Wo werden besonders viele Güter elektrisch transportiert?
Die Elektrifizierung des Straßengüterverkehrs ist aktuell noch nicht so weit vorangeschritten wie die des Autoverkehrs. Bei den zahlenmäßig dominierenden Transportern (leichten Nutzfahrzeugen bis 3,5 Tonnen) lag der Anteil vollelektrischer BEV an den Neuzulassungen in Baden-Württemberg mit 7,2% unter dem Bundesdurchschnitt. Vorreiter-Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen (NRW) mit einer gezielten Förderung elektrischer Transporter sind hier schon weiter, liegen aber bei den Neuzulassungen dennoch weit hinter den führenden Niederlanden. Beim Anteil elektrischer Transporter am Bestand ergibt sich ein ähnliches Bild, wobei hier nur wenige Länder vor Deutschland und Baden-Württemberg stehen. Allerdings wird Baden-Württemberg z.B. von China überholt werden, wenn es keine Fortschritte bei den Neuzulassungen macht. Plug-in-Hybride spielen bei Transportern insgesamt eine geringere Rolle als im Pkw-Segment.
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Bei den Lastwagen (schweren Nutzfahrzeugen über 3,5 Tonnen), die bei Güterverkehrsleistung gegenüber den Transportern dominieren, liegt Baden-Württemberg dagegen bezüglich der Neuzulassungen von E-Lkw mit 8,6% über dem gesamtdeutschen Durchschnitt. Auch hier ist NRW aber mit 17% schon deutlich weiter und international liegen China und die Schweiz mit über 20% ganz vorne. Der Anteil von elektrischen Lastwagen am Bestand von landesweit 1,1% ist allerdings noch geringer als in Deutschland insgesamt. NRW steht hier mit 4,9% noch vor den skandinavischen Ländern, der Schweiz und China an der Spitze und zeigt damit, dass mit entsprechender Förderung von Fahrzeugen und Ladeinfrastruktur auch in Deutschland schon deutlich mehr möglich ist.
Insgesamt spielen vollelektrische BEV bei der Antriebswende im Lkw-Segment die Hauptrolle. Plug-in-Hybride und Wasserstoff-Antriebe bleiben bei Lastwagen bisher eine Nische.
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Die Antriebswende bezieht sich nicht nur auf Autos, Transporter und Lastwagen, sondern auch auf Fahrzeuge im öffentlichen Personenverkehr, also vor allem Busse. Unter den elektrischen Antrieben dominieren vollelektrische BEV bei Bussen noch stärker als bei Pkw, während Plug-in-Hybride nur eine kleine Rolle spielen (vor allem in Deutschland). Ähnlich wie bei Lastwagen gibt es außerdem vereinzelt nennenswerte Anteile von Wasserstoff-Antrieben.
Der Anteil batterieelektrisch angetriebener Busse an den Neuzulassungen liegt in Baden-Württemberg mit 21,7% unter dem Bundesdurchschnitt und weit hinter den Werten in Dänemark, Norwegen und China, wo schon mehr als jeder zweite neue Bus elektrisch fährt. Auch im Bus-Bestand ist der elektrische Anteil hierzulande mit 4,7% noch relativ gering, während neben China auch die Niederlande bereits mehr als ein Viertel des Bus-Bestands auf elektrische Antriebe umgestellt haben. Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein zeigen, dass auch in Deutschland schon mehr möglich ist, als aktuell in Baden-Württemberg zu beobachten ist.
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Neben der Antriebswende im Straßengüterverkehr spielt auch die Verlagerung von der Straße auf die energieeffizienteren Verkehrsträger Schiene und Wasserstraße eine Rolle.
Im Jahr 2024 wurde in Baden-Württemberg fast jede vierte Tonne (23%) mit der Bahn oder mit dem Binnenschiff auf Rhein und Neckar transportiert. Dieser Anteil ist zuletzt leicht angestiegen, lag in der Vergangenheit aber auch schon bei über 25%. Andere Länder in Europa zeigen, dass hier auch deutlich höhere Anteile möglich sind. In den Niederlanden, Rumänien und Bulgarien (mit einer ausgeprägten Binnenschifffahrt) sowie in den baltischen Staaten und der Schweiz (mit besonders hohem Anteil der Bahn) war es mehr als jede dritte Tonne.
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