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ANGEBOTE

European Energy Award - Preisträger 2022

 

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THEMEN

  • Gemeinde Baienfurt
    7.300 Einwohner Beitritt 2010  Punktzahl 72%

    „Heute schon an übermorgen denken! Wir in Baienfurt denken nicht nur an unsere Bürgerinnen und Bürger von heute, sondern wollen auch für zukünftige Generationen eine lebens- und liebenswerte Gemeinde bleiben. Für die Gemeinde Baienfurt ist Klimaschutz daher unverzichtbar.“ Bürgermeister Günter A. Binder

    Seit dem Jahr 2011 nimmt die Gemeinde Baienfurt am European Energy Award teil und wurde 2013 erstmalig zertifiziert. Die erreichten Punktzahlen konnten von 67 Prozent im Jahr 2013, über 70,4 Prozent im Jahr 2017 auf aktuell 72,4 Prozent gesteigert werden. Der Gemeindeverband Mittleres Schussental (GMS) stellte gemeinsam ein erfolgreiches integriertes Energie- und Klimaschutzkonzept auf.

    Aktuell realisiert die Gemeinde den Neubau des Kindergartens Pinocchio mit integriertem Familienzentrum nach KfW-55-Standard. Sie entwickelte außerdem das integrierte städtebauliche Gemeindeentwicklungskonzept Baienfurt mit Bürgerbeteiligung zu Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft. Seit dem Jahr 2019 bezieht die Gemeinde 100 Prozent zertifizierten Ökostrom aus Wasserkraft.

    Baienfurt setzt Mobilitätsmaßnahmen aus dem Radverkehrskonzept des GMS um und stellt den kommunalen Fuhrpark schrittweise auf umweltfreundlichere Alternativen wie E-Fahrzeuge und E-Lastenräder um. Sie werden auch von den Hausmeistern für alltägliche Arbeiten genutzt. Bürgerinnen und Bürger können eines der E-Lastenräder kostenlos ausleihen.

    Zukünftig will der Ort den Klimaschutz im Verwaltungsbereich voranbringen. Zusammen mit den Gemeinden Baindt und Berg schaffte Baienfurt dafür 2021 die Stelle eines Koordinators für eine klimaneutrale Kommunalverwaltung.

    Kontaktperson:

    Florian Sascha Roth
    klima@b-gemeinden.de
    Tel.: 0157 80661690

  • Landkreis Biberach (eea Gold)
    202.300 Einwohner Beitritt 2011 Punktzahl 80% (eea Gold)

    „Um beim Klimaschutz spürbar voranzukommen, braucht es maßgeschneiderte Strukturen und Handlungskonzepte, Projekte für eine wirkungsvolle Umsetzung und Personen, die das Thema vorantreiben. Dafür werden wir uns als Landkreis weiterhin einsetzen.“ Landrat Dr. Heiko Schmid

    Der Landkreis Biberach kann bereits große Erfolge im Klimaschutz und der Energieeinsparung verzeichnen. Er stieg 2013 beim eea ein. Bereits zum zweiten Mal wird das große Engagement mit der höchstmöglichen Zertifizierung (über 80 Punkte) in Gold international bestätigt.

    Die nachhaltige Energiepolitik zeigt sich in allen Kreisliegenschaften und der sehr guten Energieeffizienz in den Schulen und Verwaltungsgebäuden. Rund ein Viertel des Endenergiebedarfs Wärme und über die Hälfte des Stromverbrauchs kommen in regenerativer Form aus dem Landkreis selbst. Bei den eigenen Gebäuden und bei der Ver- und Entsorgung nimmt der Landkreis eine Vorbildfunktion ein.

    Im Bereich Mobilität sieht der Landkreis künftig die größten Potenziale. Hierfür plant er Verbesserungen bei den Verkehrsverbünden, den Bediensystemen im ÖPNV und der Elektromobilität ein. Mit einem neuartigen Mobilitätskonzept will der Landkreis in den kommenden Jahren Maßstäbe setzen.

    Das Fundament des energiepolitischen Arbeitsprogramms ist eine fortlaufende Auswertung der Stärken und Potenziale der Ergebnisse. Das sichtbare Engagement des Landkreises zeigt sich in einer großen Vielzahl an Projekten. Dazu zählen Biodiversität, Biomusterregion, Moorschutz, Quartiersentwicklung und Wärmeplanung für alle Kreisgemeinden. Der Landkreis stellt außerdem Best-Practice-Beispiele zusammen und sensibilisiert seine Kommunen für die eigene eea-Teilnahme.

    Kontaktperson:

    Walter Holderried (Erster Landesbeamter)
    walter.holderried@biberach.de
    Tel.: 07351/52-6202

  • Bodenseekreis (eea Gold)
    217.900 Einwohner Beitritt 2010 Punktzahl 80% (eea Gold)

    „Die wirklichen Veränderungen auf der Welt kommen nicht von oben, sie kommen von der Basis. Wir sind die Basis. Jetzt ist es wichtig, dass eben nicht nur geredet und gefordert wird, sondern auch gehandelt.“  Landrat Lothar Wölfle

    Die Bodenseeregion ist das zweitgrößte Obstanbaugebiet Deutschlands und zählt zu den wirtschaftlichen Zentren Baden-Württembergs, insbesondere in den Bereichen Fahrzeugtechnik, Luft- und Raumfahrt und maritimer Zulieferwirtschaft. Seit 2019 bildet der Bodenseekreis gemeinsam mit dem Landkreis Konstanz die Bio-Musterregion Bodensee.

    Bereits seit 2013 beteiligt sich der Landkreis Bodenseekreis am European Energy Award. 2017 erreichte er erstmals die Goldzertifizierung. Mit dem Ergebnis von 80,2 Prozent wird er nun erneut mit dem European Energy Award in Gold ausgezeichnet.

    Seit 2015 ist das vom Kreistag beschlossene Energie- und Klimaschutzkonzept des Landkreises die Grundlage für die Umsetzung von Planungen und Maßnahmen. Im Bereich der kommunalen Gebäude stellte der Bodenseekreis die Stromversorgung auf 100 Prozent Ökostrom um. Auf Grundlage einer dreijährigen kontinuierlichen Verbrauchsdatenerfassung erstellte er einen Sanierungsfahrplan für die kreiseigenen Liegenschaften. Diesen setzt der Kreis um, indem er die Bausubstanz energetisch saniert, bei der Wärmeversorgung auf regenerative Energieträger umstellt und den Ausbau von Photovoltaik-Dachanlagen vorantreibt.

    Die Verkehrswende bringt der Bodenseekreis mit dem Ausbau der Radwege und einem verbesserten ÖPNV-Angebots voran, zudem baut er die Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge aus und beteiligt sich an der Planung einer Elektrifizierung der Bodenseegürtelbahn.

    Im Sommer 2020 führte der Bodenseekreis eine Gästekarte ein. Sie beinhaltet die kostenlose Nutzung des ÖPNVs und entlastet damit den Verkehr in der touristischen Region. Vom westlichen Ende des Bodensees bis ins Allgäu fahren Gäste kostenlos mit Bus und Bahn. Bereits 14 der 23 Städte und Gemeinden des Landkreises nehmen an der Gästekarte teil.

    Kontaktperson:

    Robert Schwarz (Pressesprecher, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)
    robert.schwarz@bodenseekreis.de
    Tel.: 07541 2045566

  • Landkreis Böblingen (eea Gold)
    392.900 Einwohner Beitritt 2009 Punktzahl 79% (eea Gold)

    „Der Klimawandel ist eine globale Herausforderung, der wir auch auf lokaler Ebene begegnen müssen. Wir engagieren uns und wollen Vorbild sein. Als Verwaltung streben wir Klimaneutralität an. Die Auszeichnung ist für uns Ansporn, weiter an dieser Zukunftsaufgabe zu arbeiten.“ Landrat Roland Bernhard

    Der Landkreis Böblingen erreichte nach 2014 und 2017 die dritte eea-Zertifizierung im Jahr 2021 und verteidigte mit ihr seinen Gold-Status.

    Herausragend ist die Umsetzung der ersten kommunalen Radschnellverbindung in Baden-Württemberg zwischen Böblingen/Sindelfingen und Stuttgart. Eine weitere Radschnellverbindung zwischen Böblingen und Ehningen folgte, zusätzliche Achsen sind in der Planung. Darüber hinaus stellte der Landkreis seine Liegenschaften auf Ökostrom um und errichtete eine 750 Kilowatt Freiflächen-Photovoltaik-Anlage auf der ehemaligen Kreismülldeponie in Sindelfingen.

    Die Elektrifizierung der Schönbuchbahn markiert einen Meilenstein der nachhaltigen Mobilität im Landkreis. Mission E, eine Motivationskampagne zur Energieeinsparung im Landratsamt Böblingen, erhielt 2021 den Sonderpreis für Nutzersensibilisierung im Wettbewerb Leitstern Energieeffizienz des Umweltministeriums Baden-Württembergs. Weitere Aktivitäten des Landkreises Böblingen sind ein Fahrplan zur klimaneutralen Landkreisverwaltung, sein Mobilitätskonzept sowie seine Nachhaltigkeitsstrategie.

    Kontaktperson:

    Simone Hotz
    s.hotz@lrabb.de
    Tel.: 07031 663 1204

  • Stadt Ehingen
    26.400 Einwohner Beitritt 2017 Punktzahl 60%

    „Seit dem Jahr 2012 beschäftigt sich die Stadt Ehingen im Projekt „Nachhaltige Stadt –Wirtschaftsstandort Ehingen“ mit Klimaschutz. Gemeinsam mit den Akteuren vor Ort wollen wir die Zukunft der Stadt nachhaltig gestalten. Ehingen ist attraktiv für Menschen und Unternehmen – das wollen wir erhalten und ausbauen.“ Oberbürgermeister Alexander Baumann

    Die Große Kreisstadt Ehingen mit ihren rund 27.000 Einwohnern engagiert sich seit zehn Jahren im Projekt „Nachhaltige Stadt – Wirtschaftsstandort Ehingen“ für Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Mit der Zertifizierung durch den European Energy Award wurden die nachhaltige Stadtentwicklung und die intensive Arbeit in den Bereichen Energie, Klima-, Umwelt- und Naturschutz sichtbar belohnt.

    Vielfältige Maßnahmen belegen das Engagement: 19 städtische Photovoltaikanlagen sorgen für eine nachhaltige Energiegewinnung vor Ort und erzeugen den Strom dort, wo er zu einem großen Teil direkt verbraucht wird. Erfolge in der Wärmeversorgung gibt es durch ein 2008 errichtetes Hackschnitzelheizwerk, das die kommunalen Gebäude versorgt. In Zusammenarbeit mit einem Landwirt realisierte die Stadt ein Nahwärmenetz in einem Teilort, das rund 145.000 Liter Heizöl jährlich einspart.

    Im innerstädtischen Bereich fährt der ÖPNV im Halbstundentakt, darüber hinaus können die Bürgerinnen und Bürger das E-Carsharing mit zwei Elektroautos nutzen. Kommunale Gebäude saniert und baut Ehingen verbrauchsarm, ein neues Kinderhaus im Stadtteil Rosengarten entstand als Plusenergiegebäude.

    Kontaktpersonen:

    Tobias Huber (Referent des Oberbürgermeisters)
    t.huber@ehingen.de
    Tel.: 07391 503 104

  • Landkreis Freudenstadt
    118.400 Einwohner Beitritt 2011 Punktzahl 68%

    „Unser Landkreis setzt sich seit Jahren für den Klimaschutz ein. Zentrale Maßnahmen sind die Energieeinsparung, die energetische Verwertung von Abfällen sowie der innovative Ausbau des ÖPNV. Seit 2019 werden diese mit einem Nachhaltigkeitspilotprojekt unter Beteiligung der Bevölkerung begleitet.“ Landrat Klaus Michael Rückert

    Der Landkreis mit seinen rund 119.000 Einwohnenden umfasst zwei Große Kreisstädte sowie 14 Städte und Gemeinden. Er nimmt seit 2012 erfolgreich am European Energy Award teil und wurde bereits in den Jahren 2014 und 2018 ausgezeichnet. Bei der jüngsten Auditierung erreichte der Kreis 67,6 Prozentpunkte.

    In den letzten vier Jahren erfolgten klimaschutz- und energiepolitische Aktivitäten in verschiedenen Bereichen. So verabschiedete der Landkreis ein Leitbild über seine energie- und klimaschutzpolitischen Zielsetzungen. Er initiierte ein Nachhaltigkeitsprojekt mit 15 Leitsätzen zu Ökologie, Klimaschutz, Klimaanpassung und weiteren Bereichen. Auf der Grundlage eines innovativen Mobilitätskonzeptes entwickelte der Landkreis den ÖPNV weiter. Er entwickelte ein energetisches Handlungspapier mit Grundsatzvorgaben bei kommunalen Gebäuden. Am Wettbewerb des Umweltministeriums Baden-Württemberg Leitstern Energieeffizienz nahm er erfolgreich teil und stellte einen Solaratlas für den Landkreis auf.

    Der Landkreis baut die erneuerbaren Energien aus, steigert die Energieeffizienz und -einsparung im Bereich der kommunalen Liegenschaften, unterstützt das Handwerk und innovative Industrieunternehmen und fördert den klima- und umweltverträglichen Tourismus. Eine wichtige Rolle spielt die Energieagentur in Horb am Neckar. Sie bietet ein neutrales Beratungsangebot für Bürgerinnen und Bürger, betreibt aktive Öffentlichkeitsarbeit im Bereich Energie und Klimaschutz und unterstützt interessierte Kommunen bei ihren Klimaschutzaktivitäten.

    Kontaktperson:

    Sabine Eisele (Stabsstelle Kommunikation und Kreisentwicklung)
    eisele@kreis-fds.de
    Tel.: 07441 920 1111

  • Gemeinde Frickingen
    3.100 Einwohner Beitritt 2013 Punktzahl 73%

    „Frickingen will für alle Generationen eine hohe Lebensqualität bieten und setzt deshalb auf eine konsequente klima- und umweltverträgliche Entwicklung. In den nächsten Jahren werden wir außerdem nachhaltige Strategien gemäß den Zielen aus der Agenda 2030 der UN implementieren.“ Bürgermeister Jürgen Stukle

    Bereits in den 1990er Jahren beschloss der Gemeinderat in Frickingen, zukünftig alle neuen kommunalen Hochbauten nachhaltig und CO2-neutral in Holzbauweise zu erstellen. Dies war der Startschuss der nachhaltigen Entwicklung in der Gemeinde. Die Vorgabe wurde bisher in sieben Bauvorhaben umgesetzt. Auch der anstehende Neubau der Grundschule Frickingen wird als Holzbau realisiert werden. Alle genutzten öffentlichen Gebäude werden klimaneutral beheizt und stromversorgt. Mittlerweile ergänzen neben den kommunalen Bauten auch weitere große privat oder genossenschaftlich erstellte Gebäude in Holzbauweise das Ortsbild.

    Frickingen ist nach 2017 aktuell das erste Mal im European Energy Award re-zertifiziert. Neben der Gemeinde trugen zivilgesellschaftliche Akteure zu diesem Erfolg bei. So setzten Solar-Bürgergemeinschaftsanlagen, der vereinsgetragene Betrieb des Leustetter Naturbads, das Frickinger Energieteam und privat initiierte Projekte zur Förderung des Radverkehrs die energiepolitischen Ziele der Gemeinde maßgeblich mit um.

    Seit diesem Jahr gibt es in Frickingen eine vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und Engagement Global zu 90 Prozent geförderte Personalstelle. Durch diese kann die Gemeinde Strategien und Prozesse konsequent nachhaltig und global ausrichten. Im Sinne der 17 Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen sorgt Frickingen damit für gute Lebensperspektiven heutiger und künftiger Generationen.

    Kontaktperson:

    Birgit Bergmüller
    birgit.bergmueller@frickingen.de
    Tel.: 07554/9830-30

  • Gemeinde Karlsbad
    15.900 Einwohner Beitritt 2009 Punktzahl 60% 

    „Karlsbad ist ein attraktiver Lebens- und Wirtschaftsstandort. Unsere Ziele sind ein sorgsamer Umgang mit Ressourcen und eine eigenständige Energieversorgung. Seit 12 Jahren nimmt unsere Gemeinde am eea-Prozess teil und beweist durch kontinuierliche Verbesserungen ihren Einsatz für den Klimaschutz.“ Bürgermeister Jens Timm

    Bereits in den 90er Jahre gewann die Gemeinde einen Umweltpreis des Landes. Seine Ziele zu mehr Energiesparen und der Wärme- und Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien verfolgt Karlsbad seit vielen Jahren. Der Beitritt zum eea mit der ersten Zertifizierung im Jahr 2014 war die logische Fortführung der kommunalen Klimaschutzaktivitäten.

    Die Nordschwarzwald-Gemeinde setzte engagiert ein Radverkehrskonzept um, mit dem sie im Bereich Mobilität punktete. Auch bei der Entwicklungsplanung und Raumordnung legte die Gemeinde seit der zweiten eea-Verleihung 2018 nach, wie etwa mit einem Sanierungsmanagement in zwei Teilorten. Außerdem stellt Karlsbad den Gemeindewald sukzessive auf hitzebeständigen Mischwald um.

    Für die kommende eea-Runde hat sich die Gemeinde schon weitere Ziele gesteckt und teilweise bereits umgesetzt. So will sich Karlsbad auch auf nachhaltiges Bauen fokussieren und eine Gebäudeenergieleitlinie für Bau, Sanierung und Betrieb kommunaler Liegenschaften erstellen. Außerdem gestaltet die Gemeinde den Pausenhof am Schulzentrum investiv klimawandelgerecht um und saniert einige Kommunalgebäude nachhaltig. Die Ziele werden von der Politik und Bürgerschaft unterstützt.

    Kontaktperson:

    Sarah Esaias
    sarah.esaias@karlsbad.de
    Tel.: 07248/9144813

  • Stadt Kehl
    36.900 Einwohner Beitritt 2017 Punktzahl 56%

    „Unser Ziel ist eine klimaneutrale Verwaltung bis 2040, deshalb hat die Stadt Kehl 2021 den Klimaschutzpakt Baden-Württemberg unterzeichnet. Auch zukünftig werden wir den Energieverbrauch senken, zunehmend erneuerbare Energien einsetzen und Treibhausgasemissionen reduzieren.“ Baubürgermeister Thomas Wuttke

    Die Stadt Kehl engagiert sich schon seit Anfang der 1990er-Jahre im Klimaschutz. So war sie bereits am Luftreinhalteplan Strasbourg-Ortenau beteiligt und trat 1995 dem Klima-Bündnis bei. 2013 wurde ein Klimaschutzkonzept erarbeitet, welches Kehl 2021 in das Stadtentwicklungskonzept verankert hat.

    Seit 2018 beteiligt sich Kehl am European Energy Award. Mit dem zugehörigen Managementsystem dokumentiert die Stadt die Fortschritte und kann Klimaschutz und Energieeffizienz noch stärker in der kommunalen Verwaltung verankern. Das führte dazu, dass die städtischen Mitarbeitenden statt privater PKW für den Dienstreiseverkehr das Carsharing-Angebot nutzen. Außerhalb der Dienstzeiten steht der Fahrzeugpool privaten Nutzerinnen und Nutzern in Kehl zur Verfügung.

    Bis zu 20.000 Tonnen CO2 jährlich kann Kehl zukünftig durch ein grenzüberschreitendes Klimaschutzprojekt einsparen: Die Badischen Stahlwerke in Kehl liefern 70 Gigawattstunden Abwärme, die im Ballungsraum Kehl-Straßburg etwa 7.000 Haushalte mit Wärme versorgen wird– zunächst in Straßburg, später auch in Kehl.

    Im letzten Jahr wurde Kehl erstmalig für seine Bemühungen im Klimaschutz als „Partner mit Auszeichnung“ zertifiziert.

    Kontaktperson:

    Ines Arko (Klimaschutzmanagerin)
    klimaschutz@stadt-kehl.de
    Tel.: 07851 88 4322

  • Stadt Konstanz
    84.400 Einwohner Beitritt 2007 Punktzahl 77%

    „Mit dem Beschluss des Klimanotstands 2019 erkannte die Stadt Konstanz die Bewältigung der Klimakrise als Aufgabe von höchster Priorität an. Unser Ziel ist es, bis 2035 weitgehend klimaneutral zu sein.“ Oberbürgermeister Uli Burchardt

    Seit über zehn Jahren nimmt die Stadt Konstanz am European Energy Award teil; das Engagement im Klimaschutz ist noch deutlich älter. Als erste deutsche Kommune hat Konstanz im Mai 2019 den Klimanotstand beschlossen. Um die städtische Energiewende zu intensivieren und zu beschleunigen, leitete die Stadt seitdem zahlreiche Maßnahmen in die Wege. So führte Konstanz eine Klimawirkungsprüfung bei Beschlussvorlagen ein, die inzwischen auch von anderen Kommunen übernommen wurde. Bis 2035 will Konstanz weitgehend klimaneutral sein.

    Im November 2021 verabschiedete die Stadt eine neue Klimaschutzstrategie. Sie ist eine fundierte und umfangreiche Handlungsgrundlage für Verwaltung und Politik und zeigt, mit welchen Maßnahmen Konstanz klimaneutral werden kann. Beim externen eea-Audit 2021 konnte Konstanz einen besonderen Erfolg verzeichnen: Mit 76,8 Prozent der erreichbaren Punkte hat die Stadt nicht nur das beste Ergebnis seit Beginn der Teilnahme im Jahr 2008 erzielt, sondern auch erstmals die 75 Prozent Marke überschritten.

    Kontaktperson:

    Elena Oliveira (Pressereferat)
    elena.oliveira@konstanz.de
    Tel.: 07531 900 2299

  • Gemeinde Langenargen
    7.600 Einwohner Beitritt 2013 Punktzahl 65%

    „Klimaschutz ist die Herausforderung unserer Zeit. Die Gemeinde Langenargen wird ausgehend von den Maßnahmenempfehlungen ihr gesamtes Engagement in diese Zukunftsthemen legen“. Bürgermeister Ole Münder

    Langenargen am Bodensee ist 2013 dem European Energy Award beigetreten und wurde 2017 zum ersten Mal zertifiziert. In Zusammenarbeit mit der Energieagentur Ravensburg erstellte die Gemeinde 2018 ein integriertes Quartierskonzept für die Ortsmitte. Es enthält konkrete Maßnahmenempfehlungen für die energetische Sanierung des Gebäudebestands und die Versorgung des Ortskerns mittels eines Nahwärmenetzes.

    Seit 2018 bezieht die Gemeinde für ihre kommunalen Liegenschaften zu 100 Prozent Ökostrom. Die Straßenbeleuchtung stellt sie kontinuierlich auf LED-Beleuchtung um.

    Große investive Projekte der letzten Jahre waren der Neubau des Bauhofs Langenargen im KfW-55-Standard mit Dachbegrünung und einer 75 Kilowatt Peak Photovoltaikanlage. Außerdem sanierte die Gemeinde die Alte Schule Oberdorf im KfW-70-Standard und realisierte einen Radweg innerhalb der Gemeinde.

    Das Förderprogramm „1000 Bäume für Langenargen“ startete im Jahr 2020:  Einwohnerinnen und Einwohner, Vereine sowie Firmen im Gemeindegebiet können die Pflanzung eines Baumes durch die Gemeinde beantragen.

    Die im Jahr 2018 geschaffene Stelle des Sanierungsmanagers ist zuständig für alle energierelevanten Themen der Gemeinde. Dazu gehört unter anderem auch der Aufbau des kommunalen Energiemanagements. Es erfasst sukzessive alle Gebäude mit dem Ziel, Optimierungspotenziale zu erkennen.

    Kontaktperson:

    Claus Hartmann
    hartmann@langenargen.de
    Tel.: 07543 933061

  • Stadt Mengen (eea Gold)
    9.800 Einwohner Beitritt 2009 Punktzahl 78% (eea Gold)

    „Als eea-Gold-Kommune zertifiziert zu werden, macht uns stolz und spornt uns gleichzeitig an. Jetzt setzen wir alles daran, Mengen noch nachhaltiger zu machen: Wir arbeiten an einem Mobilitätskonzept und wurden 2021 als Fair-Trade-Stadt zertifiziert.“ Bürgermeister Stefan Bubeck

    Schon 2009 machte sich Mengen mit einem Energieleitbild und einem Maßnahmenplan im Gepäck auf den Weg, Klimaschutzgemeinde zu werden. 2014 wurde die Stadt mit dem European Energy Award zertifiziert, 2017 erfolgte die Re-Zertifizierung. 2021 erfüllte die Stadt erstmals die Kriterien für die Auszeichnung in Gold.

    Das Leuchtturmprojekt von Mengen ist sein Nahwärmekraftwerk. Es stellt seit 2013 die Nahwärmeversorgung aus erneuerbarer Energie mit Holzhackschnitzel für die historische Altstadt bereit. Mittlerweile werden bereits zehn öffentliche Gebäude und 120 Privathaushalte von dem Wärmenetz mit über 3.500 Megawattstunden im Jahr versorgt.

    Große Fortschritte verzeichnet die Stadt zudem beim Mobilitätskonzept für das gesamte Stadtgebiet und beim Engagement für den fairen Handel. Im Herbst 2021 konnte sich Mengen über die Auszeichnung als Fair-Trade-Stadt freuen. Besonders schön: Bei allen Prozessen kann die Stadt auf eine Vielzahl Beteiligter und Unterstützer zählen.

    Kontaktperson:

    Kerstin Keppler
    kerstin.keppler@mengen.de
    Tel.: 07572 607 503

  • Ortenaukreis
    432.600 Einwohner Beitritt 2012 Punktzahl 62%

    „Wir freuen uns, dass wir einen substanziellen Beitrag für den Klimaschutz geleistet haben. Wir werden weiter aktiv sein, damit die Ortenau auch für die nächsten Generationen ihre hohe Lebensqualität behält.“ Dr. Nikolas Stoermer, Erster Landesbeamter und Leiter des Dezernats für Kommunales, Gewerbeaufsicht und Umwelt

    Der Ortenaukreis ist der größte Landkreis in Baden-Württemberg und bringt mit seiner dezentralen Struktur eher schwierige Voraussetzungen für den eea mit. Dennoch konnte das Energieteam die Punktezahl im Audit deutlich steigern.

    Mit der besonderen Technologie des Zweckverbandes Abfallbehandlung Kahlenberg erzeugt der Landkreis aus Restabfällen Biogas und Ersatzbrennstoffe, deren energetische Nutzung einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Der klimafreundliche und energieeffiziente Strom sowie die Wärme sparen jährlich bis zu 15.000 Tonnen Kohlendioxid ein. Die energetische Nutzung der Ersatzbrennstoffe ersetzt vor allem in industriellen Prozessen fossile Energieträger. Das reduziert die klimaschädlichen Emissionen um weitere 20.000 Tonnen pro Jahr.

    43 Windenergieanlagen produzieren jährlich 260.000 Megawattstunden Strom und decken damit den Strombedarf von rund 86.000 Haushalten. Das entspricht 46 Prozent der Haushalte des Ortenaukreises. 33 der Windenergieanlagen wurden allein in den letzten zehn Jahren genehmigt. Weitere Anlagen befinden sich im Verfahren und in der Vorantragsphase.

    Auf der Agenda des Ortenaukreises steht außerdem die umweltfreundliche Mobilität. Durch eine Tarifreform 2021 vereinfachte der Landkreis das Tarifsystem und setzte finanzielle Anreize. Er baut das Angebot weiter aus und steigert damit konsequent die Attraktivität des ÖPNVs. Auch den Radverkehr hat der Ortenaukreis früh in den Fokus genommen: Seit 2007 wurden 180 Kilometer neue Radwege realisiert.

    Kontaktperson:

    Christopher Schüle (Klimaschutzmanager)
    Christopher.Schuele@Ortenaukreis.de
    Tel.: 0781 805 6351

  • Stadt Pfullendorf
    13.500 Einwohner Beitritt 2013 Punktzahl 65%

    „Viele [kleine] Leute, die an vielen [kleinen] Orten, viele [kleine] Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern.“ – wir in Pfullendorf sehen das so, wie es dieses afrikanische Sprichwort beschreibt. Deshalb setzen wir uns für Klimaschutzmaßnahmen ein, die beispielhafte Wege aufzeigen.“ Bürgermeister Thomas Kugler

    Pfullendorf macht sich stark für neue Konzepte und ökologische Lösungen. Ein Beispiel ist der innovative Eisspeicher im neuen Familienzentrum. Zukünftig kühlt er im Sommer und heizt im Winter – klimafreundlich und ökologisch. Bei der Erschließung von Neubaugebieten setzt die Stadt auf nachhaltige Lösungen wie der kalten Nahwärme. In der Innenstadt von Pfullendorf versorgt ein Nahwärmenetz private Haushalte und die kommunalen Liegenschaften zukünftig mit klimafreundlicher Wärme.

    Viele weitere Maßnahmen tragen zur Verbesserung des CO2-Fußabdrucks der Stadt bei. Etwa der kontinuierliche Umstieg auf LED-Technik in Liegenschaften und Straßenbeleuchtung. Auch die Stadtverwaltung geht mit ihrem energiepolitischen Leitbild als Vorbild voran. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können beispielsweise Jobräder beantragen. Pfullendorf führte kommunale Liegenschaften zusammen und ermöglichte dadurch kurze Wege und fachübergreifende Synergien.

    Die Stadt erweitert außerdem kontinuierlich das Geschwindigkeitskonzept und stellt auf Tempo 30 um. Pfullendorf baute auch das Radwegenetz aus und motiviert mit neuen Fahrradständern und zwei Lademöglichkeiten für E-Bikes Bürgerinnen und Bürger zum Umstieg auf CO2-neutrale Verkehrsmittel. Eine ehemalige Bahnstrecke reaktivierte die Stadt für touristische Zwecke und für den Holztransport. Auch dies mit positivem Effekt auf die Klimabilanz.

    Kontaktperson:

    Jörg-Steffen Peter
    joerg-steffen.peter@stadt-pfullendorf.de
    Tel.: 07552 251601

  • Landkeis Reutlingen (eea Gold)
    287.500 Einwohner Beitritt 2011 Punktzahl 82% (eea Gold)

    „Als Modellregion für nachhaltige Entwicklung freuen wir uns ganz besonders über die eea Gold Auszeichnung. Klimaschutz ist bei uns schon lange ein Top-Thema. Dank eines sehr engagierten Teams aus Vertreterinnen und Vertretern des ganzen Landratsamts haben wir schon über 200 Projekte im Bereich Klimaschutz umgesetzt.“ Landrat Dr. Ulrich Fiedler

    Der Landkreis Reutlingen gilt mit dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb bundesweit als Modellregion für nachhaltige Entwicklung und setzt sich seit vielen Jahren aktiv für den Klimaschutz ein. Bereits seit über 30 Jahren hat der Landkreis ein Energiemanagement für die eigenen Gebäude und nimmt seit 2012 am European Energy Award teil.

    Als ein besonderer Meilenstein wurde auf Initiative des Landkreises 2007 die Klimaschutzagentur gegründet. Sie führte seitdem über 5.000 Energie-Erstberatungen durch.

    Das Engagement des Landkreises wird in verschiedenen Projekten sichtbar: Er verabschiedete eine Handlungsstrategie Klimaschutz und trat dem Klimaschutzpakt Baden-Württemberg bei. Dieser verfolgt einen konkreten Absenkpfad hin zu einer klimaneutralen Verwaltung bis 2040. Der Landkreis stellte die kreiseigenen Gebäude und Kreiskliniken auf 100 Prozent zertifizierten Ökostrom um. Ebenso fasste er den Beschluss für einen besonders energieeffizienten Landratsamts-Neubau. Grüner Wasserstoff als alternative Energieform wird im Landkreis durch mehrere Projekte gefördert.

    Kontaktperson:

    Katja Walter
    presse@kreis-reutlingen.de
    Tel.: 07121 480 1014

  • Stadt Reutlingen
    116.000 Einwohner Beitritt 2012 Punktzahl 67% 

    „Der Klimawandel gehört zu den größten Herausforderungen unserer Zeit. Als Stadt müssen wir Vorbild sein. Denn so erreichen wir möglichst viele unserer Bürgerinnen und Bürger und motivieren sie dazu, selbst fürs Klima aktiv zu werden.“ Oberbürgermeister Thomas Keck

    Reutlingen beschloss die Teilnahme am European Energy Award im Rahmen seines Klimaschutzkonzeptes. Die erste Zertifizierung erfolgte im Jahr 2017. Bis spätestens 2040 will die Gesamtstadt klimaneutral sein. Der eea zeigt als Qualitätsmanagementsystem den Fortschritt der städtischen Energie- und Klimaschutzpolitik der letzten Jahre und bildet die künftige Planung ab.

    Reutlingen setzte bereits ein neues Stadtbusnetz um, verabschiedete den Masterplan Radverkehr, gründete die Task-Force „Klima und Umwelt“ und brachte viele weitere Maßnahmen voran. Dadurch verbesserte die Stadt ihr Ergebnis bei der ersten Rezertifizierung 2021.

    Bei den Maßnahmen will Reutlingen glaubwürdig sein und als Vorbild vorangehen. Deshalb bezieht die Stadt nicht nur ihre Verwaltung, sondern auch alle Eigenbetriebe und Tochterunternehmen in ihr Ziel der Klimaneutralität mit ein. Gemeinsam mit der Hochschule Reutlingen startete Reutlingen 2021 das Reallabor Klima-RT-Lab mit fünf Realexperimenten. Diese sind Strom Community, Wärmeversorgung, Gebäude und Infrastruktur, Mobilität und nachhaltiges Handeln.

    Große Bereiche des neuen Maßnahmenprogramms sind der weitere Ausbau und die Dekarbonisierung der Fernwärme sowie die Verbesserung des Rad- und Fußverkehrs. Auch auf der Agenda sind die Planung und Umsetzung der Regionalstadtbahn Neckar-Alb sowie die Schaffung einer sicheren Energieversorgung auf Grundlage erneuerbarer Energien.

    Kontaktperson:

    Cordula Walleit (Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)
    Pressearbeit@Reutlingen.de
    Tel.: 07121 303 2533

  • Stadt Rheinfelden
    32.900 Einwohner Beitritt 2007 Punktzahl 73%

    "Die Stadt Rheinfelden (Baden) arbeitet kontinuierlich an der Umsetzung verschiedener Projekte. Wichtige Beiträge zur Wärmewende sind die Einspeisung industrieller Abwärme in das städtische Nahwärmenetz und die Förderung von privaten Solaranlagen." Oberbürgermeister Klaus Eberhardt

    Seit 2007 nimmt die Stadt Rheinfelden (Baden) am European Energy Award teil und stellt im Rahmen der eea-Audits ihre Leistungen im Bereich des Klima- und Umweltschutzes auf den Prüfstand. Die junge Kreisstadt mit rund 33.000 Einwohnern setzt ihre kommunalen Klimaschutzziele ganzheitlich um. Sie senkt die Energie-Verbrauchszahlen, sensibilisiert die Nutzerinnen und Nutzer, baut das Wärmenetz und die erneuerbaren Energien aus und engagiert sich für die Mobilitätswende.

    Meilenstein sind die Einspeisung industrieller Abwärme in das städtische Nahwärmenetz und die Beteiligung der Stadt an der interkommunalen Wärmeplanung im Landkreis. Auch das 2019 gestartete Photovoltaik-Förderprogramm für Rheinfelder Bürgerinnen und Bürger sowie Vereine treibt die Energiewende lokal voran. Durch den eea-Prozess angestoßen wurden außerdem Vor-Ort-Stichproben, mit denen bei Neubauten die korrekte Ausführung des Gebäudeenergiegesetzes überprüft wird. Auf Gebäudeebene trug die Kommunalverwaltung mit der Gesamtsanierung des Rathauses und einer insgesamt verbesserten Ressourceneffizienz in den städtischen Liegenschaften zur Energieeffizienz bei.

    Die Stadt Rheinfelden trifft außerdem Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel. Die 2020 erarbeitete Stadtklimaanalyse zeigt Klimawandeleffekte auf und dient der Stadtplanung als Handlungsstrategie für eine klimawandelgerechte städtebauliche Entwicklung.

    Nachdem 67 Prozent im Jahr 2017 bei der eea-Zertifizierung erreicht wurden, konnte sich die Stadt Rheinfelden in den vergangenen vier Jahren um sechs Prozent verbessern.

    Kontaktperson:

    Chantal Hommes-Olaf
    c.hommes-olaf@rheinfelden-baden.de
    Tel.: 07623 95 329

  • Rhein-Neckar-Kreis
    548.200 Einwohner Beitritt 2013 Punktzahl 65%

    „Klimaschutz ist Herausforderung und Chance zugleich. Denn richtig verstanden sind alle Maßnahmen in den Bereichen Klimaschutz, Energieeffizienz und Erneuerbare Energien auch Beiträge zur regionalen Wirtschaftsförderung.“ Landrat Stefan Dallinger

    Bereits seit 2010 steht der Klimaschutz im Rhein-Neckar-Kreis auf der politischen Agenda. Verankert als strategisches Ziel zählt er zur Daueraufgabe im Landkreis. Nachdem das Klimaschutzkonzept 2013-2019 erfolgreich umgesetzt und die Ziele sogar übererfüllt werden konnten, setzt der Kreis nun mit der Fortschreibung des Klimaschutzkonzepts im Jahr 2021 neue Maßstäbe.

    Im ersten Klimaschutzkonzept waren der Rhein-Neckar-Kreis und seine Eigengesellschaften vorwiegend in den eigenen Bereichen tätig. Der Kreis nahm seine Vorbildrolle gegenüber Kommunen, Unternehmen und Bürgerinnen und Bürgern wahr. Künftig wird er als Koordinator, Initiator und Unterstützer in der Fläche stärker sichtbar werden. Dabei setzt sich der Kreis fünf Ziele: Er will das Pariser Klimaschutzabkommen umsetzen, die erneuerbaren Energien im Kreis weiter ausbauen, die fossile Energieversorgung schrittweise zurückfahren und den Gebäudebestand bis 2040 weitestgehend klimaneutral machen. Außerdem bekennt sich der Rhein-Neckar-Kreis im Sinne des 3. Klimaschutzpaktes zwischen den kommunalen Landesverbänden und dem Land Baden-Württemberg zum Ziel der Klimaneutralen Kommunalverwaltung bis 2040. Dieses Ziel will er auf das Jahr 2035 vorziehen. Dafür wirbt der Rhein-Neckar-Kreis bei Kommunen, Wirtschaft und Bürgerschaft und fördert sowie unterstützt eine gemeinsame Vorgehensweise.

    Seit 2013 nimmt der Rhein-Neckar-Kreis am European Energy Award teil und konnte sich Ende 2017 zum ersten Mal mit dem eea zertifizieren. Nur vier Jahre später konnte er sich von 54,4 Prozent auf 65,5 Prozent verbessern. Mit der Fortschreibung des Klimaschutzkonzepts möchte der Rhein-Neckar-Kreis auch beim eea weiter an Fahrt aufnehmen.

    Kontaktperson:

    Silke Hartmann (Amtsleitung, Büro des Landrats)
    s.hartmann@rhein-neckar-kreis.de
    Tel.: 06221 522 1421

  • Gemeinde Rudersberg
    11.300 Einwohner Beitritt 2020 Punktzahl 52%

    In der Gemeinde Rudersberg wird Umwelt-, Natur- und Klimaschutz gelebt. Unsere naturnahe Landschaft im Wieslauftal wollen wir pflegen und erhalten.“ Bürgermeister Raimon Ahrens

    „Streuobstwiesenjahr 2022“ ist das diesjährige Motto von Rudersberg. Mit verschiedenen Ideen und Veranstaltungen will die Gemeinde Freunde für diese kulturelle Landschaftsform und deren Produkte gewinnen. Im Vorjahr legte sie mit dem Rudersberger Naturgarten auf gemeindeeigenen Flächen Blumenwiesen für alle bestäubenden Insekten an, um damit deren leisen Verschwinden entgegenzuwirken.

    Im technischen Bereich trug Rudersberg mit einem Förderprogramm für Photovoltaikanlagen und Stromspeicher zu einigen Megawattsunden sauberem Solarstrom bei, auch kommunale Dächer sind bereits mit PV- Platten bestückt. In Kürze realisiert sie eine große Solaranlage auf dem Dach einer ortsansässigen Spedition.

    Zukünftig legt Rudersberg einen Schwerpunkt auf Energiemanagement und einer Sanierungsstrategie. Damit will die Gemeinde den Energieverbrauch der kommunalen Gebäude reduzieren. Die weiteren Planungs- und Handlungsfelder betreffen die Mobilität und die Klimaanpassung. Rudersberg wertet sukzessive seine Ortsdurchfahrten auf, die Neugestaltung der Ortsdurchfahrt Schlechtbach steht hierbei an erster Stelle der Investitionsliste.

    Um personell dem Klimawandel und dessen Folgen zu begegnen, wird die Gemeinde die Stelle einer Klimaanpassungsmanagerin bzw. eines Klimaanpassungsmanagers einrichten.

    Kontaktperson:

    Dipl.-Ing. Uwe Schelling
    uschelling@outlook.de
    Tel.: 07151/270174

  • Gemeinde Schemmerhofen
    8.500 Einwohner Beitritt 2013 Punktzahl 60% 

    „Wir können dem Klimawandel nur erfolgreich entgegentreten wenn auch und gerade vor Ort nachhaltig gehandelt wird. Deshalb engagiert sich unsere Kommune für den Klimaschutz. Durch unser Handeln zeigen wir, wie Klimaschutz gelebt werden kann. Damit gehen wir als Vorbild voran und schaffen Akzeptanz.“      Bürgermeister Mario Glaser

    Die Gemeinde Schemmerhofen ist mit rund 8.700 Einwohnenden die größte Landgemeinde des Landkreises Biberach. Seit seiner ersten Teilnahme am eea 2013 verfolgt Schemmerhofen konsequent den Weg einer nachhaltigen Energiepolitik.

    Die erneute Zertifizierung 2022 unterstreicht das Bestreben der Gemeinde, Natur und Umwelt zu schützen und diesen Schutz als zwingend notwendig einzuordnen. Zahlreiche Maßnahmen wurden bereits umgesetzt. Kürzlich schloss Schemmerhofen die energetische Sanierung der Schulgebäude ab und installierte ein Blockheizkraftwerk. Dieses versorgt nun über ein Nahwärmenetz die Schulgebäude, die Turnhalle, das Kinder- und Familienhaus sowie das Zunftheim. Die Teilnahme am eea gibt der Energiepolitik der Gemeinde eine fundierte Struktur.

    Für die nächsten Jahre verabschiedete der Gemeinderat bereits ein klimapolitisches Leitbild mit dem Ziel einer bilanziellen Energieautarkie. Der Schutz des Klimas wird in Schemmerhofen gelebt und ist von vielen Kleinmaßnahmen und Akteuren wie der Bürgerenergiegenossenschaft gekennzeichnet.

    Das energiepolitische Arbeitsprogramm Schemmerhofens ist vielseitig. So baut die Gemeinde das Nahwärmenetz auf Basis von Biogas aus. Dieses versorgt Wohnhäuser und öffentliche Gebäude mit Wärme. Wasserkraftanlagen erzeugen regenerativen Strom für die gemeindeeigenen Einrichtungen. Kommunale Neubauten unterliegen dem Effizienzhausstandard. Außerdem richtet die Gemeinde Buslinien für Schülerinnen und Schüler ein.

    An Bedeutung gewinnen auch kleinere Anlagen wie Blockheizkraftwerke für die Kraft-Wärme-Kopplung. Sie versorgen zunehmend Gewerbebetriebe, Wohngebiete und öffentliche Gebäude. Eine regelmäßig stattfindende Energieberatung durch die Energieagentur Biberach sensibilisiert die Bevölkerung im Umgang mit natürlichen Ressourcen.

    Kontaktperson:

    Karsten Krüger
    karsten.krueger@schemmerhofen.de
    Tel.: 07356 935627
     

  • Landkreis Sigmaringen (eea Gold)
    130.900 Einwohner Beitritt 2010 Punktzahl 77% (eea Gold)

    „Mit dem eea lässt sich ablesen, was wir an positiven Veränderungen schon erreicht haben. Für die Zukunft stehen weitere große Projekte auf der Agenda, die wir für mehr Klimaschutz gerne anpacken.“ Landrätin Stefanie Bürkle

    Schon seit vielen Jahren haben Umwelt- und Klimaschutzthemen beim Landkreis Sigmaringen einen hohen Stellenwert. Bereits 2008 gründete er eine regionale Energieagentur. Den Erweiterungsbau des Landratsamtes realisierte er in Niedrigenergiebauweise mit erneuerbaren Energien zur Wärmeversorgung.

    Auf der ehemaligen Deponieanlage wurde eine PV-Anlage mit einer Leistung von 1.000 Kilowatt Peak errichtet. Mit Hilfe der Schwachgasabfackelung der Deponie werden die landkreiseigenen Hackschnitzel getrocknet. Der Landkreis verfolgt ein ganzheitliches Konzept. Er investiert in erneuerbare Energien und in Energieeffizienz und fördert die nachhaltige Mobilität für Bevölkerung, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Besucherinnen und Besucher, beispielsweise durch mehrere Regiobuslinien.

    In seiner Liegenschaftsverwaltung führte der Landkreis Optimierungen durch. Er brachte Beteiligungsprozesse ins Laufen und tätigte ein umfangreiches Investitionsprogramm. Mit diesem setzte der Landkreis energetische Sanierungen um und brachte den weiteren Ausbau von PV-Anlagen auf Liegenschaften des Landkreises voran.

    Kontaktperson:

    Adrian Schiefer
    Adrian.Schiefer@lrasig.de
    Tel.: 07571 102-2300

  • Gemeinde Sigmaringendorf
    3.700 Einwohner Beitritt 2013 Punktzahl 58%

    „Der Umwelt- und Klimaschutz genießt auf der Agenda unserer Gemeinde einen hohen Stellenwert. Mit der regelmäßigen Zertifizierung über den eea-Prozess haben wir für uns dabei eine stetige Erfolgskontrolle.“ Bürgermeister Philip Schwaiger 

    Sigmaringendorf betrachtet zunehmende Naturkatastrophen, das Artensterben und die Erderwärmung als dauerhafte Vorkommnisse des Klimawandels und sieht sich in der Verantwortung, diesem auf kommunaler Ebene entgegenzuwirken.

    Die Gemeinde betreibt seit vielen Jahren ein eigenes Nahwärmenetz, das neun kommunale und zwei kirchliche Gebäude mit größtenteils regenerativer Wärmeenergie versorgt. Beim Strombezug setzt die Kommune seit mehreren Jahren zu 100 Prozent auf Ökostrom. Durch die Inbetriebnahme von Ladestationen für E-Autos und E-Fahrräder leistete Sigmaringendorf Beiträge zur Mobilitätswende.

    Die öffentlichen Gebäude sanierte die Gemeinde energetisch. Keines davon hat jetzt noch eine Ölheizung. Ein Leitfaden für klimaschonendes und energieeffizientes Bauen und Sanieren setzt verbindliche Standards für die kommunalen Liegenschaften.

    Ein großes Ziel für die nächsten Jahre ist die sukzessive Belegung öffentlicher Gebäudedächer mit Photovoltaikanlagen. Schon 2022 rüstet die Gemeinde das Dach des Betriebsgebäudes der lokalen Kläranlage mit einer 71 Kilowatt Peak Anlage aus.

    Die Straßenbeleuchtung stellte Sigmaringendorf bereits zu hoher Quote auf LED-Technik um. Noch in diesem Jahr will die Gemeinde alle übrigen Lampen auf LED umrüsten.

    Sigmaringendorf plant bereits weitere Maßnahmen ein. Eine Software wird zukünftig das kommunale Energiemanagement unterstützen, eine Fahrrad-Reparatursäule bei den E-Ladestationen am Donau Radweg bringt E-Radler weiter in Fahrt und verschiedene Veranstaltungen informieren Bürgerinnen und Bürger über das Thema Energieeinsparung.

    Kontaktperson:

    Hartmut Diesch (Kämmerer)
    diesch@sigmaringendorf.de
    Tel.: 07571 7305 14

  • Gemeinde Ummendorf
    4.500 Einwohner Beitritt 2013 Punktzahl 66%

    „Unsere Gemeinde sieht sich dazu verpflichtet, mit dem Gut Umwelt sorgsam umzugehen. So können wir für unsere nachfolgenden Generationen eine intakte Natur und damit ideale Lebensbedingungen erhalten.“ Bürgermeister Klaus B. Reichert

    Die Gemeinde Ummendorf mit 4.500 Einwohner liegt in der Nähe von Biberach. Sie hat bereits vor 15 Jahren durch Förderprogramme ihre Bürgerinnen und Bürger dazu motiviert, in den Umweltschutz zu investieren. In den letzten Jahren lag der Fokus des Umweltförderprogramms von Ummendorf auf der energetischen Sanierung von Wohngebäuden. Hierfür stellte die Gemeinde mehrere 100.000 Euro bereit.

    Die Gemeinde gründete ein Energieteam und eine Projektgruppe Umwelt. Sie prüft sinnvolle Maßnahmen zum Schutz der Umwelt, so wurde beispielsweise eine Biotopverbundplanung in Auftrag gegeben. Um die Verkehrswende im ländlichen Raum voranzubringen, installierte Ummendorf eine Ladesäule für E-Autos und E-Fahrräder in der Ortsmitte. Das Rathaus wurde energetisch saniert.

    Ein Energieteam prüft die Dächer der öffentlichen Gebäude hinsichtlich der Eignung für Photovoltaikanlagen. So wurden bereits auf der Gemeindehalle Fischbach und auf dem Dach der Garagen des Rathauses PV-Anlagen gebaut. Weitere Anlagen auf dem Bauhof und der Grundschule übernahm die Gemeinde von der Bürgerenergiegenossenschaft Ummendorf. Die Sporthalle rüstete die Kommune mit LED-Lampen aus. Ein Beschluss für die nähere Zukunft sieht die Stelle einer Energiemanagerin oder eines Energiemanagers vor.

    Kontaktperson:

    Thomas Kammerlander
    kammerlander@ummendorf.de
    Tel.: 07351 3477106

  • Landkreis Waldshut
    171.200 Einwohner Beitritt 2017 Punktzahl 53%

    „Klimaschutz und Klimaanpassung gehen uns alle an! Wir müssen die Lebensgrundlagen für uns und die nachkommenden Generationen erhalten. Die Auszeichnung mit dem European Energy Award zeigt, was durch Zusammenarbeit und Engagement erreicht werden kann.“ Landrat Dr. Martin Kistler

    Klimaschutz hat im Landkreis Waldshut eine lange Tradition. So wurde die Justus-von-Liebig-Schule in Waldshut-Tiengen bereits 2001 als erste Schule in Deutschland in Passivhaus-Bauweise erstellt. War der Nachhaltigkeitsgedanke im Landkreis schon lange fest verankert, werden Klimaschutz und -anpassung vor allem seit der Teilnahme am European Energy Award (eea) systematisch und ganzheitlich gedacht und umgesetzt.

    Wie in kaum einem anderen Landkreis in Baden-Württemberg hat im Landkreis Waldshut der Klimawandel erheblich dazu beigetragen, dass der Borkenkäfer sich unkontrollierbar vermehren konnte. Auf Initiative des Waldshuter Kreisforstamtes entstand daher die Modellregion Südschwarzwald. Aus ihr gingen Handlungsempfehlungen für Waldbesitzende und Projekte wie der Klimawandelpfad in Waldshut hervor.

    Seit 2019 bezieht der Landkreis 100 Prozent Ökostrom aus Wasserkraft. Der Kreis treibt seit vielen Jahren die Elektrifizierung der Hochrheinbahn voran. Das neue Klimaschutzkonzept soll die langfristigen Ziele aufzeigen und bezieht Bevölkerung, Kommunen und Unternehmen mit ein. Der eea-Prozess ist dabei Hilfsmittel zum Fortschritt.

    Die eea-Auszeichnung sieht der Landkreis als Belohnung und Ansporn, sich weiter für den Klimaschutz zu engagieren. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Landratsamt engagieren sich für dieses Ziel in einem Energieteam.

    Kontaktperson:

    Gregor Allgeier
    Gregor.Allgeier@landkreis-waldshut.de
    Tel.: 0174 39 71 303

  • Stadt Ulm (eea Gold)
    126.9400 Einwohner Beitritt 2006 Punktzahl 80% (eea Gold)

    „Unser Fokus liegt auf dem Ausbau der Fernwärme, dem Zubau von Photovoltaikanlagen und der Optimierung des Verkehrs. Zusammen mit allen städtischen Akteuren und der Bürgerschaft werden wir die Grundlagen für eine nachhaltige Zukunft für Ulm und die Region schaffen." Bürgermeister Tim von Winning

    Die Stadt Ulm wurde schon mehrfach mit dem European Energy Award ausgezeichnet – nun mit 79,9 Prozentpunkten auch erstmals in Gold. Die Stadt Ulm ist damit die erste Großstadt Baden-Württembergs mit Gold-Status.

    Rund 80 Prozentpunkte bedeuten: Ulm hat fast vier Fünftel aller möglichen Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz, zur Versorgung mit erneuerbaren Energien und zum Klimaschutz in der Stadt umgesetzt. Die Stadt hat die Fernwärme kontinuierlich ausgebaut, das Straßenbahnnetz erweitert und versorgt die städtischen Gebäude mit Ökostrom. Auch die Straßenbeleuchtung rüstete sie auf LED-Technik um und realisierte einen Klimaschutzbeirat mit Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft.

    Viele weitere Herausforderungen sind noch zu bewältigen, um die ambitionierten Klimaschutzziele des Landes Baden-Württemberg und die Klimaneutralität bis 2040 umzusetzen. Für Ulm stehen deshalb auch in den nächsten Jahren Klimaschutz und Energiewende im Fokus. Als weitere Ziele will die Stadt einen kommunalen Wärmeplan erstellen und umsetzen, eine großflächige Photovoltaik-Offensive starten und den stetigen Ausbau alternativer Mobilitätsformen voranbringen.

    Kontaktperson:

    Fabian Briemle (Klimaschutzmanager)
    f.briemle@ulm.de
    Tel.: 0731 161 6116

  • Stadt Walldorf
    15.500 Einwohner Beitritt 2006 Punktzahl 63%

    Die Stadt Walldorf setzt sich seit vielen Jahren für den Klimaschutz ein. Unsere wichtigste Aufgabe ist und bleibt es, unsere Lebensgrundlagen und die zukünftiger Generationen zu erhalten.“ Bürgermeister Matthias Renschler

    Die Stadt Walldorf übernimmt ihre Verantwortung, das Klima auf lokaler Ebene zu schützen und sich den anstehenden Herausforderungen zu stellen.

    Walldorf engagiert sich seit vielen Jahren im Umwelt- und Klimaschutz. Bereits 1985 erstellte sie ihre erste Umweltbilanz und installierte für die Schule und das Hallenbad ein Blockheizkraftwerk. Seit 1990 fördert die Stadt Maßnahmen für die energetische Sanierung privater Gebäude. Das erste Klimaschutzkonzept war die Grundlage für die eea-Teilnahme 2006 als Pilotkommune. Die neue Zertifizierung 2022 beweist die städtischen Bemühungen der letzten Jahre und bietet eine Grundlage für die künftigen Anstrengungen im kommunalen Klimaschutz.

    Seit 2010 werden in Walldorf alle kommunalen Gebäude im Passivhausstandard errichtet. Die Stadt baut die Photovoltaikanlagen deutlich aus und erstellt eine Strategie zur zukunftsfähigen Wärmeversorgung von Gebäuden.

    Walldorf wird in den nächsten Jahren seine Klimaschutzmaßnahmen deutlich verstärken. Im Vordergrund steht der Ausbau der erneuerbaren Energien und die Reduzierung des Energiebedarfs aller Sektoren.

    Kontaktperson:

    Klaus Brecht
    klaus.brecht@walldorf.de
    Tel: 06227 35 1200

  • Stadt Wehr
    13.100 Einwohner Beitritt 2013 Punktzahl 53%

    „Klimaschutz beginnt im Kleinen, in den Haushalten, den Unternehmen und in den Kommunen. Die Stadt Wehr engagierte sich seit vielen Jahren für effektiven und nachhaltigen Klimaschutz – der European Energy Award ist Bestätigung für dieses Engagement und Auftrag für unsere weiteren Bestrebungen.“ Bürgermeister Michael Thater

    Die Stadt Wehr ist die drittgrößte Stadt im Landkreis Waldshut und eine der waldreichsten Gemeinden in der Region. Schon allein durch ihre geographische Lage zwischen Hochrhein und Schwarzwald hat Wehr einen besonderen Bezug zum Schutz von Umwelt und Klima.

    Bereits Mitte der 90er Jahre führten kommunale Bemühungen um Umweltschutz, Energieeffizienz und Klimaschutz zur Inbetriebnahme eines ersten kleinen Wärmenetzes mit Holzhackschnitzelanlage im Jahr 2003. Es versorgt mehrere Schulgebäude und Sporthallen mit Wärme.

    In den darauffolgenden Jahren realisierte Wehr viele Maßnahmen für den Klimaschutz wie den Bezug von Ökostrom. Verschiedene Öko-Audits, Energieausweise für alle kommunale Gebäude und Energieberatungen führten schließlich zur Teilnahme am European Energy Award. 

    Seitdem erfasste die Stadt systematisch die Energieverbräuche kommunaler Gebäude und bewertete sie, stellte die Straßenbeleuchtung auf LED um, führte einen kostenlosen Bürgerbus ein und realisierte das E-Carsharing.

    Grundlagen für die durchgeführten und geplanten Projekte sind das energiepolitische Arbeitsprogramm zum eea und ein integriertes Klimaschutzkonzept.

    Auch zukünftig stellt sich Wehr den Herausforderungen der Klimaerwärmung. Aktuelle Projekte sind ein E-Mobilitätskonzept, ein Förderprogramm für Mini-PV-Anlagen und die Erweiterung der kommunalen Nahwärmenetze.

    Kontaktperson:

    Sven Geiger (Klimaschutzmanager)
    sven.geiger@wehr.de
    Tel.: 07762 808 504