Drei Personen stehen auf einer Baustelle vor gestapelten, isolierten Rohren für ein Wärmenetz. Eine Frau mit Bauhelm zeigt auf ein Bauteil, während zwei Kollegen in gelber Arbeitsplanung zuhören.

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Einleitender Text

Wo werden GWP eingesetzt?, Energiekonzept, Signifikanter Zubau, Technologie der Zukunft

Häufige Fragen und Antworten zu Großwärmepumpen

  • Zu welchem Zweck werden Wärmepumpen eingesetzt?

    Um Wärme zur Verfügung zu stellen, kann entweder ein Verbrennungsprozess mit damit verbundenen Emissionen oder der Einsatz einer anderen Energiequelle wie Strom genutzt werden. Wärmepumpen bieten sich als Alternative zu klassischen Verbrennungsanlagen an, da hier vorhandene Umweltwärme und Strom eingesetzt wird. Dank des Kreislaufprozesses in der Wärmepumpe (der gegenteilige Prozess findet in Kühlschränken statt) können aus 1 Kilowattstunde Strom ungefähr 2,5 bis 4 Kilowattstunden Wärme bereitgestellt werden.

  • Wie funktioniert eine Großwärmepumpe?

    Eine Großwärmepumpe entzieht der Umwelt, z.B. Gewässer oder Umgebungsluft, Wärme über Wärmetauscher und hebt das Temperaturniveau mithilfe eines elektrisch angetriebenen Kältemittelkreislaufs an, sodass nutzbare Wärme effizient in Fernwärmenetze oder industrielle Prozesse eingespeist werden kann.

  • In welchem Zusammenhang werden Großwärmepumpen eingesetzt?

    Großwärmepumpen werden vor allem eingesetzt, um Fernwärmenetze an Kraftwerks- und KWK-Standorten sowie in der Industrie zur Bereitstellung von Prozesswärme bis etwa 200°C bereitzustellen und ermöglichen eine flexible Nutzung von Umweltwärme und Strom aus erneuerbaren Energien.

  • Warum ist Energie aus Gewässern ein wichtiger Faktor?

    Gewässer und Abwasser weisen ganzjährig relativ hohe und stabile Temperaturen auf, bieten große verfügbare Wärmemengen und ermöglichen dadurch hohe Wirkungsgrade sowie ein erhebliches Potenzial für die kommunale und industrielle Wärmeversorgung.


  • Wann ist eine Genehmigung für eine Großwärmepumpe notwendig?

    Eine Genehmigung ist erforderlich, sobald Wasser aus Gewässern oder Abwasseranlagen entnommen oder eingeleitet wird, bauliche Anlagen errichtet werden oder eine wesentliche Änderung wasser-, bau- oder immissionsschutzrechtlich relevanter Anlagen erfolgt.

  • Welche Genehmigungen sind zu beachten?

    Zu beachten sind insbesondere wasserrechtliche Erlaubnisse nach WHG, ggf. Genehmigungen für Abwasseranlagen nach Landesrecht, bauordnungsrechtliche Baugenehmigungen sowie immissionsschutzrechtliche Genehmigungen nach BImSchG bei bestimmten Kältemittelmengen.

  • Wer stellt die entsprechenden Genehmigungen aus?

    Die Genehmigungen werden von den zuständigen Wasser- und Umweltbehörden, Bezirksregierungen oder Landratsämtern sowie von Bauaufsichts- und Immissionsschutzbehörden entsprechend der jeweiligen Rechtsgrundlage erteilt.

    GenehmigungTatbestandAusstellende BehördeArt der Genehmigung
    Wasserrechtliche Genehmigungen (für Nutzung von Wasser/Grundwasser)
    • Entnahme und Wiedereinleitung von Wasser aus Grundwasserleitern oder Gewässern.
    • Bohrungen für Grundwasser- oder Erdwärmenutzung.
    Unteren Wasserbehörden der Landkreise bzw. kreisfreien Städte (auch als Wasserwirtschaftsamt/Umweltamt) sowie ggf. übergeordnete Landeswasserbehörden bei tieferen Bohrungen oder komplexeren ProjektenWasserrechtliche Erlaubnis/Anzeige
    Bau- und Planungsrechtliche Genehmigungen
    • Baugenehmigung oder Bauanzeige je nach Lage, Größe und Struktur der Anlage.
    • Besonders, wenn bauliche Eingriffe (Bohrlöcher, Technikgebäude, Rohrleitungen etc.) erfolgen.
    Bauämter auf kommunaler EbeneBauanzeige oder Baugenehmigung
    Immissionsschutzrechtliche Genehmigung (BImSchG)

    Ob eine großtechnische Wärmepumpe eine Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) braucht, hängt davon ab, ob die Anlage unter die dort aufgeführten genehmigungspflichtigen Anlagen fällt. Kriterien sind:

    • Art und Größe der Anlage (z. B. Einsatz von Kältemitteln in größeren Mengen)
    • Umweltrelevante Emissionen (Lärm, Stoffe, etc.), die über bestimmte Schwellenwerte gehen.
    zuständigen Immissionsschutzbehörde erteilt → das kann je nach Bundesland das lokale Umweltamt, Regierungspräsidium oder eine spezialisierte Landesbehörde sein.Genehmigung nach BImSchG
    Störfallverordnung (12. BImSchV)Wenn Großwärmepumpen gefährliche Stoffe wie z. B. Ammoniak in größerer Menge nutzen, kann ein Störfall-Genehmigungsverfahren erforderlich sein, überwacht durch dieselben Behörden wie das Immissionsschutzverfahrenzuständigen Immissionsschutzbehörde erteilt → das kann je nach Bundesland das lokale Umweltamt, Regierungspräsidium oder eine spezialisierte Landesbehörde sein.Genehmigung nach 12. BImSchV
    Naturschutzrechtliche GenehmigungenEingriffen in geschützte Flächen (z. B. Gewässerrandstreifen, Natura-2000-Gebiete)Untere Naturschutzbehörden Zustimmung/Planfestellung

  • Welche rechtlichen Rahmenbedingungen sind einzuhalten?

    Einzuhalten sind vor allem das Wasserhaushaltsgesetz mit Verschlechterungsverbot, die AwSV beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen, bau- und raumordnungsrechtliche Vorgaben sowie gegebenenfalls das BImSchG einschließlich Störfallverordnung. 

    Eine Übersicht der Genehmigungen finden Sie in der Frage oberhalb.

  • Welche Temperaturen sind bei der Einleitung von Wasser zu berücksichtigen?

    Die Temperaturdifferenz zwischen Entnahme und Rückleitung ist meist auf etwa 5 K zu begrenzen, die Änderungsrate auf rund 1 K pro Stunde, und starke Abkühlungen oder Erwärmungen sind zu vermeiden, um Gewässerökologie und Organismen zu schützen. 

    Genauere Werte sind momentan nicht fixiert sondern jeweils mit der genehmigenden Behörde (siehe oben) abzustimmen.

  • Wann ist eine BImSchG-Genehmigung einzuholen?

    Eine Genehmigung nach BImSchG ist erforderlich, wenn die Anlage als genehmigungsbedürftig gilt, insbesondere bei größeren Mengen gefährlicher Kältemittel wie Ammoniak oberhalb definierter Mengenschwellen oder bei Einbindung in bestehende Industrieanlagen.

  • Wie ist das BImSchG vom Baurecht zu trennen?

    Erfolgt ein immissionsschutzrechtliches Verfahren, ersetzt es aufgrund der Konzentrationswirkung die Baugenehmigung, während wasserrechtliche Erlaubnisse separat bleiben; ohne BImSchG ist in der Regel ein eigenständiges bauordnungsrechtliches Verfahren durchzuführen.


Projektbeispiele mit Großwärmepumpen

Großwärmepumpen können mit verschiedenen Wärmequellen versorgt werden:

Oberflächennahe Geothermie, Luft, Abwasser, Abwärme

--> Projektbeispiele: Was haben wir schon in KSL-BW?

--> Verweis auf Webseite Verband Großwärmepumpe, Dokumente zur Wirkungsweise

Einsatzgebiete für Großwärmepumpen

Auf der Webseite der Landesenergieagentur Hessen finden sich das Großwärmepumpen-Portal.

Folgende Beispiele bieten einen guten Überblick über die Leistungsgrößen und Anwendungsbereiche für Großwärmepumpen.

Stuttgart

 

Projektinformationen Großwärmepumpe

ProjektnameNeckarpark Stuttgart
BetreiberStadtwerke Stuttgart
Hersteller GWP-
Inbetriebnahme Jahr2020
Projekt InformationenAnlagentechnik:
Abwasserwärmetauscher, Wärmepumpe, BHKW und 
Spitzenlastkessel, Vierleiternetz
Thermische Leistung [kW]915
Zusätzliche InformationenLink

Heidelberg

 

Projektinformationen Großwärmepumpe

ProjektnameENERGIEpark Pfaffengrund Heidelberg
BetreiberMVV AG
Hersteller GWPStadtwerke Heidelberg
Inbetriebnahme Jahr2023
Projekt InformationeniKWK-Anlage mit Abwärmenutzung
Thermische Leistung [kW]1.350
Zusätzliche InformationenLink

Bietigheim-Bissingen

 

Projektinformationen Großwärmepumpe

ProjektnameBietigheim-Bissingen
BetreiberStadtwerke Bietingheim-Bissingen
Hersteller GWPCarrier Klimatechnik GmbH
Inbetriebnahme Jahr2023
Projekt InformationenZusätzliche Systeme:
iKWK System: 2 BHKW mit 669 kW und 2.363 kW thermischer Leistung, 
Elektrokessel
Speicher: 3 x 200 m³ Hochtemperatur-Pufferspeicher 
Thermische Leistung [kW]1.400
Zusätzliche InformationenLink

Freiburg

 

Projektinformationen Großwärmepumpe

ProjektnameSchwarzwaldmilch Freiburg
Betreiberbadenova
Hersteller GWP-
Inbetriebnahme Jahr2024
Projekt InformationenWärmepumpe nutzt Rückkühlwärme der Prozesskälte und Abwasser 
der Molkerei Schwarzwaldmilch
Thermische Leistung [kW]3.750
Zusätzliche InformationenLink

Mannheim

 

Projektinformationen Großwärmepumpe

ProjektnameMannheim
BetreiberMVV AG
Hersteller GWPSiemens Energy
Inbetriebnahme Jahr2023
Projekt Informationen4 Steinkohle-Heizkraftwerksblöcke (insgesamt 1.500 MWth)
Thermische Leistung [kW]19.000
Zusätzliche InformationenLink

Netzwerk GWP

Geschlossenes Arbeitsnetzwerk relevanter Akteure in dem Bereich

 

Dimensionierungshilfen, Tools, Auslegungstabellen

anzupassen

Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Erzeugern (bspw. KWK)

  • Muster „Hydraulikschema“ bzw. Fließbilder - 20 Übliche Kombinationen
    • Kommt noch mit Ausschreibung

Erfolgsfaktoren für Wirtschaftlichkeit

  • Anbindung Stromerzeugung bzw. stromgeführte Fahrweise / Standort
    • Blabla PPT Strom, Weinstadt PV für GWP

Hinweise auf potenzielle Fehlerquellen

anzupassen

Übersicht qualifizierter Akteure

  • (Planer, Hersteller, Errichter, Contractoren, Komponenten, Projektentwickler, …)​
    • Akteure Netzwerk (wer will, Abfrage Kathrina)

-→       KLIMASCHUTZLAND-BW?