Nach dem Stand der klima- und energiewissenschaftlichen Forschung wird die Erreichung der nationalen und europäischen Klimaschutzziele maßgeblich von einem erheblichen Ausbau der Stromerzeugung aus Windenergie und Photovoltaik abhängen (Quellen s. unter „weiterführende Informationen“). Auch Strom aus Wasserkraft und Bioenergie liefern einen wertvollen Beitrag zur erneuerbaren Stromerzeugung, insbesondere durch ihre Beständigkeit bzw. Flexibilität.
Es gilt, nicht nur den heutigen Strombedarf zu decken, sondern auch einer fortschreitenden Elektrifizierung Rechnung zu tragen. Diese ist notwendig, um auch solche Energiebedarfe klimafreundlich zu decken, die heute mit fossilen Energieträgern wie Öl, Gas und Kohle bedient werden. Die Stromstudie BW rechnet mit einem Anstieg des Strombedarfs von ca. 64 TWh pro Jahr auf 109 bis 161 TWh im Jahr 2040. Bei einer Erfüllung des Ausbauziele des Landes geht sie von folgender Stromerzeugung im Jahr 2040 aus: 32 TWh aus Windenergie, 30 TWh aus PV-Dachanlagen, 18 TWh aus PV-Freiflächenanlagen, 8 TWh aus Bioenergie und 5 TWh aus Wasserkraft.
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Hinweise zu Tabellen und Karten
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Sowohl die Tabellen als auch die Karten sind interaktiv. Sie können…
- in den Karten Details zu den eingefärbten Kreisen/Gemeinden anzeigen, indem Sie mit dem Mauszeiger über diese Gebiete fahren oder sie anklicken,
- in Gemeindekarten durch Doppelklick oder Anklicken der Schaltfläche „+“ (oben rechts) hineinzoomen, wodurch auch mehr Gemeindenamen eingeblendet werden,
- Gebiete mit Werten um einen bestimmten Wert herum hervorheben, indem Sie mit dem Mauszeiger über die Legende (oben links) fahren und einen Wert auswählen,
- die Tabellen durch Anklicken des Spaltennamens nach beliebigen Spalten auf- oder absteigend sortieren,
- einzelne Kreise oder Gemeinden suchen über das Suchfeld (oben links),
- durch einen Klick auf „+ Zeige … mehr/weniger“ (unter der Tabelle in der Mitte) die übrigen Zeilen ein- oder ausblenden.
Zusammenfassung Ergebnisse:
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Ausgangslage und Entwicklung
Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien (EE) in Baden-Württemberg hat sich in den Jahren von 2000 bis 2023 mehr als verdreifacht. Den größten Anteil unter den EE hatte im Jahr 2023 die Photovoltaik (PV) mit ca. 38 % der EE-Stromerzeugung (ca. 7,9 TWh), gefolgt von Wasserkraft und Bioenergie mit je ca. 21– 22 % sowie Windenergie mit ca. 18 %. 2023 lag der Anteil der erneuerbaren Energien an der Bruttostromerzeugung in Baden-Württemberg nach der Broschüre des Umweltministerium des Landes „Erneuerbare Energien in Baden-Württemberg 2023“bei ca. 55 % (ca. 56 % bundesweit laut Statistischem Bundesamt). Im selben Jahr betrug der Anteil der erneuerbaren Energieträger am Stromverbrauch in Baden-Württemberg ca. 31 %.
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Erneuerbare Stromerzeugung nach EEG
Die folgenden kreisscharfen Darstellungen basieren auf EEG-Daten. Erfasst sind hier mit Ausnahme bei PV nur Anlagen, die EEG-Förderung erhalten. Dies trifft bspw. auf manche Wasserkraftwerke oder Kraftwerke, in denen Abfall oder Biomasse verbrannt wird, nicht zu. Die Daten weichen daher von den oben dargestellten Daten auf Landesebene ab.
Für eine bessere Vergleichbarkeit sind die Daten ins Verhältnis zur Kreisfläche gesetzt. Denn mit einer größeren Fläche geht in der Regel auch ein größeres Potenzial für erneuerbare Energien einher. Damit unterscheidet sich die Darstellung von den bisherigen Statusberichten, in denen die Stromerzeugung ins Verhältnis zur Anzahl der Einwohnenden gesetzt wurde. Über den Link „Daten herunterladen“ unterhalb der Kartendarstellungen können auch die bisher gewohnten Daten bezogen werden.
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Ulm weist im Jahr 2024 die höchste Stromerzeugung pro Hektar aus erneuerbaren Energien in Baden-Württemberg auf. Mannheim und Pforzheim folgen sowie die Landkreise Schwäbisch Hall und Heidenheim.
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Die Stromerzeugung aus PV pro Hektar war in 2024 in Ulm am höchsten, gefolgt von Mannheim, Pforzheim, Heilbronn und dem Alb-Donaukreis. Letzterer weist zudem den höchsten absoluten Wert auf.
Die PV-Stromerzeugungsdaten für 2024 weisen nach Auskunft des ZSW eine Untererfassung von ca. 6-10% auf. Die tatsächliche Stromerzeugung aus PV dürfte also höher liegen als in der Karte dargestellt.
Kreisscharfe Daten zur installierten Leistung finden sich bei der LUBW (s. u.). Dort ist auch dargestellt, welchen Anteil ihres Potenzials die Kreise ausschöpfen.
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Der Landkreis Schwäbisch-Hall erreicht die höchsten Werte bei der Stromerzeugung aus Windenergie pro Hektar. Es folgen der Main-Tauber-Kreis, der Landkreis Göppingen, der Landkreis Heidenheim und der Ostalbkreis. Damit zeigt sich eine Konzentration der Windenergie im Nordosten des Landes.
Weitere Daten sind bei der LUBW zu finden (s. u.).
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Der Landkreis Lörrach zeigt hier die höchste Stromerzeugung pro Hektar gefolgt vom Landkreis Rastatt und den Städten Heilbronn, Ulm und Mannheim. Die Potenziale für Stromerzeugung aus Wasserkraft gelten als weitgehend ausgeschöpft.
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Die Stromerzeugung aus Biomasse pro Hektar ist in Ulm und Pforzheim am höchsten, es folgen Mannheim, Heidelberg und der Landkreis Heidenheim. Hier stechen also Städte mit großen Biomassekraftwerken hervor, die oft Biomasse aus der weiteren Umgebung verfeuern. Auch in anderen Städten wie bspw. Karlsruhe gibt es große Kraftwerke mit hohem biogenem Anteil am Brennstoff. Wenn Anlagen keine EEG-Förderung erhalten, sind sie aber nicht im vorliegenden Datensatz enthalten.
Der Einsatz von Biomasse ist natürlicherweise begrenzt und konkurriert mit Lebensmittelproduktion und stofflicher Nutzung.
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Der aus Deponie- und Klärgas erzeugte Strom wird zum größten Teil in den Anlagen direkt verbraucht. Den höchsten Wert für die Stromerzeugung aus Klärgas pro Hektar weist Stuttgart auf, gefolgt vom Landkreis Ludwigsburg, dem Rhein-Neckar-Kreis, dem Landkreis Rastatt und dem Landkreis Böblingen.
Fördermittel für Erneuerbare
Das Programm „Erneuerbare Energien – Standard“ fördert Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien gemäß den Vorgaben des EEG, Anlagen zur kombinierten Strom- und Wärmeerzeugung in Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK-Anlagen) sowie Maßnahmen zur Integration erneuerbarer Energien in das Energiesystem. Die Förderung erfolgt ausschließlich in Form zinsverbilligter Kredite, also ohne Zuschüsse. Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Vereine und Unternehmen sowie kommunale Zweckverbände, nicht jedoch Kommunen und deren Eigenbetriebe (Stand Anfang 2026).
In den folgenden Diagrammen sind die Anzahl der Bewilligungen sowie die Fördersummen für die Jahre 2008 bis 2024 für Baden-Württemberg und die übrigen Bundesländer dargestellt. Es handelt sich um die jeweiligen Durchschnittswerte pro Kopf. Die Zahl der bewilligten Anträge pro Kopf liegt in Baden-Württemberg deutlich über den anderen Bundesländern, die ausgereichte Fördersumme ist hingegen deutlich geringer. Im Jahr 2024 wurde das Programm im Gegensatz zu den Jahren zuvor kaum in Anspruch genommen.
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Weiterführende Informationen:
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…der Übersicht, in welchen Kommunen es ein kommunales Energieversorgungsunternehmen oder eine Bürgerenergiegenossenschaft gibt? Dann klicken Sie einfach hier.