kommunen mit Vorbildcharakter

Sie suchen Beispiele dafür, wie der Klimaschutz in Ihrer kleinen oder großen Kommunen gelingen kann? Hier stellen wir Ihnen Städte und Gemeinden vor, die schon mittendrin sind und Erfolg mit ihrem Konzept haben. Holen Sie sich gute Ideen zum Nachmachen. Und wenn Sie fündig geworden sind, beantworten wir Ihre Fragen und unterstützen Sie bei Ihrem Vorhaben.

  • Offenburg

    Ein breiteres Angebot für die Mobilität in der Stadt und dem nahen Umland, die Ansprache der Bürgerinnen und Bürger durch Kampagnen und der Ausbau der Fernwärme: Die Stadt Offenburg ist mit ihren 60.000 Einwohnern eine Vorzeigekommune für kommunalen Klimaschutz.

    Die große Kreisstadt im Ortenaukreis schreibt Klimaschutz seit vielen Jahren groß und nimmt ihn als kommunale Aufgabe ernst. Den Erfolg dafür ebnen Verwaltungsspitze, Gemeinderat und Klimaschutzmanagerin gemeinsam mit den jeweils zuständigen Fachabteilungen und Partnern. Bei ihnen allen steht der kommunale Klimaschutz ganz vorne auf der Tagesordnung. Zahlreiche Projekte und spannende Kooperationen zeigen bereits Erfolg. Dazu einige Beispiele:

    Mobilität endet nicht an den Gemarkungsgrenzen

    Gleich zwei neue Mobilitätsstationen baut Offenburg in diesem Jahr und bietet dann insgesamt sechs dieser Knotenpunkte an. Sie sollen den reibungslosen Wechsel zwischen Bus, Bahn, Carsharing und Fahrrad ermöglichen. Damit verbessern sie die Verzahnung der verschiedenen Nahverkehrsangebote – und das zukünftig auch mit den Nachbarn. Zusammen mit neun anderen Kommunen in der Ortenau will Offenburg CO2-Emissionen aus dem Pendlerverkehr reduzieren und die Elektromobilität voranbringen. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert die Erarbeitung der im Mobilitätsnetzwerk entstehenden Konzepte über den Zeitraum von drei Jahren mit 60 Prozent.

    Klimaschutz einfach machen

    Die Bevölkerung zu informieren und zu sensibilisieren ist ein weiterer Schwerpunkt des Klimaschutzengagements in Offenburg. Über das Offenburger Netzwerk für Nachhaltigkeit bringt die Klimaschutzmanagerin die Themen Klimawandel und Klimaschutz in die Erwachsenenbildung ein. In Zusammenarbeit mit den regionalen Energieversorgern, der Ortenauer Energieagentur und der Landesinitiative Zukunft Altbau organisiert sie jährlich Energietage. Seit 2016 organisiert die Stadt jährlich einen Mobilitätstag an dem sie gemeinsam mit ihren Partnern zu den Angeboten nachhaltiger Mobilität informiert. Kampagnen unter dem Slogan „Klimaschutz einfach machen“ machen die Bevölkerung auf Möglichkeiten, Klimaschutz im Alltag umzusetzen, aufmerksam.

    Fernwärme – nachhaltig und dezentral

    Energiewende bedeutet in Offenburg auch Wärmewende. Im Jahr 2015 hat die Stadt ihren Wärmeatlas veröffentlicht, auf dessen Grundlage inzwischen eine Strategie zum Ausbau der Fernwärme im Bestand bis 2035 erarbeitet wurde. Geplant sind mehrere „Wärmeinseln“, die aus unterschiedlichen Heizzentralen gespeist werden. Dafür gibt es sogar Fördermittel vom Bund. Derzeit spielen noch Blockheizkraftwerke und industrielle Abwärme eine wichtige Rolle. Langfristig sollen zunehmend erneuerbare Energieträger zum Einsatz kommen und die Wärmeinseln zu einem großen Netz zusammenwachsen.

    Persönliche Überzeugung und Engagement = Erfolg
    Warum das Konzept der Stadt Offenburg so erfolgreich ist, erklärt Klimaschutzmanagerin Bernadette Kurte: „Das Wichtigste ist, dass Politik und Verwaltungsspitze hinter dem Klimaschutzkonzept stehen und die Umsetzung gemeinsam tragen“, sagt Kurte. „Darüber hinaus hat sich die Kooperation mit Unternehmen und Verbänden oder auch mit anderen Kommunen bewährt – zusammen lässt sich mehr auf die Beine stellen und eine größere Reichweite erzielen. Und zuletzt spielt persönliches Engagement eine entscheidende Rolle für das Gelingen von kommunalen Klimaschutzmaßnahmen. Vorteilhaft ist sicher, dass die Förderung für einen Klimaschutzmanager/eine Klimaschutzmanagerin jetzt bereits bei der Erstellung eines Klimaschutzkonzepts beantragt werden kann.“

    Weitere Informationen
    Ihre Ansprechpartnerin:
    Klimaschutzmanagerin Bernadette Kurte
    E-Mail: Bernadette.Kurte@offenburg.de
    Tel.: 0781 82-2444

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