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Statusbericht Kommunaler Klimaschutz

Wärmenetze

Ein Wärmenetz ist ein in der Regel unterirdisches Rohrsystem, das mehrere Gebäude oder sogar ganze Stadtteile mit Wärme versorgt. Es verbindet mehrere nachfragende Einheiten mit einer oder mehreren zentralen Anlagen zur Wärmeerzeugung. Wärmenetze gelten als zentraler Baustein einer klimaneutralen Wärmeversorgung, da sie vielfältige Wärmequellen einbinden und zentral auf erneuerbare Energien und Abwärme umgestellt werden können. Baden-Württemberg hat sich bis 2030 als Ziel gesetzt, die Versorgung mit Wärmenetzen um 35%  auszubauen und deren Anteil an erneuerbaren Energien und Abwärme zu erhöhen

 


  • Hinweise zu Tabellen und Karten

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    • in den Karten Details zu den eingefärbten Kreisen/Gemeinden anzeigen, indem Sie mit dem Mauszeiger über diese Gebiete fahren oder sie anklicken,
    • in Gemeindekarten durch Doppelklick oder Anklicken der Schaltfläche „+“ (oben rechts) hineinzoomen, wodurch auch mehr Gemeindenamen eingeblendet werden,
    • Gebiete mit Werten um einen bestimmten Wert herum hervorheben, indem Sie mit dem Mauszeiger über die Legende (oben links) fahren und einen Wert auswählen,
    • die Tabellen durch Anklicken des Spaltennamens nach beliebigen Spalten auf- oder absteigend sortieren,
    • einzelne Kreise oder Gemeinden suchen über das Suchfeld (oben links),
    • durch einen Klick auf „+ Zeige … mehr/weniger“ (unter der Tabelle in der Mitte) die übrigen Zeilen ein- oder ausblenden.

Zusammenfassung Ergebnisse:

  • Auf Basis von Daten der AGFW und der LUBW sind der KEA-BW die Betreibenden von 875 Wärmenetze in 390 Städten und Gemeinden bekannt. Tatsächlich dürften noch mehr Kommunen über ein Wärmenetz verfügen.
  • Über das Landesförderprogramm „Energieeffiziente Wärmenetze“ wurden über 100 Wärmenetzprojekte in 82 Städten und Gemeinden mit ca. 25 Mio. € gefördert.
     

Bestand Wärmenetze

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Für die Analyse des Bestands an Wärmenetzen in Baden-Württemberg wurden öffentliche Daten, insbesondere der Arbeitsgemeinschaft Fernwärme (AGFW) und der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) ausgewertet. In der Datenbank der AGFW sind Wärmenetze hinterlegt, an die in den letzten Jahren mindestens ein Neubau angeschlossen wurde. Insbesondere kleinere und ältere Netze könnten in diesem Datensatz also unterrepräsentiert sein. Allerdings finden sich darin die Wärmenetzbetreibenden, die auch in der Kartendarstellung ersichtlich sind. Insgesamt sind der KEA-BW 875 Wärmenetze in 390 Städten und Gemeinden bekannt. 

Fördermittel für Wärmenetze

Die Errichtung oder Erweiterung von Wärmenetzen wird vor allem durch den Bund gefördert. Das wichtigste Förderprogramm dürfte die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) darstellen. Diese unterstützt den Neubau und die Erweiterung von Wärmenetzen, an die mindesten 16 Gebäude oder 100 Wohneinheiten angeschlossen sind, sowie deren Umstellung auf erneuerbare Energien. Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM) können Wärmenetze mit weniger Gebäuden bzw. Wohneinheiten sowie Anschlüsse an Wärmenetze gefördert werden. Auch über das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) wurden bereits zahlreiche Wärmenetze im Land unterstützt. Die über dieses Programm geförderte Trassenlänge betrug bis Ende 2022 über 1.200 km in 219 Städten und Gemeinden, wie dem Dokument „Statusdaten kommunaler Klimaschutz in Baden-Württemberg – Dritte Fortschreibung 2025“ zu entnehmen ist. Die KEA-BW arbeitet daran, ihre Datenbasis aus diesen Förderprogrammen auszubauen.

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Bis Ende 2023 bestand zudem das Landesförderprogramm „Energieeffiziente Wärmenetze“. Dieses schloss für das damalige Bundesförderprogramm „Wärmenetzsysteme 4.0“ eine Förderlücke. Durch niedrigere Vorgaben für die mindestens zu versorgenden Objekte und die De-minimis-Verordnung wurden v. a. kleine und mittlere Netzprojekte unterstützt. Von 2016 bis zum Programmende 2023 wurden über 100 Wärmenetzprojekte in 82 Städten und Gemeinden mit ca. 25 Mio. € gefördert. Die Kartendarstellung bietet einen Überblick über die räumliche Verteilung. Nähere Informationen können dem Evaluationsbericht der KEA-BW zum Förderprogramm entnommen werden.

Weiterführende Informationen:

Waren sie eigentlich auf der Suche nach…

…Informationen zur kommunalen Wärmeplanung? Dann klicken Sie einfach hier.

…Informationen zur kommunalen Energieversorgungsunternehmen und Bürgerenergiegenossenschaften? Dann klicken Sie einfach hier.

…Informationen zu Gebäudesanierung und Heizungstausch? Dann klicken Sie einfach hier.