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Best Practice: Kommunen mit Vorbildcharakter

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RegioENERGIE-Netzwerk

Elf Kommunen aus zwei Landkreisen packen's an!

Elf Kommunen aus den Landkreisen Rastatt und Karlsruhe schlossen sich im September 2015 im Rahmen des Leuchtturmprojektes RegioENERGIE zusammen, um gemeinsam in eine fortschrittlichere und nachhaltigere Zukunft zu starten.

Ziel des Bündnisses ist es, mehr Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger der beteiligten Kommunen zu schaffen. Das kommunale Netzwerk erleichtert die Kommunikation und Planung zwischen den Gemeinden.

 

Klimaschutzkonzept und Energieeffizienz-Netzwerk bilden die Basis der Kooperation

Die Kommunen haben gemeinsam ein Klimaschutzkonzept erstellt, in welchem der Fokus auf Mobilität, Infrastruktur und Energieeffizienz liegt. Die Umsetzung der entwickelten Maßnahmen trägt zu technischem, infrastrukturellem und energiewirtschaftlichem Fortschritt in der Region bei. Jede der Kommunen ernannte eigens zur Bewältigung dieser Aufgabe einen Netzwerkbeauftragten.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) förderte den Zusammenschluss für drei Jahre. Die Kommunen entschieden sich anschließend für die Verlängerung der Zusammenarbeit und seit 2019 wirkt Géza Solar, im Posten des Klimaschutzmanagers, als Ansprechpartner und Initiator im Projekt mit.

Um einen dauerhaften Informationsfluss zwischen den Gemeinden zu gewährleisten, finden regelmäßige Treffen der Netzwerkbeauftragten statt. Hier wird neben der Erstellung des Klimaschutzkonzeptes auch über das parallel gestartete Energieeffizienz-Netzwerk getagt. Im Vordergrund steht hierbei die Analyse wesentlicher kommunaler Liegenschaften. Bisher wurden über 90 Energieaudits durchgeführt.


Elektromobilitätskonzept im Verbund

Die direkt aneinandergrenzenden Gemarkungen der Kommunen schaffen die ideale Voraussetzung für ein übergreifendes, vernetztes Elektromobilitätskonzept , welches die Möglichkeit bietet, Elektromobilität in den Kommunen zu verbreiten sowie Know-how in den Verwaltungen aufzubauen. Schwerpunktmäßig soll der Aufbau einer Ladeinfrastruktur für Elektromobilität vorangetrieben werden. Zudem sollen die lokalen Akteure dazu motiviert werden, im Bereich Elektromobilität aktiv zu werden. Die Gemeinden sind bestrebt, einen Teil des kommunalen Fuhrparks nach und nach auf Elektroautos umzurüsten und damit ihre Vorbildfunktion zur Anwendung zu bringen. Die Unterstützung hierbei holen sich die Kommunen von Partnern aus der Region, wobei die regionale Wertschöpfung im Fokus liegt. Somit trägt der systematische Ausbau der Elektromobilitätsinfrastruktur, der in Zukunft auch Car-Sharing beinhalten wird, nicht nur zur Senkung von Treibhausgasemissionen bei, sondern schafft gleichzeitig auch einen wirtschaftlichen Mehrwert für Bürgerinnen und Bürger.

 

Auf den Punkt gebracht: Die RegioENERGIE Projektkarte zeigt die Klimaschutzmaßnahmen des Netzwerks

Damit sich interessierte Bürgerinnen und Bürger einen Überblick über die vielzähligen Klimaschutzmaßnahmen verschaffen können, werden diese auf der Projektkarte verortet. Die beteiligten Kommunen legen großen Wert auf Transparenz ihrer Tätigkeiten, deshalb werden alle bisherigen sowie auch die geplanten Projekte auf der Karte dargestellt. Die Maßnahmen werden ihren Tätigkeitsfeldern entsprechend eingeordnet und präsentiert. So sind zum Beispiel alle im Verbund installierten Elektro-Ladesäulen (Themenfeld 4: Mobilität), die Photovoltaik-Anlagen auf kommunalen Gebäuden (Themenfeld 2: Kommunale Gebäude) oder gemeindespezifische Förderprogramme (Themenfeld 6: Kommunikation & Kooperation) dargestellt.

Die RegioENERGIE Projektkarte hat sich zur zentralen Anlaufstelle für interessierte Bürgerinnen und Bürger entwickelt. Sie wird regelmäßig aktualisiert und dient somit als Echtzeit-Plattform für Klimaschutzmaßnahmen.

„Klimaschutzmaßnahmen sind vielfältig und können bisweilen unübersichtlich wirken. Mit der
RegioENERGIE Projekt-Karte kann jetzt Jede*r sich umfassend und transparent informieren.“

Klimaschutzmanager Géza Solar

 

Klimaschutz auf dem Prüfstand: Fünf RegioENERGIE-Kommunen lassen sich mit dem eea zertifizieren

Ende 2020 gingen die RegioENERGIE Kommunen Bietigheim, Elchesheim-Illingen, Malsch, Ötigheim und Steinmauern den nächsten Schritt und entschieden sich für die gemeinsame Teilnahme am European Energy Award (eea).

„Mit der Zertifizierung stellen wir die Weichen für die Zukunft unserer Kommune in Sachen Klimaschutz. In den nächsten vier Jahren begeben wir uns in eine Art internes Controlling. So ist sichergestellt, dass wir die Reduktionsziele in eine Art internes Controlling erreichen und unsere Maßnahmen nachweisbar wirksam sind.“

Constantin Braun, Bürgermeister der Gemeinde Bietigheim


Mit dem integrierten Klimaschutzkonzept und vielen bereits umgesetzten Maßnahmen haben die RegioENERGIE-Kommunen einen guten Standpunkt. Die Maßnahmen sind bereits auf den eea abgestimmt. Daher muss das Rad nicht neu erfunden werden. Als Klimaschutzmanager wird Géza Solar die Umsetzung der Maßnahmen im Verbund weiter vorantreiben.