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Statusbericht Kommunaler Klimaschutz

Treibhausgasneutrale Kommunalverwaltung

Das Klimaschutz- und Klimawandelanpassungsgesetz Baden-Württemberg formuliert das Landesziel der Netto-Treibhausgasneutralität bis zum Jahr 2040. Für den Weg dorthin schreibt es den Kommunen eine Vorbildrolle zu. Um dieser Rolle gerecht zu werden, müssen Kommunen engagiert auf eine treibhausgasneutrale Kommunalverwaltung hinarbeiten. Nähere Erläuterungen dazu finden sich im Leitfaden “klimaneutrale Kommunalverwaltung” des ifeu-Instituts. Das Umweltministerium unterstützt die Kommunen dabei insbesondere mit dem Förderprogramm Klimaschutz-Plus. Die KEA-BW bietet u.a. die kostenfreien Werkzeuge BICO2BW-Verwaltung und Kom.EMS zero. Ersteres dient der Treibhausgasbilanzierung der Kommunalverwaltung, zweiteres unterstützt Schritt für Schritt auf dem Weg zur treibhausgasneutralen Kommunalverwaltung.


  • Hinweise zu Tabellen und Karten

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    Sowohl die Tabellen als auch die Karten sind interaktiv. Sie können…

    • in den Karten Details zu den eingefärbten Kreisen/Gemeinden anzeigen, indem Sie mit dem Mauszeiger über diese Gebiete fahren oder sie anklicken,
    • in Gemeindekarten durch Doppelklick oder Anklicken der Schaltfläche „+“ (oben rechts) hineinzoomen, wodurch auch mehr Gemeindenamen eingeblendet werden,
    • Gebiete mit Werten um einen bestimmten Wert herum hervorheben, indem Sie mit dem Mauszeiger über die Legende (oben links) fahren und einen Wert auswählen,
    • die Tabellen durch Anklicken des Spaltennamens nach beliebigen Spalten auf- oder absteigend sortieren,
    • einzelne Kreise oder Gemeinden suchen über das Suchfeld (oben links),
    • durch einen Klick auf „+ Zeige … mehr/weniger“ (unter der Tabelle in der Mitte) die übrigen Zeilen ein- oder ausblenden.

Zusammenfassung Ergebnisse:

  • Die Anzahl der Kommunen, die den Klimapakt unterstützen wächst stetig an. Mittlerweile bekennt sich so mehr als die Hälfte der Kommunen des Landes zum Ziel einer treibhausgasneutralen Kommunalverwaltung bis 2040 sowie zur eigenen Vorbildrolle.
  • Auch die Zahl der Kommunen mit Personal für die klimaneutrale Kommunalverwaltung wächst.
  • Sowohl beim Klimapakt als auch bei den Personalstellen sind kleinere Kommunen unterproportional vertreten.

Klimapakt

Die Landesregierung und die kommunalen Landesverbände haben Ende 2015 erstmalig den Klimapakt geschlossen. Anfang 2025 wurde die fünfte Fassung des Klimapakts unterzeichnet. Diese Vereinbarung beschreibt Handlungsbereiche und Ziele für die Parteien sowie die Förderung durch die Landesregierung. Die kommunalen Landesverbände und das Land bekennen sich zur Vorbildwirkung der öffentlichen Hand in ihrem Organisationsbereich und zu den Landeszielen für Klimaschutz und Klimaanpassung. Mit einer unterstützenden Erklärung zum Klimapakt können Städte, Gemeinden und Landkreise deutlich machen, dass sie im Klimaschutz und in der Klimaanpassung aktiv sind und diese Aktivitäten auch weiterentwickeln möchten. Insbesondere verpflichten sie sich, bis zum Jahr 2040 eine weitgehend klimaneutrale Verwaltung zu erreichen. Die Unterstützung des Klimapakt ist Fördervoraussetzung für die Förderprogramme Klimaschutz-Plus und KLIMOPASS.

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Bis zum 31.12.2025 haben 570 Städte und Gemeinden mit zusammen rund 8,9 Mio. Einwohnenden sowie alle 35 Landkreise in Baden-Württemberg die unterstützende Erklärung für den Klimaschutzpakt unterzeichnet. Die Entwicklung über die Jahre zeigt einen stetigen Zuwachs, der im Jahr 2021 besonders groß ausgefallen ist. Die aktuellste Übersicht findet sich immer auf der Internetseite des Umweltministeriums Baden-Württemberg.

 

Alle Land- und Stadtkreise unterstützen den Klimapakt. Daher wird in der Karte der Kreise der Anteil der unterstützenden Städte und Gemeinden je Kreis dargestellt. Dabei sticht der Rhein-Neckar-Kreis hervor, in dem alle Städte und Gemeinden den Klimapakt unterstützen. Der Enzkreis folgt mit 96 % sowie die Landkreise Karlsruhe mit 94 % und Rastatt mit 91 %. Für die Stadtkreise ergibt sich rechnerisch ebenfalls ein Anteil von 100 %, diese ist aber nicht mit den Landkreisen vergleichbar. Es zeigt sich eine Konzentration im Nordwesten Baden-Württembergs. 

Die Karte der Städte und Gemeinden bietet einen Überblick über die Kommunen, die den Klimapakt unterstützen. Eine Darstellung als Liste findet sich auf der Homepage des Umweltministeriums.

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Kleine Kommunen unterstützen den Klimapakt unterproportional. Die Abbildung zeigt, dass nur 37 % der Kommunen unter 5.000 Personen (2023: 32 %), aber bereits mehr als zwei Drittel der größeren Städte mit mehr als 10.000 Einwohnenden die unterstützende Erklärung unterzeichnet haben.

 

Personalstellen

Die Aufgabe der netto-treibhausgasneutralen Kommunalverwaltung bis 2040 ist äußerst ambitioniert. Für Kommunen ist es daher sinnvoll, Personal für Planung, Umsetzung und Fördermittelakquise zu beschäftigen. Über Klimaschutz-Plus wurden Personalstellen bei Kommunen gefördert, die Beauftragten für die klimaneutrale Kommunalverwaltung (BKNKV). Die Förderung war auf drei Jahre befristet und wurde z. T. auf fünf Jahre verlängert. Manche Kommunen beschäftigen auch ohne Förderung Personal für die netto-treibhausgasneutrale Kommunalverwaltung.

25 von 44 Kreisen und 130 von 1101 Städten und Gemeinden in Baden-Württemberg verfügen nach Informationen der KEA-BW über Beauftragte für die klimaneutrale Kommunalverwaltung. Die beiden folgenden Karten bieten einen Überblick dieser Kommunen. 

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Kleine Kommunen beschäftigen weniger oft Personal für die netto-treibhausgasneutrale Kommunalverwaltung als größere. Die Abbildung zeigt, dass nur 4 % der Kommunen unter 5.000 Einwohnenden über solche Personalstellen verfügen, aber bereits mehr als die Hälfte der großen Städte mit mehr als 50.000 Einwohnenden.

Weiterführende Informationen:

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